Bringen eckige Saiten wirklich mehr Spin?

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  • Damentrainer
    Ein Gast antwortete
    @ Bernado

    Ich möchte sogar soweit gehen und etwas provokativ behaupten, dass eine geringfügig unterschiedliche Besaitungshärte (1-1,5kp) zwischen Längs- und Quersaite bei einer Besaitung mit 2 Knoten und damit 1 Stück Saite nach kurzem Spiel schon hinfällig ist.

    Wenn man diesen Effekt der unterschiedlichen Härte wirklich spüren und ev. nutzen will, dann sollte man bitte schon mit 4 Knoten und je einem Stück Saite für Längs- und Quersaite besaiten.

    Vielerorts wird quer mit 1kp weicher besaitet, weil landläufig die Meinung verbreitet ist, dass man das tun sollte, um den Schläger zu schonen .... weil die Längssaiten in der Regel länger sind.

    Dagegen gibt es hier im Forum viele Meinungen, dass gerade die Schlägerschonung ein Grund für eine größere Härte quer spricht.

    .... denn, die Längssaiten sind ja beim Anziehen durch die Maschine absolut gerade, sprich gehen von oben nach unten auf dem kürzesten Weg. Wenn man nun die Quersaiten einwebt und spannt, dann werden auch die Längssaiten nicht mehr gerade verlaufen, sondern leicht nach oben und unten .... -> der Weg wird länger -> die Saiten werden härter

    ... damit bekommen die Längssaiten einen größere Härte, als sie ursprünglich angezogen wurden. Diese Überlegung hat grundsätzlich auch etwas.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass weder das Eine, noch das Andere in irgend einer Weise einem Schläger schadet.

    Es bleibt einfach an dir, zu testen, was du lieber magst.
    Ich kann dir nur vorab so viel sagen: Ein Schläger mit 24/23kp spielt sich komplett anders, als einer mit 23/24kp. Bernado hat das ja ganz gut beschrieben.

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  • bernado
    antwortet
    Sd26! Hervorragend finde ich deinen Ansatz zur kritischen Analyse!
    Das "Prinzip" ist eben das private einiger Mitglieder, die Vorteile für sich herausgefunden haben, wenn sie die Quersaiten meist 2 kg härter bespannen. Das soll vor allem eine höhere Präzision bringen. Wie es auf den Spin wirkt, sei ebenso dahingestellt.
    Man muss eben, wie auch unser Damentrainer bemerkt, für sich selbst das herausfinden, was einem liegt. Es scheint jedenfalls so zu sein, dass bei einer höheren Besaitung der Quersaiten die Gesamtbesaitung brettiger wirkt. Ich jedenfalls hatte bei derartigen Versuchen das Gefühl. Ich neige aus Bequemlichkeit dazu, beide Saiten gleich hart zu besaiten. Zumindest habe ich mich daran gewöhnt. Die Gewohnheit scheint auch ein durchgehendes "Prinzip" zu generieren.
    Aus dem internationalen Tennis hatten wir hier ja schon mal Tabellen, welche die Besaitungen bekannter Spieler wiedergaben. Da lief die Tendenz immer noch darauf hinaus, die Quersaiten ein kg niedriger zu besaiten.
    Wenn jemand von einem "allgemeinen Prinzip" spricht, ohne es als sein eigenes oder das einer bestimmten Gruppe auszuweisen, versucht er lediglich, das seinige als ein allgemeines zu autorisieren.

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  • Damentrainer
    Ein Gast antwortete
    Zitat von SD26
    Es handelt sich dabei glaub weniger um ein Prinzip, als eher um konstante Empfehlungen die ich von vielen Seiten aufschnappe. Mir wurde zB aufgrund der Geometrie des Schlägers und der Verteilung der Saiten (16x19 bspw) immer empfohlen, eher die Längssaiten härter zu bespannen als die Quersaiten. Also 25/23 zB oder 26/24. Selten habe ich Empfehlungen für 23/26 erhalten - dies eben bei gleicher Saite. Ob das so richtig ist oder nicht, kann ich als "Amateur" auf diesem Gebiet nicht beurteilen. Da ich aber eben von mehreren Seiten solche "Empfehlungen" bekam, ging ich davon aus, dass was dran sein muss.

    Falls ich falsch liege, lerne ich gerne dazu.
    Zu diesem Thema kannst du dich hier im Forum totlesen.
    Es gibt hier sehr viele, auch unterschiedliche Meinungen mit durchaus guten Argumenten.

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  • SD26
    antwortet
    Zitat von Damentrainer
    Welches Prinzip meinst du?
    Es handelt sich dabei glaub weniger um ein Prinzip, als eher um konstante Empfehlungen die ich von vielen Seiten aufschnappe. Mir wurde zB aufgrund der Geometrie des Schlägers und der Verteilung der Saiten (16x19 bspw) immer empfohlen, eher die Längssaiten härter zu bespannen als die Quersaiten. Also 25/23 zB oder 26/24. Selten habe ich Empfehlungen für 23/26 erhalten - dies eben bei gleicher Saite. Ob das so richtig ist oder nicht, kann ich als "Amateur" auf diesem Gebiet nicht beurteilen. Da ich aber eben von mehreren Seiten solche "Empfehlungen" bekam, ging ich davon aus, dass was dran sein muss.

    Falls ich falsch liege, lerne ich gerne dazu.

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  • SMA
    antwortet
    Hier noch eine These die beides vereint

    Q: How much do geometrically shaped strings contribute to additional spin on the ball?
    A: Geometric strings such at Babolat RPM Blast and Pro Hurricane Tour do help with additional spin on the ball but the reason is different than what most people actually think. The additional spin doesn’t come from the strings gripping the ball more, but rather from an octagonal cross section string that allows the main strings to “slide” with less effort over the cross strings, which increases the spin. The spin comes from the movement of the main strings rather than the texture of the string.

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  • Damentrainer
    Ein Gast antwortete
    Zitat von SD26
    Zum Thema SnapBack hätte ich grad auch eine Frage. Prinzipiell wird ja geraten, bei gleicher Saite (also nicht Hybrid) die Längssaiten härter zu bespannen als die Quersaiten. .......
    Welches Prinzip meinst du?

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  • SD26
    antwortet
    Zum Thema SnapBack hätte ich grad auch eine Frage. Prinzipiell wird ja geraten, bei gleicher Saite (also nicht Hybrid) die Längssaiten härter zu bespannen als die Quersaiten. Wäre aber für einen höheren SnapBack-Effekt nicht genau das Gegenteil hilfreich? Wenn also die Längssaiten "weicher" wären und somit beweglicher im Saitenbild? Oder hat eben genau der Härtegrad der Quersaiten Einfluß auf die Beweglichkeit der Längssaiten?

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  • Damentrainer
    Ein Gast antwortete
    Vielleicht wurde es schon geschrieben ..... ich habe mir jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen.

    Ich bin der Meinung, dass profilierte Saiten wirklich nur bei sehr langsamen Schlägen etwas bewirken können.
    Sobald die Schlagtempi höher werden, so wird der Spin wirklich so gut wie nur durch den SnapBack entwickelt.

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  • Addi
    antwortet
    ich habe auch die erfahrung gemacht, daß profilierte, zumindest anfangs, mehr spin entwickeln. spiele sie trotzdem nicht, weil sie entweder:
    - diesen spin nur anfangs entwickeln und nach kurzer zeit auch rundgespielt sind
    - sie mir beim besaiten nicht gefallen, saiten wie die tour bite gehen mir zu viel auf die finger, verdrillte sind zum kotzen zu besaiten
    - mir die saiten prinzipiell nicht gefallen
    - sich die spieleigenschaft zu sehr verändert wenn sie runder werden
    - alle eigenschaften zusammen

    ich spiele lieber eine dünne runde, denn mit der bekomme ich auch genug spin auf die kugel, somit gibt es für mich keinen grund eine profilierte zu spielen.

    addi

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  • stnaake
    antwortet
    Zitat von Hobbystringer
    Ich mach's kurz: Spiel die letzten Jahre ausschließlich Profilierte. Entscheidend ist für mich nicht die Theorie, aus der man immer eine Wissenschaft machen kann, sondern die praktische Erfahrung.
    Auf den Punkt gebracht !!!

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  • Hobbystringer
    antwortet
    Ich mach's kurz: Spiel die letzten Jahre ausschließlich Profilierte. Entscheidend ist für mich nicht die Theorie, aus der man immer eine Wissenschaft machen kann, sondern die praktische Erfahrung. Und die sagt mir, dass im Vergleich runde Saiten zu profilierten die Vorhand bei der runden tendenziell in der Netzwurzel landet und mit einer guten profilierten da, wo ich sie haben will.

    Dabei haben Howy, Bene und Co natürlich vollkommen recht, dass ohne passende Technik nix geht und man weniger Spineigenschaft der Saite auch durch einen veränderten Schwung kompensieren kann.

    Würde gerne wieder rund spielen, da dann der Rundspieleffekt nach einigen Stunden entfallen würde. Finde blöderweise nur keine, die auf dem gleichen Level Spin entwickelt wie z. B. eine Solinco Tour Bite. Letztere hält jedoch aufgrund ihrer Härte die Kanten so lange, bis die Saite eh generell *Fisch* ist.

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  • Frostfalke
    antwortet
    Wenn Du dieser Theorie folgst, musst Du konsequenterweise auch sagen: Wird laufen nicht durch Füße erzeugt? Also tuns auch Sandalen statt Tennisschuhe ;o). Geht ja um Unterstützung.

    Unabhängig davon, habe ich in letzter Zeit (oft auch inspiriert durch die Antworten hier) so viel herumgetestet, dass ich mal folgende Beobachtungen zur Disskussion in den Raum werfen:


    Ich habe inzwischen tatsächlich eine eckige Saite mit 2,5facher Drillung gefunden, die mehr Spin macht als jede Runde (Pro’s Pro Hexaforce Twist). Aber eckig macht es nicht allein, folgende Faktoren kommen dazu:

    Oberflächenbeschaffenheit, Bespannungshärte, Saitendicke.

    Interessanterweise verhalten sich runde und eckige Saiten ganz anders bei dem Thema.

    Runde Saiten bringen mehr Spin, je dünner sie sind. Die Eindringtiefe der Saite in den Filz ist so stärker. Je rauer dazu die Oberfläche ist, desto besser für den Spin. Gleiches gilt, je weicher die Saite besaitet ist. Durch weniger Zug hat man tatsächlich mehr Profil im Saitenbett und der Spin verstärkt sich.

    Bei eckigen Saiten ist dicker besser. Dadurch profiliert sich das Saitenbett stärker. Weniger Kanten (also 3 bis 6) sind besser als 7 oder 8, weil letztere mehr in Richtung „rund“ tendieren. Drillung erhöht die Oberflächenrauheit, unterstütz also auch. Weicher bespannen hat einen noch stärkeren positiven Effekt auf den Spin, weil das Saitenbett mehr profiliert wird.

    Durch Änderung der o.a. Faktoren konnte ich eine „gefühlte“ Variation der Absprunghöhe und Absprunggeschwindigkeit von ca. 10-20% feststellen

    Einige Meinungen sagen, über der „normalen“ Bespannungshärte steigt der Spin wieder beim härter besaiten. Das konnte ich aufgrund meines Armes nicht austesten, wäre interessant, wenn da jemand Erfahrungen hätte.

    Meinungen und Kritik an der These gern gesehen!

    Sonnige Grüße

    Christoph

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  • sha
    antwortet
    Wir Spin nicht in erster Linie durch Snapback erzeugt?

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  • stnaake
    antwortet
    Mein Beitrag zu dem Thema :

    Ich konnte wenn ich ich eine profilierte Saite, sei es pur oder als Hybrid, meiner Meinung nach eine bessere Richtungs- bzw. Längenkontrolle feststellen ( ohne was an der Schlagtechnik zu ändern ).

    Das jetzt meine Bälle höher abspringen und/oder schneller abspringen nach dem aufkommen konnte ich jetzt nicht feststellen- auch nach Rückfragen an meinen Trainingspartner.

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  • Fußfehler
    antwortet
    Hallo SAM,
    eckige Saiten ist auch nicht das gelbe vom Ei, so eine große Spin-Verstärkung konnte ich nicht feststellen. (MSV-Hex) Und die Ösenbänder konnte ich alle 2.Monate tauschen. (Verschleiß)
    Ich spiele derzeit Main: Luxilon Alu Power 1,25 / 21kg und Cross: Discho Proton 1,20 / 22kg ,
    einfach genial.
    Grüße Fußfehler

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