Haltezangen geben nach

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  • pirce1
    antwortet
    Zitat von badnix
    ... macht doch einfach mal einen Versuch mit einer starren Polyseite und einer elektronischen Fischwaage
    Seit wann vertraust du einem so unpräzisen Gerät?

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  • Benedikt
    Ein Gast antwortete
    aber trotzdem darf die Zange nicht 4 mm nachgeben

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  • saitech
    antwortet
    Es gibt viele Bespannkraft Verlusste

    Hallo,

    Ich möchte gerne etwas hinzufügen:

    Wenn man wirklich den Spannkraft misst die in den Saiten im Schläger übrig bleibt zeigt dass wie kompliziert die Ganze Spannkraft Verteilung eigentlich ist.
    Jedenfalls ist es so dass der Spannkraft der Maschine selten gleich ist wie im Schläger durch verschieden Effekten:
    - Der Spannkraft in den Längsaiten wird höher sein als der Einstellwert der Maschine weil die durch die Quersaiten gespannt werden.
    - Der Spannkraft in den Quersaiten kann bis 30 % niedriger sein durch die Reibung auf alle Kreuzungen von Längs- und Quersaiten und hängt ab von der Glätte de Saite und von dem Raum zwischen den Längssaiten
    - Der Verlust in den ersten Quersaiten ist niedriger wie in den Letzten weil die Reibung höher wird wenn mehr Quersaiten bespannen sind.

    Ausserdem kann man beim Spannen nur Spannkraft verlieren und deshalb wird man nie 28 im Schläger haben wenn man 28 spannt. Es hängt von der Fähigkeit der Besaiter und von der Qualität der Maschine ab wie viel man verliert.
    Man verliert Spannkraft durch vielen Ursachen:
    * Maschine ohne Konstant Zug.
    * Wenn man die Saite zu schnell klemmt, wodurch alle Dehnung in der Saite noch nicht entstanden ist.
    * Wenn man die Quersaiten nicht ausrichtet während das Spannsystem noch zieht.
    * Durch eine Saite mit wenig Elastizität und viel bleibende Dehnung.
    * Wenn man (bei 360 grad Maschinen) die Saiten nach unten spannt durch die Reibung im Schlägerloch.
    * Wenn die Saite durch die Zange rutscht.
    * Bei allen Saiten wobei das Loch im Schläger nicht in der Linie der Saite läuft.

    Bei diesen Verlusten verliert man einfach ohne etwas zu kompensieren, die Saite werden weicher bespannt.

    Im Betriff auf die Zangen:
    Ausser das Rutschen der Saite durch schlechte oder schmutzige Zangen soll man 2 Erscheinungen unterscheiden bei festen Zangen:
    1) Der Spiel im Führungssystem
    Eigentlich braucht der Spiel gar kein Problem zu sein. Wie eher erwähnt, drückt man die Zange einfach in der „Ziehrichtung“ der Saite bevor man die Zange schliesst. Natürlich ist unnötig viel spiel im System nicht gewünscht.
    2) Die Verformung von dem Halter der Zangen, unter Belastung der Saitenkraft.
    Die Verbiegung des Zangensystemes wird wider „zurückfedern“ beim Spannen der nächsten Saite und soll also auch wenig echter Verlusst geben.

    Warum haben wir unser System erneut?
    Wir möchten unsere Maschine auf die maximale Qualität liefern. Durch die Hebelwirkung in einem Zangensystem wird der Spiel ziemlich schwer betont.
    Wenn der Spiel in den Führungsschienen 0,1 mm ist, zeigt sich dass auf der Höhe der Saite mit 1,5 bis 2 mm Bewegung. Unser neues System hat ein Spiel von 0,05 – 0,08 mm und weniger kann nicht weil es auch noch leicht bewegen muss.

    Die Erfahrung hat geprüft, dass der Spiel (wichtig oder nicht) von vielen Besaiter wie ein Qualitäts Kriterium gesehen wird.
    Weil das alte System mehr Spiel hat wie das neue System haben wir es ersetzt.

    RESUMIERENT:
    Wenn man alle Ungenauigkeiten mit beurteilt hängt die Beziehung zwischen Bespannkraft der Maschine und die Besaitungshärte im Schläger ab von vielen Verlusten.

    Also gilt noch immer:
    EIN BESAITER OHNE KONTROLLE SYSTEM IST WIE EIN ZIMMERMANN OHNE ZOLLSTOCK.

    Saitech
    Zuletzt geändert von saitech; 07.04.2009, 18:39.

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  • JuergenT
    antwortet
    Zitat von Ulrike1979
    @JuergenT: Danke für die Info, dann werde ich das einmal ausprobieren! Bedienungsanleitung ist dann vorerst nicht nötig, falls ich sie doch noch irgendwann brauche, weiß ich ja jetzt wer eine hat .
    Wie bist du mit dieser Maschine zufrieden?

    Lg, Ulli
    Ich habe die Maschine seit '92 im Einsatz und bin damit sehr zufrieden.

    Gruß
    Jürgen

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  • Benedikt
    Ein Gast antwortete
    muss mich anschliessen

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  • DralliaufsBalli
    antwortet
    Zitat von JayBeOh
    Und derart genau Zangen sind doch kein Problem. Bisher hat man ja schließlich das Nachgeben der Zangen mit derartigen Härten kompensiert. Wenn man also das Zangensystem verbessert, muss man einfach nur mit der Besaitungshärte heruntergehen.
    Zitat von YBCO
    Nicht nachgebene Zangen wären der Idealfall.

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  • YBCO
    antwortet
    Zitat von JayBeOh
    @badnix: Bedeutet das nicht einfach, dass man nun endlich wirklich 28kp auf den Schläger zieht und behält?
    Und derart genau Zangen sind doch kein Problem. Bisher hat man ja schließlich das Nachgeben der Zangen mit derartigen Härten kompensiert. Wenn man also das Zangensystem verbessert, muss man einfach nur mit der Besaitungshärte heruntergehen. Übersehe ich etwas?
    Nein, du übersiehst nichts. Ist aber vielleicht nicht so leicht, seinem Kunden, der immer 30kg spielte, zu Erklären, dass 25kg oder noch weniger bei dir völlig reichen. Nicht nachgebene Zangen wären der Idealfall. Gibt´s aber nicht, einen minimalen Schlupf hat selbst auch eine Profimaschine (aber keine 4mm).

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  • JayBeOh
    antwortet
    @badnix: Bedeutet das nicht einfach, dass man nun endlich wirklich 28kp auf den Schläger zieht und behält?
    Und derart genau Zangen sind doch kein Problem. Bisher hat man ja schließlich das Nachgeben der Zangen mit derartigen Härten kompensiert. Wenn man also das Zangensystem verbessert, muss man einfach nur mit der Besaitungshärte heruntergehen. Übersehe ich etwas?

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  • Decky
    antwortet
    Zitat von badnix
    jede Zange gibt etwas nach, das darf sie auch, sonst wären Polys vollkommen unspielbar, allerdings darf die Zange nicht verrutschen, das wäre etwas anderes. Beim Spannen der nächsten Saitenreihe wird der Großteil des "Nachgebens" wieder egalisiert, läßt sich leicht beobachten.

    Ob unterm Strich 1 DT mehr oder weniger rauskommt ist viel weniger entscheidend - jeder Besaiter/Maschine bespannt anders und der Kunde kann seinem Besaiter sagen, ob er beim nächsten X etwas härter oder weicher möchte - als die Reproduzierbarkeit. Entscheidend ist das Ergebnis und nur dieses - der gute Besaiter kann dies beliebig reproduzieren und der Kunde erhält bei seinem Besaiter immer die gewünschte Härte


    Das ist auch meine Erfahrung.
    Polys ???

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  • Benedikt
    Ein Gast antwortete
    @badnix

    mal ne Frage, ich weiß noch, das Saitec mal geschrieben hat, das das Zangensystem von Stringway geändert wurde, weil das System zu sehr nachgelassen hat, die Milimeter die die Zange in Querrichtung gekippt ist, ein Forumsmitglied hat darauf das neue Zangensystem bekommen(was super war von Stringway) da die Maschine neu war, und die Bespannung zu ungenau war und dieses nachgewiesen wurde.

    Wenn das so wäre, dann hätte man kein neues System entwickeln müssen und auch nicht so kulant sein müssen oder?

    Komm badnix gib dir nen Schups und gib mal was zu , nicht wieder was nicht sein darf, ist auch nicht, und ist in Stein gehauen

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  • badnix
    antwortet
    ... macht doch einfach mal einen Versuch mit einer starren Polyseite und einer elektronischen Fischwaage

    1. ihr spannt mit 28 kg = Waage zeigt 28 kg an
    2. ihr spannt wie beschrieben und gebt 1mm nach
    3. ihr spannt wie beschrieben und gebt 2mm nach
    4. ihr spannt wie beschrieben und gebt 3 mm nach
    5. ihr spannt wie beschrieben und gebt 4 mm nach
    6 ....

    dann wird sich Euch - vermutlich - so einiges von selbst erklären


    P.S. das ganze (Punkt 1.) multipliziert sich dann in der Flächenhärte so weit hoch, daß es unspielbar wird - ihr könnt aber gerne das Gegenteil beweisen
    Zuletzt geändert von Gast; 06.04.2009, 21:32.

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  • Benedikt
    Ein Gast antwortete
    @badnix

    verstehe ich auch nicht, die Saite gibt doch nach, sonst wäre sie nicht spielbar, wenn die Zange dann auch noch nachgibt, dann kann das doch nicht richtig sein.

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  • Ulrike1979
    antwortet
    @JuergenT: Danke für die Info, dann werde ich das einmal ausprobieren! Bedienungsanleitung ist dann vorerst nicht nötig, falls ich sie doch noch irgendwann brauche, weiß ich ja jetzt wer eine hat .
    Wie bist du mit dieser Maschine zufrieden?

    Lg, Ulli

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  • JuergenT
    antwortet
    Hallo Ulli,

    eine Anleitung in englisch habe ich hier. Bei Interesse kann ich die einscannen und Dir zumailen. Schicke mir in diesem Fall bitte eine PM mit Deiner eMail-Adresse.

    Möglicherweise kannst Du durch Justierung der Zangen das Spiel von 4mm reduzieren. Unter dem Schlitten sitzt pro Zange eine 13mm Schraube. Nimm einen passenden Schlüssel und bewege die in 1/8-Schritten, so daß die Zange fester wird bzw. sich beim Schließen stärker an den Schlitten preßt. Löse die Schraube wieder etwas, sobald Du die Zange nicht mehr schließen kannst.

    Danach kannst Du den Halt der Zange mit einem Reststück Saite testen und ggf. nochmnals korrigieren.

    Gruß
    Jürgen

    PS: Mehr steht in der Bedienungsanleitung auch nicht drin :-)

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  • DralliaufsBalli
    antwortet
    Zitat von badnix
    jede Zange gibt etwas nach, das darf sie auch, sonst wären Polys vollkommen unspielbar. Beim Spannen der nächsten Saitenreihe wird der Großteil des "Nachgebens" wieder egalisiert
    Hä

    also wenn die Zange nicht nachgeben würde wäre ne Poly nicht spielbar ?

    beim spannen der nächsten Bahn wird der Großteil des Nachgebens wieder egalisiert

    dann ist ne Poly auf einmal spielbar

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