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MagicUwe
24.03.2007, 00:17
Da mir keiner Schläger sponsort und ich daher keine Logos auf meine Bespannung male, ist mir eine Idee gekommen:

Ich kann mir vorstellen, dass es für die Auge-Hand-Sweet-Spot-Koordiantion vielleicht ganz hilfreich ist, wenn man den Sweet-Spot genau sieht; insbesondere wenn man die Schlägerlänge oder Kopfgröße ändert.

Dabei ist der Abrieb der Farbe ausnahmsweise mal ganz nützlich.

Gibt es sowas bzw. genauere Informationen darüber?

Ich spiele zur Zeit den BABOLAT Pure Drive Team Plus.

Novak Djokovic
24.03.2007, 22:56
Da mir keiner Schläger sponsort und ich daher keine Logos auf meine Bespannung male, ist mir eine Idee gekommen:

Ich kann mir vorstellen, dass es für die Auge-Hand-Sweet-Spot-Koordiantion vielleicht ganz hilfreich ist, wenn man den Sweet-Spot genau sieht; insbesondere wenn man die Schlägerlänge oder Kopfgröße ändert.

Dabei ist der Abrieb der Farbe ausnahmsweise mal ganz nützlich.

Gibt es sowas bzw. genauere Informationen darüber?

Ich spiele zur Zeit den BABOLAT Pure Drive Team Plus.


Oh mein Gott...ich habe selten so eine schwachsinnige Idee gesehen...

Es ist nicht persönlich gemeint aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das auch nur irgendetwas bringen könnte...

A-Rod
24.03.2007, 23:47
Ich auch nicht, aber es ist genau so schwachsinning das zu posten :P

Mike T
25.03.2007, 00:18
Kommt, das muss doch bitte nicht sein.

Nur weil MagicUwe sein Spiel verbessern möchte und eine Idee geäußert hat, müsst ihr doch nicht gleich so reagieren. Eine etwas konstruktivere Kritik mit Argumenten bzw. Verbesserungsmöglichkeiten wäre wohl eher angebracht.

Sehr wohl erkennt man am Abrieb des Logos, ob man den Ball sauber im Sweetspot trifft oder ob man daneben liegt und sich das Leben unnötig schwer macht.

A-Rod
25.03.2007, 09:55
:confused: Ich habe nicht Uwe kritisiert...

... sondern die Aussage von gammler. Ich meinte, die ist überflüssig. Ja man kann den Abrieb sehen, aber naja man spürt auch so ob man ihn am Sweetspot trifft oder ob man danebenliegt oder :rolleyes:

OldStylePlayer
25.03.2007, 11:06
Wo wollt Ihr denn den hinmalen ?

Der Sweetspot liegt doch je nach Schlagart an anderer Stelle. Z.B. bei einem Drive weiter oben, bei einem geblockten Netzvolley mehr am Schlägerherz.

A-Rod
25.03.2007, 11:14
Oh der möchtegern Florian Meyer^^

Man kann nachsehen wo der Sweetspot ist und ihn individuell aufzeichnen.

go deep!
25.03.2007, 11:14
Wo wollt Ihr denn den hinmalen ?

Der Sweetspot liegt doch je nach Schlagart an anderer Stelle. Z.B. bei einem Drive weiter oben, bei einem geblockten Netzvolley mehr am Schlägerherz.

:-) Endlich ein guter Gedanke hier ;-)

Man kann nachsehen wo der Sweetspot ist und ihn individuell aufzeichnen

Aha!:rofl: Zwischen Return und Volley, ja?!?

...mal schnell nachsehen...ne, Gegner noch nicht zurückspielen, ich muss erst nachsehen... ;)

A-Rod
25.03.2007, 12:20
Ja klar... ach sowas ist doch auch quatsch. EIn Schläger hat einen Sweetspot. genau einen. Nicht zwei. Und wer unterschiede bei Schlagarten feststellt, soll bitte der Atp bescheid geben um dort mitzuspielen. Denn für jeden, der damit sein Geld nicht verdient dürfte das nicht zu spüren sein. Dennoch gibt es nur einen Sweetspot :P

go deep!
25.03.2007, 12:24
A-Rod, es geht darum wo man den Ball - je nach Schlag - optimal treffen sollte, um entweder möglichst viel Zug oder Stabilität im Schlag zu haben. Und da ist es eben nicht egal, wo man einen Ball trifft...

Du schreibst sinngemäss "im Sweetspot"...aber das ist eben unpräzise....verstehst?

OldStylePlayer
25.03.2007, 13:07
Es gibt pro Schlagausführung genau einen optimalen Treffpunkt, den Sweetspot, an dem die Energie optimal an den Ball übertragen wird. Der ergibt sich aus dem Zusammenwirken des Schwingungssystems Saitenbrett und dem Schwingungssystem Schläger.
Es gibt Schlagbewegungen, die sind ziemlich parallel, z.B. Volleyblock, da entspricht der optimale Schlagertreffpunkt weitgehend dem Masseschwerpunkt des Schlägers, weit am Schlägerherz. Und es gibt Schlagbewegungen, die enthalten einen hohen Anteil Rotation, z.B. Drive o. Aufschlag, daraus ergibt sich eine bessere Energieübertagung am schwingenden Ende des Schlägers.

go deep!
25.03.2007, 13:12
Sehr guter Post, OSP!:daumen:

OldStylePlayer
25.03.2007, 13:23
Denn für jeden, der damit sein Geld nicht verdient dürfte das nicht zu spüren sein. Dennoch gibt es nur einen Sweetspot :P

Ich denke, daß Du das doch selbst auch spürst:
Stell Dir folgendes vor:
Du stehst am Netz, Dein Gegner versucht, Dich mit einem scharfen Ball an der Vorhand zu passieren, Du kommst grad so mit der Spitze hin, würgst den Ball grad noch so rüber übers Netz, wo er kläglich runterfällt. Klassischer Fall von verfehltem Sweetspot.
Nun, stell Dir vor, Du erläufst einen Lob, kriegst ihn grad noch so, umläufst ihn so, daß Du ihn mit der Vorhand nehmen kannst, und machst das natürlich voll mit dem Handgelenk, weils anders zeitmäßig sowieso nicht geht. Du triffst ihn wieder nur ziemlich mit der Schlägerspitze und der Ball geht ab wie Sau! Vielleicht sogar mit Glück ins Feld. Klassischer Fall von Sweetspot. Natürlich spreche ich hier nicht von Rahmentreffern, sondern immer noch relativ weit im schwingenden Teil der Bespannung.

Winner
25.03.2007, 13:34
Hallo OldStylePlayer,
Der Sweetspot, besser der Sweetpoint, hat eine Größe eines 2 Eurostückes, der Sweetspot erreicht nicht einmal die Bierdeckelgröße. Ich muß A-Rod zustimmen, es gibt in jedem Schläger nur einen Punkt, wo sich der Sweetpoint befindet. Die Lage und Größe des SP ist abhängig von:
>> Rahmenkopfform
>> Anzahl der Saiten
>> Spannhärte der Saiten
Gleichzeitig möchte ich mit der Mär aufräumen, ATP-Profis treffen den Ball immer im Sweetpoint. Ich habe wenige Profischläger gesehen, die ihre Abnutzung nur im SP hatten, meistens war das Gegenteil der Fall.
Winner

go deep!
25.03.2007, 13:42
Der Sweetspot, besser der Sweetpoint, hat eine Größe eines 2 Eurostückes, der Sweetspot erreicht nicht einmal die Bierdeckelgröße. Ich muß A-Rod zustimmen, es gibt in jedem Schläger nur einen Punkt, wo sich der Sweetpoint befindet.
Winner
Dennoch gibt es nur einen Sweetspot :P

Der (Fehler)Teufel liegt im Detail ;)

OldStylePlayer
25.03.2007, 13:54
Gleichzeitig möchte ich mit der Mär aufräumen, ATP-Profis treffen den Ball immer im Sweetpoint. Ich habe wenige Profischläger gesehen, die ihre Abnutzung nur im SP hatten, meistens war das Gegenteil der Fall.

Ich stimme Dir da zu, das hat aber auch keiner gesagt. Die haben genauso ihre Zeitproblem beim Ball erlaufen wie alle anderen auch.



Ich muß A-Rod zustimmen, es gibt in jedem Schläger nur einen Punkt, wo sich der Sweetpoint befindet.

Das ist schlicht falsch, aber ich kann Dir jetzt kein Seminar in Kinematik und Rotation erteilen. --> weil er sich eben aus dem Bewegungsablauf ergibt.


Und ob Du den Sweetspot oder Sweetpoint 1cm oder 5cm groß werden läßt, hängt schließlich davon ab, wieviel Prozent der maximal möglichen Energieübertragung Du noch als "sweetspotzugehörig" definierst. Der optimale Punkt ist eben nur ein Punkt, also unendlich klein. Und im Sprachgebrauch sind es wohl mind. 50% der Maximalenergie, was aber bis jetzt nirgendswo fest definiert ist.

Victorious
25.03.2007, 15:01
Gleichzeitig möchte ich mit der Mär aufräumen, ATP-Profis treffen den Ball immer im Sweetpoint. Ich habe wenige Profischläger gesehen, die ihre Abnutzung nur im SP hatten, meistens war das Gegenteil der Fall.
Das möchte ich bezweifeln.

Ich denke, du warst schonmal bei einem ATP-Turnier und hast die Profis vor allem beim Training beobachtet. Dieser Knall im Treffpunkt ist einfach Musik und es klingt bei den Jungs wirklich nahezu immer so!
Ich schaffe das auch ab und an, dass es bei mir so klingt, aber nichtmal bei jedem zehnten Schlag ist das der Fall.

Das Geniale ist ja, dass man, wenn man den Ball in diesem Punkt trifft, kaum Kraft braucht, um den Ball zu beschleunigen. Und selbst wenn die Profis dann nur aus dem Stand spielen, knallt es trotzdem laut und der Ball geht ab wie Schmidts Katze.

OldStylePlayer
25.03.2007, 15:15
Das möchte ich bezweifeln.
...
Dieser Knall im Treffpunkt ist einfach Musik und es klingt bei den Jungs wirklich nahezu immer so!
...
Und selbst wenn die Profis dann nur aus dem Stand spielen, knallt es trotzdem laut und der Ball geht ab wie Schmidts Katze.
Genau! Im Training, "aus dem Stand", treffen sie natürlich im Sweetspot. Wenn sie das nicht schafften, brauchten sie gar nicht anzutreten.
Aber im Match, bei schnellen schwierigen Returns oder am Netz, sind die Profis auch oft mit weniger genauen Schlägen glücklich, nicht verfehlt zu haben.

Übrigens, wenn Du "aus dem Stand" bei einem Grundschlag nicht den Sweetspot treffen kannst, hast Du oberhalb der Bezirksliga sowieso nichts zu suchen....

Victorious
25.03.2007, 15:33
Bezirksliga spiele ich ja... ;)

OldStylePlayer
25.03.2007, 15:40
Bezirksliga spiele ich ja... ;)
Ja, dann sieh zu, daß Du das bald mit dem Sweetspot verstehst und treffen lernst, damit's nicht bei der Bezirksliga bleibt!

Kleiner Tip noch am Rande: Gib deiner Bespannung im Training 3kp mehr als Du bis jetzt gewöhnt bist, und Du weißt nach jedem Schlag ganz genau, ob Du den Sweetspot getroffen hast oder die Bälle aus dem Netz holen mußt...

Winner
25.03.2007, 16:22
Das ist schlicht falsch, aber ich kann Dir jetzt kein Seminar in Kinematik und Rotation erteilen. --> weil er sich eben aus dem Bewegungsablauf ergibt.


@ OldStylePlayer
Der Bewegungsablauf beim Schlagen hat nur minimal mit der Reaktion des Saitenbettes und der Reaktion des Schlägerkopfes zu tun. Oder du erfindest das Tennisspielen völlig Neu. Der Sweetpoint als optimaler Reaktionspunkt ist so klein wie du es beschreibst, doch er befindet sich nur an einem Punkt in der Bespannung und nicht an unterschiedlichen.
Dein Ratschlag an Victorius mit den Plus 3 kp. wäre dann optimal, wenn du ihm auch gleichzeitig eine Heilmethode für den kommenden Tennisarm empfohlen hättest.

@ Victorius
Ich habe einige gesehen, z.B. habe ich 6 mal das ATP-Finale mit den besten 8 der Weltrangliste betreut.
Der einzige Spieler, der den Ball wirklich im Sweetspot getroffen hat, war Manuel Orantes. Der hatte eine Trefferfläche eines 5 Markstückes, die restliche Fläche sah immer wie Neu aus.
Winner

OldStylePlayer
25.03.2007, 16:53
@ OldStylePlayer
Der Bewegungsablauf beim Schlagen hat nur minimal mit der Reaktion des Saitenbettes und der Reaktion des Schlägerkopfes zu tun. Oder du erfindest das Tennisspielen völlig Neu. Der Sweetpoint als optimaler Reaktionspunkt ist so klein wie du es beschreibst, doch er befindet sich nur an einem Punkt in der Bespannung und nicht an unterschiedlichen.

Der Bewegungsablauf hat tatsächlich NICHTS mit der "Reaktion des Saitenbetts" zu tun. Und der Schlägerkopf macht genau das, was Du mit Deiner Schlagbewegung vorgibst.
Entscheidend ist aber die Energie, die auf den Ball mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad übertragen wird. Und bei einer Rotation verlagert sich dieser optimale Punkt eben entsprechend der Rotationsgeschwindigkeit hin zum Ende des bewegten Masse. Das ist Physik, können wir beide nichts dran ändern.

Und jetzt noch ein Beispiel, damit Du Dir das auch vorstellen kannst: Stell Dir vor, Du bist beim Zelten und willst die Zeltheringe zum Befestigen der Seile in den Boden schlagen, hast aber den Hammer zu Hause vergessen. Du suchst und findest glücklicherweise eine stabile Holzlatte, 5 cm breit und 50 cm lang, 2cm dick. Nun willst Du die Heringe einschlagen, nimmst die Latte zwischen beide Hände und kloppst mit der Mitte den Hering rein. Das geht einigermaßen. Beim nächsten Hering wieder so, nur triffst Du den Hering dicht neben der rechten Hand. Du wirst in der linken Hand 'ne ordentliche Rückmeldung haben, daß da was nicht in Ordnung war (Sweetspot verfehlt). Und nun willst Du das ganze mit einer Hand machen. Du holst weit aus und schwingst die Latte voll mit einer Hand auf den Hering, triffst mit der Mitte der Latte und wirst dann ordentlich Schmerzen in der Schlaghand haben nach Deinem "Treffer". Schließlich führst Du noch einen Schlag genauso schwungvoll it der Latte aus, triffst aber mit dem oberen Ende, wie bei einem Hammer. Du wirst keinen brutalen Schlag in der Schlaghand fühlen, sondern der Hering wird im Erdreich verschwunden sein. (Sweetspot diesmal getroffen)



Dein Ratschlag an Victorius mit den Plus 3 kp. wäre dann optimal, wenn du ihm auch gleichzeitig eine Heilmethode für den kommenden Tennisarm empfohlen hättest.

Ja, dann soll er eben nur zwei kp straffer bespannen. Hauptsache er merkt den Unterschied als Rückmeldung und muß sich keine Sweetspotschablone kaufen, um zu erkennen, was los ist. Bei einer weichen Bespannung merke ich eben nicht, ob ich am optimalen Treffpunkt treffe, da sich der Schlag eben auch noch weit um den optimalen Treffpunkt herum gut anfühlt. Das nennen die Leute dann einen größeren Sweetspot.

Winner
25.03.2007, 17:00
Wie sprechen doch über den Sweetpoint ?
Das was du beschreibst ist der Nodalpoint. Doch auch dieser "wandert" nur minimal innerhalb des Saitenbettes.
Winner

OldStylePlayer
25.03.2007, 17:07
Wie sprechen doch über den Sweetpoint ?
Das was du beschreibst ist der Nodalpoint. Doch auch dieser "wandert" nur minimal innerhalb des Saitenbettes.
Winner
Ich sehe, Du hast nur Langeweile und kein wirkliches Interesse. Tschüß

A-Rod
25.03.2007, 19:18
Nein :rolleyes:

kunstkopfindianer
25.03.2007, 20:08
Hier noch ein, zwei Knochen...

Sweetspot: Simply put, the area of a strung racquet that provides the greatest energy return (power) and accuracy with the least amount of shock or vibration. There are actually 3 sweetspots: Sweetspot 1 is the Center of Percussion (COP) and offers the least amount of initial shock to the hand when struck. Shock is generally accepted as being potentially most harmful to player's arms. Sweetspot 2 is the Nodal Point (or Node) and produces the least amount of vibration when struck. Frame vibration is what players feel after ball contact (lingering, low-level oscillation) in certain (generally more flexible) racquets. While uncomfortable, frame vibration doesn't pose the same injury risk that frame shock does and can be effectively reduced with handle systems, such as Prince's Air+ Comfort Handle (found on their More racquet line) or Head's ShockStop Technology. Sweetspot 3 is the area of Maximum Coefficient of Restitution, or a racquet's power. It is the lowest of the 3 sweetspots. Location of sweetspot is determined by several factors, including racquet weight, balance, length, headsize and string tension.
Quelle: http://www.tennis-warehouse.com/LC/RacquetStringTerms.html


http://en.wikipedia.org/wiki/Center_of_percussion

MagicUwe
25.03.2007, 20:50
Die Diskussion ist doch besser als ich erhofft hatte.

Mir geht es darum, sich darüber klar zu werden, wo man den Ball (situationsbedingt) optimal treffen sollte. Diesen Punkt dann auf den Saiten zu markieren, erscheint mir dann konsequent vielleicht auch sinnvoll.

Der Sweetpoint als optimaler Reaktionspunkt ist so klein wie du es beschreibst, doch er befindet sich nur an einem Punkt in der Bespannung und nicht an unterschiedlichen.

Es gibt pro Schlagausführung genau einen optimalen Treffpunkt, den Sweetspot, an dem die Energie optimal an den Ball übertragen wird. Der ergibt sich aus dem Zusammenwirken des Schwingungssystems Saitenbrett und dem Schwingungssystem Schläger.
Es gibt Schlagbewegungen, die sind ziemlich parallel, z.B. Volleyblock, da entspricht der optimale Schlagertreffpunkt weitgehend dem Masseschwerpunkt des Schlägers, weit am Schlägerherz. Und es gibt Schlagbewegungen, die enthalten einen hohen Anteil Rotation, z.B. Drive o. Aufschlag, daraus ergibt sich eine bessere Energieübertagung am schwingenden Ende des Schlägers.
Genau deswegen bin ich auch auf das Thema gekommen. Ich habe auch das Gefühl, dass sich der optimale Treffpunkt für Grundschläge und Aufschlag leicht nach oben verschiebt. Auf einigen Fotos oder in Zeitlupen von Profis ist mir das auch aufgefallen.

Beim Vergleich mit "geometrische Mitte" einer Schlägerfläche bin ich dann ins grübeln gekommen

Von einer Sweet-Spot-Schablone hätte ich dann auch eher eine Verschiebung nach oben erwartet.

Winner und OldStylePlayer, widersprecht ihr euch wirklich oder redet ihr von verschiedenen Sachen?

Tomaso
25.03.2007, 20:59
Mir geht es darum, sich darüber klar zu werden, wo man den Ball (situationsbedingt) optimal treffen sollte. Diesen Punkt dann auf den Saiten zu markieren, erscheint mir dann konsequent vielleicht auch sinnvoll.

Willst Du während dem Spiel auf deinen Schläger oder auf den Ball schauen?

MagicUwe
25.03.2007, 21:19
Willst Du während dem Spiel auf deinen Schläger oder auf den Ball schauen?
Während der Ballwechsel auf den Ball, dazwischen aber auch mal auf den markierten Schläger. Vielleicht bring es gar nichts, aber ich denke, einen kleinen Versuch ist es wert.

Ich bin zwar kaum Golfer, aber ich habe mir sagen lassen dass man da auch Schlagbewegung und Treffpunkt visualisiert. Und das habe ich auch mit Auge-Hand-Sweet-Spot-Koordiantion gemeint.


Ich habe noch etwas gefunden; allerdings bis jetzt nur kurz überflogen:
Tennis Raquet Physics (http://www.physics.usyd.edu.au/~cross/tennis.html)

Jedenfalls haben sich schon ein paar Leute darüber Gedanken gemacht ...

Thomas
26.03.2007, 08:41
Es gibt Schlagbewegungen, die sind ziemlich parallel, z.B. Volleyblock, da entspricht der optimale Schlagertreffpunkt weitgehend dem Masseschwerpunkt des Schlägers, weit am Schlägerherz. Und es gibt Schlagbewegungen, die enthalten einen hohen Anteil Rotation, z.B. Drive o. Aufschlag, daraus ergibt sich eine bessere Energieübertagung am schwingenden Ende des Schlägers.
Das ist absoluter Quatsch. Der Masseschwerpunkt eines Objektes ist in unserem Fall gleichzusetzen mit der Balancepunkt. Somit wäre nach deiner Aussage z.B. bei meinem Schläger der optimale Treffpunkt außerhalb der Schlagfläche. Und egal ob du Drive oder einen Schlag mit enormer Rotation spielst, das beste Übertragungsverhältnis hast du immer annähernd an der gleichen Stelle des Schläger. Und darum ist deine nächste Aussage auch absolut falsch. Ihr vergesst einen entscheidenden Punkt und dessen Auswirkung im ganzen System. Betrachtet die Saite einmal rein physikalisch, was eigentlich euer Grundgedanke ist. Dann ist sie aus meiner Sicht ein Energiespeicher. Dieser funktioniert nur optimal im SP und nimmt exorbitant ab, wenn er nicht getroffen wird. An allen anderen Stellen wird die Energie nicht mehr gespeichert, sondern in Schock-, Schwingungs-, und Vibrationsenergie umgewandelt... sprich, sie gehen dir / euch verloren und haben die berühmten Nebenwirkungen.

Entscheidend ist aber die Energie, die auf den Ball mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad übertragen wird. Und bei einer Rotation verlagert sich dieser optimale Punkt eben entsprechend der Rotationsgeschwindigkeit hin zum Ende des bewegten Masse. Das ist Physik, können wir beide nichts dran ändern.
Du magst zwar etwas am Wirkungsgrad gewinnen, wenn du den Ball mit einer hohen Rotation weiter oben im Kopf triffst... wirst aber im Gegenzug deutlich mehr verlieren, weil du den “Energiespeicher“ nicht optimal triffst und nutzt.

Und jetzt noch ein Beispiel, damit Du Dir das auch vorstellen kannst: Stell Dir vor, Du bist beim Zelten und willst die Zeltheringe zum Befestigen der Seile in den Boden schlagen, hast aber den Hammer zu Hause vergessen. Du suchst und findest glücklicherweise eine stabile Holzlatte, 5 cm breit und 50 cm lang, 2cm dick. Nun willst Du die Heringe einschlagen, nimmst die Latte zwischen beide Hände und kloppst mit der Mitte den Hering rein. Das geht einigermaßen. Beim nächsten Hering wieder so, nur triffst Du den Hering dicht neben der rechten Hand. Du wirst in der linken Hand 'ne ordentliche Rückmeldung haben, daß da was nicht in Ordnung war (Sweetspot verfehlt). Und nun willst Du das ganze mit einer Hand machen. Du holst weit aus und schwingst die Latte voll mit einer Hand auf den Hering, triffst mit der Mitte der Latte und wirst dann ordentlich Schmerzen in der Schlaghand haben nach Deinem "Treffer". Schließlich führst Du noch einen Schlag genauso schwungvoll it der Latte aus, triffst aber mit dem oberen Ende, wie bei einem Hammer. Du wirst keinen brutalen Schlag in der Schlaghand fühlen, sondern der Hering wird im Erdreich verschwunden sein. (Sweetspot diesmal getroffen)
1. Das kannst du als Beispiel nicht heran führen, da die Funktionsweise eines Schlägers eine ganz andere ist. Der Schläger hat nur ein Haltelager und dazu ein Dämpfungselement bzw. Energiespeicher... je nach Betrachtungsweise.
2. Wenn ich beim Einschlagen des Herings dicht neben meiner rechten Hand einen Treffer lande, wird die linke Hand kaum etwas davon spüren, da sie den langen Hebel hat.
Die rechte Hand hat das Problem, da auf sie deutlich höhere Rückstellkräfte einwirken.

Erkläre doch einmal, was exakt mit den beiden Händen passiert, wenn der Hering neben der rechten Hand getroffen wird. In welche Richtung bewegen sich die Hände direkt nach dem Treffer.

Ich sehe, Du hast nur Langeweile und kein wirkliches Interesse. Tschüß
Und solche Kommentare kannst du dir sparen. Wer lesen kann ist deutlich im Vorteil.

Nach dem Motto:
Was ich nicht verstehe begegne ich mit Ignoranz.. echt tolle Einstellung.

Ihr zieht euch an falschen Tatsachen hoch und verteidigt sie auch noch vehement. Da versucht jemand zu helfen und aufgrund seines fundierten Wissen die Sache richtig zu stellen bzw. ins korrekte Licht zu rücken... aber das hatten wir schon ein paar mal.

OldStylePlayer
26.03.2007, 11:34
Also ich antworte hier nur noch mal, weil hier jemand versucht, mit sprachlichen Mitteln, den inhaltlich größten Unfug zu verschaukeln.


Der Masseschwerpunkt eines Objektes ist in unserem Fall gleichzusetzen mit der Balancepunkt. Somit wäre nach deiner Aussage z.B. bei meinem Schläger der optimale Treffpunkt außerhalb der Schlagfläche. Und egal ob du Drive oder einen Schlag mit enormer Rotation spielst, das beste Übertragungsverhältnis hast du immer annähernd an der gleichen Stelle des Schläger.


Stop, Du übergehst absichtlich, was ich geschrieben habe am Anfang(kannst Du nachlesen: "Es gibt pro Schlagausführung genau einen optimalen Treffpunkt, den Sweetspot, an dem die Energie optimal an den Ball übertragen wird. Der ergibt sich aus dem Zusammenwirken des Schwingungssystems Saitenbrett und dem Schwingungssystem Schläger.")
Du hast das hier einfach auf das Schwingungssystem Schläger reduziert.
Dein Schläger kann aber sehr wohl, wenn er besonders grifflastig ist, seinen Schwerpunkt außerhalb des Saitenbretts haben und hätte als eigenständiges Schwingungssystem auch dort seinen optimalen Treffpunkt. Mit dem Saitenbrett zusammen und dessen optimalen Schwingungsmittelpunkt Saitenmitte ergibt sich ein resultierender optimaler Treffpunkt, wo dann die Energie am besten an den Ball weitergegeben wird.
Und wenn Du schreibst :egal ob mit oder ohne Rotation, das beste Übertragungsverhältnis immer an der gleichen Stelle, dann vernachlässigst Du physikalische Grundgesetze (Nachlesen im Formelwerk "Rotationsimpuls")
Im übrigen ist der Drive ein Schlag mit Rotation, hier hast Du offenbar auch ein falsches Verständnis. Der Volleyblock ist eher ein parallel geführter Schlag.




Und darum ist deine nächste Aussage auch absolut falsch. Ihr vergesst einen entscheidenden Punkt und dessen Auswirkung im ganzen System. Betrachtet die Saite einmal rein physikalisch, was eigentlich euer Grundgedanke ist. Dann ist sie aus meiner Sicht ein Energiespeicher. Dieser funktioniert nur optimal im SP und nimmt exorbitant ab, wenn er nicht getroffen wird. An allen anderen Stellen wird die Energie nicht mehr gespeichert, sondern in Schock-, Schwingungs-, und Vibrationsenergie umgewandelt... sprich, sie gehen dir / euch verloren und haben die berühmten Nebenwirkungen.

Was für ein BlaBlaBla !!!
Ok. Saite ist Energiespeicher, richtig.
"sondern in Schock-, Schwingungs-, und Vibrationsenergie umgewandelt..."
...hahaha ... .drei Worte für das gleiche: Schwingungsenergie. Hört sich aber gut an. Nur die treten eben auch auf, wenn der Sweetspot getroffen wird, mit dem Unterschied, daß dann die Auslenkung so ist, daß im Griff der Schwingungsruhepunkt (Schwingungsknoten) ist. Hört sich aber gut an, vor allem mit Deiner Einleitung "und darum ist die nächste Aussage auch falsch". Schwätzer!


Du magst zwar etwas am Wirkungsgrad gewinnen, wenn du den Ball mit einer hohen Rotation weiter oben im Kopf triffst... wirst aber im Gegenzug deutlich mehr verlieren, weil du den “Energiespeicher“ nicht optimal triffst und nutzt.

Und das ist der allergrößte Unfug. Aber wie gesagt, ich schreibe jetzt nur nochmal was, weil's sich so schön anhört und in schönen langen Sätzen glaubhaft erscheinen möchte.
"Der Wirkungsgrad sei höher, wenn ich den Energiespeicher nicht optimal nutze?!?!" . Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von genutzter zu aufgewendeter Energie! (Physik 7. Klasse) Mit ungenutzter Energie wäre der Wirkungsgrad schlechter. Aber Dein Satz hört sich oberflächlich gelesen gut an. BlaBlaBla




1. Das kannst du als Beispiel nicht heran führen, da die Funktionsweise eines Schlägers eine ganz andere ist. Der Schläger hat nur ein Haltelager und dazu ein Dämpfungselement bzw. Energiespeicher... je nach Betrachtungsweise.


Und hier verstehe ich gleich gar nichts mehr ! Wahrscheinlich schreibst hier für einen anderen Post...

Gehe in die Politik!

f_panthers
26.03.2007, 11:48
@OldStylePlayer:

Bitte mässige Deine Ausdrucksweise! Persönliche Anfeindungen oder Beleidigungen haben in den Posts nichts zu suchen. Man darf ja ruhig anderer Meinung sein, aber bitte in einem sprachlichen/sachlichen Rahmen.

Soll heissen: Ich erwarte eine Entschuldigung/Erklärung Deinerseits.

Winner
26.03.2007, 12:06
@OldStylePlayer
Thomas und ich haben lediglich versucht, deine verwechselten Begriffe in die richtigen Bahnen zu lenken. Diese Fachbegriffe, sollte man erst einmal analysieren und die Wirkungsweisen verstehen, danach sollte man die Diskussion weiterführen.
Seit dem Zeitpunkt als das erste "Netz" in einen Tennisschläger eingezogen wurde, gibt es nur einen Sweetpoint und diesen immer nur an einer Stelle in diesen Schläger, mehr nicht.
Winner

OldStylePlayer
26.03.2007, 13:09
@OldStylePlayer:

Bitte mässige Deine Ausdrucksweise! Persönliche Anfeindungen oder Beleidigungen haben in den Posts nichts zu suchen.


Ich vermute, Du hast nur die Seite 4 gelesen und nicht vorher ? Naja, trotzdem:

Also was meinen Beitrag angeht, störst Du Dich wahrscheinlich an den Worten BlaBlaBla und Schwätzer. Da frage ich Dich allerdings, wie Du das denn sonst bezeichnen willst, wenn jemand mit vielen gleichen Worten den Satz extra lang zieht und nichts zusätzliches sagt, bzw. wenn er ganz einfache logische Zusammenhänge (siehe Bsp. Wirkungsgrad) durch lange Sätze leugnen und verwässern will? (Ich glaube nicht, daß hier einer ist, der vor der 7.Klasse die Schule verlassen hat) In meinem Verständnis nennt man das dann Schwatzen und das Subjekt dazu heißt Schwätzer. Ich habe das ganze nur beim Namen genannt, da Ihr wahrscheinlich mit dem philosophisch gebräuchlicheren Wort "Eristik" und deren Mittel nichts anzufangen gewußt hättet. Einfache Sprache ist ja schließlich ein Teil intellektueller Redlichkeit, oder nicht?

In einem andern Thread bin ich betitelt worden: "Willst Du uns verarschen? " was ja nun wirklich anfeindlich ist
............................... und es blieb unkommentiert.

Es ist sicherlich nicht gut, wenn man jegliche Polarität, die auch artikuliert wird, aus einem Forum verbannt. Denn erst durch den Dialog und die Kritik - auch des Sprachstils - gewinnen schließlich Zustimmung und Konsens bei anderer Gelegenheit wirklichen Wert und Überzeugungskraft.

MagicUwe
26.03.2007, 13:10
@OldStylePlayer:

Bitte mässige Deine Ausdrucksweise! Persönliche Anfeindungen oder Beleidigungen haben in den Posts nichts zu suchen. Man darf ja ruhig anderer Meinung sein, aber bitte in einem sprachlichen/sachlichen Rahmen.

Soll heissen: Ich erwarte eine Entschuldigung/Erklärung Deinerseits.
Ich will jetzt für keinen Partei ergreifen, aber dann müsste das für einige andere in diesem Thread auch gelten. Solange es um die Sache geht ...

Die Verwendung der Begriffe scheint aber nicht einheitlich zu sein. An der Problematik ändert sich aber wohl trotzdem nichts!

Sweetspot: Simply put, the area of a strung racquet that provides the greatest energy return (power) and accuracy with the least amount of shock or vibration. There are actually 3 sweetspots: Sweetspot 1 is the Center of Percussion (COP) and offers the least amount of initial shock to the hand when struck. Shock is generally accepted as being potentially most harmful to player's arms. Sweetspot 2 is the Nodal Point (or Node) and produces the least amount of vibration when struck. Frame vibration is what players feel after ball contact (lingering, low-level oscillation) in certain (generally more flexible) racquets. While uncomfortable, frame vibration doesn't pose the same injury risk that frame shock does and can be effectively reduced with handle systems, such as Prince's Air+ Comfort Handle (found on their More racquet line) or Head's ShockStop Technology. Sweetspot 3 is the area of Maximum Coefficient of Restitution, or a racquet's power. It is the lowest of the 3 sweetspots. Location of sweetspot is determined by several factors, including racquet weight, balance, length, headsize and string tension. - http://www.tennis-warehouse.com/LC/RacquetStringTerms.html


1. The sweet spots of a racquet

A tennis racquet, like a baseball or cricket bat, has two sweet spots. If a ball impacts at either of these spots, the force transmitted to the hand is sufficiently small that the player is almost unaware that the impact has occured. If the ball impacts at a point well away from the sweet spots, the player will feel some jarring and vibration of the handle. One of the sweet spots is the vibration node, located near the centre of the strings. The other sweet spot is called the centre of percussion (COP). These and some other significant spots on a racquet are shown below.

Contrary to popular opinion, the two sweet spots do not coincide with the point at which the ball rebounds with maximum speed, nor do they define the spots where the force on the hand is zero. Forces on the hand arise from three independent motions of the handle, namely rotation, translation and vibration. The vibrational component is absent when a ball strikes the vibration node. The rotational component, arising from recoil of the racquet head, exerts a torque on the hand, causing it rotate about an axis through the wrist. As a result, a force is always exerted on the upper part of the hand, and a force in the opposite direction is always exerted on the lower part of the hand. The two forces are equal and opposite for an impact at the COP, with the result that there is then no net force on the hand or forearm. This means that there is no sudden jarring of the arm for an impact at the COP. http://www.physics.usyd.edu.au/~cross/tennis.html

f_panthers
26.03.2007, 13:39
Habe nichts gegen ein Streitgespräch oder unterschiedliche Meinungen. Nur glaubst Du wirklich, dass Du mit den Vokabeln "Schwätzer" und "blablabla" sowie einigen weiteren Äußerungen Deiner Meinung bessere Nachhaltigkeit verleihst?

Ich weiss, jetzt wird es wieder von allen möglichen Seiten auf mich einprasseln, weil ich es gewagt habe zu moderieren. Aber wenn ihr wirklich der Meinung seid, dass das hier momentan alles so ok ist wie es läuft, dann verspüre ich wirklich wenig Lust weiter hier irgendwie an der Diskussion teilzunehmen. Dazu ist mir meine Zeit definitiv zu schade.

p.s.: Solche Sätze wie "Aber der hat angefangen!" höre ich eigentlich eher von meiner 4-jährigen Tochter.

LittleMac
26.03.2007, 14:03
Habe nichts gegen ein Streitgespräch oder unterschiedliche Meinungen. Nur glaubst Du wirklich, dass Du mit den Vokabeln "Schwätzer" und "blablabla" sowie einigen weiteren Äußerungen Deiner Meinung bessere Nachhaltigkeit verleihst?

Ich weiss, jetzt wird es wieder von allen möglichen Seiten auf mich einprasseln, weil ich es gewagt habe zu moderieren. Aber wenn ihr wirklich der Meinung seid, dass das hier momentan alles so ok ist wie es läuft, dann verspüre ich wirklich wenig Lust weiter hier irgendwie an der Diskussion teilzunehmen. Dazu ist mir meine Zeit definitiv zu schade.

p.s.: Solche Sätze wie "Aber der hat angefangen!" höre ich eigentlich eher von meiner 4-jährigen Tochter.
:daumen:
Mehr ist zum Thema "Stil" an dieser Stelle wirklich nicht zu sagen.
Und was das Fachliche anbelangt: Ich würde OldStylePlayer nur empfehlen, sich von Winner das mit dem Nodalpunkt nochmal erklären zu lassen. Vermutlich wird Dir dann klar, wo BEI DIR der grundsätzliche Fehler liegt.

A-Rod
26.03.2007, 15:16
@ OldstylePlayer

Für persönliche Anfeindungen bin ich du und bekannt ;) Nimm mir diesen Ruf nicht weg ;)

und ich sagte am Anfang bereits, dass sowas unmerkbar ist für so Leute wie uns. Also akzeptier das vielleicht :P

Thomas
26.03.2007, 15:58
Jetzt wird es schwer.

Also ich antworte hier nur noch mal, weil hier jemand versucht, mit sprachlichen Mitteln, den inhaltlich größten Unfug zu verschaukeln.
Na wenn du das meinst.


Zitat von Thomas

Der Masseschwerpunkt eines Objektes ist in unserem Fall gleichzusetzen mit der Balancepunkt. Somit wäre nach deiner Aussage z.B. bei meinem Schläger der optimale Treffpunkt außerhalb der Schlagfläche. Und egal ob du Drive oder einen Schlag mit enormer Rotation spielst, das beste Übertragungsverhältnis hast du immer annähernd an der gleichen Stelle des Schläger. Stop, Du übergehst absichtlich, was ich geschrieben habe am Anfang(kannst Du nachlesen: "Es gibt pro Schlagausführung genau einen optimalen Treffpunkt, den Sweetspot, an dem die Energie optimal an den Ball übertragen wird. Der ergibt sich aus dem Zusammenwirken des Schwingungssystems Saitenbrett und dem Schwingungssystem Schläger.")

Bis hier unterschreibe ich dir das sogar.

Du hast das hier einfach auf das Schwingungssystem Schläger reduziert.

Nicht ich übergehe etwas sondern du. Dann bringen wir Deinen erwähnten Satz einmal zu Ende... auf den sich meine Aussage bezieht.

Es gibt Schlagbewegungen, die sind ziemlich parallel, z.B. Volleyblock, da entspricht der optimale Schlagertreffpunkt weitgehend dem Masseschwerpunkt des Schlägers, weit am Schlägerherz. Und es gibt Schlagbewegungen, die enthalten einen hohen Anteil Rotation, z.B. Drive o. Aufschlag, daraus ergibt sich eine bessere Energieübertagung am schwingenden Ende des Schlägers.Dieser Satz, herunter gebrochen auf den Inhalt sagt doch folgendes. Die beste Energieübertragung wandert entsprechenddes Schlages über den Schläger... ich hoffe einfach genug ausgedrückt. Und das sagst aus, das sich die grundlegenden physikalischen Eigenschaften des Schlägers ändern, nur weil sich die Bewegungsrichtung dieses ändert. Nur die Wirkung kann sich ändern, aber nicht die Eigenschaft... und der SP ist eine Eigenschaft des Schlägers. Das zur Begründung meiner Aussage... nichts mit weglassen bzw. übergehen.

Dein Schläger kann aber sehr wohl, wenn er besonders grifflastig ist, seinen Schwerpunkt außerhalb des Saitenbretts haben und hätte als eigenständiges Schwingungssystem auch dort seinen optimalen Treffpunkt. Mit dem Saitenbrett zusammen und dessen optimalen Schwingungsmittelpunkt Saitenmitte ergibt sich ein resultierender optimaler Treffpunkt, wo dann die Energie am besten an den Ball weitergegeben wird.Ich vermute hier, dass du den Gedanken der Kräfte verfolgst... Freimachen des Körpers. Das Saitenbett ist ein fest eingebundenes System in einem freien System. Meine Aussage betrifft fast alle Schläger am Markt. Der durchschnittliche Balancepunkt (Massepunkt) befindet sich in der Regel ca. 32-36 cm vom Griffende und damit im Herz bzw. nur ein paar Zentimeter auf der Schlägerfläche.

Und wenn Du schreibst :egal ob mit oder ohne Rotation, das beste Übertragungsverhältnis immer an der gleichen Stelle, dann vernachlässigst Du physikalische Grundgesetze (Nachlesen im Formelwerk "Rotationsimpuls")Hier verwechselst du wieder eine Eigenschaft und eine Wirkung. Der Rotationsimpuls ist eine Wirkung, die durch die besagten Eigenschaften bestimmt werden, aber nicht veränderlich sind... soweit mein Verständnis zur Physik hier. Oder ganz einfach: Aktion und Reaktion. Die Eigenschaften des Rackets, in diesem Fall auf den SP reduziert, bewirken in ihrer Bewegung (Aktion) eine Reaktion am Ball und natürlich auch Rückwirkungen auf den Schläger (Schwingungen etc.).

Im übrigen ist der Drive ein Schlag mit Rotation, hier hast Du offenbar auch ein falsches Verständnis. Der Volleyblock ist eher ein parallel geführter Schlag.

Sorry, habe ich nicht richtig drauf geachtet... hast aber Recht.


Zitat von Thomas
Und darum ist deine nächste Aussage auch absolut falsch. Ihr vergesst einen entscheidenden Punkt und dessen Auswirkung im ganzen System. Betrachtet die Saite einmal rein physikalisch, was eigentlich euer Grundgedanke ist. Dann ist sie aus meiner Sicht ein Energiespeicher. Dieser funktioniert nur optimal im SP und nimmt exorbitant ab, wenn er nicht getroffen wird. An allen anderen Stellen wird die Energie nicht mehr gespeichert, sondern in Schock-, Schwingungs-, und Vibrationsenergie umgewandelt... sprich, sie gehen dir / euch verloren und haben die berühmten Nebenwirkungen.

Was für ein BlaBlaBla !!!
Ok. Saite ist Energiespeicher, richtig.
"sondern in Schock-, Schwingungs-, und Vibrationsenergie umgewandelt..."
...hahaha ... .drei Worte für das gleiche: Schwingungsenergie.

Du meinst also, das die Energien die gleichen sind... ich nicht.
Nur der Unterschied der Beiden wichtigsten.
Die Schwingungsenergie ist die Stärkste und verwindet / verbiegt den ganzen Schläger.
Die Vibrationsenergie verwindet nicht den Schläger, sondern hierbei handelt es sich hochfrequente Schwingungen (halt Vibrationen) im Rahmen... sehr geliebt von den Sehnen >>> Tennis- und Golferarm.

Hört sich aber gut an. Nur die treten eben auch auf, wenn der Sweetspot getroffen wird, mit dem Unterschied, daß dann die Auslenkung so ist, daß im Griff der Schwingungsruhepunkt (Schwingungsknoten) ist. Hört sich aber gut an, vor allem mit Deiner Einleitung "und darum ist die nächste Aussage auch falsch". Was meinst du, was an Schwingungsenergie in deinem Schwingungsruhepunkt noch ankommt, wenn du den SP zu 100% triffst. Oder umgedreht gedacht. Wo wandert dieser Punkt hin, wenn du 1 cm außerhalb des SP triffst.

Schwätzer!Auf Beleidigungen gehe ich nicht ein.


Zitat:
Zitat von Thomas

Du magst zwar etwas am Wirkungsgrad gewinnen, wenn du den Ball mit einer hohen Rotation weiter oben im Kopf triffst... wirst aber im Gegenzug deutlich mehr verlieren, weil du den “Energiespeicher“ nicht optimal triffst und nutzt. Und das ist der allergrößte Unfug. Aber wie gesagt, ich schreibe jetzt nur nochmal was, weil's sich so schön anhört und in schönen langen Sätzen glaubhaft erscheinen möchte.
"Der Wirkungsgrad sei höher, wenn ich den Energiespeicher nicht optimal nutze?!?!"

Erst einmal richtig lesen. Anscheinend habe ich die Sätze noch nicht lang genug ausgefeilt, es sind noch Fragen offen bzw. es wird immer noch nicht alles verstanden... zumindest von manchen.

Eigenzitat Sinngemäß, weil anscheinend zu schwer: Du gewinnst an Wirkungsgrad bei einer höheren Rotationsgeschwindigkeit wenn du weiter oben im Kopf triffst, verlierst (das ist das Gegenteil von mehr) im Gegenzug deutlich, da der Energiespeicher nicht richtig genutzt wird.
Gesamtergebnis ist deutlich Negativ.

Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von genutzter zu aufgewendeter Energie! (Physik 7. Klasse) Mit ungenutzter Energie wäre der Wirkungsgrad schlechter. Aber Dein Satz hört sich oberflächlich gelesen gut an. Dann ließ ihn doch mal richtig, ich werde nicht die Klasseneinteilung für Lesen vornehmen.

BlaBlaBlaHättest du richtig gelesen, müsste ich mir solche Sachen jetzt nicht anhören.



Zitat von Thomas

1. Das kannst du als Beispiel nicht heran führen, da die Funktionsweise eines Schlägers eine ganz andere ist. Der Schläger hat nur ein Haltelager und dazu ein Dämpfungselement bzw. Energiespeicher... je nach Betrachtungsweise.

Und hier verstehe ich gleich gar nichts mehr ! Wahrscheinlich schreibst hier für einen anderen Post...

Nee, genau auf diesen.

Und jetzt noch ein Beispiel, damit Du Dir das auch vorstellen kannst: Stell Dir vor, Du bist beim Zelten und willst die Zeltheringe zum Befestigen der Seile in den Boden schlagen, hast aber den Hammer zu Hause vergessen. Du suchst und findest glücklicherweise eine stabile Holzlatte, 5 cm breit und 50 cm lang, 2cm dick. Nun willst Du die Heringe einschlagen, nimmst die Latte zwischen beide Hände und kloppst mit der Mitte den Hering rein. Das geht einigermaßen. Beim nächsten Hering wieder so, nur triffst Du den Hering dicht neben der rechten Hand. Du wirst in der linken Hand 'ne ordentliche Rückmeldung haben, daß da was nicht in Ordnung war (Sweetspot verfehlt). Und nun willst Du das ganze mit einer Hand machen. Du holst weit aus und schwingst die Latte voll mit einer Hand auf den Hering, triffst mit der Mitte der Latte und wirst dann ordentlich Schmerzen in der Schlaghand haben nach Deinem "Treffer". Schließlich führst Du noch einen Schlag genauso schwungvoll it der Latte aus, triffst aber mit dem oberen Ende, wie bei einem Hammer. Du wirst keinen brutalen Schlag in der Schlaghand fühlen, sondern der Hering wird im Erdreich verschwunden sein. (Sweetspot diesmal getroffen)

Erkläre doch einmal, was exakt mit den beiden Händen passiert, wenn der Hering neben der rechten Hand getroffen wird. In welche Richtung bewegen sich die Hände direkt nach dem Treffer.

Beantworte doch die Frage und rede nicht drum her rum.
Vielleicht kommst du dann dahinter, was mit meinen Antworten gemeint ist bzw. was an deiner Aussage nicht so ganz richtig ist.
Gehe in die Politik!

Wenn du den Vorsitz machst. :D

MagicUwe
26.03.2007, 21:45
Also noch mal ganz praktisch:

http://www.physics.usyd.edu.au/~cross/tennis_files/image001.jpg

Quelle: PHYSICS OF TENNIS - The sweet spots of a racquet (http://www.physics.usyd.edu.au/~cross/tennis.html)

Winner & Co, wo ist euer einziger Sweet-Point?
Wo sollte man im modernen Tennis den Treffpunkt bei seinen Grundschlägen haben?

go deep!
26.03.2007, 22:08
Die Wahl zum Tennis Prof des Monats läuft im Hintergrund schon auf Hochtouren ;)

Sehr sehr viele Informationen, manches schwerer nachvollziehbar, aber letztendlich doch meist unterhaltsam, ohne zu langweilig zu sein... ;)

MarcB
26.03.2007, 22:16
Kann gd! nur zustimmen. Um diesen Thread inhaltlich komplett nachvollziehen zu können, sollte man sich durchaus nicht wenig Zeit nehmen.;)

Gruß
Marc

Thomas
27.03.2007, 08:12
@ MagicUwe

Schön.

In Englisch hatte ich nur eine 4.
Aber selbst wenn ich den Text lese, steht nach meinem Verständnis darin, dass nur einer der Punkte der Punkt (absoluter Vibrationsnullpunkt) ist.

Thomas
27.03.2007, 08:47
Ich habe noch ein wenig weiter gelesen.

In diesem Bild ist sehr schön zu sehen, das es nur eine Stelle gibt, wo die Kraft F3 = 0 ist. Und das ist der Punkt (COP), der eigentlich für unser Tennisspiel interessant bzw. relevant ist.


Großansicht (http://img224.imageshack.us/my.php?image=krftetennisschlgerwx6.jpg)

http://img224.imageshack.us/img224/2363/krftetennisschlgerwx6.th.jpg (http://img224.imageshack.us/my.php?image=krftetennisschlgerwx6.jpg)
(http://img224.imageshack.us/my.php?image=krftetennisschlgerwx6.jpg)

Winner
27.03.2007, 10:45
@MagicUwe
Ich hatte mir schon gedacht, daß dieser Artikel irgendwann hier auftaucht, warum? Dieser Artikel hat in der Fachwelt deshalb Unverständnis ausgelöst, da er seine Ergebnisse mit einem festmontierten Schläger mit dem freischwingenden Schläger gleichsetzt und diese 1 zu 1 überträgt.(Dies war jedoch schon Ende der 80 er Jahre) Das hat damals die Uni-Wien veranlasst die gleichen Testreihen mit einem Schlagroboter mit beweglichen Arm durchzuführen.
Auch die Sporthochschule Köln hat eine Serie jedoch mit Probanden gemacht. (Firmenauftrag)
Diese Ergebnisse flossen in den Schlägerbau ein mit der Konsequenz, daß es Heute fast kein Racket mehr ohne eigenes Dämpfungssystem gibt.
Wer genau liest sollte mal unter Punkt 3 lesen, dort steht frei übersetzt:
Es scheint so ganz gleich zu sein, wo man den Ball trifft!
Frage: wer kann das mit seinem "Fühlen" des eigenen Spieles bestätigen?
Der Punkt 4 dieses Artikels kommt der Wirklichkeit am nächsten. Jedoch ist der Sweetpoint nicht so tief angesiedelt wie auf der ersten Graphik zu sehen. ( wird durch den starr montierten Schläger ausgelöst
Alle drei Positionen sind leicht Richtung Schlägerherz verschoben. Die einzelnen Postionen sind ansonsten ganz gut erklärt. Meine eigene "verständliche" Erklärung lautet:

Meine Sweetpoint Definition lautet:

Der Saitenreaktionspunkt in der Bespannung, aus der, der Ball mit der höchsten Beschleunigung, den geringsten Vibrationen herausgeschleudert wird und der Ballaufprallwinkel und Abprallwinkel exakt gleich ist.

Der Sweetspot ist die nächste Umgebung um den Sweetpoint herum. Diese Fläche ist unterschiedlich groß und richtet sich nach Kopfgröße, Kopfform und Spannhärte. Der Sweetpoint befindet sich immer in der Längsachse des Schlägers, meistens mehr Richtung Schlägerherz . Der geometrische Mittelpunkt einer Bespannung wird heute als Nodalpunkt bezeichnet.

Wer mehr über die Reaktion seiner Saite im Schläger lernen möchte, sollte ähnlich dem Bild "hear a raquet vibrate" den Schläger halten.
(Ich halte ihn zwischen Daumen und Zeigefinger, jedoch 2 bis 3 cm unter der Griffkappe, jedoch quer zum Schläger, da spürt man mehr und deutlicher)

Dann jedoch anstelle eines Balles einen leichten Hammer (max 100 gr.) nun mit leichten Schlägen die Bespannung anklopfen und abklopfen.
Dabei kann jeder die Reaktionen (=Vibrationen) spüren. Auch wird die Torsion eines Rackets erkennbar, sobald man aus der Mitte abweicht.

Nun klopft mal schön, mit etwas Übung findet ihr schnell heraus, was wo und wie reagiert.
PS: Die Saitenschwingungsfrequentz = 530 bis 560 hz.
Winner

terrier
27.03.2007, 11:17
:confused: ----------:suprise: ----------:help:-------- :shocked: --------:spinning:--------- :cover:---------- ----------- :sauer2:

:D

Thomas
27.03.2007, 11:47
Ich finde es total Gei* :D wie verschiedene Leute unabhängig von einander auf bestimmte bzw. vergleichbare Ergebnisse kommen.

Hatten wir nicht diesen Thread mit Saitenoberfläche und mehr Spin wo das berühmte Flugzeug zum Einsatz kam? Da sind doch die Leute oder besser gesagt Andre auch von statischen Vorgaben ausgegangen bzw. haben diese 1:1 umgemünzt.

OT

Ich möchte kurz den Thread Dynamik des Bespannen in den Kopf rufen.
Hier wurde mit verschiedenen Forenusern ein Test durchgeführt, der sich auf das Vorspannen von Saiten konzentrierte. Da kam die Frequenzmessung von MarcR mit zum Einsatz. Wie ich nun einmal bin, schaue ich auch gleich was man damit noch anfangen kann. Frequenzmessung ist Schwingungsmessung und das ganze System ist nun einmal ein Schwingungssystem... also bestens geeignet um bestimmte Sachen herauszufinden. Da die Messungen “nur“ mit Hausmitteln durchgeführt wurden, habe ich auch nie etwas darüber geschrieben. Aber eines ist mir damals schon aufgefallen, das es oben und unten auf der Schlagfläche zu einer deutlichen Überlagerung von den Schwingungen und deren Oberwellen kommt, auch Resonanzpunkte genannt. In diesen Punkten kann ich mir bestimmte Eigenschaften vorstellen, die aber mit Sicherheit nicht entscheidend für unsere Betrachtungsweisen sind.

Eine Devise von mir:
Interessant ist nicht immer was jeder sieht, sondern zu verstehen was sich dahinter verbirgt.

@winner

Dein Brief ist angekommen... Danke.

@OldStylePlayer

Ich hätte von unserem überaus freundlichen und zuvorkommenden Forumskollegen noch gerne ein Statement.

Styl.ist
27.03.2007, 12:12
Ich bin ja nur ein dusseliger Laie, der weder Physik noch sonst irgendeine Wissenschaft studiert hat, deshalb versteh ich hier auch nur die Hälfte :rolleyes:

Ich geh also mal ganz platt pauschal davon aus, was ich so bei meinem Spiel bemerke. Demnach habe ich einen dynamischen Sweetspot, der sich je nach Schlagbewegung und vor allem Schlaggeschwindigkeit verlagert. Heisst aus meiner Sicht: bei einem gut geschwungenen Vorhandball mit gemäßigtem Topspin befindet sich, nach meinem Empfinden, der Sweetspot ziehmlich genau im Saitenzentrum. Gleiches gilt für eine vergleichbare Rückhand.
Anders allerdings beim 1. Aufschlag, der mit ordentlichem Zug gespielt ist. Da ich hier eine tatsächlich höhere Kopfbeschleunigung des Schlägers erreiche, "rutscht" der Sweetspot m.M.n. der Fliehkraft folgend in Richtung Schlägerkopf.
Wieder anders der 2. Aufschlag, der mit deutlich weniger Zug, dafür mehr Slice oder Kick gespielt wird. Hier verlagert sich der Sweetspot wieder zurück in Richtung Saitenzentrum.
Auch am Netz ergibt sich das gleiche Gefühl. Volleys-> Saitenzentrum Smash/Überkopf ->Schlägerkopf

Also dürfte eine Sweetspotschablone keinen Sinn machen..es sei denn, du erstellst im Prinzip eine Sweetspot-Ellipse, die vom Saitenzentrum in Richtung Schlägerkopf "wandert"..

Das ist natürlich ein ganz und gar unwissenschaftliche, einzig auf dem Gefühl basierende Meinung, die ich durch keinerlei wissenschaftliche Fakten belegen kann. Aber es fühlt sich halt so an und ich hab die Erfahrung gemacht, dass sich vieles, was sich "richtig" anfühlt, als "richtig" herausstellt :D

Thomas
27.03.2007, 12:35
Demnach habe ich einen dynamischen Sweetspot, der sich je nach Schlagbewegung und vor allem Schlaggeschwindigkeit verlagert.
NEIN... der Ausschlaggebende Punkt für uns ist immer an der selben Stelle.
Das Beispiel von MagicUwe basiert auf einen statischen Fall, der nichts mit der Dynamik beim Tennis zu tun hat.

Der Sweetspot ist eine “feste“ Eigenschaft des Rackets.

Ich könnte euch noch etwas über eine minimale Sweetpointverschiebung sagen /erklären, aber diese hätte nur zur Folge, das hier noch mehr drunter und drüber gehen würde.

Styl.ist
27.03.2007, 12:39
NEIN... der Ausschlaggebende Punkt für uns ist immer an der selben Stelle.
Das Beispiel von MagicUwe basiert auf einen statischen Fall, der nichts mit der Dynamik beim Tennis zu tun hat.

Der Sweetspot ist eine “feste“ Eigenschaft des Rackets.

Ich könnte euch noch etwas über eine minimale Sweetpointverschiebung sagen /erklären, aber diese hätte nur zur Folge, das hier noch mehr drunter und drüber gehen würde.

Wie beschrieben: ist nicht wissenschaftlich begründet, aber es fühlt sich trotzdem so an. :D

MagicUwe
27.03.2007, 13:12
Meine Sweetpoint Definition lautet:
[I]Der Saitenreaktionspunkt in der Bespannung, aus der, der Ball mit der höchsten Beschleunigung, den geringsten Vibrationen herausgeschleudert wird und der Ballaufprallwinkel und Abprallwinkel exakt gleich ist.
Die Definition gefällt mir ganz gut, ist aber dann nicht eindeutig, sondern ein Optimum aus Vibration und Beschleunigung. Aber wie soll man das objektiv bestimmen, wenn diese beiden Punkte nicht zusammenfallen?

Thomas, deine Definition von Sweet-Point ist mir immer noch nicht ganz klar. Um 8:12 Uhr war es kurz der nodal point um 8:47 Uhr dann offenbar der COP.


Some people say that the sweet spot is located at the centre of percussion of the striking implement. Others say it is a node point where there is no vibration. Some say is the point where the ball comes off the implement at maximum speed and hence minimum effort is needed to strike the ball.

Others say that the sweet spot varies in size according to how clever the manufacturer has been in designing the implement or in getting these various points to overlap.

...

Find YOUR sweet spot on a wood beam, a bat and a racquet. (Mine is at the node point, not the COP).

Quelle: Rod Cross: SWEET SPOTS, June 2006 (http://www.physics.usyd.edu.au/~cross/SweetSpot.ppt)
Das trifft es wohl ganz gut und es ist für jeden etwas dabei.

Thomas
27.03.2007, 13:29
Ihr wollte es aber wirklich genau wissen. :daumen:


In Englisch hatte ich nur eine 4.
Aber selbst wenn ich den Text lese, steht nach meinem Verständnis darin, dass nur einer der Punkte der Punkt (absoluter Vibrationsnullpunkt) ist.

Der COP ist für mich der Sweetspot. Verzeihe mir, wenn ich aus meiner Englischübersetzung etwas nicht 100% rüber gebracht bzw. verstanden habe. Dazu kommt, dass dieses für mich auch neue Begriffe sind... Verwechselung ist also nicht ausgeschlossen.

Die Begründung, das der Sweetspot nicht genau in der Mitte des Schlägers ist, liegt an den unterschiedlichen Härten an den bestimmten Rahmenpositionen. Natürlich spielt auch die Kopfform eine Rolle.

Winner
27.03.2007, 15:08
@ All,
nun MagicUwe, was gefällt dir denn daran nicht? Das Saitenbett längt sich beim Ballkontakt aus und beschleunigt den Ball in die Schlagrichtung. Das ist der Vorgang, doch wo ich den Ball treffe ist wieder eine andere Sache.
Nun sollte nicht jeder die Begriffe so auslegen, wie er es gerne hätte. Alle drei Begriffe bezeichnen eine definierte Reaktion des Saitenbettes die beim Ballkontakt entsteht.

1. Sweetpoint: Meine allgemeinverständliche Definition habe ich ja schon oben gegeben. Der Sweetpoint befindet sich deutlich unterhalb der geometrischen Schlägermitte.
2. Sweetspot: Die direkte Umgebung des Sweetpointes, die Form ist jedoch nicht Rund sondern länglich Oval.
3. COP : Mehr zur geometrischen Mitte findet sich dieser Punkt. Hier ist eine eindeutige Abweichung zwischen Aufprall und Abprallwinkel vorhanden.
4. Nodalpunkt: Das wird als geometrische Mitte der Schlagfläche bezeichnet. Doch befindet sich dieser meist nicht im optischen Mittelpunkt, da die Ovale innerhalb der Schlägerkopfformen sehr stark variieren und deshalb kann sich der Nodalpunkt auch entsprechend verschieben.

Bleibt bitte innerhalb der Diskussion bei der genauen Bezeichnung, sonst werden nicht nur die Begriffe verwässert, sondern man bildet Meinungen, die mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun haben.

Nur der guten Ordnung halber, jedoch nicht um Verwirrung zu stiften, in der Praxis können sich einzelne Punkte sehr annähern (oder an den Rändern leicht überlappen) doch übereinander liegen sie bestimmt nicht.

Wer den Ball im Sweetpoint ständig trifft, spielt mit der geringsten Kraftaufwendung und Armbelastung.

Winner

Thomas
27.03.2007, 16:16
Wieder etwas gelernt... supie.

@winner
Ist die Betrachtungsweise auf dem folgenden Bild OK?
Ich habe halt den COP als Sweetpoint gesehen. Scheint ja dann nicht ganz der Fall zu sein.

Anklicken!!! (http://img106.imageshack.us/my.php?image=schlger1yw3.jpg)

http://img106.imageshack.us/img106/2729/schlger1yw3.th.jpg (http://img106.imageshack.us/my.php?image=schlger1yw3.jpg)

LittleMac
27.03.2007, 17:09
Die Begründung, das der Sweetspot nicht genau in der Mitte des Schlägers ist, liegt an den unterschiedlichen Härten an den bestimmten Rahmenpositionen. Natürlich spielt auch die Kopfform eine Rolle.

"Das versuchen ja alle Firmen seit Generationen: den Sweetpoint und den geometrischen Mittelpunkt des Schlägerkopfes in einen Punkt zu bringen!"
Zitat des deutschen Produktmanagers einer nicht ganz unbedeutenden Racketfirma letzten Sommer.
Also nicht nur wir zerbrechen uns den Kopf:D

Heinman
27.03.2007, 23:42
Und wisst ihr was so frustrierend ist ???
.........wenn man herausfindet wie selten man den Ball im Sweetpoint trifft.
Ich habe, aus Gründen der Haltbarkeitsverlängerung meiner Quersaite (Wilson NXT), nach Ewigkeiten mal wieder Gebrauch von Saitenschonern gemacht.
Dabei stellte ich nun fest, dass ich die meissten Bälle im Bereich der 6. bis 9.Quersaite von OBEN treffe, also ganz weit weg vom Sweetpoint, Sweetspot und auch COP. Dort ist der Abrieb der Quersaite wesentlich höher als im Bereich der 10. bis 13. Quersaite (von oben). Das ist dann wohl einer von hunderten Unterschieden zwischen Freizeitspielern und Spitzenspielern im Profibereich :(

LittleMac
28.03.2007, 04:32
Und wisst ihr was so frustrierend ist ???
.........wenn man herausfindet wie selten man den Ball im Sweetpoint trifft.
Ich habe, aus Gründen der Haltbarkeitsverlängerung meiner Quersaite (Wilson NXT), nach Ewigkeiten mal wieder Gebrauch von Saitenschonern gemacht.
Dabei stellte ich nun fest, dass ich die meissten Bälle im Bereich der 6. bis 9.Quersaite von OBEN treffe, also ganz weit weg vom Sweetpoint, Sweetspot und auch COP. Dort ist der Abrieb der Quersaite wesentlich höher als im Bereich der 10. bis 13. Quersaite (von oben). Das ist dann wohl einer von hunderten Unterschieden zwischen Freizeitspielern und Spitzenspielern im Profibereich :(
Du würdest Dich wundern, wenn Du wüsstest, wie oft die Profis den Ball genau da oben treffen!

MagicUwe
28.03.2007, 09:07
Du würdest Dich wundern, wenn Du wüsstest, wie oft die Profis den Ball genau da oben treffen!

Die Praxis sieht aber offensichtlich wirklich anders aus: Sebastien Grosjean - Forehand (http://www.youtube.com/watch?v=wCNoKp0xhUY)

Einer meiner Lieblingsspieler macht das wohl auch so. Womit wir wieder am Anfang wären!

Jetzt mal unabhängig von der Theorie:
Wenn ich eine Sweet-Spot-Schablone malen müsste, wäre gefühlsmäßig die untere Begrenzung des Sweet-Spots ungefähr in der geometrischen Mitte.

Wieso machen die Hersteller keine Angaben darüber?

Benedikt
28.03.2007, 09:13
Eine Frage hätte ich mal:

Was bringt eine Schablone? Ich weiss aus dem sportwissentschaftlichen Bereich meiner Trainerausbildung, das das menschliche Auge den Ball 1,50 m vor dem Auftreffen noch erfassen kann, dann nicht mehr, sicherlich entscheident sind Beleuchtung der Umgebung und Geschwindigkeit des Balles.

Für mich wäre das so, als ob man ein rotes Kreuz auf einen Hammer malt mit nem Edding, damit man den Nagel, den man in die Wand kloppen will, besser trifft.

Ich glaube, das das Entscheidene Dinge wie Hand-Auge Koordination und das Gefühl, und das Training ne wirkliche Auswirkung hat, und keine Schablone

PSO
28.03.2007, 09:21
er will nicht den "Live-treffpunkt" sehen, sondern später anhand der abfärbungen erkennen, ob er den ball ordentlich getroffen hat.

Benedikt
28.03.2007, 09:22
Häää? Das merkt man doch?:confused: :confused:

go deep!
28.03.2007, 09:29
Aber das ist doch überwiegend eine rein theoretische Diskussion...
- was bringt es, gut gespielt zu haben, und nachher zu sehen, man hat den Sweetspot nicht optimal getroffen hat?
- was bringt es, den Sweetspot optimal zu treffen, aber nicht gut gespielt zu haben?

Ich will doch direkt nachdem ein Ball getroffen wurde, das Aha-Erlebnis spüren.....boum-bäng ;) nun, ich bilde mir eben ein das mir mancher Treffer etwas oberhalb der Mitte eine bessere Schlagkontrolle bietet, bei noch guter Beschleunigung, als wenn ich mittig treffen würde.

Und, Schläger sind doch auch unterschiedlich konstruiert und man kann beim besten Willen nicht behaupten, unter dem Strich haben alle den gleichen Sweetspot.

f_panthers
28.03.2007, 09:35
Ich will doch direkt nachdem ein Ball getroffen wurde, das Aha-Erlebnis spüren.....boum-bäng ;)

Hier färbt doch nicht etwa das Baseball-Denken ab;) :D ?

MagicUwe
28.03.2007, 09:37
Was bringt eine Schablone?
Allein erst mal gar nichts. Es ging mir hauptsächlich nur darum den optimalen Treffpunkt zu bestimmen. Im ersten Beitrag habe ich auch von Auge-Hand-Sweet-Spot-Koordiantion gesprochen. Und das habe ich dann anschaulich in den Begriff Sweet-Spot-Schablone verpackt.

Du hast aber unabsichtlich ein gutes Bespiel für den Sinn einer Sweet-Spot-Schablone geliefert:

Die Schlag-Fläche des Hammers ist praktisch der Sweet-Spot des Hammers. Und um damit zu treffen, simulierst du auch vorher die Bewegung. Du guckst den Hammer an und sagst dir vorher: "Genau damit muss ich treffen."

Thomas
28.03.2007, 10:17
@MagicUwe

Wieso machen die Hersteller keine Angaben darüber?
Die Frage habe ich mir gestellt, als es um bestimmte Definitionen beim TPS-Thread ging.

Allgemein würde ich den Sweetpoint als etwas “schwammiges“ bezeichnen... es gibt wohl keine 100% Aussage darüber... von keinem... aber er ist nun einmal da wo er ist. Man könnte sich auch über die Nuancen streiten, wie Sweetpoint und COP, aber lassen wir das.

Ich würde die Abgrenzung des SP folgender Maßen definieren... auch nicht ganz stichhaltig... halt etwas Schwammig.

- Wenn die Vibrationen ein gewisses Maß erreichen.
- Die mögliche erzielbare Beschleunigung um einen gewissen Wert reduziert wird.
- Der Abprallwinkel um einen gewissen Winkel vom Ideal abweicht.

Wie du sehen kannst, sind es eigentlich rein subjektive Sachen.
Jeder empfindet z.B. die Vibrationen anders. Somit empfindet der Spieler A eine angenommene 3 cm Entfernung vom Sweetpoint, also irgendwo im Sweetspot, noch als ausreichend. Spieler B schreit aber schon laut, wenn er diesen Punkt nur um 1 cm verfehlt und meint deshalb, dass dieser viel zu klein sei. Das trifft auch auf die weiteren Punkte zu.

Eines bleibt aber für alle gleich. Eine “gefühlte“ Vergrößerung des Sweetspots empfindet Spieler A und B gleichermaßen... sprich, wenn er denn tatsächlich vorhanden ist. Nur der Umfang des Gefühlten ist unterschiedlich.

Ich kann dir auch nicht sagen, um wie viel der Sweetspot bei IPDS oder TPS anwächst...nur das er anwächst.
Eine Testmöglichkeit wäre eventuell die von winner erwähnte “Abklopfmethode“. Ich könnte mir vorstellen, eine Art Metronom schlägt immer gleichmäßig auf verschiedene Stellen des Saitenbettes und die entsprechenden Schwingungen / Vibrationen würden aufgezeichnet... sozusagen ein gesamtes Schwingungsbild des Saitenbildes. Hier wertet man nur die entscheidenden Werte aus und könnte somit eine Aussage treffen wie: In einer Entfernung von 1 cm erreicht dieser Schläger mit dieser Tennissaite 10 % seiner maximalen Vibration und in 2 cm 25 %, 3 cm 60 % usw. (es handelt sich hier nur um Annahmewerte um es zu verdeutlichen). Das Ganze könnte mit entsprechenden Messmethoden auch auf die anderen relevanten Bereiche ausgeweitet werden.

Und hier kommt der Realist in mir zum tragen. Ich glaube nicht, dass die Hersteller an eine exakte Bestimmung interessiert sind... zumindest in der Öffentlichkeit nicht.

Sie könnten ihre neuen Modelle nicht einfach auf den Markt schmeißen und sagen das dieser Schläger 25 % mehr Power hat, das sein neues Vibrationssystem 80 % mehr schluckt und , und... Jeder Hunz und Kunz könnte durch die entsprechende Mittel auf einmal alles nachvollziehen und eventuell sogar das Gegenteil beweisen oder den genannten Erfolg widerlegen.

Winner
28.03.2007, 10:27
Hallo go deep,
dein Erfolgserlebnis dürfte sich aus folgenden Gefühlen zusammen setzten:
> Ich habe diesen Ball doch noch erreicht
>> Ich habe den Ball noch so getroffen, daß er übers Netz geht
>>> Ich habe doch den Punkt gemacht, Super
Tröste dich so geht es fast jeden Freizeitspieler.
;) Winner

OldStylePlayer
28.03.2007, 11:18
Und, Schläger sind doch auch unterschiedlich konstruiert und man kann beim besten Willen nicht behaupten, unter dem Strich haben alle den gleichen Sweetspot.
Und im übrigen ist in der ganzen Diskussion bis hierher der Schläger immer nur als statisches oder sich ganz gerade bewegendes System (falsche Hypothese) angenommen worden.
Ein stiller oder sich immer genauso bewegender Schläger hat natürlich immer an der gleichen Stelle die gleiche Energieübertragung an den Ball.

... und ein sich rotierender Schläger EBEN NICHT .

Und deshalb ist diese ganze Diskussion bis hier her so kläglich und ist eigentlich - außer für Statiker - für Tennisspieler ohne praktische Relevanz.

(Die Tatsache, daß die aufgeführte Dokumentation die sprachlich gebräuchliche Definition auf zwei bzw. drei unterschiedliche SPs erweitert hat, ist ohnehin lächerlich; aber möglich, da ohnehin keine festgeschriebene Definition besteht.)

MagicUwe
28.03.2007, 11:50
Mal wieder ganz praktisch:

Sebastien Grosjean - Forehand (http://www.youtube.com/watch?v=wCNoKp0xhUY)

Und es gibt Schlagbewegungen, die enthalten einen hohen Anteil Rotation, z.B. Drive o. Aufschlag, daraus ergibt sich eine bessere Energieübertagung am schwingenden Ende des Schlägers.

Schlagbewegung und Treffpunkt von Grosjean decken sich scheinbar mit der Aussage von OldStylePlayer. Ich kann das praktisch auch nur bestätigen.

OldStylePlayer
28.03.2007, 15:39
Schlagbewegung und Treffpunkt von Grosjean decken sich scheinbar mit der Aussage von OldStylePlayer. Ich kann das praktisch auch nur bestätigen.

Das ist übrigens die Double-Bended-Vorhand, oder auch "prestretched" genannt, nach der neulich jemand hier im Forum gefragt hatte und keiner eine Erklärung oder Video gefunden hatte.
Hier wird der Arm in beiden Gelenken gebeugt und fast bis zum Schlagende starr gehalten, während der Oberkörper stark vorgedehnt und durch eine starre schnelle Rotationsbewegung der Schlag ausgeübt wird. Die eigentliche Ausholbewegung muß dadurch nicht so lang sein und kann schneller erfolgen. Und der Sweetspot ist in diesem Fall - logischerweise - weiter am Schlägerkopf.

OldStylePlayer
28.03.2007, 17:27
Und hier noch ein nahezu parallel ausgeführter Schlag von Federer

http://www.youtube.com/watch?v=UOF4iTYEETw&NR

Man beachte, wie er den Schlägerkopf möglichst lange senkrecht zur Flugrichtung hält und natürlich den Ball am deshalb viel tiefer liegenden Sweetspot trifft.

Benedikt
28.03.2007, 21:12
Also ich wüsste nicht, warum man das alles machen sollte, das Gefühl ist doch viel entscheidener, als nachher etwas zu sehen. Ob nun der Lack von dem Logo weg ist oder nicht. Auch ein Federer wird sich nach dem Ball der auf ihn zukommt richten und natürlich was er damit anfangen möchte. Die Rückmeldung ist auch nur die Kraftübertragung, also je weniger er für den Schlag tun muss, um so besser hat er den Ball getroffen. Der Grund ist: Sie können es, und sie sind dafür geboren. Anders herum, auch eine Schablone wird uns nicht besser spielen lassen.

go deep!
28.03.2007, 21:18
@ Benedikt

Aber es geht ja hier in der Grundfragestellung nicht darum, was man machen sollte...sondern, was "man" davon hält...deine Meinung ist dann eben "nüscht", andere ergehen sich gerne in elementarer Theorie, jedem das Seine ;)

Benedikt
28.03.2007, 21:23
ok stimmt, dann macht mal theoretisch weiter ;)

go deep!
28.03.2007, 21:31
Wusstest du, dass ich theoretisch Rogers Rückhand spielen kann?
:cool:

OldStylePlayer
28.03.2007, 21:43
Wusstest du, dass ich theoretisch Rogers Rückhand spielen kann?
:cool:
Also ich spiele sie auch praktisch so. Nur eben nicht bei 180 km/h. Ist doch schließliche 'ne ganz konservative OldStylische Rückhand

josef
31.03.2007, 05:56
Hallo

Die Powerzone die eine maximale Ballbeschleunigung erlaubt ist für unterschiedliche Schläge an unterschiedlichen Stellen auf dem Schläger.

Und zwar genau aus den Gründen die oldstyle angeführt hat.
Wenn der Schläger mit einer hohen Geschwindigkeit um das Handgelenk rotiert bewegt sich der obere Teil des Schlägers wesentlich schneller und dieser Geschwindigkeitsgewinn ist grösser als hier von Winner angenommen.

Zitat von Winner
Eigenzitat Sinngemäß, weil anscheinend zu schwer: Du gewinnst an Wirkungsgrad bei einer höheren Rotationsgeschwindigkeit wenn du weiter oben im Kopf triffst, verlierst (das ist das Gegenteil von mehr) im Gegenzug deutlich, da der Energiespeicher nicht richtig genutzt wird.
Gesamtergebnis ist deutlich Negativ.

Für viele Schläge der Profis aber auch von uns Normalos stimmt das nicht, das heisst eine moderne Vorhand erzielt eine höhere Geschwindigkeit des Balles wenn man den im oberen Schlägerbereich trifft.


http://www.itftennis.com/shared/medialibrary/pdf/original/IO_6561_original.PDF -

Winner
02.04.2007, 09:44
@Josef
Der Sweetpoint ist eine Eigenschaft des Saitenbettes, wenn man diesen "süßen Punkt" trifft, erreicht man den maximalen Wirkungsgrad einer Saite. Da die Saite immer gleich reagiert, ändert sich dieser auch nicht, ob eine langsame und gleichmässige oder schnelle meist hektische Zuschlagbewegung erfolgt.
Wird der Ball oberhalb des Sweetpoint getroffen, erhöht sich mit jedem cm mehr die Vibrationen die aus dem Saitenbett kommen. (Meist sehr deutlich im Arm zu spüren)
Die von euch beschriebene "moderne" Spielweise, kann man sehr deutlich beobachten, bei Spielern die nach dem Training sofort mit dem Eisbeutel unterwegs sind.
Winner

josef
02.04.2007, 22:46
@Josef
Der Sweetpoint ist eine Eigenschaft des Saitenbettes, wenn man diesen "süßen Punkt" trifft, erreicht man den maximalen Wirkungsgrad einer Saite. Da die Saite immer gleich reagiert, ändert sich dieser auch nicht, ob eine langsame und gleichmässige oder schnelle meist hektische Zuschlagbewegung erfolgt.
Wird der Ball oberhalb des Sweetpoint getroffen, erhöht sich mit jedem cm mehr die Vibrationen die aus dem Saitenbett kommen. (Meist sehr deutlich im Arm zu spüren)
Die von euch beschriebene "moderne" Spielweise, kann man sehr deutlich beobachten, bei Spielern die nach dem Training sofort mit dem Eisbeutel unterwegs sind.
Winner

Hallo Winner,

nur nochmal um ganz sicher zu gehen dass wir nicht aneinander vorbeireden :

1. Definition und Fragestellung
Der Begriff Sweetpoint oder Sweetspot hat offensichtlich mehrere Bedeutungen. Eine wichtige Bedeutung ist maximale Power.
Frage :
An welcher Stelle meines Saitenbettes muss ich den Ball treffen, um dem Ball die höchste Geschwindigkeit zu verleihen ?

Was ist nun die Antwort auf diese Frage ?

2. Mögliche Antworten

a. Treffe den Ball immer mit dem Sweetpoint, dann wirst du den Ball immer optimal beschleunigen. Der Sweetpoint ist der Punkt des Saitenbettes eines ruhenden Schlägers, der ein Ball am meisten beschleunigen wird.

b. Das kommt darauf an wie deine Zuschlagbewegung aus schaut und wie schnell der Ball ist, der geschlagen wird.
Wenn du deine Vorhand ähnlich spielst wie die überwiegende Mehrheit der Profis (ich kenne kein einziges Gegenbeispiel bin aber immer gerne bereit dazu zu lernen) dann musst du denn Ball höher im Saitenbett treffen.
Da sich der maximale Powerpoint dort hin verschiebt, weil diese Stelle das Optimum zwischen Wirkungsgrad des Saitenbettes und Geschwindigkeit der Stelle darstellt.
Punkte die tiefer liegen haben zwar einen höheren Wirkungsgrad aber besitzen eine zu geringe Geschwindigkeit für optimale Power.
Punkte die höher liegen haben zwar eine höhere Geschwindigkeit ,aber der Wirkungsgrad ist zu gering, deswegen ist es auch nicht optimal den Ball sehr nahe an der Schlägerspitze zu treffen, obwohl sich diese am schnellsten bewegt.

Zu deinen Eisbeutelbemerkungen bzw Schlagtechnik :

Bei einem Vorhandgrundschlag (es ist bei der Rückhand prinzipiell nicht anders) aber gibt es eine enorme Differenz zwischen der Geschwindigkeit des Schlägergriffs und der Schlägerspitze. Diese Differenz ist der Beleg für die Rotation des Schläger.
Besonders im letzten Moment vor dem Treffpunkt ist die Differenz frappant.
Während sich der Griff nur ein paar Zentimeter bewegt, legt die Schlägerspize locker einen halben Meter zurück.
Falls du die Möglichkeit besitzt schau dir einfach mal ein paar Profivorhände auf Video frame by frame an. Gehe zum Treffpunkt und gehe dann eine Frame zurück. Dann sollte eigenlich klar sein was sich schnell bewegt und was nicht.

Hast Du Roger Federer schonmal mit Eisbeuteln gesehen ? ;)


Kannst Du dich mit einer Antwort a oder b identifizieren oder hast du deine ganz eigene Antwort ?

Uli
02.04.2007, 23:05
Hallo alle zusammen,

finde ich hier richtig gute und anregende Diskussion. Ich habe mich damit seit längerem nicht mehr so detailiert mit Theorie auseinandergesetzt, aber hier meine Gedanken dazu:

- Im Sweetspot oder Sweetpoint kann der Ausfallwinkel nicht gleich
Einfallswinkel sein den sonst wäre ein Richtungswechsel nicht möglich. Z.B.
von long line auf cross oder cross auf longline usw.
- Viele sind der Meinung, der Sweetpoint liegt in der Schlägermitte bzw. ganz
leicht unterhalb in Richtung Griff. Da denke ich, hängt es vom Spielertyp ab.
Ein Spieler mit Ausholbewegung und Hebelwirkung wird den Sweetpoint
etwas Richtung Schlägerkopf verschieben ( Grundsätzlich ). Ein Spieler, der
mehr rotiert mit dem Körper, wird den Sweetpoint etwas Richtung Griff
verlagern, da hier die Winkelgeschwindigkeit höher ist. Dieses "Verschieben"
sind wahrscheinlich ganz wenige cm.
- Grundsätzlich finde ich die Idee der Schablone gut, da genau solche Ideen
und Diskussionen zu Fortschritten und Weiterentwicklungen führt. Egal
welche Bereiche dies betrifft.
Ein Trainerkollege und ich treffen zum Bsp. den Ball etwas Richtung
Schlägerkopf, und beide haben wir das Gefühl, dies ist unser Sweet Point.

Meine Saitenschablone ist das Logo auf dem Schläger, welches immer an
den gleichen Stellen abgenutzt ist. Ebenso die Saiten bzw. die
Einkerbungen, immer an den gleichen Stellen.
Vielleicht ist das komplette Bemalen der Rackets mit Saitenlack einfach mal
interessant, um das genauer zu sehen.

Kann jemand sagen, ob es dazu in der Tennisliteratur etwas genaues gibt?

GRuß Uli

Nightwing
02.04.2007, 23:14
auch wenn ich totaler laie bin, meiner meinung nach ist der sweetspot nicht zwingend die mitte. erinnert sich einer an die hotspot-schlaeger von voelkl? da war er doch auch verschoben. korrigiert mich wenn ich senf laber.

LittleMac
03.04.2007, 04:27
auch wenn ich totaler laie bin, meiner meinung nach ist der sweetspot nicht zwingend die mitte. erinnert sich einer an die hotspot-schlaeger von voelkl? da war er doch auch verschoben. korrigiert mich wenn ich senf laber.
Der Sweetspot ist grundsätzlich mal nicht die geometrische Mitte des Schlägerkopfes. Das ist ja gerade das Problem der Firmen, die würden nämlich gerne einen Schläger konstruieren, bei dem das so ist. Die Hotspot-Rahmen waren ein Versuch, das hinzukriegen, genauso die Head Pyramids. Ich denke der Ansatz war vor allem für Freizeitspieler richtig, es hat sich aber im Markt nicht durchgesetzt, einfach weil die Leute das Zeug nicht gekauft haben.
Wenn Du Dir allerdings die ganzen Head-Komfortrahmen aus Titanium und intelligence Linie anschaust (Ti. S2, S5, S6, i. S6, S11, S15, S16, S18), dann haben die auch eine Form, bei der versucht wird, den Sweetspot mehr nach oben zu bringen. Und auch wenn die LM und FXP-Rahmen diese Form nicht mehr haben: bei Metallix geht's jetzt wieder mehr dahin zurück und Ti. S2 und S6 sind nach wie vor zwei der bestverkauften Schläger in Deutschland.

LittleMac
03.04.2007, 04:37
b. Das kommt darauf an wie deine Zuschlagbewegung aus schaut und wie schnell der Ball ist, der geschlagen wird.
Wenn du deine Vorhand ähnlich spielst wie die überwiegende Mehrheit der Profis (ich kenne kein einziges Gegenbeispiel bin aber immer gerne bereit dazu zu lernen) dann musst du denn Ball höher im Saitenbett treffen.
Da sich der maximale Powerpoint dort hin verschiebt, weil diese Stelle das Optimum zwischen Wirkungsgrad des Saitenbettes und Geschwindigkeit der Stelle darstellt.
Punkte die tiefer liegen haben zwar einen höheren Wirkungsgrad aber besitzen eine zu geringe Geschwindigkeit für optimale Power.
Punkte die höher liegen haben zwar eine höhere Geschwindigkeit ,aber der Wirkungsgrad ist zu gering, deswegen ist es auch nicht optimal den Ball sehr nahe an der Schlägerspitze zu treffen, obwohl sich diese am schnellsten bewegt.
Ich glaube, das ist der Knackpunkt der Diskussion. Ich denke:
- der Sweetspot oder -point ist der Punkt, an dem die Saite die optimale Wirkung erzielt. Dieser bleibt immer gleich.
- der "Powerpoint" ist je nach Zuschlaggeschwindigkeit und Rotation der variable Punkt, an dem die größtmögliche Beschleunigung erreicht wird, weil zwar die Wirkung der Saite nicht optimal ist, die höhere Geschwindigkeit des weiter oben gelegenen Punktes dies aber mehr als wettmacht.
Wobei ich mich nun frage: Wie hoch muss tatsächlich die Zuschlaggeschwindigkeit sein und wie stark die Rotation, dass der Unterschied von vielleicht 5 cm weiter außen auf der "Schwungbahn" (mir fällt kein dümmeres Wort ein) tatsächlich so viel bringt?

Thomas
03.04.2007, 08:30
@Uli

- Im Sweetspot oder Sweetpoint kann der Ausfallwinkel nicht gleich
Einfallswinkel sein den sonst wäre ein Richtungswechsel nicht möglich. Z.B.
von long line auf cross oder cross auf longline usw.
- Viele sind der Meinung, der Sweetpoint liegt in der

Du vergisst, das es einen weiteren Winkel im Tennisspiel gibt. Und zwar die Stellung des Rackets selber... und mit diesem Winkel ist es möglich einen Crossball Longline zu spielen. Den Winkel den du meinst, ist aus meiner Sicht für die Streuung im normalen Spiel verantwortlich.

- Viele sind der Meinung, der Sweetpoint liegt in der Schlägermitte bzw. ganz leicht unterhalb in Richtung Griff. Da denke ich, hängt es vom Spielertyp ab.Ein Spieler mit Ausholbewegung und Hebelwirkung wird den Sweetpoint etwas Richtung Schlägerkopf verschieben ( Grundsätzlich ).
Ihr sprecht hier von einer festen physikalischen Gegebenheit. Das könnt ihr mit den Genen des Menschen vergleichen... sie sind unumstößlich. Das ist nun einmal eine Tatsache... egal wie viel ihr darüber redet. Hier können noch so viele sagen, das es alles Theorie und nochmals Theorie ist... die Theorie bzw. Variable an der ganzen Sache ist der Mensch mit seinem Gefühl und nicht der Sweetpoint. Wenn das zutreffen würde, was hier mit der Sweetspotverschiebung geäußert wurde, würdet ihr die gesamte Physikwelt auf den Kopf stellen.

@LM

- der "Powerpoint" ist je nach Zuschlaggeschwindigkeit und Rotation der variable Punkt, an dem die größtmögliche Beschleunigung erreicht wird, weil zwar die Wirkung der Saite nicht optimal ist, die höhere Geschwindigkeit des weiter oben gelegenen Punktes dies aber mehr als wettmacht.
Powerpoint... eine gute Definition und wir wissen worüber wir reden.

Und da kommt nämlich der Mensch mit seinem “Gefühl“ ins Spiel. Wir meinen das hier der Ball besser abgeht. Je weiter (in gewissen Maßen) wir den Ball bei einer bestimmten Rotationsgeschwindigkeit außerhalb des Sweetpoints in Richtung Schlägerkopf treffen. Auch die Slomos der Pro’s ändert nichts daran... sie sind auch nur Menschen und haben das gleiche Gefühl wie wir.

Sehen wir unseren Sweetpoint / Sweetspot doch wieder als Energiespeicher und Dämpfungssystem. Manche haben auch die Superslomos gesehen. Ein optimal getroffener Ball verschwindet fast zu 100% unter der Schlägerkante (aus Treffrichtung betrachtet) und taucht extrem tief ins Saitenbett ein...es wird gedämpft und Energie gespeichert. Der Hand wird somit etwas vom gewünschten Gefühl genommen (keine oder kaum Vibrationen, das Gesamtsystem wird viel träger), was ihr wiedergewinnt, wenn der Ball weiter oben getroffen wird, ist halt eine Gefühlssache... die Theorie an der Ganzen Sache.

Um tatsächlich festzustellen, wie das Verhältnis zwischen Powergewinn durch “weiter oben treffen“ und Powerverlust durch das verlassen des Sweetspot ist, müssten Schlag- und Geschwindigkeitsmessungen mit einem Schlagroboter durchgeführt werden. Ich selber bin halt davon überzeugt, das hier mehr verloren wird, wenn der Sweetspot nicht mehr richtig getroffen wird... aber auch vom besseren Feetback, wenn weiter oben getroffen wird.

Winner
03.04.2007, 10:16
@ Josef,
Zu den bereits vorhandenen und klaren Erklärungen und Definitionen von Thomas und LittleMac, möchte ich noch folgendes Hinzufügen:
zu Punkt 1.
Die Definition zwischen Sweetpoint (das ist der optimale Treffpunkt) und Sweetspot (umgebende Aera) habe ich schon gegeben, das Auffinden ist am einfachsten mit der Klopfmethode. (auch beschrieben)
Nun noch einmal, es gibt nur einen Sweetpoint in einer Bespannung, dass die Amerikaner den Nodalpunkt, bzw. COP auch als Sweetpoint 3 oder 2 bezeichnen, scheint nur dem leichteren Verstehen geschuldet, richtig wird es dadurch noch lange nicht.
Zu Punkt 2.
> ob der Schläger ruht oder in Bewegung ist, die Reaktion des Saitenbettes bleibt immer konstant.
>> zu b. Warum treffen wir (auch profis) den Ball dann nicht immer optimal? Weil das Tennisspiel zu 90 % aus Notsituationen besteht und man meist zu spät am Ball ist.
>>> Natürlich erhöht die Dynamik der eigenen Schwungbewegung die Einwirkung der bewegten Masse auf den Ball (längerer Hebel) doch wie du selbst schreibst verringert sich mit jedem cm näher am Schlägerkopf die Ballbeschleunigung.

Es erfolgt keine Rotation des Schlägers (Drehung) einzig der Spieler beschreibt eine halbkreisförmige Bewegung.
Der Schlägerkopf folgt der ausgeführten Armbewegung und beschreibt eine Kurve je nach dem welchen Schlag der Spieler ausführt.

Natürlich schaue ich mir Videoanalysen an, doch viel lustiger wird es das mit den Spielern selbst zu tun. Sehr oft wird dabei klar, dass der Arm optimal war, jedoch die Beinstellung nicht, aber das ist ein anderes Thema.

Wer sein Spiel selbst besser beurteilen will, sollte vor dem nächsten Bespannen, seine eigene Saite aufmerksam anschauen, da hat er seine eigene "Nutzungsfläche" direkt vor sich.
PS. Zu viele Profis laborieren an Arm aber auch an Schulter Problemen, warum wohl? Weil neben der normalen Überlastung noch die Reizung der Sehnen durch zu hohe Vibrationen kommt.
:) Winner

Uli
03.04.2007, 10:52
@Thomas

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Du vergisst, das es einen weiteren Winkel im Tennisspiel gibt. Und zwar die Stellung des Rackets selber... und mit diesem Winkel ist es möglich einen Crossball Longline zu spielen. Den Winkel den du meinst, ist aus meiner Sicht für die Streuung im normalen Spiel verantwortlich.



Unabhängig von der Schlägerstellung gibt es einen Ausfallwinkel und einen Einfallwinkel des Balles. Und diese beiden Winkel können unterschiedlich sein. Bei einem geblockten Schlag ist der Ausfallwinkel anders als bei einem durchgeschwungenen Schlag. Die Stellung des Rackets bezogen auf den Körper oder auf den Treffpunkt sorgt für die Schlagrichtung. Für 1000 Schlagrichtungen gibt es 1000 unterschiedliche Treffpunkt ( zeitlich gesehen ).



Ihr sprecht hier von einer festen physikalischen Gegebenheit. Das könnt ihr mit den Genen des Menschen vergleichen... sie sind unumstößlich. Das ist nun einmal eine Tatsache... egal wie viel ihr darüber redet. Hier können noch so viele sagen, das es alles Theorie und nochmals Theorie ist... die Theorie bzw. Variable an der ganzen Sache ist der Mensch mit seinem Gefühl und nicht der Sweetpoint. Wenn das zutreffen würde, was hier mit der Sweetspotverschiebung geäußert wurde, würdet ihr die gesamte Physikwelt auf den Kopf stellen.
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Es gibt mehrere physikalischen Gesetze, und alle gelten für das Tennisspiel, insbesondere die Mechanik. Da das Tennis aber nicht statisch ist sondern dynamisch und auch noch der Mensch dazugehört, sind diese Gesetze im Sport unter der Biomechanik oder den biomeschanischen Prinzipien umgesetzt.


Viele Fachbücher befassen sich aber leider nicht so ausführlich über den Sweetspot, vielleicht sollten wir uns nach Köln wenden an die Sporthochschule.



GRuß Uli

LittleMac
03.04.2007, 11:06
Viele Fachbücher befassen sich aber leider nicht so ausführlich über den Sweetspot, vielleicht sollten wir uns nach Köln wenden an die Sporthochschule.

Bloß nicht! Ich weiß noch, wie die damals einen "wissenschaftlichen" Test zum Thema "Longbody gegen Standardlänge" gemacht haben - was da für ein Unsinn bei rauskam ist unfassbar!

Marcos
03.04.2007, 11:12
Sorry für Offtopic... Aber was gibs da schon herauszufinden wenn der Schläger 1cm länger is... Schnellere Kopfgeschwindigkeit, mehr Power, jedoch weniger Handling und Kontrolle... :)

Uli
03.04.2007, 11:26
Was ist den dabei rausgekommen?

GRuß Uli

Nightwing
03.04.2007, 11:44
gilt einfallswinkel gleich ausfallswinkel denn nicht nur wenn ein bewegtes objekt auf ein fixes trifft? bei verhaeltnis schlaeger -ball bewegen sich ja beide.

LittleMac
03.04.2007, 11:45
Es waren 2,5 cm Unterschied in der Länge.
Deren Ergebnis war - kurz gesagt -, dass Longbody Mist ist. Allerdings hatten die LBs nicht nur 2,5 cm mehr länge, sondern waren auch mehr als 10 mm kopflastiger, wodurch der gesamte Test von vornherein schon mal unseriös war.
Außerdem war es natürlich völliger Mumpitz, nur ein Model in Standard und XL zu vergleichen. Und überhaupt: es war ziemlich dilletantisch. Ist aber auch schon 10 Jahre her.
Und die Entwicklung hat deren Ergebnis ja eh eine schallende Ohrfeige verpasst.

Uli
03.04.2007, 11:57
Naja, vermutlich hat die Studie ein Hersteller von normaler Racketlänge in Auftrag gegeben.:)

Ich werde mal nachschauen, ob nicht doch in irgendeinem Fachbuch etwas Ausführliches steht.

Gruß

LittleMac
03.04.2007, 13:03
Nein, es gab keinen Auftraggeber. Und es war ein Modell, dass in beiden Varianten auf dem Markt war (Head Extreme Competition).

Uli
03.04.2007, 14:33
Kann die Studie im Netz irgendwo nachgelesen werden ?

LittleMac
03.04.2007, 15:48
Kann die Studie im Netz irgendwo nachgelesen werden ?
Keine Ahnung. Sie ist damals in der Zeitschrift Tennissport erschienen.

Uli
03.04.2007, 16:15
Dann schau ich mal nach, ob dies noch irgendwo rumliegt.

Aber zurück zum Thema, ich habe noch etwas gefunden und von einem echten Experten in erfahren:

Jeder Schläger hat seinen eigenen Sweetpoint, bedingt durch verschiedene Schlägertypen und Materialien und unterschiedliche Schlagflächengrößen.
Deshalb ist dieser Sweetpoint immer unterschiedlich.
Da aber selbst die Profis nur 1 % aller Schläge in diesem Punkt treffen, ist der Sweetspot entscheidend, der um diesen Punkt liegt und ebenso unterschiedlich ist.

Dieser Sweetspot ist ca. 10 -18 cm2 groß, hängt auch vom Schlägertyp usw. ab. In diesem Sweetspot verläßt der Ball den Schläger mit höchstmöglicher Beschleunigung.
Das bedeutet eine Fläche von ca. 3,3 cm * 3,3cm bis zu 4,2 cm * 4,2 cm.
Und innerhalb dieser Fläche kann der Ball unterschiedlich getroffen werden.



GRuß Uli

LittleMac
03.04.2007, 17:32
Da ist nichts Neues dran, da hättest Du keinen "Experten" für gebraucht.

Uli
03.04.2007, 20:30
Liest sich aber ab und zu anders.
Aber egal.