Bringen eckige Saiten wirklich mehr Spin?

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  • Njal
    antwortet
    Längs eckig, Quer rund ...

    Nach dem ich in dieser Wintersaison zu diesem Thema auch einiges getestet habe ist meine lieblings Kombination eine eckige Längssaite (AluPower Spin oder Tour Bite) mit min. 1,25 oder dicker Durchmesser und einer runden Quersaite (Normale AluPower oder Fluro, Mosquito Bite etc).
    Wenn man mit der Besaitungshärte dann ca. 10% von seiner normalen Härte runter geht greifen die profilliereten Längssaiten wirklich besser als runde und man hat einen deutlichen zuwachs an Spin durch den "Snap Back" Effekt.
    Besonder Spaß machen hier Kickaufschäge die man dann selbst in der Halle auf Teppich ordentlich zum abspringen bekommt.
    Njal

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  • Jens
    antwortet
    Ich würde den Druck des Balles auf keinen Fall vernachlässigen. Je nach Schlaghärte werden die Saiten da ordentlich aufeinandergepreßt. Weitaus mehr als nur durch die Spannung im Schläger.

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  • Quashquai
    antwortet
    Ich denke nicht das es so schwer nachzuweisen ist.
    Miss einfach die beiden sich kreuzenden Saiten einzeln und dann am Kreuzpunkt zusammen. Die Differenz ist der Wert um den die Saiten in sich "eintauchen". z.b. 2x1.25mm dürfte dann nicht 2.5mm sondern weniger Ergeben. Sollte das der Fall sein ist es natürlich schwerer für die Saiten sich zueinander zu verschieben und den "Snap-Back-Effekt" zu erzeugen.

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  • Jens
    antwortet
    Guter Punkt! Auch wenn Polys recht hart erscheinen, könnte sich die Kontaktfläche bei einer runden Saite dadurch drastisch erhöhen, daß die beiden sich überkreuzenden Saiten durch den Druck stark aneinandergepreßt werden und sich dabei verformen.
    Sowas im Labor nachzubauen und meßbar zu machen ist halt leider extrem aufwändig...

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  • Quashquai
    antwortet
    Rein physikalisch ist die größe der Fläche nicht entscheidend für die Reibung.
    Zum einen könnte es so sein wie Jens es beschrieben hat, zum Anderen könnte ich mir vorstellen dass durch die größeren Flächen die aufeinanderliegen die "Einkerbungen" (rein elastisch, kein abrieb oder plastisch wie man es vom Verschleiss kennt) nicht so groß sind und damit die Saiten doch wieder leichter zueinander gleiten.

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  • Jens
    antwortet
    Mir ist noch nicht ganz so plausibel, warum Fläche auf Fläche (sprich mehr Kontakt zwischen den Saiten) besser gleiten sollte als runde Saite auf runder Saite (wenig Kontakt).
    Da man nicht vernachlässigen darf, daß zwischen Ball und Saite extrem viel Reibung herrscht beim Kontakt (sieht man immer am Abrieb bei Multifilamentsaiten), hier mein Erklärungsversuch: Die runde Saite verwindet sich (in der Längsachse) beim Spinschlag durch die Kraft des Balles, der an der Oberfläche zerrt (sie "rollt" quasi ein bißchen auf der Quersaite). Eine eckige Saite (Fläche liegt auf Fläche) kann sich nicht so gut um die Längsachse verdrehen und gleitet daher mehr.

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  • Quashquai
    antwortet
    Zitat von Damentrainer
    Hallo Stefan,

    schön, dass du dich einbringst.
    Danke auch für deine Ausführungen.
    Die Geschichte mit den Flächen würde aber ja bedeuten, dass eckige, aber in sich noch einmal verdrillte Saiten diesen positiven Einfluss wieder verlieren würden .... richtig?
    ich denke nicht, weil sich die Saite immer in die stabile Lage verdrehen wird d.h. es wird Fläche auf Fläche aufliegen.

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  • bernado
    antwortet
    Bei den runden Saiten ist hinsichtlich des Spineffekts wohl auch der dünne Durchmesser von Bedeutung. Auf jeden Fall kann ich bestätigen, dass die Polifibre TCS in 1.15 ebenso viel Spin erzeugt wie die Gamma Moto in 1.25. Eher noch mehr! Beide Saiten spiele ich im Augenblick parallel. Beide Saiten überzeugen mich. Nur die Polyfibre ist etwas armschonender.

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  • Damentrainer
    Ein Gast antwortete
    Hallo Stefan,

    schön, dass du dich einbringst.
    Danke auch für deine Ausführungen.
    Die Geschichte mit den Flächen würde aber ja bedeuten, dass eckige, aber in sich noch einmal verdrillte Saiten diesen positiven Einfluss wieder verlieren würden .... richtig?

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  • Frostfalke
    antwortet
    Wisst Ihr was lustig ist? Ich habe nun ca. 50 Saiten dieses Jahr getestet. In Sachen Spin gab es zwei klare Favoriten: Pro’s Pro Hexaspin Twist 1,2 und Die Polyfibre TCS 1,15. Beide Saiten lagen in Sachen Spin derart dicht beieinander, dass kaum ein Unterschied in der Disziplin feststellbar war. Und beide erzeugten viel mehr Spin als die Konkurrenz. Somit dürfte eins klar sein: Spinunterstützung geht mit rauer Oberfläche und dünner runder Saite genauso wie mit Ecken und Drillen.
    Allerdings scheinen auch noch andere Faktoren eine Rolle zu spielen, dann viele eckige Saiten erzeugte so gut wie überhaupt kein Zusatzspin, während viele runde Saiten wie z.B. die Yonex Polytour Pro und die Dyreex Black Edge in Sachen Spin durchaus überzeugt haben!

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  • elucius
    antwortet
    Zitat von GAMMA Deutschland
    Hallo,
    1. Eckige Saiten haben nicht nur Ecken, sondern auch Flächen. Wenn diese Flächen aufeinander liegen rutschen Sie besser als runde Saiten.
    2. Durch das Dehnen der Saite taucht der Ball tiefer ein, welches einen längeren Ballkontakt mit sich führt.
    3. Durch das Verrutschen und anschließende zurück rutschen der Saite entsteht ein sogenannter "Snap-Back" Effekt.
    4. Durch den "Snap-Back" greifen die scharfen Kanten der Moto noch besser und bewirken den starken Spin.
    Hallo Gamma (Stefan?),

    ..sehr gut und Danke!

    ad 1.: Das ist mal die erste plausible Erklärung, die ich zu dem Thema höre

    ad 2.: Das hat aber grundsätzklich nicht nur was mit den Ecken zu tun. Ich glaube, hier ist einfach vielfach die Entwicklung von Form und neuem Material zusammengefallen und das Spinpotential wird dann fälschlicherweise nur den Ecken zugeschrieben. Die PTP zum beispiel hat auch ohne Ecken aus meiner Sicht eine sehr gute Spinannahme. Hier kann es janur aus der Elastizität der Saite kommen.

    ad 3.: Snap-back ist bekannt, wird natürlich durch 1. unterstützt

    Beste Grüße

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  • GAMMA Deutschland
    antwortet
    Kriterien für viel Spin bei einer Saite

    Hallo,
    ab und zu lese ich die Beiträge im Forum und möchte mich nun ein wenig mit einbringen. Ich habe den Ingenieur und Chefentwickler der GAMMA Moto gefragt, warum eckige Saiten mehr Spin bringen.

    1. Eckige Saiten haben nicht nur Ecken, sondern auch Flächen. Wenn diese Flächen aufeinander liegen rutschen Sie besser als runde Saiten.
    2. Durch das Dehnen der Saite taucht der Ball tiefer ein, welches einen längeren Ballkontakt mit sich führt.
    3. Durch das Verrutschen und anschließende zurück rutschen der Saite entsteht ein sogenannter "Snap-Back" Effekt.
    4. Durch den "Snap-Back" greifen die scharfen Kanten der Moto noch besser und bewirken den starken Spin.

    Man kann also fast sagen, eine eckige Saite produziert mehr Spin durch die glatten Flächen als durch die Ecken.
    Am Ende ist es natürlich eine Kombination von allem.

    Die GAMMA Moto liegt anscheinend in der Kombination dieser Punkte optimal.

    Ich hoffe damit geholfen zu haben und bin ab jetzt gerne Bereit mehr Infos zu geben. Natürlich auch was das Thema Besaitungsmaschinen angeht, da GAMMA hier auch Entwickler der Maschinen ist.

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  • anburme
    antwortet
    Ich habe die letzten Jahre nur "eckige Besaitungen" gespielt und war begeistert.
    Ende dieser Saison habe ich wieder runde Saiten versucht und mußte feststellen, ich komme damit ebenso gut zurecht. Was nun?

    Bei eckigen Saiten ändert sich das Spielgefühl immer etwas wenn sich die Saite rund spielt. Dies fällt aber den Spielern nicht direkt auf, da sie sich immer mit darauf einstellen.

    Wer immer nach kurzer Zeit neu besaitet kann die verschiedenen Spieleigenschaften nutzen.
    Wer länger mit einer Saite spielt, passt sich den Eigenschaften an und sollte die Aussage über diese Saite nur in verschiedenen Zeiten(max. alle 30 Tage) beurteilen.

    Also wieder mal für meine eigenes Spielgefühl weiter testen und interessant es gibt immer wieder neue Saitenideen.

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  • SD26
    antwortet
    Da bleibt mir nur zu sagen: man lernt nie aus, und studieren geht über probieren!

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  • ceritus80
    antwortet
    Meine Erfahrungen zu dem Thema:

    weiche Bespannung = mehr Spin, weniger Power
    harte Bespannung = weniger Spin, mehr Power

    Eigentlich sagt man ja, das die KOntrolle und der Spin mit zunehmender Besaitungshärte besser sein sollen. In meinem Fall ist es aber genau anders. Das bei einer extrem harten Besaitung die Power ab einem gewissen Punkt wieder abnimmt, da eher der Ball verformt wird, ist mir bewusst. Hatte ich auch mal ausprobiert, fand ich aber nicht so prickelnd. Mein Arm fand das auch nicht so lustig

    Meine Theorie:

    Die modernen Saiten benötigen eine gewisse "Bewegungsfreiheit" um ihr volles Potenzial abzurufen. Könnte natürlich auch sein das ich total falsch liege

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