Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage: Gegnerische Entscheidungen
Thomas DownUnder
19.07.2006, 16:45
Hi Leute,
bin mit den Regeln im Tennis wohl doch net so vertraut wie ich immer denk, drum hab ich schon wieder ne Frage zum Reglement. Folgender Fall:
Am Sonntag hatte ich einen Gegner, der einen Aufschlag von mir ausgegeben hat. Ich bestand drauf den Abdruck zu sehen, weil der zuvor schon ziemlich viele dumme Entscheidungen getroffen hatte. Der Ball war tatsächlich drauf.
Nun meinte er, dass der Ball wiederholt werden müsste, WEIL er meinen Aufschlag zurück ins Feld gebracht hatte. Ich musste da nur den Kopf schütteln und hab halt versucht das sofort abzuhaken
Meine Frage nun: Gehört mir der Punkt bei so einem Fall oder ist es korrekt, dass es Wiederholung gibt? Wäre eigentlich ziemlich sinnlos, wenn die Regel so stimmen würde, wie er es gemeint hat, weil sonst könnt ich ja jeden knallharten Aufschlag ausgeben und so lange warten bis ich den Aufschlag gut zurückbekomm.
Freu mich auch antworten und bedank mich schon einmal im voraus dafür
Beste Grüße
Mardy
goti1283
19.07.2006, 17:04
du hättest auf den punkt bestehen können...
wenn er einen ball aus gibt, und der dann trotzdem drin/drauf war, dann gehört der punkt eigentlich dir, wenn man es genau nimmt...
Nightwing
19.07.2006, 17:59
du kannst auf den punkt bestehen. in der regel werden aber bei so einer situation zwei neue gespielt.
ich gehe mal davon aus, dass der ball wiederholt werden muss, wenn dein gegner das unabsichtlich macht. die situation ist ja zu vergleichen mit der bei einem turnier: spieler A schlägt auf, der ball ist im feld, der linienrichter gibt ihn dennoch aus und korrigiert sich nun entweder selber oder wird durch den stuhlschiedsrichter korrigiert. in dem fall, dass der return von spieler B im feld war, wird der ball wiederholt.
goti1283
19.07.2006, 18:35
würde ich nicht sagen:
ich glaube der spieler b entscheidet(auf seinter seite ist er der schiri)und wenn er sich geirrt hat, dann hat er eben pech gehabt...
also wenn man es genau auslegt, dann kann spieler a auf den punkt bestehen...
und auf der anderen seite ist es ja so, wenn man einen ball aus gibt, darf man eigentlich nicht mehr weiterspielen....
deshalb macht es nichts, ob der ball im feld landet oder nicht...
Thomas DownUnder
19.07.2006, 18:35
Ich hätt ja nix dagegen gehabt, wenn das nur einmal der Fall gewesen wäre, aber das war min. 4x so und im Doppel hat er die gleiche Show, zum Glück nicht gegen mich, noch ein paar Mal abgezogen.
Wollt nur fragen, ob es nen § gibt, der das regelt
ich glaube der spieler b entscheidet(auf seinter seite ist er der schiri)und wenn er sich geirrt hat, dann hat er eben pech gehabt...
äähh...wenn es so ist, dass in einem spiel ohne schiri immer jeder spieler auf seiner seite entscheidet (was ja so sein sollte...), dann hat in dem falle aber spieler A und nicht B pech gehabt, weil B sich geirt hat. er hat den ball ja zuerst aus gegeben und dann auf gut korrigiert. wenn er nicht korrigiert, behält B den punkt, nicht A.
und auf der anderen seite ist es ja so, wenn man einen ball aus gibt, darf man eigentlich nicht mehr weiterspielen....
das wird im medenspiel aber problematisch...ich habe - ohne anzugeben - recht gute augen und eine gute reaktion, aber mir passiert es oft, dass ich erst im schlag oder gar danach entscheiden kann, ob der gegnerische ball gut war oder nicht. daher spiele ich nach möglichkeit immer den ball zurück, um dann im zweifel abzubrechen...halte ich für legitim, oder?
goti1283
19.07.2006, 19:54
zum 1.punkt:ja aber der fairness halber sollte man einen ball dann auch nachträglich gut geben...
und es kann ja auch sein, dass der gegner einen abdruck sehen mag...
zum 2. punkt:ich glaub wenn man es streng sieht ist das nicht legitim...
und es kann ja auch sein, dass der gegner einen abdruck sehen mag...
was man vom netz aus meist recht schlecht kann...jedenfalls bei bällen, die in der länge aus sind / sein sollen.
zum 2. punkt:ich glaub wenn man es streng sieht ist das nicht legitim...
wie machst du das, wenn ich fragen darf?
goti1283
19.07.2006, 20:06
wenn der ball gespielt ist und der ausruf erst danach kommt, kann meiner meinung nach der gegner darauf pochen, dass es sein punkt ist...
das wollte ich nicht wissen :-)
goti1283
19.07.2006, 20:12
was dann?
Thomas DownUnder
19.07.2006, 20:23
Würde meine Frage hier eignetlich schon beantwortet?:D Kann irgendwie nix rausfiltern:p
Aber eigentlich ist es doch total unfair einen Ball auf seiner Seite auszugeben, irgendwie versuchen den noch ins gegnerische Feld zu spielen, damit man danach sagen kann, dass der Ball doch gut war und es Wdh. gibt. Regeltechnisch wäre das auch sehr sehr traurig, wenn die Regel so aussehen würd
was dann?
wie du es bei knappen bällen im medenspiel mit der drin/aus entscheidung handhabst.
Aber eigentlich ist es doch total unfair einen Ball auf seiner Seite auszugeben, irgendwie versuchen den noch ins gegnerische Feld zu spielen, damit man danach sagen kann, dass der Ball doch gut war und es Wdh. gibt. Regeltechnisch wäre das auch sehr sehr traurig, wenn die Regel so aussehen würd
das ist der nachteil von regeln...es müssen sich schon alle dran halten, damit jeder was davon hat.
Nightwing
19.07.2006, 20:40
ich glaube die geschichte mit" jeder entscheidet auf seiner seite" ist nicht ganz richtig.
desweiteren kommt es vor das ich den ball erst spielen muss bevor ich ihn ausgebe. der ruf muss dann aber schnell erfolgen. wenn ein ball zb nah an die linie geht kann ich doch garnicht riskieren ihn nicht zuschlagen.
man darf übrigens auch ohne aufforderung auf die andere seite gehen um den abdruck zu kontrillieren.
@mardy
ich denke es sollte bei dir 2 neue geben. ich glaube hightower wird dir genaues sagen können wenn er wieder im forum ist.
man darf auf die andere seite?
Silent Bob
19.07.2006, 20:43
Kann irgendwie nix rausfiltern:p
Kann es sein, daß Dir das öfter passiert...? :eek:
Fakt ist, daß sich die bisher äußernden Kollegen nicht einig sind. Ich persönlich kann Dir jetzt auch keine Regel nennen, aus der klar hervor geht, wie zu entscheiden ist, habe in solchen unklaren Angelegenheiten aber schon des Öfteren den Verband mit der Frage konfrontiert und eine Antwort bekommen.
Grüße
SB
Thomas DownUnder
19.07.2006, 20:50
Kann es sein, daß Dir das öfter passiert...? :eek:
Kann schon sein
man darf auf die andere seite?
Ich glaub da muss der Gegner zustimmen
Nightwing
19.07.2006, 20:53
nein, muss er nicht. wir hatten da schonmal nen thread. weiss aber nicht mehr welchen.
Nightwing
19.07.2006, 21:00
http://www.saitenforum.de/board/showthread.php?t=3642
guckst du hier.
Silent Bob
19.07.2006, 21:05
ich glaube die geschichte mit" jeder entscheidet auf seiner seite" ist nicht ganz richtig.
Au contrair, mondamin... ;)
In Hessen steht in der WO für das Spiel ohne Schiedsrichter:
§50 3 a) Jeder Spieler ist für Tatsachenentscheidungen auf seiner Seite zuständig.
Weiß natürlich nicht, wie es in anderen Ländern geregelt ist, aber pauschal betrachtet irrst Du.
Zu dem "Gegner auf seine Seite lassen" hatten wir in der Tat schon einmal einen Thread, bei dem ich auch mitgewirkt hatte. Bin mir aber auch nicht mehr sicher über das Resultat, ich schau nochmal nach.
Silent Bob
19.07.2006, 21:07
http://www.saitenforum.de/board/showthread.php?t=3642
guckst du hier.
Mist, zu langsam...
Nightwing
19.07.2006, 21:08
ich musst ihn ja schneller finden, war ja mein thread.*g*
goti1283
19.07.2006, 21:23
[QUOTE=PSO]wie du es bei knappen bällen im medenspiel mit der drin/aus entscheidung handhabst.
wenn ein ball aus ist ,rufe ich vor dem schlag aus, wenn er dann gut ist hab ich pech gehabt und der punkt ist beim gegner...
wenn ich weiterspiele und danach sehe, dass der ball aus war, dann hab ich pech gehabt und der ballwechsel läuft eben weiter...
so sehe ich das!
das verlangt zumindest das gleiche maß an ehrlichkeit und fairness vom gegner. da das meistens wohl leider nicht zu finden ist, halte ich das "nachkontrollieren" für den verträglicheren weg...natürlich möglichst kurzfristig, ich käme nun nicht auf die idee, nach dem ende des ballwechsels nochmal zum abdruck zu schreiten.
goti1283
19.07.2006, 21:33
ja, aber grundsätzlich sage ich dann derjenige , welcher den ballwechsel abbricht, hat auch mit den konsequenzen(punktverlust) zu leben....
also muss ganz ehrlich sagen, dass es bei mir ab und an vorkommmt, dass ich weiterspiele und dann direkt nach dem schlag merke, dass der ball aus war... aber ich spiele dann eben weiter,ich meine die regel besagt auch, dass man dann weiterspielen muss(man kann nur den ball ausgeben, wenn man den ballwechselsofort abbricht)...
ich selbst beichne mich als sehr fairen sportler- und das erwarte ich eben auch von meinen gegenern...
Nightwing
19.07.2006, 21:54
ich halte es für legitim das man direkt nach seinem schlg aus ruft.
Silent Bob
19.07.2006, 22:05
ich halte es für legitim das man direkt nach seinem schlg aus ruft.
Dem schließe ich mich an. Zumal es (zumindest in der WO des HTV) keine entsprechende Regelung gibt, daß Entscheidungen vor einem Schlag getroffen werden müssen bzw. unmittelbar nach einem Schlag nicht mehr getroffen werden dürfen.
goti1283
19.07.2006, 22:14
wenn es ganz kurz nach dem schlag ist,kann ich auch noch damit leben, aber nicht, wenn es dann noch ne weile dauert...
Leider ist vom DTB hinsichtlich der Spiele ohne Schiedsrichter kein Regel, sondern nur eine Empfehlung ausgesprochen worden, welche aber trotzdem bindent sein sollte.
http://www.dtb-tennis.de/downloads/SpielohneSR2006.pdf .
Diese besagt nun zwar,
– Jeder Spieler ist für Tatsachenentscheidungen auf seiner Seite zuständig.
– Alle »Aus«- oder »Fehler«-Rufe müssen unmittelbar, nachdem der Ball aufgesprungen ist, erfolgen und zwar so laut, dass der Gegner es hören kann.
Für Spiele auf Ascheplätzen gelten die nachfolgenden zusätzlichen Verfahrensweisen, die alle Spieler befolgen sollten:
– Der Ballabdruck kann nach dem Schlag zum Punktgewinn oder, wenn das Spiel unterbrochen ist, kontrolliert werden (ein Reflex-Rückschlag ist erlaubt).
– Zweifelt ein Spieler die Entscheidung seines Gegners an, darf er ihn bitten, ihm den Ballabdruck zu zeigen. Um den Ballabdruck anzuschauen, darf er die Spielhälfte des Gegners betreten.
– Ruft der Spieler fälschlicherweise einen Ball »aus« und stellt dann fest, dass der Ball gut war, verliert er den Punkt.
Silent Bob
20.07.2006, 08:38
– Ruft der Spieler fälschlicherweise einen Ball »aus« und stellt dann fest, dass der Ball gut war, verliert er den Punkt.
Das wäre dann die Antwort auf die Ausgangsfrage. Da es aber nachwievor "nur" eine Empfehlung ist, kann man sich trefflich streiten...
Hawkeye2
20.07.2006, 22:45
Hi,
daß ist ja gerade der Punkt, Streit soll vermieden werden.
Es gibt keine Regel, die es mir verbietet auf die andere Seite zu gehen und mir den Abdruck anzusehen.
Und wenn man an einer korrekten Sachentscheidung interessiert ist, kann man darüber gar nicht streiten, oder ?!
Wenn man sich über den Abdruck einig ist, kann der Oberschiedsrichter (in jedem Medenspiel anwesend, da Mannschaftsführer der Gäste) den Ball gut oder aus geben.
Ist schon der richtige Abdruck strittig, wären 2 neue richtig.
Gruß
ich gehe von dem Prinzip aus, was ich nicht gesehen habe kann ich nicht beurteilen.
D.h. wenn ich keinen Abdruck zeigen kann, dann habe ich den Punkt verloren.
Gebe ich einen Ball aus und es wird festgestellt, dass ich mich geirrt habe, dann habe ich wieder Pech gehabt.
Der Spieler der den Ball ausgibt, unterbicht das Spiel. Ist der Ball gut ist der Punkt halt für den ausrufenden Spieler verloren. Anders kann es nicht sein.
Nightwing
20.07.2006, 22:51
@hawk
der oberschiedsrichter muss nicht der mannschaftsführer des gastes sein. imo kann es jeder der gäste sein. nur wenn kein besonderer spieler vermerkt wird ist es der mannschaftsführer.
s. http://www.dtb-tennis.de/downloads/SpielohneSR2006.pdf
"Für Spiele auf Ascheplätzen gelten die nachfolgenden zusätzlichen Verfahrensweisen, die alle Spieler befolgen sollten: ...
– Ruft der Spieler fälschlicherweise einen Ball »aus« und stellt dann fest, dass der Ball gut war, verliert er den Punkt."
Es sind nur Empfehlungen für das Spiel ohne Schiedsrichter.
M.E. kann es aber nur so sein.
Silent Bob
20.07.2006, 22:57
Hi,
daß ist ja gerade der Punkt, Streit soll vermieden werden.
Ist schon klar; ich würde auch nie auf die Idee kommen, 2 Neue zu verlangen, wenn ich der Retunierer wäre.
Es gibt keine Regel, die es mir verbietet auf die andere Seite zu gehen und mir den Abdruck anzusehen.
Das war ja auch nicht das Problem in der Ausgangsfrage, der Returnierer hat ja zugegeben, daß der Ball doch gut war.
Und wenn man an einer korrekten Sachentscheidung interessiert ist, kann man darüber gar nicht streiten, oder ?!
Offensichtlich doch...:D
Mardys Gegner verlange 2 Neue. (Ich persönlich würde dem Aufschlagspieler vermutlich auch zustimmen und ein As schlagen...). Mardy sagt, wenn Du Dich geirrst hast, ist das mein Punkt. Der Gegner sagt: zeig mir, wo das steht. Mardy zeigt ihm die Empfehlung. Der Gegner sagt: das ist kein Auszug aus der WO, und ist nur eine nicht verbindliche Empfehlung des DTB. Daran muß ich mich nicht halten. Und nu...?
Wenn man sich über den Abdruck einig ist, kann der Oberschiedsrichter (in jedem Medenspiel anwesend, da Mannschaftsführer der Gäste) den Ball gut oder aus geben.
Ist schon der richtige Abdruck strittig, wären 2 neue richtig.
Gruß
Ja, aber der Ball war ja doch unbestritten gut...
Silent Bob
20.07.2006, 22:59
s. http://www.dtb-tennis.de/downloads/SpielohneSR2006.pdf
"Für Spiele auf Ascheplätzen gelten die nachfolgenden zusätzlichen Verfahrensweisen, die alle Spieler befolgen sollten: ...
– Ruft der Spieler fälschlicherweise einen Ball »aus« und stellt dann fest, dass der Ball gut war, verliert er den Punkt."
Es sind nur Empfehlungen für das Spiel ohne Schiedsrichter.
M.E. kann es aber nur so sein.
Sehe ich doch genauso, Howy und auch Hawkeye, aber man muß vielleicht auch akzeptieren, daß es der Gegner eben anders sieht, und eine Empfehlung halt nur eine Empfehlung ist.
..... aber man muß vielleicht auch akzeptieren, daß es der Gegner eben anders sieht, und eine Empfehlung halt nur eine Empfehlung ist.
Selten, aber dann geht es nur mit Schiri weiter....
Für meine Spielklasse habe ich einen übderdurchschnittlich schnellen Aufschlag und da habe ich des öfteren das Problem, dass mein Gegner den Ball nicht sieht und trotzdem Aus gibt, obwohl er teilweise gute 50 cm drin war. Das nervt tierisch. Bis jetzt habe ich mich immer durchgesetzt damit. ;)
Silent Bob
20.07.2006, 23:21
Selten, aber dann geht es nur mit Schiri weiter....
Für meine Spielklasse habe ich einen übderdurchschnittlich schnellen Aufschlag und da habe ich des öfteren das Problem, dass mein Gegner den Ball nicht sieht und trotzdem Aus gibt, obwohl er teilweise gute 50 cm drin war. Das nervt tierisch. Bis jetzt habe ich mich immer durchgesetzt damit. ;)
Ich gebe zu, daß das bei uns auf Kreisklasse etwas beschaulicher ist... :rolleyes:
Ich habe in meinen 20 Jahren Tennis noch nicht erlebt, daß der Gegner (und wir sowieso nicht) einen Schiedsrichter gefordert hat. Es gibt zwar immer wieder mal lautstarke verbale Auseinandersetzungen, aber mit dem "jeder auf seiner Seite" sind bisher alle immer einverstanden gewesen und gut gefahren.
Silent Bob
20.07.2006, 23:22
Abgesehen davon, wenn mein Gegner ein schnelles As schlägt, gebe ich den Ball nicht aus, sondern reklamiere Fußfehler... ;-)
HIGHTOWER
21.07.2006, 10:00
super post von YBCO. war gestern leider abwesend. es ist wirklich so, dass es auf die unterlage ankommt. auf allen nicht-sandplätzen (so auch in der halle mit granualt) gibt es für die offiziellen keine abdrücke!
ich persönlich finde die regel auf nichtsand allerdings ziemlich schlecht. da kann einer doch tatsächlich aus rufen und sich dann korrigieren. danach wird der punkt wiederholt (sofern kein winner). auch da sollte der "ausgeber" doch dir grösse haben, seinen fehler einzugestehen und den punkt abzugeben. doch die regeln sagen leider gegenteiliges aus
numakukn
21.07.2006, 17:25
Der für das Wettspiel (Egal ob Mannschaftsspiel oder Turnier) zuständige Verband legt fest, ob dieser Empfehlung gefolgt wird oder nicht. Der Oberschiedsrichter sollte wissen, ob bei dem entsprechenden Match der Empfehlung gefolgt wird.
Im Bereich des TVM (Tennisverband Mittelrhein) wird dieser Empfehlung gefolgt, bis auf einem Punkt: Können sich zwei Spieler nicht einigen z.B. auf einen Abdruck auf Asche), wird der Punkt wiederholt.
In dem hier zu Grunde liegenden Fall ist es im Bereich des TVM so:
Die Spieler haben sich auf einen Abdruck geeinigt und befinden diesen gut. Also braucht auch der Oberschiedsrichter nicht schiedsen.
Der Spieler, der den Abdruck fälschlicherweise ausgegeben hat, verliert den Punkt.
Außerhalb des TVM würde ich den Oberschiedsrichter befragen, ob der Empfehlung gefolgt wird.
Aussage bei einem Turnier im TVN: Ja, der Empfehlung wird gefolgt, der OR hat aber die Möglichkeit, bei Uneinigkeit über über einen Abdruck (beide Spieler haben sich auf einen anderen Abdruck festgelegt) _anders_ als auf Punktwiederhoung zu entscheiden.
Weh tut unsportliches Verhalten besonders bei Gegnern, die sich, vollkommen abgebrüht, bei den ganz wichtigen Punkten ihre 2. Chance holen: zB kommt nach einem 4:1 der Gegner ins Spiel und verwandelt den Spielball zum 4:4. Nun reklamiert der Abgebrühte den Punkt und behauptet, dass der Spielball des Gegners im Aus war. Dieser zeigt den Abdruck, der eindeutig gut ist. Der Abgebrühte, ansonsten im bisherigen Match fair, zeigt einen Abdruck, der ca. 2 Meter vom eigentlichen Abdruck entfernt ist ....und holt sich damit für den Spielball seine 2. Chance. Auch das Dazunehmen des OR nützt hier nichts. Nach der 2. Chance steht es dann 5:3 für den Abgebrühten...... sowas ist dann durchaus matchentscheidend.
Raffiniert in diesem Fall: Zunächst faires Verhalten führt dazu, dass sich der Gegner "einlullen" läßt: Knappe Bälle auf der eigenen Seite werden nicht mehr eingekringelt und knappen Bällen auf der anderen Seite geglaubt. Ein beobachtender OR kann nichts auffälliges beobachten.
Und bei den 2 bis 3 ganz wichtigen Punkten des Matches holt sich der Abgebrühte seine 2. Chance.
Gruß
Numakukn
numakukn
21.07.2006, 17:43
Im Bereich des TVM (Tennisverband Mittelrhein) wird dieser Empfehlung gefolgt, bis auf einem Punkt: Können sich zwei Spieler nicht einigen z.B. auf einen Abdruck auf Asche), wird der Punkt wiederholt.
Zur Klarstellung:
In der Empfehlung steht, dass jeder Spieler für Tatsachenentscheidungen auf seiner Seite zuständig ist und entgültig entscheidet.
Dieser Punkt wird im TVM _nicht_ angewendet: Statt dessen wird bei Uneinigkeit der Punkt wiederholt.
Gruß
Numakukn
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