nun habe ich mal ne frage:
warum versuchst du nicht auch einfach mal den ball im spiel zu halten, dadurch natürlich fehlerfreier zu spielen, anstatt durchgehend druck auszuüben?
addi
Sehr passive Gegner
Einklappen
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Eigentlich geht´s hier ja auch nicht um "Bringer" im klassischen Sinne, sondern um "passive Spieler". Was ja nicht zwingend das Gleiche sein muss.
Der Bringer schauffelt verzweifelt alles was kommt zurück, irgendwie konzeptlos und nicht immer perfekt. Er ist halt in der Regel kein allzu guter Spieler.
Der passive Spieler spielt halt einfach defensiv. Das kann er aber in der Regel schon ganz ordentlich. Er spielt von der Grundlinie, mit wenig Risiko, viele hohe Bälle, beherrscht Lobs sehr gut, spielt einen ordentlichen, aber langsamen Topspin, der hoch übers Netz geht mit guter Längenkontrolle, dadurch extrem niedrige Fehlerquote.
Mir ist zum Erbrechen, wenn ich gegen so einen spielen muss. Und das tue ich häufig, weil ich einen Mannschaftskollegen habe, der genau so spielt! Da steht das Ergebnis von vornherein fest. Ich krieg mal 0 und mal 4 Spiele, aber verlieren tu ich auf jeden Fall. Warum? Ich find kein Konzept gegen sein Spiel. Er ist:
1. Sauschnell! Musst du 10-mal beerdigen, bis er endlich tot ist
2. Nervig! Jeder Return kommt als Bogenlampe (zwischen 5 und 10 Meter hoch) als "Totball" zurück und tickt kurz vor der Grundlinie auf und dann 3 Meter hoch ab.
3. Defensivass! Geh ich nach vorne, kommt zu 80 % ein schöner Lob und zu 20 % ein Passierball...auch die kann er nämlich.
4. Fussballer!
Der rennt sich zwei Stunden einen Heißen und jappst nicht mal.
Ich bin gezwungen, ständig Druck auf ihn auszuüben und muss ständig Tempo machen. Dabei passieren Fehler. OK, meine spielschwäche ist Schuld, aber ich bin halt kein Federer.
Mache ich den Druck nicht, kommt der Fehler trotzdem von mir, weil er dieses Spiel eben einfach besser beherrscht als ich. Wieder ist meine Spielschwäche schuld.
Fazit: Er ist einfach besser als ich, auch wenn´s nicht so aussieht. Ich spiele das "schönere Tennis", er das Erfolgreichere. Damit muss ich mich wohl abfinden. Aber....
ICH WILL TROTZDEM EIN KONZEPT HABEN, UM IHN ZU SCHLAGEN!
ALSO STRENGT EUCH MAL EIN BISSCHEN AN
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... Man verliert durch die eigenen Fehler, indem man zu ungeduldig wird...Einen Kommentar schreiben:
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Aber gegen einen Bringer habe ich wohl dann noch nie gespielt so wie ihr es sagt... Ich selbst spiele auch Defensiv und hab recht ordentliche Passierbälle. Aber denke eig auch, dass ich ein Bringer wäre... Ich verstehe nicht wie man dann gegen einen Bringer verlieren soll, wenn er nur den Ball reinschiebt. Dann muss man selbst mal an seine eigenen Fähigkeiten denken.Einen Kommentar schreiben:
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@MarcosSchlechtere Spieler haben:
- konditionelle Probleme beim ständigen rechts/links
- verschlagen bei 10 einfachen Bällen schonmal 2-3
- haben evtl. Schwächen beim Volley/Überkopf
- verlieren die Nerven/die Konzentration und gehen zum falschen Zeitpunkt auf Winner
- machen auf langsame Bälle das Tempo nicht durch Technik / schnellen Armzug sondern durch "Ganzkörperschleudern" zulasten der Treffgenauigkeit (=höhere Fehlerquote).
Ja, nur mein letzter Gegner, ein absoluter Beginner, hatte:
1. keine konditionellen Probleme (Marathonläufer)
2. von 10 Bällen keinen verschlagen, slice konnte er nämlich wirklich gut...
3. keine erwähnenswerten Schwächen beim Volley/Überkopf, da er nur die Grundlinie auf und abgerast ist
4. hat erst garnicht versucht Winner zu schlagen
5. kam nicht in diese Lage, da er erst garnicht versucht hat schnelle Bälle zu schlagen.
-> UND TROTZDEM WAR ES EIN ANFÄNGER
Hi,
dann war das ja der klassische Bringer und der hat nie Konditionsprobleme, egal wie schlecht seine Technik ist !
Und wenn ich das mal so sagen darf: ein "Bringer" der auch noch perfekte Lobs und Passierbälle spielt ist kein "Bringer".
Das ist eher ein Konterspieler, der Aktionen seines Gegners durch beständiges Bringen provozieren will um sie dann auszukontern.
Solche Spieler sind technisch auf recht hohem Niveau und vor allen Dingen von der Konzentration überragend, da sie von Defensive in Null Komma Nichts auf Offensiv umschalten können.
Solche Spieler findet man aber nicht in unteren Klassen.
Aber auch hier ist die Frage: liegt es wirklich an dem "perfekten" Passierball/Lob oder ist der Angreifer technisch/taktisch noch nicht gut genug ?!
Und spielt der Gegner wirklich jeden Passierball/Lob perfekt oder nur mal einen und man lässt sich davon beeindrucken und versucht es gar nicht mehr ?!
Da blufft auch ein "Bringer" mal gerne und versucht so, den Angreifer vom Netz fern zu halten.
GrußZuletzt geändert von Hawkeye2; 22.07.2007, 22:20.Einen Kommentar schreiben:
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Ich gebe Dir da völlig Recht, eigentlich, müsste es doch möglich sein, gegen Bringer, vor allem schwächerer Art, die richtig an die Wand zu drücken. Und genau das zu machen, was sie selbst "hassen" - das Spiel bestimmen, aggressiv Druck machen und selbige eben unter Druck setzen.auch ich hab gegen bessere bringer probleme.
Was ich hier sagen will ist, dass ich gegen bringer die auf meinem niveau spielen normalerweise recht gerne spiele und auch meistens gewinn. . .
Außerdem hab ich nur gesagt, dass ich auf einen plazierten angriffsball ans netzt gehe. . .
Und den bringer zeigst du mir mal der auf nen halbwegs guten Angriffsball noch nen perfekten Lob oder passierball schlägt (zumindest auf meinem Niveau welches sicher nicht so hoch is wie eures) . . .
und manchen Leuten kann man auch gar nichts recht machen
Aber irgendwie, so ist es bei mir, ziehen mich solche Gegner eher nach unten.
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@ Victorious
bin auch deiner Meinung....
Ich finde auch, dass wenn man zu oft gegen Bringer spielt, dass das eigene Tennis darunter leidet. Habe erst Freitag, gegen einen Bringer gespielt und heute gegen jemanden, der für mich ein normales Tennis spielt. Die Umstellung hat mich fast den ersten Satz gekostet. Die Bälle flogen für mich viel zu schnell...Einen Kommentar schreiben:
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auch ich hab gegen bessere bringer probleme.
Was ich hier sagen will ist, dass ich gegen bringer die auf meinem niveau spielen normalerweise recht gerne spiele und auch meistens gewinn. . .
Außerdem hab ich nur gesagt, dass ich auf einen plazierten angriffsball ans netzt gehe. . .
Und den bringer zeigst du mir mal der auf nen halbwegs guten Angriffsball noch nen perfekten Lob oder passierball schlägt (zumindest auf meinem Niveau welches sicher nicht so hoch is wie eures) . . .
und manchen Leuten kann man auch gar nichts recht machen
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@Victoriuos
besser kann man das nicht ausdrücken, danke
Dich würde ich gerne mal sehen, wie du nach dem ersten Ball ans Netz vorrenst, und dann den Ball, den du eigentlich zu "töten" gedacht hattest, über dich drüber, bis kurz vor die Grundlinie fliegen siehst.
PS: Man bekommt den Eindruck dass du, Kusti, ziemlich gut spielst und internationale Klasse besitzt. Falls das nicht stimmt, würde ich ein bisschen vorsichtiger sein, und hier nicht so groß herumtönen.Zuletzt geändert von Marcos; 22.07.2007, 21:03.Einen Kommentar schreiben:
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Ich vergaß, dass "solche Gegner" meistes ziemlich stark in Passierschlägen und Lobs sind. Aber ich denke, wir reden eh von zwei verschiedenen Kategorien.Zuletzt geändert von Gast; 02.08.2007, 22:44.Einen Kommentar schreiben:
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du glaubst doch nicht etwa, dass ich gegen solche gegner an der Grundlienie bleib wo ich ihm "unterlegen" bin . . .
Ich geh nach meinem ersten Angriffsball ans netz und töte den Ball. . .Einen Kommentar schreiben:
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Was hier bisher völlig übergangen wurde ist der psychologische Aspekt.
Passive Gegner gibt es nunmal auf allen Ebenen - hierzu habe ich schonmal einen Beitrag nach dem diesjährigen Finale von Rom geschrieben:
Glaubt mir, ich weiß, wovon ich spreche. Erst gestern habe ich ein Spiel gegen jemanden gemacht, gegen den ich letztes Jahr bei einem Turnier noch verloren habe, weil er einfach jeden (!) Ball zurück gebracht hat.Es ist doch wirklich immer das Selbe, ob bei Profis oder Amateuren.
Am Anfang hat Federer noch gut gespielt, und ist früh auf die hohen Bälle von Nadal draufegangen. Da hat er seine Aufschlagspiele locker durchgebracht und auch Nadal einiges aberverlangt.
Nach einer gewissen Zeit ist es allerdings immer so (Mann, bin ich froh dass das sogar Federer passiert
) dass man nicht mehr mit der gleichen Konsequenz die Punkte gegen diese "Ömmler" zu Ende spielt. Man zögert bei den Schüssen mehr und mehr und sobald erste Fehler kommen geht man gar nicht mehr richtig durch den Ball. Dadurch werden die Fehler natürlich noch mehr und der Gegner spielt noch mehr "nur rüber" ohne selbst Druck zu entwickeln.
Dass das bei den Profis auf einer ganz anderen Ebene stattfindet als bei uns, ist wohl klar, aber den generelle Problem ist genau das gleiche!
Gestern habe ich ihn dann in drei Sätzen geschlagen, aber es war ein Kampf, obwohl ich gut gespielt habe. Am Anfang geht man noch konsequent durch die Bälle, aber man wird - egal ob man die Schüsse trifft oder nicht - mit der Zeit unsicher, da einfach der Rhythmus flöten geht. Dann fängt man an mitzuspielen und abzuwarten - so kommt der Bringer immer besser rein. Denn: Der offensivere Spieler ist immer Rhythmusgeber - das Spiel steht und fällt mit ihm!
Das Argument mit der Kondition findet gegen Bringer - egal in welcher Klasse - IMO keine Berechtigung! Denn: Es ist anstrengender sich immer perfekt zum Ball zu stellen und voll durchzugehen, als immer nur links/rechts zu laufen und die Bälle irgendwie zurück zu schaufeln.
Außerdem würde ich die Leute, die hier so rumposaunen, dass sie die Bringer immer links/rechts laufen lassen würden, gerne mal sehen, wie sie einen hohen Ball, der einen halben Meter vor der Linie aufkommt, 5-6 Mal hintereinander so beschleunigen, dass der Gegner sich die Lunge aus dem Hals rennt.
Und wenn dann auch noch gesagt wird, dass der Gegner im zweiten Satz seine Taktik umstellt, dann ist diese Art von Bringer absolut nicht euer Niveau - denn ein Bringer wird NIE seine Taktik umstellen, wenn er im ersten Satz auch nur den Hauch einer Chance hatte.Einen Kommentar schreiben:
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Also mir als Anfänger / Freizeitspieler passiert das sehr oft. Gegen einen meiner Gegner der gleich gut bzw einen Tick besser ist, da kann ich mich 60/40 durchsetzen. Bei einem Gegner den ich habe, der schon etwas länger spielt, auch im Verein, da habe ich es auch schon geschafft vorbei zu kommen.Das Spiel endete 2:6 1:6. Hätte ich angefangen so wie der Gegner zu spielen, hätte ich sicherlich gewinnen können, aber das Tennis, das ich nicht abkann möchte ich auch selber nicht spielen.... Ich hab halt dreimal richtig geil in alle ecken gespielt, aber dann Netzkante, oder ins Aus.
Am Ende hat sogar mein Gegner gemeint, das das Ergebnis dem Verlauf des MAtches stak widerspricht...
Aber spiele ich zBsp gegen einen Kumpel, der echt noch nicht weit ist, oder spiele ich gegen meine "wir spielen jetzt aber schön" Freundin - dann bekomme ich meist nur knappe Sätze hin und habe sogar schon mal verloren. Obwohl die spieltechnisch wirklich weit weg sind. Die Bolzen einfach ohne jede Technik auf den Ball drauf - manchmal wie beim Federball den Ball im Flug erschlagen.....Einen Kommentar schreiben:
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Das Spiel endete 2:6 1:6. Hätte ich angefangen so wie der Gegner zu spielen, hätte ich sicherlich gewinnen können, aber das Tennis, das ich nicht abkann möchte ich auch selber nicht spielen.... Ich hab halt dreimal richtig geil in alle ecken gespielt, aber dann Netzkante, oder ins Aus.
Am Ende hat sogar mein Gegner gemeint, das das Ergebnis dem Verlauf des MAtches stak widerspricht...Einen Kommentar schreiben:
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So gesehen hinkt mein Vergleich wahrscheinlich wirklich. Dann sind es vielleicht doch eher andere Gründe, die einen gegen schwächere Gegner in eigene Bedrängnis bringen.
- Die eigene Konzentration ist nicht so hoch, wie wenn man ständig bei einem gleichguten / besseren Gegner hat, wo man ständig aufpassen muss.
- Die eigene Motivation lässt vllt. auch manchmal dann zu wünschen übrig.
- Und wenn der schlechtere Gegner auch noch ins Vordertreffen kommt, vielleicht auch die Angst, gerade so ein Spiel vielleicht zu vergeigen.Einen Kommentar schreiben:

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