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06. September 2007, 14:36
Agassis Lobeshymne auf Federer
Die Partie Federer vs. Roddick war mehr als ein «gewöhnlicher» Major-Viertelfinal. So amteten beim TV-Sender «USA» mit Andre Agassi und John McEnroe gleich zwei Ex-Stars als Co-Kommentatoren.
Marco Keller (Si), New York
Es war, als ob er nie weg gewesen wäre. Als Andre Agassi nach dem ersten Satz in den Fokus der TV-Kameras und Grossleinwände kam, gab es kein Halten. Der 37-Jährige aus Las Vegas, nicht mehr mit einem Racket, dafür mit einem Mikrofon ausgestattet, wurde mit einer Ovation bedacht, wie sie aktiven Spielern nur ganz selten zuteil wird.
Roger Federer hatte seinen letztes Jahr in New York zurückgetretenen Finalgegner von 2005 schon vorher getroffen. «Er war völlig unerwartet in die Garderobe gekommen», erzählte Federer. «Es schien fast so, als wolle er einen Match bestreiten.» Der Weltranglistenerste war froh, dass sich der letzte Viertelfinal der Frauen zwischen Venus Williams und Jelena Jankovic bis ins Tiebreak des dritten Satzes hinzog: «So konnten wir viel länger plaudern.»
Der Unterschied zu Sampras
Obwohl auf amerikanischen Kanälen dem Gusto des Publikums entsprechend normalerweise mehrheitlich den «local heroes» gehuldigt wird, war die folgende Live-Übertragung eine fast permanente Lobeshymne auf Federer, der verschiedentlich wohl errötet wäre. Agassi konstatierte unter anderem, dass normalerweise ein Spieler das Tennis schon dominieren kann, wenn er in zwei Bereichen der Beste ist. Er habe aber das Gefühl, dass Federer etwa in fünf Bereichen die Nummer 1 sei.
Federer dazu: «Ich weiss, dass ich auf viele Dinge zählen kann. Wenn mein Service nicht funktioniert, kann ich auf mein Grundlinienspiel zurückgreifen. Damit mein Spiel zusammenbricht, muss schon viel passieren, weil ich ja normalerweise körperlich fit bin und meinen Gegner nie unterschätze.»
Von McEnroe auf die Differenz zwischen Pete Sampras und Federer angesprochen, fand Agassi einen zahlenmässigen Vergleich: «Wenn man gegen Pete gut spielte, verlor man vielleicht 5:7, 6:7. Wenn man schlecht spielte, manchmal auch, weil bei ihm vieles über den Aufschlag ablief. Wenn man gegen Roger gut spielt, verliert man vielleicht auch 5:7, 6:7. Wenn man aber schlecht spielt, wird man 1:6, 1:6 weggeputzt, weil er so komplett ist.»
Schliesslich rückte Agassi Federers Leistungen in noch gleissenderes Licht: «Wenn man vor Saisonbeginn sagen muss, ob Federer eher vier Grand-Slam-Turniere gewinnen wird oder zwei, muss man sich für vier entscheiden.»
Wann sind den die HF der Herren heute bzw. in der Nacht zu morgen? Auf
Eurosport steht nur was von Ferrer vs. Djokovic um 04:00 morgen früh! Wann spielt denn Federer vs. Davidenko?
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