Wie so viele, die sich hier herumtummeln, beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit Racket Tuning und Schläger Besaitungen.
Es gibt einige Senioren, die schwören auf ihre Multi Besaitung, einige auch auf Darmsaiten.
Bei den Darmsaiten hat es früher diese kleinen Lackfläschchen gegeben, um das Saitenbett gegen Nässe zu imprägnieren.
Bei Gebrauch entfaltete sich dieser chemische Geruch bis zur Unerträglichkeit.

Ich denke das war sicher giftig – heutzutage gibt´s das zum Glück nicht mehr im Handel.
Früher sagten die Spieler, dass diese Imprägnierung erst den Darm richtig spielbar machten und der Spin viel leichter von der Hand ging, wie ohne diese Veredelung.
Ich glaube, jetzt kurz vor der Eröffnung der Freiluftsaison, wo schon alle in den Startlöchern scharren, um die Plätze zu bespielen, möchte man an Liebsten mit etwas neuem am Platz erscheinen, um die Konkurrenz zu beeindrucken.
Wie es der Teufel will, hat rechtzeitig (wieder einmal) König Zufall zugeschlagen.
Kürzlich kam ein Jung Senior zu mir und wollte seinen geliebten Schläger für die bevorstehende Saison neu besaiten lassen.
Normalerweise passiert dies eher mitten in der Saison, wenn das Polyestergeflecht, urplötzlich nach dreijähriger Verwendung, den Geist aufgibt und sich ins Grab vertschüsst.
Er wollte diese Saison mit einer „weichen“ Saite beginnen, da er in der Vergangenheit, meist im Frühjahr Probleme mit einem Tennisarm hatte.
Bei der Übergabe des Schlägers sagte er zu mir: „Mach mal ein Spin Monster, aber nicht, dass die Saiten verrutschen!“

Jetzt kurz vor Ostern – bin gerade dabei die Ostereier zu färben, ist mir ein Malheur passiert und einige der Eier sind mir zu Boden gefallen.
Was für eine Schweinerei – zum Glück war meine mir Angetraute nicht zu Hause, das hätte Ärger bedeutet. Als ich dieser schleimigen Konsistenz zu Leibe rückte, kam mir die Idee, dass ich mit dem Eiklar, eine Imprägnierung der Multifilament Bespannung vornehmen könnte.
Ich bin sofort zur Tat geschritten und habe diese aus (Bio-Eier mit Bodenhaltung) gewonnenem Eiklar auf die frische Besaitung meines Jung Seniors geklatscht. Richtig ekelig ist das Zeug da aus dem Geflecht runtergetropft, hab das aus hygienischen Gründen über der Badewanne aufgetragen, um den überschüssigen Rest elegant ins Abwasser zu befördern.
Ein-zwei Mal wenden, abklopfen und antrocknen lassen.

Nach wenigen Stunden war das Ding so weit fertig, dass ich zur Übergabe schreiten konnte.
Mein Kunde hat sich vor zwei Tagen den frisch manipulierten Rahmen abgeholt – ich habe über die zusätzliche Veredelung der Bespannung kein Wort verloren und habe nur gesagt: Hier hast du dein Spin Monster, aber bitte nicht bei Regen spielen“!
Gestern kurz nach 11h rief mich der gute Mann an und wollte wissen, was ich mit seinem Schläger gemacht habe.
Er habe gerade sein Tennis Abo gespielt und ist voll begeistert.
Der Spin war enorm und ein butterweiches Spielgefühl ohne Saitenverrutschen – also genau das, was er wollte.
Sogar Asse habe er mit diesem Schläger geschlagen.
Freunde ich glaube, wenn nicht der 1. April zugeschlagen hätte – diese Erfindung wäre reif zur Patentanmeldung!
In diesem Sinne „Frohe Ostern“ und vielen Dank fürs lesen, wünsche euch eine großartige Saison und freue mich auf weitere Kommentare.
Es gibt einige Senioren, die schwören auf ihre Multi Besaitung, einige auch auf Darmsaiten.
Bei den Darmsaiten hat es früher diese kleinen Lackfläschchen gegeben, um das Saitenbett gegen Nässe zu imprägnieren.
Bei Gebrauch entfaltete sich dieser chemische Geruch bis zur Unerträglichkeit.
Ich denke das war sicher giftig – heutzutage gibt´s das zum Glück nicht mehr im Handel.
Früher sagten die Spieler, dass diese Imprägnierung erst den Darm richtig spielbar machten und der Spin viel leichter von der Hand ging, wie ohne diese Veredelung.
Ich glaube, jetzt kurz vor der Eröffnung der Freiluftsaison, wo schon alle in den Startlöchern scharren, um die Plätze zu bespielen, möchte man an Liebsten mit etwas neuem am Platz erscheinen, um die Konkurrenz zu beeindrucken.
Wie es der Teufel will, hat rechtzeitig (wieder einmal) König Zufall zugeschlagen.
Kürzlich kam ein Jung Senior zu mir und wollte seinen geliebten Schläger für die bevorstehende Saison neu besaiten lassen.
Normalerweise passiert dies eher mitten in der Saison, wenn das Polyestergeflecht, urplötzlich nach dreijähriger Verwendung, den Geist aufgibt und sich ins Grab vertschüsst.
Er wollte diese Saison mit einer „weichen“ Saite beginnen, da er in der Vergangenheit, meist im Frühjahr Probleme mit einem Tennisarm hatte.
Bei der Übergabe des Schlägers sagte er zu mir: „Mach mal ein Spin Monster, aber nicht, dass die Saiten verrutschen!“
Jetzt kurz vor Ostern – bin gerade dabei die Ostereier zu färben, ist mir ein Malheur passiert und einige der Eier sind mir zu Boden gefallen.
Was für eine Schweinerei – zum Glück war meine mir Angetraute nicht zu Hause, das hätte Ärger bedeutet. Als ich dieser schleimigen Konsistenz zu Leibe rückte, kam mir die Idee, dass ich mit dem Eiklar, eine Imprägnierung der Multifilament Bespannung vornehmen könnte.
Ich bin sofort zur Tat geschritten und habe diese aus (Bio-Eier mit Bodenhaltung) gewonnenem Eiklar auf die frische Besaitung meines Jung Seniors geklatscht. Richtig ekelig ist das Zeug da aus dem Geflecht runtergetropft, hab das aus hygienischen Gründen über der Badewanne aufgetragen, um den überschüssigen Rest elegant ins Abwasser zu befördern.
Ein-zwei Mal wenden, abklopfen und antrocknen lassen.
Nach wenigen Stunden war das Ding so weit fertig, dass ich zur Übergabe schreiten konnte.
Mein Kunde hat sich vor zwei Tagen den frisch manipulierten Rahmen abgeholt – ich habe über die zusätzliche Veredelung der Bespannung kein Wort verloren und habe nur gesagt: Hier hast du dein Spin Monster, aber bitte nicht bei Regen spielen“!
Gestern kurz nach 11h rief mich der gute Mann an und wollte wissen, was ich mit seinem Schläger gemacht habe.
Er habe gerade sein Tennis Abo gespielt und ist voll begeistert.
Der Spin war enorm und ein butterweiches Spielgefühl ohne Saitenverrutschen – also genau das, was er wollte.
Sogar Asse habe er mit diesem Schläger geschlagen.
Freunde ich glaube, wenn nicht der 1. April zugeschlagen hätte – diese Erfindung wäre reif zur Patentanmeldung!
In diesem Sinne „Frohe Ostern“ und vielen Dank fürs lesen, wünsche euch eine großartige Saison und freue mich auf weitere Kommentare.

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