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groundstroke
19.07.2008, 22:59
Hallo,

ist das Wort in Euerm Sprachgebrauch eher positiv oder eher negativ besetzt? Wie groß sind bei Euch die Erwartungen an Harmonie und Interessensgleichheit im Verein?

Sollte eine Grillabendteilnahme sein?
Wenn schon jemand keine Lust am Kartenspiel hat, kein Schleifchenturnier mag, dann doch bitteschön wenigstens nach dem Tennis noch ein Weißbier mittrinken!?

Habt Ihr schonmal den Verein gewechselt, weil's Euch zu viel wurde?
Wäre Euch ein Großstadtverein zu anonym, oder umgekehrt ein Dorfverein zu sehr "Familie"?

Oder erscheint Euch die Fragestellung an sich schon absurd, weil nie darüber nachgedacht? :naiv:

Prostaff73
19.07.2008, 23:09
Gute und berechtigte Frage.
Da ich Tennis in meiner Freizeit betreibe, möchte ich mich abseits des Courts so wenig wie möglich ärgern. Bin ich der König und die absolute Nummer 1 im Dorfverein, so macht das mäßig Spaß, weil der ganze Verein auf mich schaut.
Ein Großstadtverein kann aber auch zu anonym sein und man kommt hier nur schwer in Kontakt. Mein aktueller Verein hat ca. 500 Mitglieder und ich bin im letzten Jahr dort sehr gut aufgenommen worden, unter anderem auch deswegen, weil ich einen Platz in einer der Mannschaften gefunden habe und von daher auch häufig mit unterschiedlichen Leuten spiele und regelmäßig auf der Anlage bin.

Das Wort Vereinsmeierei ist für mich negativ besetzt, so läuft die Kriterien für die Mannschaftsaufstellung in zwei Mannschaften nicht so ganz verstanden, und es gibt wohl in jedem Club einige die "gleicher als die anderen sind".

Ich hoffe, einige Punkte angesprochen haben zu können.
Viele Grüße
Prostaff73

Holy
22.07.2008, 07:55
Das Wort Vereinsmeierei ist für mich negativ besetzt, so läuft die Kriterien für die Mannschaftsaufstellung in zwei Mannschaften nicht so ganz verstanden, und es gibt wohl in jedem Club einige die "gleicher als die anderen sind".



Ich denke, für Neueinsteiger kann dies ein echtes Problem sein, weil da manche ihre Position in Gefahr sehen bzw. diese nicht abgeben können/wollen. Auf der einen Seite will man Neue, auf der anderen Seite dürfen die ja nicht "zu gut" sein. Ist auch so ein Problem, was aber in anderen Sportarten ähnlich ist.

multiplikator
22.07.2008, 11:42
Hallo,

ich kann da aus reichhaltiger Erfahrung sprechen, was Vereinsmeierei betrifft!

In meinem 1. Verein nach einer ewigen Pause, hatte nur 1 das Sagen und das war der Vorsitzende des Vereins und Geldgeber, keine anderen Meinungen wurden akzeptiert und tolleriert. Nachdem er sportlich die Mannschaften mit ATP Spielern und Bundesliga Spielern vollgestopft hatte sind wir mit unserer
2. Herrenmannschaft komplett in einen anderen Verein gewechselt und dort begann es mal so richtig. Mit Kusshand hat man 7 neue Mitglieder aufgenommen mit den 2 Jugendposten angeboten und so begann alles! Der Trainer wurde rausgemoppt auf ganz eklige Art und Weise (Affäre mit Jugendwärtin und zum Schutze des Mitgliedes musste der Trainer nach 10 Jahren wirklich bilig gehen), was dann auch 1 Jahr später mit dem 2 Trainer passierte (Vorstand hatte seine eigenen Probleme mit ihm) um eine neue Tennisschule zu platzieren. Nach dem ganzen Ärger stellten sich bei mir noch einige Finanzielle Probleme dar und ich wurde kurzerhand "gehen gelassen"! Und bei anderen aus der Mannschaft wurde des Studentenbeitrag weiterhin gewährt auch wenn es nicht rechtens war. Nachdem ich dann über ein Schnupperjahr mit meiner Frau in einem anderen Club ( wo aber nicht dran zu denken war in eine Mannschaft zukommen außer bei 14jährigen Jungs, weil die Herren doch schon soooo lange zusammenspielen) umgezogen bin, haben wir bzw. ich einen kleinen feinen Club gefunden wo ich nun Herren 30 spiele, super aufgenommen wurde und man von der ganzen Vorstandsarbeit nichts mitbekommt und seine Ruhe hat! Nach langem suchen, endlich einen Verein gefunden der günstig, nett und sportlich ist!

Mic74
22.07.2008, 13:33
Hallo,

ist das Wort in Euerm Sprachgebrauch eher positiv oder eher negativ besetzt? Wie groß sind bei Euch die Erwartungen an Harmonie und Interessensgleichheit im Verein?

Sollte eine Grillabendteilnahme sein?
Wenn schon jemand keine Lust am Kartenspiel hat, kein Schleifchenturnier mag, dann doch bitteschön wenigstens nach dem Tennis noch ein Weißbier mittrinken!?

Habt Ihr schonmal den Verein gewechselt, weil's Euch zu viel wurde?
Wäre Euch ein Großstadtverein zu anonym, oder umgekehrt ein Dorfverein zu sehr "Familie"?

Oder erscheint Euch die Fragestellung an sich schon absurd, weil nie darüber nachgedacht? :naiv:

Auf jeden Fall negativ.
Jeder sollte das machen wozu er Lust hat (bei den Teilnahmen meine ich).
Noch ein Bier trinken nach dem Spiel ok, aber immer habe ich dazu auch keine Lust. Ich spiele Tennis eher wegen des Sports, nicht nur wegen dem gemütlichen zusammensein. Werde deswegen oft schief angeguckt in dem kleinen Dorfverein in dem ich spiele.

Großstadtverein wäre nicht zu anonym (upps wo ist denn hier die nächste Großstadt :D), aber man hat dort eben weniger Freiheiten. Da mich meine früheren Fußballkollegen, die vor 2 Jahren angefangen haben Tennis zu spielen dazu motiviert haben nach einer 12 jährigen Pause wieder zu beginnen, fühle ich mich irgendwie verpflichtet, ich würde es nämlich gerne mal in einer höheren Klasse probieren.
Ich sehe es als sehr schwierig an, eine Truppe zu finden, bei der es sowohl sportlich als auch Kammeradschaftlich passt. Aber man kann sich ja auch hier etwas abhelfen, spielt event. die Bezirksmeisterschaften mit da ist Herausforderung genug (für mich jedenfalls) und kann sich ja auch sonst mit anderen zum spielen treffen.

kA ob ich nun alle deine Fragen beantwortet habe, aber ich habe nun fertig und bleibe in den Köpfen ;)

Holy
22.07.2008, 15:13
Auf jeden Fall negativ.
Jeder sollte das machen wozu er Lust hat (bei den Teilnahmen meine ich).
Noch ein Bier trinken nach dem Spiel ok, aber immer habe ich dazu auch keine Lust. Ich spiele Tennis eher wegen des Sports, nicht nur wegen dem gemütlichen zusammensein. Werde deswegen oft schief angeguckt in dem kleinen Dorfverein in dem ich spiele.



So sehe ich das auch. Jeder soll das machen, wozu er Lust hat.
Viele haben ja auch noch neben dem Beruf Kinder und Frau zu Hause, die man ja auch nicht oft alleine zuhause lassen will.
Und das Tennisspielen soll immer noch im Vordergrund stehen, sonst brauche ich gar nicht eintreten. Jeder muss halt da die Grenzen für sich selbst abstecken.
Für "gemütliches" Beisammensein kann ich auch in die nächste Kneipe am Stammtisch sitzen, dafür brauche ich nicht in einem Verein sein.

sulzi24
22.07.2008, 18:36
Für "gemütliches" Beisammensein kann ich auch in die nächste Kneipe am Stammtisch sitzen, dafür brauche ich nicht in einem Verein sein.

meine (nicht eigene!!) erfahrung: viele sehen das anders, denn daheim lässt sich das tennis spielen aus rein gesellschaftlichem sinne besser verkaufen als das stammtisch-sitzen :D

da muss man ja nicht erzählen, dass es vermehrt um das bier nachher geht...

tennisarm
22.07.2008, 21:09
Das gehört doch alles zusammen, nach dem Training schmeckt das Bier doch 10mal besser und ist auch noch gesund. Wenn ich mir viele der Beiträge durchlese dann hab ich das Gefühl vielen fehlt es an Sozialkompetenz und suchen daher die Schuld bei den anderen.

Ich hatte noch nie Probleme aber ich kenne auch Leute denen immer etwas nicht passt, Maschendrahtzaun halt.

Wir haben jetzt unsere Vereinsmeisterschaften, da wird gefightet bis zum letzten und danach richtig gefeiert. Das alles auf Kosten des Siegers, der muss die Rechnung bezahlen. (Ihr werde alles dafür tun damit die Runden auf mich gehen.) Für mich gehört das einfach zum Verein dazu

sulzi24
22.07.2008, 23:12
auf kosten des siegers.... :rofl:

Nightwing
22.07.2008, 23:25
auf kosten des siegers.... :rofl:

das ist normal so.
auch auf kleinen turnieren wie vm oder sogar sm. der sieger gibt einen aus, sofern nicht um ein bier gezockt wurd.

Taki1980
22.07.2008, 23:33
So sehe ich das auch. Jeder soll das machen, wozu er Lust hat.
Viele haben ja auch noch neben dem Beruf Kinder und Frau zu Hause, die man ja auch nicht oft alleine zuhause lassen will....


Ich sehe das bisschen anders. Kann auch nicht jeder immer nur das machen wozu er Lust hat im Verein denn dann würde auch die Arbeit liegen bleiben wozu keiner Lust hat.

Bisschen Engagement sollte man schon zeigen. Ansonsten kann man sich auch nen Sandplatz mieten.

Wer allerdings den Vollen Beitrag bezahlt und keine Stunden im Verein ableistet sondern die mit bezahlt >>> ist auch okay.

Ich bin gerne im Verein. Integriere mich da wo es geht, lerne gerne die Leute kennen (spiele auch mit den Senioren mal und der Jugend) und habe Spass in der Gemeinschaft.

Wenn man das unter Vereinmeierei versteht dann ist der Begriff bei mir positiv besetzt.

PS: Und hoffentlich vergisst mich niemand. :p

Holy
23.07.2008, 08:03
Das gehört doch alles zusammen, nach dem Training schmeckt das Bier doch 10mal besser und ist auch noch gesund. Wenn ich mir viele der Beiträge durchlese dann hab ich das Gefühl vielen fehlt es an Sozialkompetenz und suchen daher die Schuld bei den anderen.



Nein, denn Bier hindert den Körper am Fettabbau :p

Das hat doch mit Sozialkompetenz nichts zu tun. Wer will soll es tun, wer nicht eben nicht. Das Problem ist doch eher, dass diejenigen, die es nicht tun, schief angesehen werden.
Da muss man sich auch nicht wundern, wenn die Mitgliederzahlen ständig sinken, aber vielleicht ist das manchen gar nicht so unrecht.
Man kann und darf einfach nicht erwarten, dass jedes der Mitglieder den Grossteil seiner Freizeit im Club verbringt.

Holy
23.07.2008, 08:07
Ich sehe das bisschen anders. Kann auch nicht jeder immer nur das machen wozu er Lust hat im Verein denn dann würde auch die Arbeit liegen bleiben wozu keiner Lust hat.



So ist das ja nicht gemeint. Ein bisschen Arbeit im Vereinsheim oder auf den Plätzen gehört dazu, das ist ja klar. Das Problem ist doch, dass die nicht "ganz so aktiven" oft schief angesehen werden und das ist meiner Meinung nach nicht richtig.

Taki1980
23.07.2008, 08:35
Ich hab mir schon fast gedacht das es nicht so gemeint war. Ich wollte aber auch die andere Seite mal sehen. Es gibt auch Gründe warum manche dann schief angesehen werden.

Ich hab ja auch erwähnt das Leute die ihre Beiträge bezahlen und die ARbeitsstunden gleich mit entlohnen genauso gerne auf der Anlage gesehen werden, wobei ich auch sagen muss das gute Vereinstätigkeit von aktiven Leuten mehr ist als ein paar Arbeitsstunden. ;)

Herr_Rossi46
29.08.2008, 16:36
Also, für mich ist der Begriff äußerst negativ besetzt...

Ich habe nichts gegen ein Bier nach dem Match oder Training, aber irgendwie sollten die Prioritäten stimmen...

Meine Situation: Habe vor einem Jahr nach 12 Jahren Pause wieder mit dem Tennis angefangen. Zusammen mit einem Kumpel habe ich in dem Verein aus dem Nichts eine super funktionierende Herrenmannschaft aufgebaut, obwohl uns das eigentlich jeder Mies machen wollte. Diese Mannschaft ist auch der einzige Grund, dass ein paar gute Jugendspieler überhaupt noch im Verein bleiben wollen.
Die Sportlich Leitung des Vereins ist absolut unfähig, nutzt aber jede Gelegenheit, um unsere Eigeninitiative zu untergraben. Selbst auf mehrmaliges Nachhaken wegen einer Vereinsmeisterschaft ist nichts passiert. Im Endeffekt soll es nun ein "Jux"-Doppelturnier geben, bei dem die Doppelpartner in jeder Runde zugelost werden. Also ne Halbe Stunde Bälle schubsen und dann Saufen gehen... Na toll! Sportlicher Wert... Null!!! Ne eigene Rangliste, die wir eingeführt haben, wurde vom Sportwart abgehängt mit dem Hinweis, dass das ja wohl seine Aufgabe sei... Obwohl das mit dem 1. Vorsitzenden alles abgesprochen war... So langsam habe ich keine Lust mehr auf dieses Rumgeklüngel. Mein Kumpel ebenso wenig. Mal sehen... Wir haben nächste Woche ein Treffen mit dem Vorstand. Da wollen wir das mal alles auf den Tisch bringen...

Naja, da hab ich mich ja nun mal richtig ausgelassen, was? ;)
Musste mal sein...

Also, Vereinsmeierei??? No way...

LG, Herr_Rossi46

John McLässig
29.08.2008, 17:06
Bei uns ist alles bestens.

Bei uns im Verein gehört es einfach dazu, dass man sich auch neben dem Tennisplatz gut versteht. Es gibt oft genug Feste bei uns, bei denen mehr als 400 Mitglieder kommen, und wo auch gut was geht ^^

Da unsere 30er-Mannschaften sehr hoch spielen, kommen auch ständig neue Spieler zu uns. Dem Verein geht es bestens und das merkt man. Es macht mir richtig Spaß in dem Verein und ich gebe auch mein Beitrag dazu. zB Clubhausdienst, Training geben, und und und...

Für mich gehört das einfach zum Tennis dazu, nach dem Herrentraining, einfach mal noch zu einem Bier an die Bar sitzen. Naja das ist so meine "Erfahrung"

mfg

Benni
01.09.2008, 23:37
Eigentlich bin ich recht zufrieden in meinem Verein außer, dass meines erachtens zuwenig passiert.
Die "Top Spieler" werden noch beachtet bzw. Werbung für die Punktspiele gemacht, alle anderen "Weniger Erfolgreichen" werden kaum beachtet.
Zudem gibt es auch kaum Veranstaltungen wo man mal neue Mitglieder trifft.

Eins fällt mir jetzt doch noch ein was zumindest in meiner Mannschaft zu großem Unmut geführt hat. Unsere 2ten Herren 4er war eh nicht alzu großzügig besetzt da schlichtweg zuwenig aktive Spieler vorhanden waren. Nun mussten wir eigentlich immer auf Jugendspieler zurückgreifen, die allerdings auch Ersatz für die 1te Herren war. So kam es, daß sie sich festspielten und wir zu unserem letzten Punktspielen nur noch mit Notbesetzung antreten konnten. Was uns natürlich den Aufstieg kostete.
Ist das der Fluch einer jeden 2ten Mannschaft? Bier gabs trotzdem nach jeden Match, gewonnen oder verloren;)

Berni
22.09.2008, 08:17
Ja ja, am Wochenende waren die Doppelmeisterschaften und da wurde wieder kräftig "gemeiert".
Bei uns im Club ist es so, dass jedes Jahr die beiden besten Einzelspieler ein Doppel bilden und dreimal darf man raten, wer jedes Jahr gewinnt. Die beiden können nur verlieren, wenn sich einer verletzt.
Ihre Überlegenheit zeigen sie dann auch auf und neben dem Platz mit arroganten Bemerkungen. Auch sonst meinen die beiden, dass ohne sie im Verein nichts läuft.
Man muss auch sagen, dass sie im Verband ne absolut kleine Nummer sind.

Ich werde nie verstehen, warum man nicht einfach die Doppelpartner zulost und dafür sorgt, dass drei oder mehr Jahre lang jährlich wechselnd mit anderen Partnern gespielt werden muss.
Dies würde die Partien wesentlich ausgeglichener und spannender gestalten.
Dass die beiden selbst auch nicht auf die Idee kommen, sich mal vielleicht einen bisschen schwächeren Partner zu suchen, um zu beweisen, dass sie auch so gewinnen können, sagt auch einiges über deren Charakter aus.

So erreicht man, dass jedes Jahr immer weniger zum Doppelturnier antreten. Dieses Jahr hat man gerade noch 8 Doppel zusammenbekommen, aber auch nur, weil man die Damen noch zugelassen hat. Fazit: man kann die Stimmung untereinander auch mit Gewalt kaputtmachen und die Meisterschaften werden Jahr für Jahr trostloser, nur weil ein paar Angeber meinen, sie können ihr Ego mit nem Pokal aufpolieren. Traurig traurig.

sulzi24
22.09.2008, 08:23
@ Berni:

war das eine Vereins-, Orts, oder Stadtmeisterschaft oder nur ein Jux-Doppelturnier ohne Titel?

Berni
22.09.2008, 08:44
@ Berni:

war das eine Vereins-, Orts, oder Stadtmeisterschaft oder nur ein Jux-Doppelturnier ohne Titel?

"Vereinsmeisterschaft"

Benedikt
22.09.2008, 09:13
Vereinsmeierei ist für mich so negativ wie Filz oder Kölschen Klüngel, ist auch nicht einfach, jeder Verein hat seine Eigenheiten, der eine Verein will z.B. das auf Platz 1 und 2 kein Training ist, obwohl um Samstag Morgens alles frei ist und dort die Sonne schein, aber egal, der andere fördert nur seinen Klüngel bzw. seine Freunde, so das das eine Elite-Kaste daraus wird usw usw

samir
22.09.2008, 09:24
Vereinsmeierei ist für mich so negativ wie Filz oder Kölschen Klüngel, ist auch nicht einfach, jeder Verein hat seine Eigenheiten, der eine Verein will z.B. das auf Platz 1 und 2 kein Training ist, obwohl um Samstag Morgens alles frei ist und dort die Sonne schein, aber egal, der andere fördert nur seinen Klüngel bzw. seine Freunde, so das das eine Elite-Kaste daraus wird usw usw

Hä?:confused:

Benedikt
22.09.2008, 09:26
samir, was soll ich dir erklären? Ich hab mal einige Eigenarten von Vereinen aufgezählt, da gibt es noch viele Andere

YBCO
22.09.2008, 11:21
Ja ja, am Wochenende waren die Doppelmeisterschaften und da wurde wieder kräftig "gemeiert".
Bei uns im Club ist es so, dass jedes Jahr die beiden besten Einzelspieler ein Doppel bilden und dreimal darf man raten, wer jedes Jahr gewinnt. Die beiden können nur verlieren, wenn sich einer verletzt.
Ihre Überlegenheit zeigen sie dann auch auf und neben dem Platz mit arroganten Bemerkungen. Auch sonst meinen die beiden, dass ohne sie im Verein nichts läuft.
Man muss auch sagen, dass sie im Verband ne absolut kleine Nummer sind.

Ich werde nie verstehen, warum man nicht einfach die Doppelpartner zulost und dafür sorgt, dass drei oder mehr Jahre lang jährlich wechselnd mit anderen Partnern gespielt werden muss.
Dies würde die Partien wesentlich ausgeglichener und spannender gestalten.
Dass die beiden selbst auch nicht auf die Idee kommen, sich mal vielleicht einen bisschen schwächeren Partner zu suchen, um zu beweisen, dass sie auch so gewinnen können, sagt auch einiges über deren Charakter aus.

So erreicht man, dass jedes Jahr immer weniger zum Doppelturnier antreten. Dieses Jahr hat man gerade noch 8 Doppel zusammenbekommen, aber auch nur, weil man die Damen noch zugelassen hat. Fazit: man kann die Stimmung untereinander auch mit Gewalt kaputtmachen und die Meisterschaften werden Jahr für Jahr trostloser, nur weil ein paar Angeber meinen, sie können ihr Ego mit nem Pokal aufpolieren. Traurig traurig.So ganz kann ich Deine Kritik nicht nachvollziehen. Die Klubmeisterschaft ist doch eine sportliche Veranstaltung, bei der die Besten gekürt werden sollen. Also völlig legitim. Wenn der Abstand dieser beiden so groß ist, währe die Herausforderung und damit auch der Spaß (auch für die beiden) natürlich wesentlich größer, wenn sie sich jeweils einen anderen Partner (aber nicht die Nr 100 sondern die Nr. 3 + 4 o.ä. ) suchen würden, aber Vereinsmeierei ist das in meinen Augen nicht. Vereinsmeierei sehe ich da, wo zum Vorteil einzelner die objektiven Kriterien außer Kraft gesetzt werden. Also wenn z.B. sportlich viel schlechtere Spieler Training vom Verein erhalten weil Sie freundschaftlich mit dem Vorstand verbunden sind und dafür ein Besserer auf der Strecke bleibt. Oder sonst irgendwelche Vergünstigungen aufgrund von Verbindungen gewährt werden.

samir
22.09.2008, 11:48
Vereinsmeierei aus nem benachbarten Verein: Trainer bandelt extra mit weiblichen Jugendwarten(vereinsamt und vom Mann verlassen) an, um mehr Trainingsstunden machen zu können und mehr Aufmerksamkeit vom Vorstand zu bekommen. Finde ich sehr asi, was in manchen Vereinen abgeht.
Derweil gibt es Vereine deren Vorstände alle Vergünstigungen für sich selber beanspruchen, gleichzeitig 3 Funktionen innehaben( Sportwart, Jugendwart und 2.Vorsitzender), ganz schlechter Stil.

Benedikt
22.09.2008, 12:27
na bitte, du kennst sowas auch

Berni
22.09.2008, 13:00
Vereinsmeierei sehe ich da, wo zum Vorteil einzelner die objektiven Kriterien außer Kraft gesetzt werden.

Ist alles Ansichtssache, aber wenn ich mir durch Modus und Partner einen solchen Vorteil verschaffe, dass die anderen dadurch keine Chance mehr haben, ist es für mich zumindest vereinsschädigendes Verhalten.
Der Unterschied zu einem "freien" Turnier liegt ja auch darin, dass ich genau weiss, wer und wie stark meine Gegner sind.
Wie dem auch sei, Ergebnis wird sein, dass bald nur noch ne handvoll Doppel antreten werden und der Rest keine Lust mehr auf diese Posse hat.