Die richtige Atmung im Tennis

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  • Gärtnermeister
    antwortet
    Ich halte auch viel von der Atemtechnik. Danke für den interessanten Beitrag.

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  • Addi
    antwortet
    kannte die atem technik zwar schon vom mental match play, aber habe sie heute noch mal ausprobiert und wirklich drauf geachtet in den bauch zu atmen. der hammer!!!!
    habe noch nie so entspannt tennis gespielt und das ganze bei einem viel niedrigeren puls! mein schwung war auch besser und lockerer und ich habe wesentlich weniger kraft gebraicjt-

    addi

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  • kubisander22
    antwortet
    :-) zuerst sollte mein spiel mal besser werden...dann werde ich micht dann noch um meine atemtechnik kümmern :-)

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  • Spindoctor
    antwortet
    Danke für euer Feedback. Viel Erfolg weiterhin!

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  • stegle25
    antwortet
    Auch an spindoctor:
    Danke für Deine interessante Beiträge mit vielen ivon mir unbeachteten Aspekten.
    Mit dem Thema Atmung bin ich beim Mental Match Play erstmals konfrontiert worden, aber habe es diesen Sommer nicht richtig umsetzen können (Rückfall in altes Verhaltensmuster).
    Im Winter werde ich einen erneuten Anlauf nehmen, um die Atmung als Technik zu automatisieren.
    Übrigens zielt Mental Match Play auf sehr viele von Dir auch angesprochenen Aspekte auch ab, z.B. die Konzentration und implizierte Standardverhaltensmuster, auf die man zurückgreifen kann, wenn es mal nicht so läuft.
    Das klappt wirklich gut.
    Aber nur Training macht den Meister - ich arbeite gerade daran.

    Gruß
    stegle25

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  • onetrickpony
    antwortet
    @spindoctor
    super beitrag. aber auch die anderen habe ich jetzt gelesen. vielen dank für die mühe !!

    btw bin ich genau so einer der die atmung anhält. es ging lange bis ich gemerkt habe, dass ich deswegen plötzlich keine power für die nächsten schläge hatte und einfach "müde" wurde. habe mehr oder weniger das gemacht was du hier schreibst und es hilft auf jeden fall...

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  • Herr_Rossi46
    antwortet
    Zitat von Spindoctor
    Das ist ein sehr interessanter Gedanke. Oftmals stehen wir uns selbst im Weg, weil wir zu analytisch sind, anstatt unserem Körper bei der Ausführung unserer Schläge einfach zu vertrauen. Ich lese gerade "The Inner Game of Tennis" vom Tim Gallwey, der einen ähnlichen Ansatz wählt. Er unterscheidet zwischen dem "Selbst 1" und dem "Selbst 2". Das Selbst 1 sind die unzähligen technischen und taktischen Anweisungen, an die wir uns beim Spielen zu erinnern versuchen. Das Selbst 2 ist unser Körper, der oftmals intuitiv das Richtige macht, ganz ohne Anweisungen. Gallwey zeigt, dass es sinnvoll ist, unser Selbst 1 ruhig zu stellen und unserem Selbst 2 zu vertrauen. Dann sind wir fokussierter und haben mehr Spaß am Tennis.
    Ich denke, da ist vieles interessantes drin und es passt zu den sensumotorischen Theorien Kohls, die auf Beobachtungen beim Skilaufen beruhen. Er bezieht sich dabei auf die Gestalttheorie, nach der unser Körper selbstorganisatorische Prozesse hin zu einer "guten", sprich ökonomischen Bewegung, durchführt, wenn man ihn denn nur lässt.
    Dies lässt sich auch in meiner Tätigkeit als Sportlehrer oft beobachten. Es zeigt sich, dass sich viele Lernende oftmals selbst im Wege stehen, weil sie zu viele Gedanken über die Bewegung beim eigentlichen Handeln machen. Sie sehen sozusagen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Es ist dann meine Aufgabe, ihnen Aufgaben zu geben, die sie möglichst nicht mehr in ihrer "Ich-Zentriertheit" lassen.
    Analyse und Anweisung ist gut und wichtig, aber zur rechten Zeit. Es ist gut, sich einen Aspekt vorzunehmen, aber problematisch, wenn man eine Liste hat, an die man gleichzeitig denken soll.
    Ich denke also, dass unsere Standpunkte gar nicht so weit auseinander sind, und Gallwey stimme ich überwiegend zu...

    Gruß... #46

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  • Spindoctor
    antwortet
    Danke für deine Ausführungen. Zweifel sind oftmals in der Tat berechtigt. Wissenschaftliche Theorien sollten uns dabei helfen, unsere Erfahrungen zu erklären. Und nicht umgekehrt. Es gibt nicht wenige zwielichtige Wissenschaftler, die zuerst eine Theorie aufstellen und anschließend nach der passenden Erfahrung suchen, die ihre Thesen bestätigt.

    Ich bin selbst am meisten bereit, meine Thesen einer Prüfung zu unterziehen und vermeintliches Wissen zu hinterfragen. Ich bin sogar dankbar, wenn mir jemand eine komplett gegenteilige, aber ebenso schlüssige Theorie aufzeigt. Dann kann ich mit dem beruhigenden Wissen ins Bett gehen, nichts zu wissen. Das ist wahre Befriedigung, wie ich festgestellt habe.

    Zitat von Herr_Rossi46
    Es macht meiner Meinung nach mehr Sinn, die Aufmerksamkeit möglichst weg vom "Ich" und hin zur Umwelt und der Situation zu bringen.
    Das ist ein sehr interessanter Gedanke. Oftmals stehen wir uns selbst im Weg, weil wir zu analytisch sind, anstatt unserem Körper bei der Ausführung unserer Schläge einfach zu vertrauen. Ich lese gerade "The Inner Game of Tennis" vom Tim Gallwey, der einen ähnlichen Ansatz wählt. Er unterscheidet zwischen dem "Selbst 1" und dem "Selbst 2". Das Selbst 1 sind die unzähligen technischen und taktischen Anweisungen, an die wir uns beim Spielen zu erinnern versuchen. Das Selbst 2 ist unser Körper, der oftmals intuitiv das Richtige macht, ganz ohne Anweisungen. Gallwey zeigt, dass es sinnvoll ist, unser Selbst 1 ruhig zu stellen und unserem Selbst 2 zu vertrauen. Dann sind wir fokussierter und haben mehr Spaß am Tennis.

    Gruß,
    Spindoc

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  • Herr_Rossi46
    antwortet
    Hehe, das kann man natürlich auch so sehen...

    Haste recht, das wäre dann ein Trainings-Schwerpunkt. Dann aber auch wirklich nur auf die Atmung konzentrieren...

    LG, #46

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  • ardet4
    antwortet
    Wenn man sich auf die Atmung konzentriert denkt man wenigstens an nichts anderes - kann also auch ein Vorteil sein.

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  • Herr_Rossi46
    antwortet
    Hehe, 1:0 für Dich... ich assoziiere das tatsächlich meistens so... habe da aber auch so meine Erfahrungen mit Hebammen und Kampfsportlern gemacht, die meines Erachtens da viel komisches Zeug erzählen... Meiner Meinung nach wird da viel geredet und behauptet, ohne dass da mal etwas wirklich untersucht wird. Gerade im Bereich der Sportwissenschaft (aus dem ich komme, und in dem z.B. seit den 70er und 80er Jahren absolut nicht haltbarer Quatsch zum Dehnen erzählt wird, der leider immer noch an Schulen und im Training verbreitet wird...) gibt es das immer wieder.

    Ich gebe Dir aber auf jedem Fall recht, das Atmung und Spiritualität (ich nenne es eher mentale Fähigkeiten) wichtige Aspekte sind, die oft vernachlässigt werden. Hier kann man noch viel herausholen. Ich denke auch, dass Entspannungsphasen mit gezielten Atemübungen besser gelingen.
    Was allerdings das Atmen beim Spielen angeht, denke ich, dass es das wichtigste ist, das dies möglichst "natürlich" und unbewusst vonstatten gehen muss. Wenn ich nun auch noch anfange, mir beim Schlagen über meine Atmung Gedanken zu machen, werde ich (im sensumotorischen Sinne) nur noch ich-zentrierter, was einem Bewegungsfluss aus gestalttheoretischer Sicht absolut hinderlich ist. Es macht meiner Meinung nach mehr Sinn, die Aufmerksamkeit möglichst weg vom "Ich" und hin zur Umwelt und der Situation zu bringen. Somit sollte sich ein Spieler möglichst wenig Gedanken um seine Atmung machen.

    Also, sorry nochmal Spindoctor, wenn das mit dem "esoterisch" irgendwie abwertend rüberkam... Ich wollte Dich da nicht persönlich angreifen...

    Gruß, Herr Rossi

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  • Spindoctor
    antwortet
    Zitat von conosen
    Naja, aber beim einatmen verkrampft der ganze körper auch eher und spannt sich an, was ja bei einer lockeren ausholbewegung hinderlich ist. finde deshalb eigentlich die atemtechnik schon beim ausholen auszuatmen gar nicht so verkehrt, was auch von einigen profis so umgesetzt wurde und auch z.B. von Peter Spang mit seinem "Zennis" gelehrt wird.
    deshalb sollte man auch schon beide möglichkeiten nennen und jeder muss für sich entscheiden was für ihn besser klappt. ich persönlich hab viel bessere erfahrungen mit der zweiten variante gesammelt und mein spiel auch verbessert.
    Prima. Dann bleib bitte dabei. Du hast völlig recht, jeder muss für sich entscheiden, was ihm hilft.

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  • Spindoctor
    antwortet
    Zitat von Herr_Rossi46
    Klingt alles ziemlich esoterisch angehaucht... Wissenschaftliche Quellen???
    Assoziierst du esoterisch mit "nicht seriös"? Dass Atemübungen einen positiven Einfluss auf den Energiehaushalt des Körpers haben, ist keine neue Erfindung. Der Buddhismus und seine diversen Disziplinen machen sie sich seit Jahrhunderten zu Nutze, um zu einem achtsameren Leben zu gelangen. Davon kann man lernen, auch als Nicht-Buddhist.

    Spiritualität wird in unserer Gesellschaft extrem vernachlässigt. Wir haben verlernt, die Signale wahrzunehmen, die uns unser Körper gibt. Die Folgen: Unsere Gesundheit leidet und unser Leistungspotenzial bleibt unvollständig ausgenutzt. Wir täten gut daran, diesbezüglich von anderen Kulturen zu lernen. Wie könnte sich unsere Produktivität zum Positiven entwickeln, wenn wir beispielsweise eine Siesta am frühen Nachmittag einführen würden? Leider werden Arbeitnehmer bei uns als "Faulenzer" bezeichnet, wenn sie ein Mittagsschläfchen im Büro halten. Komischerweise sagt niemand: "Mensch, der ist aber leistungsorientiert!"

    Sorry, wenn ich dir jetzt mein Herz ausgeschüttet habe. Du kannst es selbstverständlich anders sehen. Ich will dich zu nichts überzeugen. Wenn du "Wissenschaftliches" lesen möchtest, empfehle ich dir das Buch "Breathe In, Breathe Out" von Jim Loehr, einem der besten Sportpsychologen der Welt.
    Zuletzt geändert von Spindoctor; 26.09.2010, 19:14.

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  • conosen
    antwortet
    Zitat von Spindoctor
    Ersteres. Bei normalen Grundschlägen ist mein Atemmuster folgendermaßen: Sobald ich die Richtung des Balles erkennen kann, beginne ich damit, durch Nase und Mund gleichzeitig einzuatmen. Ich atme tief und gleichmäßig in den Bauch. Auf diese Weise kann ich mehr Sauerstoff aufnehmen und verhindere ein zu kurzes, ruckartiges Atmen. Im Vorwärtsschwung und während des Treffpunkts atme ich dann energisch durch den Mund aus. Wichtig ist, jegliches Luftanhalten zu vermeiden, weil sonst die Muskulatur fest wird.

    Wenn deine Bauchatmung noch nicht so voluminös ist, weil du sie noch nicht lange trainierst, möchtest du mit dem Einatmen möglicherweise etwas später beginnen (z. B. mit Beginn des Rückschwungs). Das ist in Ordnung, solange du gleichmäßig atmest und während des Treffpunkts ausatmest.

    Alles Gute!
    Naja, aber beim einatmen verkrampft der ganze körper auch eher und spannt sich an, was ja bei einer lockeren ausholbewegung hinderlich ist. finde deshalb eigentlich die atemtechnik schon beim ausholen auszuatmen gar nicht so verkehrt, was auch von einigen profis so umgesetzt wurde und auch z.B. von Peter Spang mit seinem "Zennis" gelehrt wird.
    deshalb sollte man auch schon beide möglichkeiten nennen und jeder muss für sich entscheiden was für ihn besser klappt. ich persönlich hab viel bessere erfahrungen mit der zweiten variante gesammelt und mein spiel auch verbessert.
    Zuletzt geändert von conosen; 26.09.2010, 15:39.

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  • Herr_Rossi46
    antwortet
    Zitat von Spindoctor
    In unserer schnelllebigen und stressigen Gesellschaft bleibt oft nur wenig Zeit für die Entwicklung einer guten Atemtechnik. Die meisten Menschen atmen in kurzen, oberflächlichen Zügen anstatt die tiefere und langsamere Zwerchfellatmung zu nutzen, die für Entspannung und Kraft sorgt. Auf dem Tennisplatz gilt das genauso wie im richtigen Leben.

    Die Entwicklung einer guten Atemtechnik ist ein essentieller Aspekt, um zu mentaler Stärke zu gelangen und den Zustand maximaler Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

    Unsere Atmung ist das Fenster zu unseren Emotionen. Wenn sich unsere Gefühlslage verändert, schwankt auch unser Atemrhythmus. Im Zustand der Entspannung atmen wir ruhiger und tiefer als im Zustand großer Nervosität. Daher gilt: Wenn wir lernen, unsere Atmung zu kontrollieren, können wir die Art und Weise beeinflussen, wie wir fühlen und arbeiten.

    In engen Situationen ist es wichtig, entspannt zu bleiben, zuversichtlich zu sein und Spaß zu haben, damit unsere Performance von positiven Gefühlen angetrieben wird. Der Schlüssel zu emotionaler Kontrolle liegt in der Kontrolle der Atmung.

    Die Atmung kontrollieren

    Schauen wir uns also einmal an, wie wir unsere Atmung kontrollieren können – sowohl während der Ballwechsel als auch während der Seitenwechsel.

    Die meisten Menschen halten unter Stress die Luft an. Viele Tennisspieler vergessen schlicht das Atmen, wenn der Ball im Spiel ist. Wir haben die Tendenz, unserem Körper den Sauerstoff in dem Moment vorzuenthalten, in dem er ihn am dringendsten benötigt, um leistungsfähig zu sein.

    Das hat fatale Folgen. Es führt zu Muskelverspannung, unsteten Schwüngen und schlechter Beinarbeit. Die Entwicklung der richtigen Atmung ist daher essentiell, um Harmonie und Konstanz im Spiel zu erreichen.

    Klingt alles ziemlich esoterisch angehaucht... Wissenschaftliche Quellen???

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