Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : auch ne regelfrage
Nightwing
15.10.2003, 13:02
hatte am we folgende situation bei einem punktspiel in der halle:
ein ball liegt ungefähr auf höhe der t-linie bei spieler a. spieler b
schlägt den spielball und dieser trifft den liegenden ball. beide bälle
springen hoch , unkontrolliert aber hoch, spieler a steht besser zu dem
ball der vorher am boden lag und schlägt diesen. macht auch damit den
punkt. spieler b reklamiert das es sein punkt wäre , da spieler a keinen
oder wenn überhaupt den ball der vorher im spiel war hätte schlagen dürfen.
ich wurde gefragt und war auch der meinung das es rechtens war , weil
der am boden liegende ball meiner meinung nach zum spiel gehörte. glaube
habe das auch mal wo gelesen.
wißt ihr mehr?
numakukn
15.10.2003, 13:22
Hallo,
habe ich letztens noch in den Regeln nachgelesen:
Der von B geschlagene Ball muss von A zurückgeschlagen werden. A trägt
hierbei das Risiko: Kann er diesen Ball nicht zurückschlagen so ist dies
sein Fehler. Ebenso wenn sich nicht feststellen läßt ob es denn auch der
richtige (d.h. nicht der am Boden liegende) Ball war.
Aber darüber war man sich in Deinem Fall wohl einig, dass A den ´falschen´
Ball zurück geschlagen hat. Damit gehörte der Punkt B!
Gruß
Numakukn
PS A hätte den Ball vorher beseitigen können.
Und wenn ich mich richtig erinnere: Auch B hätte vor dem Ballwechsel auf
die Beseitigung des Balles in As Feld pochen können.
tennis-gangsta
15.10.2003, 13:25
Spieler A verliert den Punkt, weil er nicht dem im Spiel befindlichen
Ball zurückschlägt.
Hierzu Regel 24 e: Guter Rückschlag
"Der Rückschlag ist gut: wenn es einem Spieler gelingt, den aufgeschlagenen
oder im Spiel befindlichen Ball zurückzuschlagen, nachdem dieser einem
im Spielfeld liegenden Ball getroffen hat."
Alles klar?
Gruß tg
Nightwing
15.10.2003, 15:58
ups. hab ich ja auch mist erzählt
mikro112
15.10.2003, 20:00
soweit ich weiß darf er sich einen aussuchen.....
tennis-gangsta
16.10.2003, 08:24
@mikro112
darf er nicht! nur den im Spiel befindlichen. klar und eindeutig in regel
24.
Nebenbei:
clever von b, den bei a liegenden ball anzuspielen und auch noch zu treffen.
a risikiert 'ne menge, wenn er einen ball im feld liegenläßt: punktverlust,
konzentrationsstörung und verletzungsrisiko.
gruß tg
Nightwing
16.10.2003, 11:13
also ich war bisher auch der meinung er darf spielen welchen er will
Jens Husung
16.10.2003, 11:29
seht ihr, darum bestehe ich immer darauf, dass die murmel aus dem feld
verschwindet. noch drei tage und dann geht es ,,, ab in den sueden la
la la la la.....
HIGHTOWER
21.10.2003, 11:46
ganz klar punkt für B!
zusatzfrage:
der ball liegt hinter der t-linie. a schlägt auf und trifft den ausserhalb
des auschlagfelds liegenden ball direkt. gilt dieser ball in dem fall
als ständige einrichtung oder nicht (wie z.b. B selbst auch keine ständige
einrichtung ist)?
tennis-gangsta
21.10.2003, 12:21
Nicht ganz klar?
Nehme mal an, daß der Ball in der Seitenhälfte von B liegt.
Dann gilt Regel 9 b:
"Der aufgeschlagenen Ball muß das Netz überfliegen und das schräg gegenüberliegende
Aufschlagfeld oder eine der Linien, die dieses Feld begrenzen, treffen,
bevor der Rückschläger den Ball zurückschlägt."
A trifft nicht in das schräg gegebnüberliegende Spielfeld. Somit Aufschlagfehler
nach Regel 10 a.
Übrigens der Ball ist keine ständige Einrichtung nach Regel 2.
Gruß tg
HIGHTOWER
21.10.2003, 13:01
also wenn der ball, der in B's hinterfeld (hinter der t-linie) liegt keine
feste einrichtung ist und A bei seinem aufschlag diesen ball direkt trifft,
ist doch der aufschlag als gültig zu werten, obwohl er nicht im (richtigen)
aufschlagfeld aufgesprungen ist. es wäre doch das selbe, wie wenn A mit
seinem Aufschlag B direkt abschiessen würde. dann verliert B den punkt
auch
tennis-gangsta
21.10.2003, 14:09
Hm:confused: :confused:
Verstehe deine Aussage leider nicht.
A schlägt den Ball nicht in Aufschlagfeld, somit Aufschlagfehler.
Bei deinem 2. Satz verliert doch auch Spieler A den Punkt, ebenso nicht
ins Aufschlagfeld getroffen.
Unterscheide zwischen Aufschlagfehler und Punktverlust.
Gruß tg
HIGHTOWER
21.10.2003, 15:00
ich versuchs noch mal
ich schlage auf dich auf. dank meiner ausgefeilten technik schlage ich
den ball aber nicht ins feld, sondern treffe den zaun, der hinter der
grundline ist
-> mein fehler. aufschlag berührt ständige einrichtung!
nun treffe ich nicht den zaun, sondern dich!
-> dein fehler. du bist keine ständige einrichtung. gleiche regel, wie
wenn du bei einem ballwechsel, einen ball mit der hand fängst. du verlierst
den punkt auch wenn du hinter der grundline gestanden bist
beim dritten versuch treffe ich weder zaun, noch das hinterfeld, noch
dich, sondern einen ball der im hinterfeld liegt.
-> wenn der ball nun keine ständige einrichtung ist, sollte er doch gleich
wie du selbst behandelt werden und du verlierst den punkt.
liege ich das völlig falsch?
MagicMat
21.10.2003, 16:24
@HIGHTOWER1975
Ich denke es ist dein Punkt da der Ball nicht als ständige Einrichtung
gilt und dein Gegner dafür zu sorgen hat das er aus dem Feld entfernt
wird.
tennis-gangsta
21.10.2003, 17:03
@Hightower
zu Abs. 1 und 2 ist klar und meiner Meinung nach richtig.
Was ganz anderes:
Regel 24, Fall 3.
"Ein aufgeschlagener Ball trifft im richtigen Aufschlagfeld einen liegenden
Ball. Ist der Punkt gewonnen oder verloren?
Nein, der Ballwechsel ist fortzusetzen."
"im richtigen Aufschlagfeld", daraus schließe ich "im nicht richtigen
ist der Punkt verloren".
Wenn diese Entscheidung wichtig ist, werde ich den Verbandsschiedsrichter
kontaktieren.
@MagicMat
Nur wenn dein Gegner verlangt, daß du den Ball aus deinem Feld entfernst
mußt du dies tun.
Aber rein nach den Regeln. Jeder vernünftige Spieler wird den Ball herausnehmen
aus Gründen der Gesundheit und der Konzentration.
Bälle im Feld meines Gegners stören mich nicht
wenn er stolpert weiss er warum ;)
MagicMat
22.10.2003, 09:22
@tennis-gangsta
Ich bezog das "dein Gegner dafür zu sorgen hat das er aus dem Feld entfernt
wird." auf meinen vorherigen Satz bzgl. der "nicht ständigen Einrichtung".
Ich wollte/will damit ausdrücken das es ja eine verfehlung des Spielers
ist, wenn er den ball im Feld liegen lässt.
HIGHTOWER
22.10.2003, 09:28
@tg
würde mich schon interessieren, was der schiri sagt.
verstehe das mit dem richtigen aufschlageld schon. dann muss weiter gespielt
werden. es sagt aber nichts über punktegewinn oder -verlust aus. somit
ist ein umkehrschluss aufs "falsche" aufschlagsfeld m.m. nach nicht zulässig
tennis-gangsta
22.10.2003, 10:05
@MagicMat
Uiiiiiii. Das ist mir neu.
Wo ist das geregelt? Da interssiert mich besonders.
Einer meiner Kollegen läßt alle Bälle liegen und mich stört das maßlos
und bin ständig am reklamieren. Ich bestehe darauf, daß er sie herausnimmt
und er tuts auch so nach und nach.
Gruß tg
MagicMat
22.10.2003, 11:32
@tennis-gangsta
Ich sagte ja nicht das er das ohne deine Aufforderung machen muss! Es
ging mir dabei nur um das Aufschlag-Beispiel und das es ja da die eigene
Schuld/Verfehlung ist. Wird zu kompliziert...:)
HIGHTOWER
22.10.2003, 11:46
@TG
siehe spielregeln
http://www.mytennis.ch/upload/images/reglemente_de/Spielregeln-03.pdf
regel 24 fall 5
tennis-gangsta
22.10.2003, 15:28
Danke ist identisch mit den ITF Regeln.
Gruß tg
HIGHTOWER
22.10.2003, 16:16
@tg
hast du eine adresse, wos die ITF regeln auf deutsch gibt? ich glaube
zwar, dass die lokalen bloss übersetzungen sind
tennis-gangsta
22.10.2003, 20:19
schicke mir in meine pm deine mailadresse.
Gruß tg
tennis-gangsta
28.10.2003, 06:35
Gestern hatte ich Gelegheit die Regelfrage mit einem OSR (WTV) zu diskutieren.
1. Spieler A schlägt auf und trifft nicht das Aufschlagfeld sondern den
Abfangzaun oder den Spieler B, gleich wo dieser steht, jedoch außerhalb
des Aufschlagfeldes, dann hat A den Punkt verloren.
Grund: Ball trifft nicht das Aufschlagfeld.
2. Spieler A trifft einen Ball, der zwischen T- und Grundlinie liegt.
A verliert den Punkt.
Grund: Ball trifft nicht das Aufschlagfeld und zusätzlich nach Berühren
des Spielballes auf dem Aufschlagfeld ist ein zweiter Ball im Spiel und
somit Punktverlust.
Das mit dem zweiten Ball im Spiel war mir neu. Jeder Spieler muß bestrebt
sein seine im Feld liegenden Bälle sofort zu entfernen, da nach dem Berühren
des Spielballes auf dem Feld dieser zweite Ball im Spiel ist und somit
er den Punkt verliert.
Bei Wiederholung gibts eine Verwarnung und danach den Punktabzug.
Gleiches gilt, wenn ein Spieler während des Spiels einen Ball aus der
Tasche verliert oder wenn er einen in der Hand gehaltenen Ball wegwirft.
Sachen gibts:suprise: :suprise: :suprise:
Gruß tg
MagicMat
28.10.2003, 09:19
@tennis-gangsta
Komisch, gerade die Auslegung mit dem zweiten Ball wiederspricht doch
den offiziellen Regeln oder galt das nur für den Aufschlag?
tennis-gangsta
28.10.2003, 10:47
Das habe ich auch hinterfragt.
Das mit dem zweiten Ball gilt generell. Dazu hat er noch die Beispiele
mit dem "Wegwerfen" und "aus der Tasche fallen" hinzugefügt.
Er hat mir noch erklärt, daß ein Spieler den Ball ins Feld spielt und
wenn da noch ein weiterer Ball ium Feld liegt, der Spieler sofort sein
Spiel unterbicht und den Punkt gewonnen hat.
War auch für mich neu und habe deshalb mehrfach nachgefragt.
Gruß tg
MagicMat
28.10.2003, 11:07
Du zitierst aber weiter oben doch selber Regeln die genau das Gegenteil
aussagen. Ich würde sagen da kennt der OSR die Regeln nicht!!!
Btw., OSR auf Verbandsebene wird man mit relativ geringem Aufwand. Man
muss zwei Lehrgänge besuchen, bei zwei Spielen schiedsen und einen Regeltest
bestehen. That's it....
HIGHTOWER
28.10.2003, 13:18
sehe das auch nicht so. wenn dir ein ball aus der tasche fällt und dein
gegner wird dadurch behindert, dann gibts wiederholung! dies ist auch
der fall, wenn dir die mütze runterfällt und der gegner dadurch behindert
wird.
muss magicmat recht geben. die regeln sagen ganz klar aus, dass, wenn
du im normalen spiel einen ball im gegnerischen feld trifst, weitergespielt
wird, falls eindeutig ist, welches der richtige ball ist. von 2 bällen
im spiel kann also keine rede sein
tennis-gangsta
29.10.2003, 09:28
Ich weiß sehr wohl, daß ich Regeln zitiert habe, die genau das Gegenteil
aussagen.
Deshalb war ich ja so verwundert.
Auch das mit dem zweiten Ball kenne ich nicht und habe auch nichts im
Regelwerk gefunden.
Zur Klärung fällt mir nur noch der Regelwart des Verbandes ein. Denke
aber, daß sich die Mühe nicht lohnt, da der beschriebene Fall kaum eintritt.
Gruß tg
muellerhp
29.10.2003, 12:30
@tennisgangsta
Du sagst, dass der Schiri gemeint hat, wenn der Aufschläger seinen außerhalb
des Aufschlagfeldes stehenden Gegner trifft, verliert er den Punkt?!?
Aber doch nur, wenn der Ball außerhalb des Aufschlagfeldes aufgesprungen
ist, bevor er den Rückschläger getroffen hat. Wenn ich (kommt beim Doppel
ja vor) aus Versehen den Netzmann mit dem Aufschlag treffe, ist das mein
Punkt!! Sonst könnte sich der Netzmann ja ganz nah ans Netz neben das
jeweilige Aufschlagfeld stellen, da kann er leicht mal getroffen werden
und holt jedesmal einen Punkt. So einen Gegner hatte ich schon mal, der
hat sich bei meinem Aufschlag mit einem Fuß ins Aufschlagfeld gestellt
und ist kurz bevor der Ball kam wieder rausgegangen. Beim Rausgehen hat
er dann zweimal einen -natürlich versehentlich!!- verzogenen Aufschlag
auf den Latz bekommen, danach hat er´s gelassen. Punkt weg und blaue Flecken!
Gruß Peter
HIGHTOWER
29.10.2003, 12:37
@muellerhp
habe das auch überlesen. es scheint, als hätte der schiri mist erzählt.
triffe A den zaun, dann ist es ein fehler. frifft er aber direkt B, dann
ist es ein punkt
tennis-gangsta
29.10.2003, 12:47
@muellerhp
Wir hatten in der Diskussion vom einem Einzel diskutiert und nicht von
einem Doppel.
Im Doppel stimme ich dir zu. Hat auch der Schiri betont.
Aber so wie du das beschreibst ist mir auch mal passiert. Im Doppel ist
der Netzmann ständig an der Mittellinie hin und her. Teilweise hat er
auch mit dem Schläger in das Feld geschwungen nur um den Aufschläger zu
irritieren. Irgendwann traf ihn dann doch der durch die Mitte geschlagenen
Ball.
Gruß tg
Nightwing
29.10.2003, 13:17
trotzdem danke an alle die sich die mühe gemacht haben
muellerhp
29.10.2003, 14:31
@ tg
Macht Spaß, solche "Störer" ab und zu mal abzuschießen!! Aber das, was
ich gemeint hatte, gilt immer, also auch fürs Einzel, nur kannst du da
schlecht den Retournierer treffen, weil er zu weit hinten steht. Aber
wenn du es schaffst, hast du den Punkt!!
Gruß Peter
HIGHTOWER
09.03.2004, 13:26
hatte gerade mit swisstennis zu tun und dabei die frage nach dem "getroffenen"
ball. gestellt
die antwort
wird der ball der zwischen t- und grundlinie liegt beim augschlag getroffen,
so handelt es sich um einen fehler!
begründung: eigentlich könnte man ja weiterspielen, wenn der ball eindeutig
identifizierbar wäre (wie im normalen spiel). der liegende ball wird quasi
als spielfeld betrachtet. nun befindet sich der "gelbe teil des speilfeldes"
(der ball) aber ausserhalb des gültigen spielfeldes. somit ist der ball
out!
Frage:
Muß ich meinem Gegner beim meinem Ausruf den Ballabdruck auf Sand zeigen
können. Bei uns im Club ist mal eine Diskussion aufgekommen und zwar ein
Spieler rückt ans Netz vor, der Gegner lobbt und der Ball segelt ins aus.
Dann die Frage des Gegeners, ob der Ball denn Aus gewesen wäre und er
möchte den Abdruck des Balles sehen. Es war sehr heiß, der Platz hart
und der Ball hatte im Prinzip keinen Abdruck hinterlassen (wer merkt sich
auch einen Abdruck, wenn der Ball wirklich eindeutig im aus war).
Wie ist das Auszulegen???
HIGHTOWER
09.03.2004, 14:45
eigentlich musst du den abdruck zeigen können. es wird aber sicher ein
leichtes sein, irgend ein ähnlicher (nicht sehr langen) abdruck zu zeigen
;-)
FYI: in der halle mit granualt gelten die abdrücke nicht!
Es gilt doch "jeder entscheidet auf seiner Seite". Bei Unzufriedenheit
mit den Entscheidungen des Gegners kann man ja einen Schiedsrichter verlangen,
der ab dann zu entscheiden hat.
@ Jens
ich denke, daß das auch so ist
MagicMat
10.03.2004, 09:06
Ich würde immer versuchen einen Ballabdruck parat zu halten. Zweifelt
dein Gegner deine Entscheidung an und ein Schiedsrichter wird geholt,
musst du einen Abdruck vorweisen können. Andernfalls wird der Punkt wiederholt.
HIGHTOWER
10.03.2004, 09:14
@jens
stimmt, jeder entscheidet auf seiner seite, doch der andere hat auf sand
das recht, einen abdruck zu sehen.
der turnierleiter darf aber keine tatsachenentscheide fällen. er kann
höchstens entscheiden, ob ein abdruck gut oder schlacht ist. aber die
spieler müssen sich einig sein, welches der abdruck war.
Hawkeye2
10.03.2004, 09:52
Hi zusammen,
erst mal so generell :
"Jeder entscheidet auf seiner Seite" ist zwar die Empfehlung, die alle
kennen, was aber viele dann ignorieren ist :
"Im Zweifelsfall muß der Spieler zugunsten seines Gegners entscheiden"
!!!
Kann ich den Abdruck nicht zeigen, und mein Gegner hält seinen Ball für
gut, ist eine Einigung auf 2 Neue dann schon ein Erfolg für mich...
Gruß
@Hawkeye2
Yepp, so sollte es sein! Zumindest bei knappen Bällen.
Ist halt jetzt so eine Sache, wenn der Ball KLAR im Aus war, aber der
Gegner trotzdem den Abdruck sehen will. Wenn der Abdruck etwa 20 cm hinter
der Grundlinie sein müßte, wo der Platz am schlimmsten aufgewühlt ist,
ist die Gefahr groß, daß man den Abdruck nicht finden kann. Muß man dann
trotzdem für den Gegner entscheiden?
Hawkeye2
10.03.2004, 10:33
Tja Jens,
da kann man dann zweifeln, ob das ein Zweifelsfall ist...
Aber spiel es doch einmal durch :
Medenspiel, ich geben einen Ball aus, der klar Aus war, Gegner behauptet
der war gut, ich lache ihn aus, kann aber keinen Abdruck zeigen...
Keine Einigung möglich, Oberschiedsrichter (Mannschaftsführer der Gäste)
wird gerufen und entscheidet : Punktwiederholung !
Also, was soll dann der Ärger ?!
Passiert das dauernd, muß halt ein Schiedsrichter bestimmt werden, hatten
wir mal im Winter, weil unsere bulgarische Nr. 1 nicht ganz des Fair Play
mächtig war...
Gruß
"jeder entscheidet auf seiner Seite" ist logisch, denn der Spiele ist
auch am nächsten dran...
Allerdings hat jeder Spieler seine eigenen Interesse und kann schon geneigt
sein nicht die Wahrheit zu sagen...
Was willst du machen wenn dei Gegner bescheisst? Du gibt den ächsten guten
Ball aus und fragst ihn dann, nachdem er sich tierisch aufgeregt hat,
ob jetzt ordentlich und wahrheitsgetreu gespielt wird oder wir beim Bescheissen
bleiben.
Pass allerdings auf, dass dein Gegner nicht 2 Köpfe grösser ist, ansonsten
bleibt noch der Schiedsrichter...
Das geilste war mal, als mein Gegner beschissen (Linie wurde mehrfach
weiss und Ball war noch teilweise im Feld -> er schrie jedesmal AUS) hat
und mir dann vorgeworfen hat, ich würde aufgrund meiner Brille ja nicht
richtig sehen. Dann habe ich ihm mal was schönes angedroht....
MagicMat
10.03.2004, 11:42
@Hawkeye2
"Im Zweifelsfall muß der Spieler zugunsten seines Gegners entscheiden"
!!!
Kannst du mir mal bitte die Quelle nennen? Das ist mir nämlich neu. Ich
weiß nur von Punktwiederholung wenn beide sich nicht auf einen Abruck
einigen können.
Einen Punktwiederholung gibt es aus "diesen" Gründern offiziell nicht
Ich habe zu entscheiden gut oder aus. Kann ich eien Ball nicht zu 100%
ausgeben (hab`s nicht richtig gesehen), war er eben gut.
Frage:
"Bei welchen Situationen ist eine Punktwiederholung laut Regel gegeben???
Hier ein Auszug aus der Wettspielordnung des hessischen Tennisverbands.
Zwei Neue gibt es offiziell also wirklich nicht.
Soulman
3. Erläuterungen zu § 43 Ziff. 2: Für ein Wettspiel ohne Schiedsrichter
sollten folgende Hinweise Beachtung finden:
a) Jeder Spieler bzw. jedes Doppelpaar ist für Tatsachenentscheidungen
auf seiner Seite zuständig.
b) Ist ein Spieler außerstande, einen Ball auf seiner Seite zu entscheiden
oder sind die Doppelpartner über eine Entscheidung auf ihrer Seite uneinig,
muss der Punkt dem Gegner zugesprochen werden, es sei denn, dieser verzichtet
freiwillig zugunsten der für die Entscheidung zuständigen Partei.
c) Berührt der Ball beim Aufschlag das Netz, so kann jeder Spieler auf
dem Platz dieses ansagen.
d) Können sich die Spieler nicht darauf einigen, wer den Spielstand ansagt,
so ist dies Aufgabe des Aufschlägers.
e) Zuschauer dürfen nicht für Tatsachenentscheidungen hinzugezogen werden.
f) Für alle Spieler heißt das ganz eindeutig, dass trotz der Vereinbarung
zwischen den Spielern zu Beginn des Wettspiels, ohne Schiedsrichter spielen
zu wollen, jeder Spieler jederzeit später das Recht hat zu verlangen,
dass ab einem bestimmten Zeitpunkt nachträglich ein Schiedsrichter eingesetzt
werden kann. Dieser Schiedsrichter kann vorrangig von der Gastmannschaft
gestellt werden.
Hawkeye2
10.03.2004, 13:40
Hi Magic,
die Quelle hierfür ist die "Empfehlung für das Spiel ohne Schiedsrichter"
des TVN-Niederrhein.
http://www.tvn-tennis.de/binarydata/download/EmpfehlungSpielohneSR.pdf
Hier dann der 3. Punkt der Richtlinien für Spieler.
Ich handhabe es eigentlich immer so, bei knappen Bällen spiele ich deswegen
eigentlich immer weiter.
Gruß
PS.
Falls Du Dich vom Forumstreffen erholt hast, können wir gerne noch einen
Spielversuch wagen !
MagicMat
10.03.2004, 14:01
@Hawkeye2
Ich werde mal beim WTV schauen, hatte das anders in Erinnerung. Man sieht
aber auch das jeder Verband es anders handhaben kann.
Den Spielversuch werden wir auf jeden Fall wagen. Denke nur das es sich
jetzt bei mir bis nach dem 23.03 ziehen wird. Melde mich bei dir per Mail...
HIGHTOWER
11.03.2004, 09:36
@hawkeye
"Im Zweifelsfall muß der Spieler zugunsten seines Gegners entscheiden"
kenne ich ich auch nicht. ich handle jeweils so. wenn ich nicht sicher
bin, dann ist er gut. doch es gibt nur "jeder entscheidet auf seiner seite".
v.a. in der halle, wenn es keine abdrücke gibt
MagicMat
11.03.2004, 10:12
So, habe bei uns im WTV gesucht, aber da sagen die Wettspielordnungen
gar nichts mehr über das Spiel ohne Schiedsrichter aus. Der DTB orientiert
sich an den ITF-Regeln und die sprechen auch von "Im Zweifelsfall muß
der Spieler zugunsten seines Gegners entscheiden" . Allerdings ist das
Ganze doch wohl arg wiedersprüchlich!
Denn "Jeder Spieler ist für Tatsachenentscheidungen auf seiner Seite zuständig"
und "Im Zweifelsfall muß der Spieler zugunsten seines Gegners entscheiden"
beißen sich doch wohl. Wenn ich auf meiner Seite eine Tatsachenentscheidung
fälle, warum sollte ich daran noch Zweifel aufkommen lassen bzw. wie begründet
mein Gegner seine Zweifel? Da könnte ich ja bei jedem wichtigen Punkt
die Entscheidung des Gegners anzweifel und er müsste sich dann zu meinen
Gunsten entscheiden!
Etwas anders sieht es auf Asche aus. Können sich die Spieler nicht auf
einen Abdruck einigen und kann der OSR keine Entscheidung fällen, gilt
die Entscheidung und damit der Abdruck des Spielers auf dessen Hälfte
sich der Abruck befindet. Bis dato dachte ich immer man müsste den Punkt
neu ausspielen, wenn beide Spieler unterschiedliche Abrücke vorweisen.
Im Prinzip sind diese Regel zu 99.9 % der Fälle eh nur Theorie. Der Sportsmann
spielt zwei neue Bälle aus und gut ist. Bei mehrmaligem Auftreten einer
solchen Situation oder bei extrem wichtigen Entscheidungen ist es sicherlich
hilfreich die Regeln zu kennen. Quelle: http://www.dtb-tennis.de/downloads/SpielohneSR2004.PDF
Hawkeye2
11.03.2004, 11:24
Hi zusammen,
die Formulierung, jeder Spieler ist auf seiner Seite für Tatsachenentscheidungen
zuständig soll doch nur klarstellen, wer zu entscheiden hat.
Auch wenn ich meinen Schlag drüben 3 Meter im Aus sehe wird weitergespielt,
wenn der Gegner ihn nicht "Aus" gibt, es ist ja seine Entscheidung.
Als Aufschläger kann ich nach einem unerreichbaren Return ja ein Interesse
daran haben, meinen Aufschlag selbst "Aus" zu geben, diese Entscheidung
steht mir aber nicht zu, s.o.
Zweifelsfall meint, daß ich mir über einen Ball auf meiner Seite nicht
sicher bin.
Bedeutet also nichts anderes, als weiterspielen wenn ich den Ball nicht
eindeutig "Aus" geben kann.
Also kann es in der Halle eigentlich keine Diskussion geben. Entscheide
ich auf meiner Seite auf "Aus", dann war ich mir wohl sicher, also keine
Zweifel, also keine Chance für den Gegner, eine Wiederholung zu erreichen.
Die Sache mit dem Abdruck auf Asche war mir auch neu, sollte man Ausdrucken
und für die Medenspiele parat haben...
Letztlich läuft alles darauf hinaus, daß man sich fair verhält und auch
Fairness erwarten sollte.
Gruß
HIGHTOWER
11.03.2004, 13:24
nein, es ist wirklich so, dass jeder auf seiner seite entscheidet.
habe mal einige turnierleiter gefragt, was man machen soll, wenn einer
offensichtlich bescheisst. die antwort war, da sie selbst nicht eingreifen
drüfen (manche tun es trotzdem): auge um auge, zahn um zahn...
schade, aber so ist es halt... :(
MagicMat
11.03.2004, 14:00
@HIGHTOWER1975
Also wenn der Oberschiedsrichter grob undsportliches Verhalten feststellt,
dazu zählen mehrfache absichtliche Fehlentscheidungen, darf und muss der
OSR eingriefen. Andernfalls reicht doch als Spieler die einfache Bitte
an den OSR, einen Schiedsrichter zu bestellen. Das geht auch bei jedem
Medenspiel in jeder Klasse.:)
HIGHTOWER
11.03.2004, 16:05
ja schon, aber er darf keine tatsachenentscheide fällen. das einizige,
was er tun kann ist den spieler wegen unsportlichkeit ermahnen, dann verwarnen
und sogar im nächsten schritt disqualifizieren. somit kann er indirekt
tatsachenentscheide treffen. das selbe gilt z.b. auch bei fussfehler.
als turnierleiter kann ich nicht sagen, dass der aufschlag ungültig war
wegen eine FF. doch ich kann den spieler ermahnen. finde das nicht toll
aber ist halt so.
habe ihr in allen klassen bei den medenspieler eine schiri dabei?
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