"Irgendwie" fehlt Federer immer "irgendwas" wenn er gegen Nadal spielt. Mal ist es die aggressive Vorhand, dann die sichere Rückhand, zuletzt war es der Aufschlag. Bis jetzt habe ich mich als bekennender Federer-Fan auch immer auf Krankheit, Platzbelag, Bälle oder sonst was berufen, aber spätestens nach dem Australian-Open Finale bleibt meine persönliche Erkenntnis: Nadal hat sein Schläge dermaßen die letzten Jahre verbessert, dass er aktuell einfach der bessere Tennisspieler ist!
Dabei hatte ich gerade in dem Finale schon das Gefühl, das Federer mit der Rückhand viel sicherer als früher gegen Nadal gespielt hat (dieser nagelt ihn ja meist auf selbiger fest). Sobald aber Federer beginnt lange Winkel zu spielen, bekommt er den Konter meist noch extremer zurüpck. Unglaublich was Nadal da, nicht nur erlaufen, sondern auch wie er die gezogen hat.
Australian Open 2009
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Federer muss man ja nicht zeigen, wie man Tennis spielt. Er hat einfach Angst vor Nadal. Der Mann braucht vor allem einen guten Mentaltrainer. Und da ich auch die Hinweise auf vermehrtes Netzspiel voll unterstütze werfe ich mal den Namen Edberg in die Runde...
www.tennis-point.deEinen Kommentar schreiben:
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@ Hawkeye2
Ja, du sprichst mir fast aus der Tennis-Seele.

Vor allem die Vernachlässigung des Serve & Volley Spiels ist eklatant. Würde Federer mehr wie ein Sampras damals agieren, könnte er sein Spiel nochmals, vielleicht sogar entscheidend, verbessern. Allerdings muss sein zweites Service qualitativ "besser" werden, vgl. Sampras oder Stich. Isgesamt finde ich, dass das Tennis natürlich viel athletischer, schneller und intensiver geworden ist. Es kommen oft lange Ballwechsel zustande, auf hohem Niveau, da die Pros einfach fast alles erlaufen und kräftezehrende Rallys die Folge sind. Die Spiele werden so enger, da ein direkter Punkt immer "schwieriger" wird. Genau deswegen vermute ich mal, wird langfristig kein Weg daran vorbeiführen das aggressive Angriffspiel mit Punktbeedigung am NETZ
zu komplettieren oder zu optimieren. Es sollte auch mal wieder Chip & Charge einbaut und die Variabilität im Spiel gesteigert werden. Ein Federer hat sich vor allem mit seinem effektiven Slice einige Gegner derart "zurecht gestellt" auf dem Platz, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis er seinen tödlichen Winner ansetzen konnte - bestes Beispiel ist Andy Roodick. Mittlerweile haben sich viele, zumindest die oberen 4, sehr gut darauf eingestellt und können den Slice aggressiv beantworten, vor allem die Beidhänder - oder wie Murray und Simon es teilweise machen, das Tempo einfach ganz rausnehmen und erstmal "mitspielen".
Federer sollte sich wirklich wieder Input von Außen holen anhand eines Trainers, da eben niemand perfekt ist. Es wird interessant sein zu beobachten wie er mit dieser Situation umgeht und was die jungen Wilden ihm entgegenzusetzen haben und wie sich sich selbst weiterhin verbessern...
Zuletzt geändert von kimmi; 05.02.2009, 11:16.Einen Kommentar schreiben:
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na das ist selbstredend ;-)
mich hat nur die geschwindigkeit wirklich noch mal überrascht. in der position die du meinst, schaut es im tv eher langsamer aus als es real ist.
hab viel profitennis live gesehen, aber die perpektive war mir neu und angenehm ;-)Einen Kommentar schreiben:
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Ich finde die Kamera in Kopfhöhe hinter dem Spieler viel reizvoller. Da kann man sich so richtig selbst hineinversetzen und "mitspielen"!
Da merkt man auch, welche Bälle die Jungs verschlagen, die man selbst nicht verschlagen hätte.
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jupp... wenn er die vorhand bei 30:0 ein bisschen weiter innen setzt, dann nimmt er das spiel auch mit und der satz verläuft anders... da geb ich norbe recht.
übrigens noch was leicht anderes:
fand noch wer diese kamera vom dach (?) aus so klasse wir ich? die zeigt super deutlich die geschwindigkeit, winkel und überhaupt das schachspiel im tennis. da hätte ich gerne noch mehr von gesehen.Einen Kommentar schreiben:
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ich finde , der wesentliche Knackpunkt des Spiels war , als Federer im 5ten bie 1:2 und 30:0 bei eigenem Aufschlag dann 7 unforced Errors am Stück gemacht hat. Das hat ihm meiner Meinung nach in diesem Spiel das Genick gebrochen. Nadal hat in dieser Phase nicht einen besonderen Ball geschlagen , geschweige denn einen Winner.
Ansonsten hat Federer trotz schlechtem 1ten Aufschlag zwei Sätze gegen Nadal gewonenn , einige Punkte mehr gemacht (sogar am Schluss noch einen mehr).
Hätte er diese kutze Phase nicht gehabt und den 5ten Satz gewonnen , würde diese Thema erst gar nicht entstehen.
Es liegt halt verdammt eng beieinander und psychisch hat Nadal derzeit eben die Nase vorne.
Ich denke , Rogers Qualitäten reichen allemal , um Nadal zu schlagen , nur der Kopf scheint ein wenig Probleme zu machen. 7 unforced Errors in a row lassen sowas halt vermuten.Einen Kommentar schreiben:
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@kimmi
Hi,
genau das ist ja der Grund für die hohen Fehlerquoten bei Nadals Gegnern, insbesondere auch bei Federer.
Nadal spielt aufgrund seines extremen Spins sehr sicher, dabei aber auch druckvoll und schnell.
Wenn ein Federer den Ball richtig schnell macht, dann mit wesentlich weniger Topspin, dabei wird allerdings auch die Fehlerquote wesentlich höher, denn wenn Nadal an den schnellen Ball herankommt, kommt der meistens noch schneller bzw. unangenehmer zurück...
Also braucht man die besondere Gratwanderung zwischen Tempo und Platzierung und das geht eindeutig zu Lasten der Sicherheit.
Ich denke, Federer müsste gegen Nadal ähnlich spielen, wie Sampras gegen Federer in den Schaukämpfen.
Ballwechsel kurz halten, bei eigenem Aufschlag: starker Aufschlag+Volleys
Bei Returnspielen: aggressive Returns, auch gegen die ersten Aufschläge oft einem soliden Return hinterher ans Netz.
Klar müssen die Aufschlagspiele solide sein und viele Returnspiele sind in 0 Komma Nix verloren, aber man bekommt seine Chance, gerade wenn man Federer heisst.
Von der Grundlinie macht ein Federer zuviele Fehler, stundenlanges Belagern ist nicht sein Spiel und ein Nadal macht sofort Druck, wenn man nicht jeden Ball schnell und platziert spielt.
Daraus folgt:
ein Federer muss dringend darüber nachdenken, wieder einen Trainer zu engagieren.
Er muss ganz dringend an seinem Aufschlag und an seiner Rückhand arbeiten, auch an seinem Netzspiel bzw. dem Weg zum Netz.
Das hat er jetzt viel zu lange "schludern" lassen, weil sein Niveau für alle bisher zu hoch war.
Aber da alle anderen sich steigern (sie haben ja schliesslich Federer als Vorbild) reicht sein bisheriges Niveau nicht mehr.
Und er hätte viel früher daran arbeiten müssen, noch besser zu werden.
Das muss er sich auch mal eingestehen, daß selbst "er" einen Trainer braucht.
Ist ja cool, solange ohne Trainer die Tenniswelt zu beherrschen, aber so langsam bekommt er immer öfter die Quittung dafür.
Soviel ein Federer auch vom Tennis versteht, ein Außenstehender könnte ihm noch wesentlich andere Impulse geben.
Natürlich reicht das "normale" Federer Niveau noch für einige Jahre als Nr. 2 bzw. mindestens für die Top 10 bis zum Karriereende, aber das wird einem Federer ja selbst nicht reichen, oder ?!
Und solange Nadal zugleich mit ihm ein Grand Slam Finale erreicht, wird er es sehr schwer haben, zu gewinnen.
Und ein Djokovic, Murray etc. werden einen Federer immer öfter vor dem Finale abfangen...
GrußZuletzt geändert von Hawkeye2; 04.02.2009, 14:24.Einen Kommentar schreiben:
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Gut und interessant zu beobachten war, dass Rafa auf die Topspinbälle von Fedi in der Regel sehr gut reagieren konnte. Kamen sie kurz hinterm T auf, so konnte Rafa prima "drübergehen" und seinerseits mit agressiven & druckvollen Schlägen antworten. Im Semifinal gegen Verdasco hatte er teils mit dessen schnellen und eher glatt geschlagenen Bällen mehr Probleme, fand ich jedenfalls. Haben die Topspin-Bälle dagegen eine gute Länge und kommen erst kurz vor der Grundlinie auf, so sind sie sehr effektiv - extrem zu sehen bei Nadals Vorhand, die dann nur sehr schwer zu kontrollieren ist. Vielleicht sollte man einem Nadal auf schnellen Böden eher mit schnellen und glattgeschlagegen Bällen begegnen, ohne viel Spin, um ihn entsprechend mehr unter Druck zu setzen...
Zuletzt geändert von kimmi; 04.02.2009, 13:24.Einen Kommentar schreiben:
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Ich denke des Rätsels Lösung nicht so schwer zu analysieren-
1) Federer
Roger war 4 Jahre die Nr 1 und spielt seit ca. 6 Jahre auf höchstem Niveau- Frage- in welcher Sportart gibt es jemanden, der solch eine Konstanz aufweisst? Wenn- dann sind es Ausnahmen- wie Federer halt! Es ist in der Psyche als auch in der Physis begründet, dass der Körper/ Geist irgendwann einfach nicht mehr in der Lage ist diese erforderlichen 100% zu leisten- regelmässig wohlgemerkt! Somit schleichen sich z. B. mehr Fehler ein, es fehlt dazu manchmal ein wenig Glück wenn der entscheidende Schlag nicht auf, sondern knapp neben die Linie geht, man kann sich selber nicht in die richtige Richtung "schieben"- hier z. B. der relativ schlechte Aufschlag im Endspiel, man kann sich selber nicht mehr sooo sehr pushen und motivieren.. etc... Somit hat Federer teilweise weltklasse gespielt, zum Anderen wie gegen Berdych oder Rafa halt nur 90% oder weniger. Ich meine so ist es doch in jeder Sportart- man wird minimal schlechter, hat dann wieder große Momente, diese aber nicht mehr so oft wie in der Vergangenheit!
2) Nadal
Schaut man sich die Entwicklung Rafas an, dann muss man sagen- Hut ab! Vom Sandplatzkrieger zum Allrounder- wenn auch dafür mehr Kraft und Kampfgeist erforderlich ist! Folgende Punkte hat Nadal aus meiner Sicht suzzessive in den letzten 2 Jahren deutlich verbessert-
- Aufschlag- erreicht teilweise bis zu 205 Km/h, was früher um die 180 Km/h beim 1. waren. Zusätzlich mehrere Variationen und der 2. ist mit seinem Schnitt nach aussen als Linkshänder für rechtshänder tödlich
- Länge der Bälle- kamen früher der Großteil der Bälle rund um die Höhe der T - Linie so sind sie heute teilweise deutlich länger! Das macht auch auf hardcourt dem Gegner zu schaffen- und zwar mehr als früher
- Rückhand- die cross geschlagene Rückhand ist der Hammer- was er da an Speed und Druck reinbringt ist sensationell. Auch wenn er heute die RH teilweise umläuft- sie ist sicherer und gefährlicher als die Rückschläge früher.
- Vorhand- auch hier verbessert mit wesentlich mehr Druck + Spin.
Wenn man also die Entwicklung der beiden Spieler ansieht, so kann man verstehen das, auch wenn beide nicht ihr bestes Tennis spielen, in diesem Fall die Qualitäten eines Nadal gegen den 27 jährigen Federer den Ausschlag geben. Heißt natürlich nicht, dass Rafa nun jedes Spiel gegen Roger gewinnt, jedoch steigen seine Chancen - bei Normalform - von Monat zu Monat.
Ändert natürlich nichts daran, dass Roger einer der besten Spieler aller Zeiten war und ist! Sein Nachfolger klopft halt gewaltig an seine Tür- und der hat es genauso verdient!
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Ein Gast antworteteIch glaube auch, dass Federer sehr gut weiss was er tut und was er tun muss. Vor einiger Zeit wurde er von einem Journalisten mal in einer Pressekonferenz angesprochen, warum er denn nicht dies oder jenes gegen Nadal ausprobiere, da hat Federer glaub ich etwas verärgert reagiert und gemeint er wisse sehr wohl was er tun müsse.
Bei den ganzen Diskussionen über Federers taktische Möglichkeiten gegen Nadal darf man nicht vergessen, dass dazu immer zwei gehören. Und zwar muss Nadal das erstmal so zulassen, bzw. ihm ermöglichen. Der Kerl ist nicht umsonst die Nummer 1, der weiss schliesslich auch sehr wohl was er gegen Federer tun muss und was dieser gegen ihn probieren wird.
Dass Federer nicht einen solchen Fighting-Spirit zeigt und manchmal wirkt, als wüsse er nicht was er tun soll wenn er hinten liegt und einfach so weiterspielt - ich muss sagen, das Gefühl hatte ich auch schonmal. Vorallem beim French Open Finale 2006 oder 2007 ist mir das schonmal so vorgekommen. Denke aber auch dass das nur nach außen so wirkt, der wird sehr wohl alles geben.
Falls es wen interessiert, bei tennis.com hat einer einen recht interessanten Artikel geschrieben über Federer nach der Niederlage mit einigen Aspekten, denen ich voll zustimme.
http://tennisworld.typepad.com/tenni...009/02/tk.htmlEinen Kommentar schreiben:
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Mit dem gleichen Schläger und dem identischen Besaitungsgewicht hat er zum Beispiel 2007 Roddick und Gonzalez bei den Aussie Open entzaubert und hat auch sonst seine ganzen großartigen Erfolge eingefahren. Daran wirds also wohl kaum liegen. Er wird besser als wir alle wissen, was er da tut.Einen Kommentar schreiben:
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1.ich finde es sehr interessant, dass sich niemand traut die 22kp mal anzusprechen....
2. bin großer RF -fan, aber ich denke, dass jeder gemerkt hat, wie nach dem 3-4spiel im 5ten satz seine körpersprache einem verzweifeltem heulen gleich kam.
seine gedanken war plötzlich woanders, er war aus dem "tunnel" raus.
wenn federer ständig den aufschlag 40-50cm in aus haut wundere sogar ich mich.
seine lägenkontrolle tangierte gegen null( auf seinem niveau) im 5ten.
....falls er nicht bereits mitliest, sollten wir ihm den link(hat er keine homepage?)des thread´s zukommen lassen, da nicht nur die 80% der fan´s hier sehr schöne beiträge geschrieben haben!
an seiner stelle hätte ich mir einen gebrauchten schläger von nadal geliehen
( es war eh durch...und das wusste er besser als jeder anderer-LEIDER!!)
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