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Ich habe es heute Abend mit nem Bringer zu tun. Das dumme ist, konditionell hat der keinerlei Probleme 3 Stunden am Stück zu rennen. Das weitere dumme ist, er bringt, wenn auch nur irgendwie, die meisten Bälle wieder ins Spiel zurück. Er ist der Bringer aus "Unvermögen" - er bringt die Bälle hoch zurück, weil er technisch gar nicht meist anders kann.
Mal sehen, nehme Eure Tipps mal zu herzen und mal schauen, wie ich heute Abend damit zurecht komme.
darauf wollte ich hinaus
lustig ist, daß ich das selber aber auch nicht kann. ich bin gerade dabei es mir anzugewöhnen. ich versuche auch immer druck zu machen und die punkte mit gewalt zu erzwingen statt mit köpfen zu spielen und auf die chance zu warten.
addi
Vielleicht ist das ja der eigentliche Unterschied des "Bringers", daß er einfach so lange geduldig ist, bis es sich lohnt für ihn. Und wir Ungeduldige und Genervte stempeln ihn deshalb ab als "Bringer".
Du hast natürlich recht, daß man als Tennisspieler nicht alles gleich gut kann.
Wenn der andere von der Grundlinie beständiger spielt muss ich noch lange nicht verlieren.
Aber ein guter Spieler muss in der Lage sein, solange von der Grundlinie mitzuspielen, bis sich die Gelegenheit zu einem erfolgversprechenden Angriffsball ergibt.
Dass kann der erste aber auch erst der 10 Ball des Gegners sein...
Klar gewinnt man nicht, wenn der andere keine Fehler von der Grundlinie macht und man trotzdem hinten bleibt und nur mitspielt.
Entscheidend ist aber, ob ich erfolgreich angreifen kann (durch Winner, Angriffsbälle, Volleys) oder Harakiri spiele (auf alles drauf, ist doch egal !).
Gruß
darauf wollte ich hinaus
lustig ist, daß ich das selber aber auch nicht kann. ich bin gerade dabei es mir anzugewöhnen. ich versuche auch immer druck zu machen und die punkte mit gewalt zu erzwingen statt mit köpfen zu spielen und auf die chance zu warten.
Du hast natürlich recht, daß man als Tennisspieler nicht alles gleich gut kann.
Wenn der andere von der Grundlinie beständiger spielt muss ich noch lange nicht verlieren.
Aber ein guter Spieler muss in der Lage sein, solange von der Grundlinie mitzuspielen, bis sich die Gelegenheit zu einem erfolgversprechenden Angriffsball ergibt.
Dass kann der erste aber auch erst der 10 Ball des Gegners sein...
Klar gewinnt man nicht, wenn der andere keine Fehler von der Grundlinie macht und man trotzdem hinten bleibt und nur mitspielt.
Entscheidend ist aber, ob ich erfolgreich angreifen kann (durch Winner, Angriffsbälle, Volleys) oder Harakiri spiele (auf alles drauf, ist doch egal !).
@Addi
Selbst auf Ballhalten zu spielen, wäre sicherlich ein schlechter Rat, da dann der bessere Ballhalter statistisch die wenigeren Fehler macht und am Ende weniger Punkte verloren hat.
Dem möchte ich widersprechen.
Wenn man der technisch bessere Spieler auf dem Platz ist, muss (!) man die Fähigkeit haben, die Sache auch mal "auszusitzen" - also immer die Möglichkeit haben einen Ball mehr als der Gegner ins Feld zu spielen.
Wenn man dann trotzdem eher den Fahler macht, hat man es auch nicht verdient zu gewinnen!
Wenn ich der schlechtere Bringer bin und mehr Fehler mache, werde ich mit dieser Taktik verlieren.
Wenn ich trotz dieser Schwäche eine Taktik wähle, die erfolgreich ist, wie weiter oben in meinem ersten Beitrag beschrieben, habe ich auch verdient zu gewinnen - und wer gewinnt, ist der bessere Spieler.
@Addi
Selbst auf Ballhalten zu spielen, wäre sicherlich ein schlechter Rat, da dann der bessere Ballhalter statistisch die wenigeren Fehler macht und am Ende weniger Punkte verloren hat.
Dem möchte ich widersprechen.
Wenn man der technisch bessere Spieler auf dem Platz ist, muss (!) man die Fähigkeit haben, die Sache auch mal "auszusitzen" - also immer die Möglichkeit haben einen Ball mehr als der Gegner ins Feld zu spielen.
Wenn man dann trotzdem eher den Fahler macht, hat man es auch nicht verdient zu gewinnen!
Meistens ist es (bis auf wenige Ausnahmen) dass der bessere gewinnt.
Wenn man besser wie ein anderer Spieler ist dann sollte man (wie bereits gesagt) von 10mal mindestens 8 oder 7mal gegen ihn gewinnen, sonst macht man dich was vor.
Und auch die richtige Taktik kann keine Wunder bewirken . . .
Da kann man "Addi" und "Hawkeye2" nur zustimmen.
Wieso "ständig Druck ausüben" oder "ständig Tempo machen müssen"? Das musst du ja gegen einen solchen Gegner gerade nicht; gegen wirklich gute Gegner ist das leider anders. Der "Bringer" spielt ja nicht so, weil er in Wirklichkeit besser spielen kann, sondern weil er genau das nicht kann (sonst ist er kein "Bringer", sondern z.B. ein "aggressiver Grundlinienspieler").
Ein "Bringer" "bringt", weil er es nicht besser kann, sonst würde er (noch) erfolgreicher spielen.
D.h., man hat eigentlich Zeit, den Punkt in Ruhe vorzubereiten. Das gestattet ein wirklich guter Gegner niemals. Allerdings muss man diesen Punkt dann auch machen können (Vorbereitungsschlag, Winner, Volley/Überkopf; der Vorbereitungsschlag ist darüber hinaus meist ja gar nicht notwendig, weil der "Bringer" den zu kurzen und relativ harmlosen Ball ja irgendwann spielt, sonst wäre er kein "Bringer". Dieser zu kurze Ball muss dann eben "versenkt" werden...).
Klar, das wissen wir. Aber es muss geschehen, wenn man gegen "Bringer" gewinnen will.
Die Technik und die mentale Stärke dafür muss eben vorhanden sein, dann ist der "Bringer" mit seinen beschränkten Mitteln immer im Nachteil. Ansonsten "sieht man nur besser aus", aber am Ende auch vielleicht "alt aus". Die Frage ist halt, ob man dieses "Bringerspiel" als ambitionierter Sportler spielen möchte (man will ja auch gewinnen; aber wenn man die notwendige Schlagtechnik nicht beherrscht ...?!).
besser als stylist kann man es nicht ausdrücken. man kann 1mal gegen den gegner verlieren, vielleicht 2mal. ansonsten sollte man, wenn man wirklich der bessere spieler ist, 8 von 10 matches gewinnen. sonst macht man sich selbst was vor. fakt ist das sich auf dauer immer, aber wirklich immer, der bessere durchsetzt, und nicht der bei dem es vielleicht besser aussieht.
@Stylist.
Trifft genau den Kern, Dein letzter Beitrag.
@Addi
Selbst auf Ballhalten zu spielen, wäre sicherlich ein schlechter Rat, da dann der bessere Ballhalter statistisch die wenigeren Fehler macht und am Ende weniger Punkte verloren hat.
Ich spiele bei solchen Gegnern von einem Platz aus, wo ich sonst äußerst ungern stehe:
1 Meter vor der Grundlinie !
Ich schlage ganz bewußt die Bälle noch vor dem höchsten Punkt (erfordert viel Konzentration, sehr schnelle Reaktion, nicht so viel Kondition), das ganze Spiel bleibt für den Gegner sehr druckvoll und plaziert., obwohl die Bälle nicht sehr schnell fliegen.
Und wenn er sehr lange Bälle spielt, nehme ich sie als langen sicheren Volley und bleibe auf meiner Position.
Wenn er mich ans Netz holt, spiele ich einen langen Slice vor seine Grundlinie und laufe schnell wieder auf meinen alten Platz zurück.
Muß ich ausnahmsweise hinter die Grundlinie, laufe ich schnell nach dem Ball wieder 1 Meter vor die Grundlinie.
Auch ein Fußballer wird bei diesem ständigen schnellen Links-Rechts müde, gegen das er sich durch druckvolle lange Bälle schützen könnte, die er aber nicht wirklich gerne spielt.
...Odre habe ich etwas übersehen?
Zuletzt geändert von groundstroke; 23.07.2007, 15:14.
nun habe ich mal ne frage:
warum versuchst du nicht auch einfach mal den ball im spiel zu halten, dadurch natürlich fehlerfreier zu spielen, anstatt durchgehend druck auszuüben?
addi
Naja, es gibt halt Spieler (wie z.B. ich) die halt eher agressives druckvolles Tennis spielen und versuchen möglichst schnell den Punkt durch einen Winner zu machen.
Da hat man meistens mit 'Ball halten' absolut keine Chance gegen solche Leute weil man früher oder später den Fehler macht...ich sprech da aus Erfahrung.
Umso langsamer ich die Bälle reinspielen muss umso mehr Fehler mach ich
Mach die aber nix draus, ich verliere auch hier und da mal gegen solche Gegern. Es heißt ja nicht das sie schlecht sind...sie schlagen halt nur keine Winner!
Die beschriebene Situation kennt glaub ich jeder.
Ich hab auch einen Mannschaftskollegen, der so spielt und damit weit 'bessere' Gegner zur Verzweiflung bringt.
Wie du sagt man selbst spielt zwar das schönere Tennis aber bringen tut es im Endeffekt nix.
Ich tu mich auch immer superschwer gegen solche Gegner.
Was ein bisschen was bringt ist sein eigenes Spiel unberechenbar zu machen...also hier mal einen agressiven Ball in die Vorhandecke, als nächstes nen hohen Topspinball auf die Rückhand, dann mal wieder nen Stop usw...
Mit dem Hin- und Hertreiben an der Grundlinie kriegt man die meistens nicht aus dem Konzept...die spielen auch den 20zigsten Ball noch so rein wie den Erstes.
Mach die aber nix draus, ich verliere auch hier und da mal gegen solche Gegern. Es heißt ja nicht das sie schlecht sind...sie schlagen halt nur keine Winner!
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