... würde den "Dieb" anschreiben und ihm 200 Euro als Aufwandsentschädigung (= gütliche Einigung) in Rechnung stellen und gleichzeitig eine Abmahnung, die ihn dann 1000 Euro und mehr kostet androhen, sollte er nicht bezahlen und das Logo weitherhin verwenden.
Je nach schwere des "Diebstahls" halte ich 100-200 Euro für eine erste Verwarnung/Abmahnung angemessen. Wenn man sich da einigt ist alles ok, wenn der Dieb die Auflagen nicht erfüllt, sind aus meiner Sicht 1000 Euro durchaus angemessen, aber ein vorheriger "Warnschuß" sollte sein.
Ansonsten sollte der Nachweis eines Schadens notwendig werden, um eine höhere Summe verlangen zu können. Leider ist es (ausschließlich) in Deutschland so, daß der Nachweis eines Schadens nicht notwendig ist, um unangemessen hohe Abmahngebühren abzocken zu können.
Habe selbst schon Mitbewerbern 200 Euro vorgeschlagen und mich so mit diesen geeinigt, bin andererseits aber selbst schon mit mehr als 1000 Euro von einem Saitenforums-Dealer mit juristischem Hintergrund wegen einem Bild, das mein Sohn versehentlich veröffentlicht hat, abgemahnt worden. Dies ist ja in Deutschland rechtlich zulässig, ob moralisch vertretbar, ist eine ganz andere Perspektive.
P.S. habe selbst den Nachweis, daß ein professionell tätiges SF-Mitglied eines meiner Bilder kurzfristig verwendet hat, habe aber auf eine Abmahnung verzichtet, da dies nur wenige Stunden war.
Urheberrecht
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Sehr gut geschriebene und einleuchtende Darstellung der Problematik, Jens!
Natürlich fällt eine Abgrenzung in Einzelfällen sehr schwer und ist juristisch auch nicht durchsetzbar: Aber ich denke, dass es zumindest einen moralischen Unterschied in dem Kopieren von Bildern geht.
Um das von Dir beschriebene Logo würde es sich um einen hohen individuellen Wert handeln, da nur die eine Tennisschule existiert, für die dieses Logo entwickelt wurde.
Falls es sich bei einem anderen Beispiel um ein Schlägerfoto handelt, welches zu Hauf existiert, liegt der individuelle Wert, meiner Meinung nach, deutlich unter dem des Logos.
Da nun aber auch Schlägerfotos sehr individuell und hochwertig gestaltet werden können, ist die Grenze fließend, so dass Konfliktpotentialen der Weg geebnet ist. Da Marketing nun mal untrennbar mit Profit und Investitionen verbunden ist, denke ich, dass das Urheberrecht geschützt werden muss.
Einen Mittelweg gibt es hierbei meiner Meinung nach nicht.
Für mich bedeutet die aktuelle Diskussion, dass ich in Zukunft verstärkt darauf achten werde, ob und wenn ja welche Bilder ich veröffentliche. Das kann ich auch nur allen anderen Usern empfehlen, damit derartigen Streitigkeiten der Boden zu entzogen wird.
Gr, rafterEinen Kommentar schreiben:
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Urheberrecht
Aus gegebenem Anlaß möchte ich eine Diskussion zum Thema "Urheberrecht" starten und gerne eure Meinungen dazu hören.
Stellt euch vor, ihr eröffnet eine Tennisschule und beauftragt einen Grafiker mit der Erstellung eines schönen Logos nach euren Vorstellungen, welches euch 500 Euro kostet. Ist zwar ne Stange Geld, aber dafür habt ihr euer eigenes Logo, um die Blicke auf eure Tennisschule zu lenken. Ihr verwendet euer Logo natürlich auch auf eurer Website, wodurch es sehr leicht mit wenigen Mausklicks kopiert werden kann.
4 Monate später entdeckt ihr beim Surfen im Internet, daß eine andere Tennisschule im Nachbarort exakt euer Logo auf dessen Homepage verwendet. 2 weitere Monate später macht euch ein Schüler darauf aufmerksam, daß er euer Logo bei einer weiteren Tennisschule auf dem Flyer gesehen hat.
Welcher unmittelbare Schaden ist euch entstanden? Keiner. Aber irgendwie ungerecht kommt es euch trotzdem vor. Schließlich habt ihr viel Geld investiert, um dieses Logo erstellen zu lassen, und nun bedienen sich andere einfach kostenlos an diesem Logo, obwohl sie dazu kein Recht haben (das Logo ist euer Eigentum).
Jetzt kann man entweder sagen "egal, Pech gehabt, freuen sich halt die anderen, schön wenn mein Logo denen so gut gefällt, daß sie es selbst verwenden möchten", oder man fühlt sich bestohlen und fragt sich, wie oft das Logo noch kopiert wurde und wer noch alles davon profitiert (schließlich haben diejenigen dann alle nicht diese Kosten zu tragen). Leider habt ihr neben der Tennisschule keine Zeit, selbst das ganze Internet durchzukämmen. Also beauftragt ihr jemanden, um nach eurem Logo zu fahnden und die Kopierer auf deren Verstoß hinzuweisen. Leider arbeitet derjenige nicht kostenlos, so daß dessen Kosten entweder von euch selbst getragen werden müßten oder aber von den Kopierern. Wie das ganze dann meistens endet sehen wir am aktuellen Beispiel, wo es um die nicht genehmigte Verwendung eines Produktfotos für den Verkauf eines Tennisschlägers auf einer bekannten Auktionsplattform ging.
Wie entscheidet man sich? Was ist hier die beste Vorgehensweise? Gibt es Möglichkeiten, wie man das Problem lösen kann, ohne daß sich jemand dabei abgezockt vorkommt? Gibt es technische Lösungen, die den Nachforschungsaufwand auf der Seite des Urhebers gering halten und somit auch die Kosten für den Urheberrechtsverletzer?
Ich persönlich war auch schon öfter betroffen von einer Urheberrechtsverletzung, bei denen von mir erstellte Inhalte kopiert wurden, konnte mich aber in allen Fällen mit den Kopierern auf einen Backlink zum Saitenforum einigen.
Vielen Dank im Voraus für eure sachlichen und konstruktiven Beiträge auch bei diesem kontroversen Thema!

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