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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beitragserhöhung im Jugendbereich


numakukn
18.10.2008, 21:37
In "unserem" Verein ist der Betrag für das Jugendtraining erhöht worden.

Für die Breitensportjugendlichen (1x Training/Woche) und die Mannschaftsspieler (2x Training/Woche) um rund 10%, für den Leistungskader (3x Training/Woche) um rund 35%. Der Leistungskader wird dennoch zur Zeit immer noch stärker gefördert als die anderen beiden Gruppen.

Die Intention ist eigentlich klar: Das Leistungstennis soll zurück gedrängt werden (die Erläuterung des Hintergrundes würde hier den Rahmen sprengen). Imho soll das Leistungstennis mittel- bis langfristig outgesourced werden.

Das Leistungstennis ("Wer schaut heute schon Oberligatennis der Herren oder Damen?") hat nach Meinung von Einigen als Vorbild ausgedient. Sponsoren ziehen sich zurück und der Breitensport wird als Lösung gegen den Mitgliederschwund propagiert (so auch im TVM geschehen).

Wie ist es bei Dir im Verein/Verband? Wohin geht die Reise?

Numakukn

sulzi24
18.10.2008, 23:49
finde ich persönlich sehr bedenklich...

stellt sich die frage, welche kinder dem verein auf lange sicht erhalten bleiben? Die Breitensport-Kinder, welche nie ein vernünftiges Niveau erreichen oder diejenigen, die gut Tennis spielen?

Ich würde ganz klar zweiteres meinen!

norbe
19.10.2008, 15:40
ich halte eine Beitragserhöhung grade im Jugendbereich alleine schon für kontraproduktiv.

Man kann doch nicht einen Bereich ausgrenzen , ein Verein besteht aus beiden Teilen , den Hobbyspielern und den ambitionierten Wettkampfspielern.

Da finde ich den Hintergrund noch bedenklicher als die Beitragserhöhung selber.

MrStylo
19.10.2008, 16:49
35% hört sich erstmal viel an, die Frage ist aber 35% von was???
Was haben Kinder/Jugendliche die diesem "Leistungskader" angehören vorher für 3xTraining in der woche bezahlt? 50€ 100€ 300€ ?
Was heisst outgesourced? Wird eine Tennisschule mit dem Leistungstraining beauftragt und der Verein subventioniert das oder darf eine Tennisschule "Leistungstraining" anbieten und dei Schüler müssen dieses voll bezahlen?
Was leider stimmt dass Oberligatennis quasi gar keine Zuschauer mehr anzieht, da spielen teilweise spieler mit ATP Ranking vor 30 "richtigen" Zuschauern. Trotzdem schliessen sich ein leistungsorientiertes Jugendtraining und ein durchdachtes konzept für den Breitensport doch nicht aus!!!

Hawkeye2
20.10.2008, 15:29
Hi,

ich bin mir ziemlich sicher, daß nur die "Breitensportkinder" einem Verein auf Dauer erhalten bleiben.

Fast alle guten Spieler (+Eltern) orientieren sich nur nach ihren persönlichen Vorteilen, das Vereinsleben ist ihnen doch egal.

Gruß

Heinman
20.10.2008, 17:05
Hi,

ich bin mir ziemlich sicher, daß nur die "Breitensportkinder" einem Verein auf Dauer erhalten bleiben.

Fast alle guten Spieler (+Eltern) orientieren sich nur nach ihren persönlichen Vorteilen, das Vereinsleben ist ihnen doch egal.

Gruß



100 % unterschreib !!


Und auf diese Art und Weise holt sich dann eine Tennischule wie der Rattenfänger von Hameln alle leistungsstarken Kinder und Jugendliche an Bord. Gut für das Renomée des Clubs und noch besser für die Kasse der Tennisschule. Gehn die Jugendlichen dann weg, werden neue rekrutiert.
Dies ist keine Fiktion, sondern die Realität in unserer Region :(

numakukn
21.10.2008, 09:28
Ich gehe davon aus, dass hier gemeint ist: Breitensport beinhaltet auch Mannschaftsspieler, das Leistungstennis grenzt sich durch das Spielen Turniere und der DTB-Ranglistenzugehörigkeit ab.


Hi,

ich bin mir ziemlich sicher, daß nur die "Breitensportkinder" einem Verein auf Dauer erhalten bleiben.

...

Gruß




Gehört zu dieser Erkenntnis nicht aber auch die Frage nach den Aussteigern? Wieviel "Breitensportkinder" steigen im Laufe der Pubertät aus dem Tennissport komplett aus und wieviel "Leistungskinder"?

Mir schwebt dabei folgender Fakt im Kopfe herum:
Bei einem Verein (500 Mitglieder) in meiner Nähe waren 2004 über die Hälfte der Knaben, die 2002 bei den Vereinsmeisterschaften mitgespielt haben, nicht mehr im Verein, weil sie mit Tennisspielen aufgehört haben. Das waren fast ausschließlich ältere Breitensportknaben (also 13 oder 14 Jahre alt). (Die Gründe für das Ausscheiden waren meist klar ersichtlich und tatsächlich oft auf die Pubertät bezogen. Mit 14 hat man Schwierigkeiten, sich von einem 11-jährigen besiegen zu lassen. Alles ist man auf dem Platz selbst schuld, während man im Fußball noch 10 Andere hat, denen man die Schuld in die Schuhe schieben kann :D ) Richtig ist, dass diesen Verein nach 2004 Leistungsstärkere ebenfalls verließen, dabei erschien mir überwiegend der Grund zu sein, dass dieser Verein keine Mannschaft in einer adäquaten Liga hatte (max Bezirksliga und keine Verbandsliga). Diese blieben dem Tennissport aber (zumindest bis heute) erhalten.

Zurück zur obenstehenden Aussage von Hawkeye2:
Hat das "Erhaltenbleiben" von Kindern (bzw. Jugendlichen) nicht auch damit zu tun, ob sie in "ihrem" Verein eine passende Mannschaft haben? Klar dürfte ein leistungsorientiertes Kind nicht lange in einem Verein bleiben, der 150 Mitglieder hat und im Knabenbereich Kreisliga spielt.
Ist die Wahrscheinlichkeit aber bei einem leistungsorientierten Kind, welches in einem 500-Mitglieder-Verein an Pos. 1 der Verbandsligamannschaft spielt tatsächlich höher den Verein zu verlassen, als bei einem gleichaltem Kreisklassekind an Pos. 4?

Numakukn

Hawkeye2
21.10.2008, 12:13
Hi,

die Nr. 1 der Verbandsligamannschaft möchte sich doch sicherlich auch verbessern. Und wenn man die Nr.1 ist hat das ja sicherlich auch seinen Grund in der Spielstärke. Hat man jetzt nicht mehrere spielstärkeren Trainingspartner wird es für ehrgeizige Spieler natürlich keine Perspektive geben...

Und nach der Verbandsliga kommen ja schliesslich nach oben noch weitere Klassen...

Und wenn der eigene Verein dahingehend keine Ambitionen hat, kann die Nr. 1 nur an Vereinswechsel denken.

Die Nr. 4 der Kreisliga hat viele Perspektiven im eigenen Verein und sehr viele spielstärkere Trainingspartner.

Ich denke die Nr.1 würde dann eher wechseln... Besseres Training, stärkere Trainingspartner und ggf. im anderen Verein in einer höheren Klasse zunächst an 3-6 weniger Druck...

Und denke doch einfach auch mal an die Anzahl.
Viele Breitensportler, wenig leistungsstarke Kinder.
Das Kinder ab einem gewissen Alter immer andere Aktivitäten haben ist klar, und das heutzutage dann auch sehr gerne das bisher erreichte aufgegeben wird, ist ein generelles Problem.

Aber wenn ein Kind beim Tennis bleibt, dann wird ein Talent zu 90 % den "kleinen" Heimatverein verlassen.

Gruß

Donnerhugo
21.10.2008, 14:25
35% hört sich erstmal viel an, die Frage ist aber 35% von was???
Was haben Kinder/Jugendliche die diesem "Leistungskader" angehören vorher für 3xTraining in der woche bezahlt? 50€ 100€ 300€ ?
Was heisst outgesourced? Wird eine Tennisschule mit dem Leistungstraining beauftragt und der Verein subventioniert das oder darf eine Tennisschule "Leistungstraining" anbieten und dei Schüler müssen dieses voll bezahlen?

Ich denke auch, wenn Aussenstehende die Situation beurteilen sollen, bedarf es ein wenig mehr Informationen.

sulzi24
21.10.2008, 23:49
stellt sich eigentlich noch immer die Preisfrage:

Was ist Breitensport?
Was ist Leistungssport?

Natürlich streben Leistungsspieler nach Besserem, nur wieviele gute Turnierspieler hat der DURCHSCHNITTLICHE Verein bitte? Mit Sicherheit nicht viele bis gar keine.

Somit könnte man "normale" Mannschaftsspieler = Breitensport gerne auch als Leistungsspieler des Vereins ansehen - und diese bleiben dem Verein sicher häufiger erhalten als "normale" Trainerstunden-Kinder, die keine Kugel treffen - diese hören mit Sicherheit früher oder später auf!

Hawkeye2
22.10.2008, 09:49
Hi,

Fakt ist eigentlich:

kein Kind bleibt einem Verein bis ins Erwachsenenalter nur wg. des Tennis erhalten.

Entscheidend ist, daß der Verein eine breite Palette an "Vereinsleben" anbietet, bei der man auch außerhalb des Platzes eine nette Gemeinschaft für diverse Betätigungen vorfindet, mit dem Verein als "zentraler" Anlaufstelle.

Fakt ist aber auch, wenn ein Kind Tennis etwas ernster nimmt und Ambitionen entwickelt wird es sich zu Vereinen mit den besten Fördermöglichkeiten orientieren und gegen den kleinen "Heimatverein" entscheiden.

Daher ist es wirklich eine Überlegeung wert, ob man sich als Verein mit finanziell aufwändigem Fördertraining nicht auf Dauer selbst das Wasser "abgräbt".

Gruß

samir
22.10.2008, 09:58
Hi,

Fakt ist eigentlich:

kein Kind bleibt einem Verein bis ins Erwachsenenalter nur wg. des Tennis erhalten.

Entscheidend ist, daß der Verein eine breite Palette an "Vereinsleben" anbietet, bei der man auch außerhalb des Platzes eine nette Gemeinschaft für diverse Betätigungen vorfindet, mit dem Verein als "zentraler" Anlaufstelle.

Fakt ist aber auch, wenn ein Kind Tennis etwas ernster nimmt und Ambitionen entwickelt wird es sich zu Vereinen mit den besten Fördermöglichkeiten orientieren und gegen den kleinen "Heimatverein" entscheiden.

Daher ist es wirklich eine Überlegeung wert, ob man sich als Verein mit finanziell aufändigem Fördertraining nicht auf Dauer selbst das Wasser "abgräbt".

Gruß

Richtig, es gibt bei uns Vereine die bezuschussen das Sommerfest der Erwachsenen(SENIOREN) mit 2000.- Euro(Alles für mau für ca 150 Mitglieder), dafür gibt es 0,00.- Euro für ein Fördertraining für die besten Jugendlichen.
Dem Verein geht es wirtschaftlich sehr gut, aber sobald man irgendeine Bezuschussung für Kinder/Jugendliche anfragt, werden die Zähne gefletscht und rumgejammert.:rolleyes:
Es gibt halt mehr Breitensportvereine und immer weniger Leistungsvereine, da Sponsoren immer mehr ausfallen(Finanzkrise?):
Abschließend: wenn einer richtig gut werden will, muß er eh einiges auf der hohen Kante haben(Startgelder, Reisekosten sind da nur der kleinste Teil). Man muß sich als Elternteil fast schon einen Finanzplan aufstellen, und abwägen für was das Geld ausgegeben werden soll.
Evtl wie Herr Haas eine GMBH gründen( TOSA GMBH).

terrier
22.10.2008, 10:51
Richtig, es gibt bei uns Vereine die bezuschussen das Sommerfest der Erwachsenen(SENIOREN) mit 2000.- Euro(Alles für mau für ca 150 Mitglieder), dafür gibt es 0,00.- Euro für ein Fördertraining für die besten Jugendlichen.
Dem Verein geht es wirtschaftlich sehr gut, aber sobald man irgendeine Bezuschussung für Kinder/Jugendliche anfragt, werden die Zähne gefletscht und rumgejammert.:rolleyes:


das ist bei uns sicher nicht so !
bin ja jetzt auch schon ne zeitlang im vorstand und das einzige wo richtig geld ausgegeben wird ist für die jugend .
manchmal wunder ich mich schon wenn die mama den sohn mit dem porsche zum training fährt und der verein das ganze training übernimmt:suprise:

samir
22.10.2008, 10:59
das ist bei uns sicher nicht so !
bin ja jetzt auch schon ne zeitlang im vorstand und das einzige wo richtig geld ausgegeben wird ist für die jugend .
manchmal wunder ich mich schon wenn die mama den sohn mit dem porsche zum training fährt und der verein das ganze training übernimmt:suprise:

Im oben genannten Verein war ich 6 Jahre Jugendwart, und hab entnervt aufgegeben...gegen 65- jährige verbohrte Sturköpfe kommt man nicht an.
Das einzige was ich rausholen konnte waren Trainingshilfen/materalien.
Spricht für eure Jugendarbeit und für euren Verein, wenn ihr euer Training so subventioniert!
Der Trend zu mehr Breitensport ist aber auch jetzt in größeren Vereinen zu sehen( Iphitos, MSC; usw)!
Ein anderer Verein in meiner Umgebung hat einen Mitgliederschwund von 700 auf 300 zu beklagen, da seit Jahren auf Leistungstennis gesetzt wurde. Jetzt setzt man wieder auf Breitensport!

terrier
22.10.2008, 11:11
Kennst ja unseren Trainer .Der bekommt wircklich alles !
Ich finds halt leicht übertrieben wen die Eltern 3 Ferienhäuser auf Malle haben,der Sohn keinen Ball gerade spielen kann und man dann das Training übernimmt;)

gespart wird dann zb an den Herrenmannschaften,an der Putzfrau und am Platzwart;)

und letzterer hätte nun wircklich potenzial:D

norbe
22.10.2008, 12:23
Der Tennissport hat´s derzeit allgemein nicht leicht bei uns.

In Serbien haben sie Wartelisten in den Club´s und das liegt sicherlich nicht an deren genialer Vereins-Konzepte ...

Es gibt aber auch Jugendkonzepte , die aufgehen , siehe Schwendi. Das ist ein kleines Kaff und die haben letztes Jahr 17 (!) Mannschaften gemeldet , davon aber keine einzige Seniorenmannschaft.
Allerdings steckt da auch viel persönliches Engagement und Leidenschaft dahinter .
Dennoch, die haben genauso in der Spitze gute Leute , wie zB der aktuelle deutsche Meister im Doppel U16 (gegen den unsere Nr.1 im Mixed beim Bezirkspokal antreten durfte , die arme Sau) , ebenso aber auch viel in der Breite. In Schwendi ist Tennis halt angesagt.

draganzebic
22.10.2008, 22:15
bei uns in serbien habe wir wartelisten weil wir wenige und keine vernünftigen trainer haben in vielen klubs. vor einer woche war ich noch in sombor, serbien und habe mir das training meiner neffin angeschaut. grausam, 6 mädchen zwischen 8-12 und ein unfähiger, uninteressierter und gelangweilter trainer, training a la eine spielt einige bälle und die anderen sehen zu und warten. und dabei baut man momentan in serbien in jeder grösseren stadt 2 hardcor plätze(beton blau und grün).....und dieser soll einer der besten in nordserbien sein.

sulzi24
22.10.2008, 23:14
Richtig, es gibt bei uns Vereine die bezuschussen das Sommerfest der Erwachsenen(SENIOREN) mit 2000.- Euro(Alles für mau für ca 150 Mitglieder), dafür gibt es 0,00.- Euro für ein Fördertraining für die besten Jugendlichen.

das ist aber bitte so richitg bitter - das wort weitblick ist in diesem vorstand wohl ein fremdwort...:confused:

schulternicken
13.11.2008, 18:02
bei uns spielen alle Kinder komplett umsonst, 2x pro Woche Training. Vor vier Jahren hatten wir 4 Kinder im Verein, heute sind es 50 und 4 Mannschafteb

Endy
15.11.2008, 12:07
Typisch, das eine Extrem funktioniert nicht, also das Andere versuchen.
Wieso nicht auf breiter Basis alles machen ?
Breitensport etwas stärker zu gewichten ist sicher richtig, aber sowas über Trainingskosten zu steuern macht doch keinen Sinn und bringt nur Ärger.

MrStylo
10.12.2008, 10:40
35% hört sich erstmal viel an, die Frage ist aber 35% von was???
Was haben Kinder/Jugendliche die diesem "Leistungskader" angehören vorher für 3xTraining in der woche bezahlt? 50€ 100€ 300€ ?
Was heisst outgesourced? Wird eine Tennisschule mit dem Leistungstraining beauftragt und der Verein subventioniert das oder darf eine Tennisschule "Leistungstraining" anbieten und dei Schüler müssen dieses voll bezahlen?
Was leider stimmt dass Oberligatennis quasi gar keine Zuschauer mehr anzieht, da spielen teilweise spieler mit ATP Ranking vor 30 "richtigen" Zuschauern. Trotzdem schliessen sich ein leistungsorientiertes Jugendtraining und ein durchdachtes konzept für den Breitensport doch nicht aus!!!
Ich bi ngester zufällig auf das Konzept von Numakukns Club gestossen. (Er hat hier im Forum gesagt wo sein Sohn spielt)

http://www.rthc.de/dokumente/tennisdoc/Konzeption_Tennisjugendtraining-Stand_10.10.2008-Internet.pdf

Es ist schon möglich dort im verein Leistungssportlich zu trainieren, die Preise finde ich aber relativ deftig! Zum Vergleich in "meinem" mittelgrossen Verein kostet 3x Training im sommer "nur" 180 €

Bomberman
10.12.2008, 14:57
auch wenns etwas off-topic ist würden mich mal zwei dinge hier interessieren:

1) einige von euch haben geschrieben, dass das jugendtraining bezuschusst wird oder sogar fast komplett vom verein bezahlt. wie kann denn das finanziert werden?
bei uns ist das immer ein rechtes hin und her dass wir die kosten des jugendtrainings decken können. dabei wird im winter die halle und das licht vom verein übernommen, die trainerkosten übernehmen aber mehr oder weniger genau die trainingsteilnehmer selber.

2) bei vereinen mit erweiterter jugendförderung: an welchen kriterien wird beurteilt welcher trainingsteilnehmer welche förderung erhält?
die pdf datei im beitrag über mir hab ich gelesen, gibts da noch andere konzepte?

schumi
14.01.2009, 20:51
Hallo,
auch in unserem Club hatten wir in den letzten Jahren Mitgliederschwund. Über die Jugendarbeit wollte ich Kinder und deren Eltern als Mitglieder gewinnen. Das gab große diskussionen und wurde als uneffektiv eingestuft.:mad:
Nachdem ich mich selbst zur Verfügung stellte wurde der Versuch gestartet.
Nach zwei Jahren haben wir bei einer Mitgliederschaft von ca.105 -110 Personen nun ca. 30 Kinder und Jugendliche. Da ich keine Trainerausbildung habe, komme ich bei den bis 12 Jährigen so langsam an meine Grenzen was ich den Kindern außer Grundlagen vermitteln kann. ( Spieler LK 20)
Nun steht der Club vor der Frage wie es weitergehen soll.
a) Weiter Tennis "spielen":(
B) Quallifizierte Tennisausbildung:daumen:
Natürlich sollte es Möglichkeit B sein. Doch wie finanziert man einen externen Trainer? Der finanzschwache Verein oder die Eltern?
Bisher waren die Eltern mit dem kostenlosen Training und des Saisonbeitrags von ganzen 25€ sehr zufrieden.
Habt Ihr Lösungsansätze in Eueren Vereinen?:idee:

Gruß aus der Pfalz
schumi

Rayden
14.01.2009, 23:42
naja kostenloses training ud 25€ beitrag ist natürlich geschenkt...

letztendlich gehts doch de eltern da drum ihre kinder nen mittag loszuhaben, das heißt betreuung von 14-17 uhr oder so, dass sie arbeiten gehen können.

und das soll dann möglichst wenig kosten. und das hattet ihr angebotne.
euch dmait aber selber "euer grab geschaufelt"
wenn du jetzt aufschlägst werden viele mosern.
externer trainer kostet nen stundenlohn von midnestens 20€ die stunde :)

deswgeen würde ich niemals ZU VIEL saubillig anbieten, denn wenns dann kostet springen viele ab die nichts zahlen wollen.
daher denke ich lieer lgiech geld kassieren dann spielen auch nur die die dabei bleiben wollen.

ansonsten tut man sich allein mit dem breitensport denk ich keinen gefallen.
denn du hast immer jugendliche dies nich blicken, aber dennoch ehrgeizig sind..
ich denke nicht dass man die kinder halten kann wenns e mal 16-18 sind...
dann gehts vom jugend in herrenbereich und da fallen eben viele weg bei verbandsspielterminen von 9 uhr morgens.
wenn mans beobachtet die meisten keineren veriene haben mitglieder im alter
5-15 und 30-x
das zwischen ding von 15-40 jahre alter sit meist sehr gering...

numakukn
26.01.2009, 09:54
Hallo,
auch in unserem Club hatten wir in den letzten Jahren Mitgliederschwund. Über die Jugendarbeit wollte ich Kinder und deren Eltern als Mitglieder gewinnen. Das gab große diskussionen und wurde als uneffektiv eingestuft.:mad:
Nachdem ich mich selbst zur Verfügung stellte wurde der Versuch gestartet.
Nach zwei Jahren haben wir bei einer Mitgliederschaft von ca.105 -110 Personen nun ca. 30 Kinder und Jugendliche. Da ich keine Trainerausbildung habe, komme ich bei den bis 12 Jährigen so langsam an meine Grenzen was ich den Kindern außer Grundlagen vermitteln kann. ( Spieler LK 20)
Nun steht der Club vor der Frage wie es weitergehen soll.
a) Weiter Tennis "spielen":(
B) Quallifizierte Tennisausbildung:daumen:
Natürlich sollte es Möglichkeit B sein. Doch wie finanziert man einen externen Trainer? Der finanzschwache Verein oder die Eltern?
Bisher waren die Eltern mit dem kostenlosen Training und des Saisonbeitrags von ganzen 25€ sehr zufrieden.
Habt Ihr Lösungsansätze in Eueren Vereinen?:idee:

Gruß aus der Pfalz
schumi

Hallo schumi,

Dein Verein ist ein recht kleiner. Bei einer Mitgliederzahl von knapp über 100 ist für die rund 30% Kinder/Jugendliche natürlich kein großer Fördertopf vorhanden und den anderen Mitgliedern auch schwer zu vermitteln.

Meine Schätzung: Von den 30 Kindern werden 10 in der Pubertät abspringen, 5 als Breitensportler, 10 als Mannschaftsspieler und 5 als Mannschaftsspieler mit Turnierambitionen weitermachen.
Das aber nur, wenn es eine motivierende Konkurrenzsituation im Verein gibt. Ein Weg dahin führt über das Mannschaftsspiel. Und kann auch ein kleiner Verein fördernd eingreifen: Die Kosten für eine gemeldete Mannschaft trägt der Verein (Meldegebühr und Ballkosten). Die Eltern der eingesetzten Spieler sorgen für die Verpflegung. Das hat zwei Vorteile: 1. Die Eltern werden mit eingebunden und beschäftigen sich (zunächst gezwungenerweise) mit Tennis und dem, was Ihre Kinder im Verein so machen. 2. Die Eltern sehen, dass Aufwand betrieben wird.

Durch Punkt 1. besteht die Möglichkeit, die Eltern zu begeistern (Fast alle Eltern lieben es, wenn ihr Kind im Tennis mal gewinnt). Deweiteren kann dadurch die Bereitschaft, höhere Kosten (zB für besseres Training) zu tragen, gesteigert werden.

Zusätzlich sollte es eine kontinuierliche Kommunikation mit den Eltern geben (zugegeben: Das ist bisweilen schwierig). Eine Versammlung/ein Treffen kann hier nützlich sein. Dabei sollte aufgezeigt werden, dass das Tennis auch dazu dient, die Kinder vom Computer und von der Straße zu locken und Freizeit sinnvoll zu nutzen. Hinweis: Tennisvereine gibt es überall. Egal, wohin es Heranwachsende/Erwachsene später verschlagen wird, Sozialkontakte können jederzeit einfach geknüpft werden, wenn man den Tennisball einigermaßen trifft.
Schafft man es, die potentiellen Leistungsträger (begabteren Kinder) und deren Eltern so zu motivieren, kann man eine ehrgeizweckende Situation schaffen, die dazu führt, dass die Präsenz der Kinder auf der Anlage steigt und/oder Vorbildcharakter hat. Als Nebeneffekt könnte das ein-oder-andere Elternteil Interesse an Tennis bekommen (evtl. anbieten: wöchentliche Freizeitrunde). Das ist die finanziell eigentlich Zielgruppe: Junge Eltern. Die sind nämlich an der Zukunft interessiert (nix gegen die Senioren!) und können einen Verein beleben (Eltern-Kind-Turniere, Engagement im Vorstand...) und können höhere Mitgliedbeiträge bezahlen.

Imho gilt: Wenn es einen Gegenwert gibt (besseres Training: erwerb guter und zukunftsicherer Technik, zusätzliches Konditraining, Aufstieg in höhere Spielklassen, Spaß in einer motivierten Gruppe/Mannschaft...), sind manche Eltern bereit, mehr Geld für das Wohl ihrer Kinder auszugeben.
Klar, es gibt selbstredend die desintereessierten Pseudoeltern, die, wie es modern ist, Anderen (Staat, Vereine...) die Erziehung und Beaufsichtigung ihres Kindes überlassen und selbst in den Fitnessclub fahren um sich selbst zu pflegen :p , aber es gibt auch noch die, die tatsächlich an ihren Kindern interessiert sind. Und _die_ muss man aktivieren.


Kurz: Kinder motivieren, mit Eltern kommunizieren!

Gruß
Numakukn