Sehr passive Gegner

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  • Marcos
    antwortet
    Gibts das? Mir fällt seit kurzem auf, dass ich gegen Gegner, die 2/3 Ligen höher spielen, besser spiele, und z.T. auch größere Chancen habe zu gewinnen, als gegen die Gegner aus den unteren Ligen.
    Ich versuche immer mit viel Druck zu spielen, und diese Spielweise hilft komischerweise mehr gegen "eigentlich" bessere Gegner als Schlechtere. Gegen Schlechte habe ich immer eine sehr hohe Fehlerquote, da ich den Ball dreimal geil übers Netz in die Ecken bringe, dann aber ins Netz oder ins Aus schlage. Fehlerquote ist folglich um ein zigfaches höher als gengenüber dem "nur die Bälle zurückbringenden" Gegner.
    Ein Stärkerer hingegen spielt die Bälle härter und folglich auch ein wenig risikoreicher zurück, und man kann ihn besser zu Fehlern verleiten.
    Gibts das?

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  • Novak Djokovic
    antwortet
    Wenn ich so einen Gegner habe, spiele ich einfach jeden zweiten Ball als Stopp und locke den Gegner somit ans Netz. Dann kommt einfach ein guter, harter Passierschlag auf die T-Linie und der Punkt ist im Sack!

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  • mexx
    antwortet
    @ go deep

    da könntest du recht haben.....

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  • go deep!
    antwortet
    Zitat von mexx
    3. hoher Topspin is auch eine gute Lösung, jedoch nicht bei meinem Bekannten, der steht hinten am Zaun und warten bis der Ball die richtige höhe hat und spielt ihn dann zurück.
    Super, dann lässt sich der Punkt ja recht einfach durch einen Stop machen

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  • Champcoach
    antwortet
    Typische "Bringer" zeichnen sich ja dadurch aus, dass sie eben nicht ganz so gut spielen können. Ihr Spiel baut darauf auf, selbst keinen Fehler zu machen, und das geht bei ihnen oft nur, wenn sie eben "baggern". Neben diesen passiven "Bringern" gibt es natürlich den aggressiven und technisch versierten Grundlinienspieler, der von dort variabel und plaziert agiert - dieser ist allerdings eine andere Geschichte und nicht das Thema hier.
    Diese "Bringer" sind deswegen gegen vom Spielniveau her ähnliche (auch "bessere") Gegner relativ erfolgreich, weil diese Gegner den Ball in der Winnersituation aus dem Halbfeld und in der Volleysituation (+ Smash) am Netz/aus dem Halbfeld (noch) zu unsicher sind und bei ihrem variableren Spiel zu viele Fehler machen (im Verhältnis ztu den Winnern).
    Der "Bringer" hat dieses erhöhte Risiko nicht; er macht zwar keine "aktiven" Punkte, aber er macht eben bei seinem langsamen und hohen Spiel auch kaum Fehler, obwohl und weil er meist auch nicht wirklich besonders plaziert spielt und durchaus oft kurz wird.
    Aber genau dann muss man als Gegner die technischen Möglichkeiten haben, den Punkt zu machen. Und dafür muss man besser sein als der "Bringer".
    Man kann es auch mit einem "Bringerspiel" versuchen, aber erstens kann dies der Gegner dann meist besser - das ist ja sein Spiel, das er immer spielt - und zweitens will mancher so nicht spielen, weil er an sich andere Ansprüche hat. Doch gewinnen will man halt auch und wenn man dann verliert, ...
    Wenn die schlagtechnische Basis aber da ist, ist es mit den "Bringern" bald vorbei.
    Jedoch entwickelt sich auch der "Bringer" weiter und agiert in höheren Klassen als defensiver Grundlinienspieler (den es in der Weltklasse in dieser rein defensiven Form wohl nicht mehr gibt); dann geht das Spielchen ein paar Klassen höher wieder von vorne los...
    Fazit: Gegen auf ähnlichem Niveau spielende defensive Gegner ist es immer schwer: Man braucht eine bessere Technik/Taktik und einen guten Kopf (viel Geduld und Frustresistenz).

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  • tyres
    antwortet
    wichtigste ist einfach dass dein spiel variable ist....
    immer was neues machen und vor allem alles machen auch wenn es nicht auf anhieb klappt, solange es den rhytmus des gegners zerstört, macht er auch fehler und dadurch gewinnste das spiel...

    auch wenn ich eher ein spieler bin der 1 meter hinter der grundlinie steht und da den ballwechsel langsam aufbaut, kann ich eigentlich so gut wie jeden schlag...

    am anfang der saison hatte ich auch so nen komischen typ. sobald der sich bewegen musste, kam ein schlag 20 meter hoch ins feld...am anfang hatte er noch kein ryhtmus und ich führte mit 3:0...dann aber wurde er besser und ich hab mich von dem typen einfach selber ausm rhytmus bringen lassen und plötzlich stand es 3:4...ich hab mich aufgeregt und bekam keine unterstützung von außen, schließlich hab ich mich am riemen gerissen und den ersten satz noch 6:4 nach hause gebracht...am anfang des 2. satz hat der mich wieder aufgeregt und ich hab mich wieder in mienen wahn gesteigert, weil seine aufschlagspiele endlos über einstand gingen und ich das break nicht bekam...schließlich ging es dann bei 3:2 und danach war der bann gebrochen und ich hab 6:2 gewonnen...


    das spiel war auch so nen typisches "ryhtmus spiel"...derjenige der den anderen aus dem rhytmus bricht, ist vorne...zum glück war ich von der technik und anlagen deutlich überlegen...besserer allround spieler etc. daher so deutlich gewonnen...

    aber das spiel hat mir wirklich den letzen nerv gekostet...

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  • mexx
    antwortet
    Hallo Leute, ich habe heute ein Match, gegen einen Freund gespielt (zum zweiten Mal ) der schon sehr lange Tennis spielt, aber in den letzten Jahren hauptsächlich Tischtennis.

    Er spielt die Vor- und Rückhand nur Slice, immer nur Slice. Beim Aufschlag is nicht viel anders, den versucht er mit Gewalt ins Feld zu bringen, da dieser zu 99% nicht kommt, wirft er beim Zweiten, den Ball in die Luft und spielt ihn dann mit Schnitt aus der Hüfte.

    Das erste Match hab ich 6/3 5/7 6/4 gewonnen

    heute 6/3 5/7 hab im Dritten dann aufgegeben, da ich schon so müde war und selbst das Flutlicht nichts brachte. Bälle hab ich erst einen halben Meter vor mir gesehen und dann mit dem Rahmen getroffen ....War aber kein Problem, wird nicht das letzte Match gewesen sein....

    Mein Fazit, aus diesen zwei Matches: Ich bin mir sicher, der bessere Tennisspieler zu sein, was die Technik betrifft. Solche Gegner laugen einen aus, wenn man nicht immer auf Winner geht, kann es schnell, sehr schlecht ausschauen. Für mich unverständlich so passiv zu spielen... würde mir keine Freude machen, natürlich gehören Fehler des Gegners dazu, aber in der Regel möchte ich durch meine eigene Leistung gewinnen....

    Mein Rezept gegen Bringer:

    1.man sollte schnell heraus finden, welche die schwächere Seite ist Vor- oder Rückhand

    2.Winner sollte man können, ohne die geht es nicht, da kann mann lange auf den Fehler warten,

    3. hoher Topspin is auch eine gute Lösung, jedoch nicht bei meinem Bekannten, der steht hinten am Zaun und warten bis der Ball die richtige höhe hat und spielt ihn dann zurück.

    4. sollte man nicht fit sein, so wie ich heute,.... in zwei Sätzen gewinnen

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  • Hawkeye2
    antwortet
    @champcoach

    Er sagte:

    Zitat von Andy Roddick!!!
    Danke schon mal für eure super Tips. Vor allen Dingen die von Champcoach waren super! Danke
    Ich hab's extra langsam reinkopiert, damit Du es gut lesen kannst...

    Gruß

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  • Champcoach
    antwortet
    @Andy Roddick!!!

    Kannst du das bitte nochmals wiederholen ; ich konnte es so schlecht lesen !!!

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  • Andy Roddick!!!
    antwortet
    Danke schon mal für eure super Tips. Vor allen Dingen die von Champcoach waren super! Danke

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  • mikro112
    antwortet
    Zitat von Champcoach
    Ich denke, du hast folgende Möglichkeiten gegen "Bringer":
    1) einen echten Winner lernen, wenn der Gegner Kurz wird
    2) einen echten Angriffsschlag lernen, damit der Gegner kurz wird (und dann siehe 1) )
    3) einen Volley und Überkopfball lernen und nach vorne aufrücken (nach Angriffsball bzw. Winner); Passierbälle spielt der typische "Bringer" oft schlecht
    4) den "Bringer" mit Stopps ans Netz vorholen (du selbst rückst deinem Stopp nach), weil der typische "Bringer" sich am Netz oft nicht wohl fühlt und einen schlechten Volley spielt
    5) den "Bringer" mit seinen eigenen Waffen schlagen und eben einen (1) Ball mehr reinspielen als er (mit variablem und plaziertem Spiel)
    Wenn das alles nichts nützt, dann ist der "Bringer" eben besser und wir müssen Punkt 1-5 weiter verbessern .

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  • groundstroke
    antwortet
    Zitat von ImpCaligula
    Alles klar! Fazit: am WE gleich mal den Trainer darauf ansprechen und zeigen lassen. Danke
    und den Halbflugball soll er Dir auch gleich mit zeigen.

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  • ImpCaligula
    antwortet
    Zitat von Kusti
    für solche Bälle wurde ja eigentlich der Überkopf-schlag erfunden .
    Alles klar! Fazit: am WE gleich mal den Trainer darauf ansprechen und zeigen lassen. Danke

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  • Kusti
    antwortet
    für solche Bälle wurde ja eigentlich der Überkopf-schlag erfunden .

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  • ImpCaligula
    antwortet
    Darf ich mich hier einklinken?

    Ich habe einen Gegner, der macht meistens folgendes. Wenn ein Ball aus einer defensiven Position heraus zu ihm gespielt wurde, bringt er so "sau hohe" Bälle rüber. So richtige langsame Bogenlampen.

    Die Bälle titschen dann auf und man kann die auch recht oft schlecht einschätzen. "Dank" der extremen(!) Höhe (oftmals knapp unter Hallendecke), springen die auch recht schnell und hoch wieder auf bei mir in der Hälfte.

    Wenn der Ball nun bei mir ist, bleibt er entweder abwartend zwischen Grundlinie und T - oder, was er auch sehr gerne macht, dass er recht nah an Netz geht. Mich stören solche "destruktiven" Bälle. Da ich aber oft im Doppel auch einen schwächeren Mitspieler habe, haben seine Bälle sehr oft Erfolg. Da mein Mitspieler im Doppel die Bälle oftmals falsch einschätzt.

    Wie vermiese ich dem Gegner dieses destruktive Spiel?
    Eine "Rückantwort" mit Zug und Topspin ist für mich von daher recht schwierig, da der hohe Ball so extrem schnell wieder hoch autitscht.

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