DT-Wert Messgerät

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  • Marks1860
    Neuer Benutzer
    • 11.08.2026
    • 6

    #1

    DT-Wert Messgerät

    Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, mit welchem Gerät ihr den DT-Wert eurer Besaitung messt und welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt.

    Ich bespanne für mich selber und für 2-3 Freunde.

    Vielen Dank für eure Antworten!
  • Kluntje64
    Veteran
    • 29.07.2012
    • 1676

    #2
    Moin Marks,
    ich nutze ein Stringlab 2. Das macht was es soll. Dazu war auch einmal eine Ergänzung erhältlich, mit der dann der RA Wert eines Schlägers gemessen werden konnte. Das besitze ich aber nicht.
    Ich finde das Stringlab in der Funktion richtig. Hier wird eine Kraft wirklich gemessen und nicht über eine Frequenz ermittelt. Die Methode hat den Vorteil, dass auch DT-Werte von Hybridbesaitungen gemessen werden können.
    Als Nachteil könnte man die Größe sehen. Ein ERT lässt sich leichter in die Tennistasche packen und eine App fürs Handy hat da auch Vorteile. Das Stringlab ist da eher 50cm Dachlatte.
    Als Gott die Frau erschaffene hatte sagte er zu Adam:
    Dahinten ist Gerste und Hopfen, mehr kann ich nicht für dich tun.

    Kommentar

    • fritzhimself
      Forenbewohner
      • 01.02.2006
      • 5939

      #3
      Hmm.... ich glaube das Stringlab 2 ist derzeit ausverkauft.
      Selbst habe ich ein RDC das auch nicht mehr produziert wird.
      Aber auch ein ERT 300 und seit letztem Sommer den manuellen Vorgänger des RDC also den Quick RA.
      Der funktioniert mit einer Messuhr und Gewicht also sehr akkurat.
      Wie schon Alex mitgeteilt hat - es sind nur Zahlen.
      Wenn man die nicht richtig interpretieren kann, sind die auch für die Katz.
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      Kommentar

      • afeller
        Experte
        • 11.03.2010
        • 596

        #4
        Wir messen mit dem ERT 300 und dem SL2. Wir sind mit beiden zufrieden und beide haben ihre Vorteile und Nachteile.
        Das neue ERT (roter Knopf) spuckt teilweise bisschen niedrigere Werte aus als das alte (gelber Knopf). Zudem funktioniert das alte zuverlaessiger. Immerhin spuckt das neue schneller ein Error aus, falls er nicht messen kann/will

        Beim SL2 kommt es ganz stark drauf an, wie man misst. Da hat man schon Abweichungen, wenn man die Scheibe nicht immer exakt in gleicher Position drauf legt. Also im Prinzip muss man sich eine Markierung an die Scheibe machen und die muss immer an exakt der gleichen Position sein. Also die Scheibe darf nicht in irgendeiner Achse verdreht sein. Und selbst dann, ist das Messergebnis noch nicht konstant

        Und bei beiden spielt es eine Rolle WO man am Schlaeger misst. Manche messen an der 6. Quersaite von oben, andere an der 9 und wieder andere an der 8. Und immer kann ein anderer Wert rauskommen.

        Und wie in Saite deutlich weicher als besaitet ? geschrieben, kann man sich nicht auf andere Werte verlassen. Es kann fuer einem selbst, wenn man immer gleich misst, ein sehr gutes Tool sein. Man bekommt irgendwann ein Gefuehl, was bei welchem Schlaeger mit welcher Saite und Haerte rauskommt. Wenn nun der Kunde nun die Saite oder den Schlaeger wechselt und er moechte ungefaehr so ein Ergebnis wie vorher haben, dann kann man das mit der Zeit ganz gut abschaetzen.

        Kommentar

        • afeller
          Experte
          • 11.03.2010
          • 596

          #5
          Zitat von Kluntje64
          Das ist Unsinn, das Stringlab misst die Kraft die nötig ist um das Saitenbett 1 cm einzudrücken.
          Korrekt.
          Nur ist die Frage, wo du misst und vorallem wie Es spielt (leider) eine Rolle wie du die Scheibe auflegst, da das Gewinde nicht an allen Positionen gleich anfaengt, sind die Wege unterschiedlich lange. Das macht sich auf das Ergebnis bemerkbar. Ich habe das ausfuehrlich mit zwei verschiedenen SL2 getestet. Mittlerweile habe ich meine eigene Scheibe und ein Ablauf, der nur noch eine sehr sehr kleine Schwankung hat (+/- 0.1).
          Und noch was, misst man ein Saitenbett zweimal direkt hintereinander, bekommt man ebenso ein anderes Ergebnis (normalerweise Hoeher). Man muss ~5 Minuten warten um da ein verlaessliches Ergebnis bekommen. Hat wohl mit den Eigenschaften der Saite selbst zu tun?!?

          Zitat von Kluntje64
          Das ist ein gemessener Wert. Funktioniert genauso wie deine Küchenwaage.
          Naja nicht ganz. Da man das Saitenbett an verschiedenen Positionen messen kann. Diese Position muss man wissen, wenn man Werte vergleichen mag.


          Ich will ja nicht sagen, dass die DT Messung fuer den Arsch ist. Ueberhaupt nicht. Der DT Wert kann sehr sehr nuetzlich sein. Nur muss man halt aufpassen wenn man DT Werte vergleichen will. Ohne die GENAUE Messmethode zu kennen kann man sein DT Wert nicht mit einem anderen DT Wert vergleichen.
          Beispiel:
          Jemand misst mit dem alten ERT unter der 6. Quersaite und bekommt 38 DT raus.
          Anderer misst den selben Schlaeger mit dem neuen ERT unter der 9. Quersaite und bekommt nur 35 DT raus.
          3 DT Unterschied ist schon nicht wenig. Paar Quersaiten weiter kann es deutlich haerter werden und das neue ERT kann auch gerne mal 1 DT weniger messer wie das alte.

          Leider geben die Hersteller beider Geraete nicht wirklich eine konkrete Messmethode vor. Die Mitte vom Schlaeger wie es glaube ich ERT vorgibt, interpretiert leider jeder anders.

          Achso:
          Selbst gleiche Schlaeger mit gleicher Besaitung koennen sich von den Werten reproduzierbar unterscheiden. Beispiel: Kunde hat 2 Schlaeger, beide werden immer gleich bespannt. Da kann es dann sein dass wiederholbar der Schlaeger Nr.1 z.B. 0,3 DT haerter rauskommt wie der Schlaeger Nr.2.

          Kommentar

          • fritzhimself
            Forenbewohner
            • 01.02.2006
            • 5939

            #6
            Also ich finde die DT oder RA Messung nach der erfolgreichen Besaitung als Bestätigung der akkuraten Arbeit.
            Da ich immer die gemessen Daten in meine Aufzeichnungen eintrage, kann ich sehr wohl die Ergebnisse vergleichen.
            Ich versuche immer so um die 20 -24 Grad Raumtemperatur zu haben, da ich sonst Abweichungen messen kann.

            Grundsätzlich egal - da, wenn die Schläger zu mir kommen, meist gerissen oder schon sehr lange im Schläger waren.
            Der Kunde hat eh kein Gefühl wie ob´s jetzt ein halbes DT mehr oder weniger hat.
            Habe aber festgestellt, wenn baugleiche Rahmen einen unterschiedlichen Flex haben - sogar bei 1 RA - sind beide hinter einander bespannten Rahmen leicht anders in der Saitenbettsteifigkeit - also sofort nach dem Bespannen gemessen.

            Am nächsten Tag mache ich manches mal (eh nur für die Forschung) erneute Messungen mit meinem Quick RA. Da ist dann die "fast" gleiche Flächenhärte am Schläger.
            Das ERT300 wäre zu träge und würde das nicht erkennen.
            Ob man das dann spürt sei einmal dahingestellt.

            Es gibt auch messbare Unterschiede wenn man mit einer Saitenrolle fertig ist und der andere Schläger mit einer neue Rolle bespannt wird.
            Sind meist auch nur Nuancen, aber messbar.
            Also alles im Allem - sehr viele Zahlen und nicht immer der Rede wert.

            Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Wahrheit immer am Platz liegt und sich 90% zwischen den Ohren abspielt.
            Das Kopfkino ist in den meisten Fällen dein eigentlicher Gegner.

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