Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schlägertests im tennis magazin
prince nutty
16.03.2003, 21:10
Hallo liebe Forumfreunde,
wenn man die Schlägertests dieses Jahres im TM zur Kenntnis nimmt und
Schläger dagegen testet, scheint man immer wieder zu der Erkenntnis zu
gelangen, das entweder Äpfel mit Birnen verglichen werden oder die Test
nicht objektiv sind bzw. (wie im Profi-Test, siehe auch die bereits vorhandene
Diskussion im Forum) verschwiegen wird, das Schläger xTra getunt werden...
Ich halte dies für ausserordentlich fragwürdig, wie ist eure Meinung dazu
und welche Konsequenzen glaubt ihr, sollte man daraus ziehen???
PN
Hallo,
Ich verfolge die Tests im TM nun schon seit mehreren Jahren.
Leider musste ich auch die Erfahrung machen das relativ oft die ermittelten
Werte im Bezug auf das Gewicht nicht mit den im Handel erhältlichen Rackets
übereinstimmen.
Desweiteren glaube ich für meinen Teil das die Tests auf keinen Fall 100
%ig ernst genommen werden sollten.
Es ist immer ein persönlicher Eindruck der hier aufgenommen wird, ohne
Referenz oder so.
Und wahrscheinlich haben auch die Tester gute und schlechte Tage.
Gruß, Marco
Jens Husung
17.03.2003, 07:50
schreibt doch mal an das TM:rolleyes:
Hallo,
ich meine das alle Tests, egal von wem, subjektiv ausfallen. Ob das nun
dein Kumpel aus dem Verein ist oder BB, keiner wird haargenau dasselbe
Empfinden zum Schläger haben. Man selber hat ja manchmal das Gefühl mit
einem fremden Racket zu spielen. ;)
Um sich einen bestmöglichen Eindruck zu verschaffen, sollte man halt so
viele Quellen wie möglich nutzen.
Ein möglichst objektives Ergebnis erzielt der Tester der den Normal-Käufer
anspricht , natürlich mit "Originalen" wie sie beim Händler ankommen.
Das weiß auch das TM. Wenn allerdings das TM den Schlägern Gewicht geben
sollte, dann kommt schnell der Gedanke auf, daß dieses Gewicht wohl eher
in die Plazierung als in Schlägerbstandteile einfließen soll. Wäre ja
auch nicht so ganz neu der Gedanke.
Sollte das wirklich so sein, würde das TM ein ziemlich hohes Risiko eingehen
was seine Glaubwürdigkeit anbelangt. Woher stammt also überhaupt diese
Info? Denn im Zweifel immer für den Angeklagten.
Gruß
... so gesehen wäre ja schon eine Werbung mit Agassi, Haas, Rodick & CO
bereits eine Irreführung des Verbrauchers, denn keiner spielt hier wohl
mit einem Orginal-Racket, dessen Namen dieses ggf. auch noch trägt.
... andererseits ist jedes Racket von einem Fachmann denkbar einfach zu
tunen, Blei unter dem Ösenband anzubringen ist kein Hexenwerk und somit
absolut legal, oder weshalb sollte ich mein Racket nicht etwas kopflastiger
und schwerer als 280 g machen dürfen ???
... die Konsequenz kann aus meiner Sicht nur sein, dort zu kaufen, wo
man fachmännisch beraten wird, z.B. bei TOPSPIN bzw. deren geschulten
Partnern, zumeist Trainer.
... aber es ist ja eh ein Trend der Zeit, entweder auf große Marken abzufahren,
oder Computer bei Aldi, Norma oder Lidl zu kaufen und sich hinterher zu
beschweren, daß man nicht vernünftig beraten wurde und keinen AS-Service
hat :D:D:D
Nachdem alle Rackets eh aus sehr, sehr wenigen Fabriken kommen, unterscheiden
sich diese bekanntlich z.T. auch nur noch durch Farbe und Namen. Um so
wichtiger wird dann das Anpassen auf die persönlichen Bedürfnisse = Tunen.
Ich finde man kann nach einiger Zeit schon an den Spezifikationen eines
Schlägers erkennen, ob er für einen geeignet ist.
z.b solche Schläger liegen mir ganz gut
Gewicht: ca 340gr
Balance: ca 33cm
RA: <65
Kopfgröße:613-645 cm²
Länge :normallang
Besaitungsbild:am liebsten 16X19
solange im TM diese Werte stehen sind die Tests für mich informativ.
Natürlich ist das Tunen normal, legal und sogar manchmal notwendig. Aber
wenn man einen Schlägertest durchführt und diese vergleichen will dann
sollten alle auch die gleiche Ausgangsposition haben oder man muß die
Tuningmaßnahmen beschreiben.
Saitenquäler77
17.03.2003, 14:04
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das man dem tM nicht ohne weiteres
trauen kann. Es kann nur eine Entscheidungshilfe sein. Mann sollte die
Test`s zur Kenntniss nehmen, sich bei der Bewertung aber auf das eigene
Empfinden verlassen und das Racket nach möglichkeit selbst Testen. Niemals
nur wegen der Meinung vom tM einen Schläger kaufen!!
MfG
SQ77
MagicMat
17.03.2003, 15:02
Ich habe noch nie einen Test im TM Magazin gelesen und bisher immer ein
gutes Racket für mein Spiel gefunden.:) Vergleichen hilft da viel mehr
und außerdem ist das meiner Meinung nach viel zu subjektiv.
Wichtig sind die Eckdaten eines Rackets (siehe Raphael) und die damit
verbundenen Spieleigenschaften. Passt eine nicht, muss man versuchen sein
neues Racket diesbzgl. auszuwählen.
die Eckdaten sind immer entscheidend, alleine der "normale und durchschnittliche"
Endverbraucher/Tennisspieler kann damit wenig anfangen und verläßt sich
deshalb auf "große Namen" , nach dem Motto "weil Agassi den spielt, bin
ich mit dem auch besser" - und dies ist eben ein Trugschluß, wie wir ja
wissen.
Deshalb sind die Tests aus meiner Sicht für all jene "Normalos", die sich
mit Rackets nicht so wie wir auseinandersetzen, doch enorm wichtig, um
vernünftige Anhaltspunkte zu bekommen.
Erfahrungsgemäß überschätzen sich viele gnadenlos selbst, wenn Sie z.B.
gefragt werden, ob Ihre Zuschlagsbewegung sehr schnell, schnell, durchschnittlich,
langsam, oder sehr langsam ist.
Unsere 60er waren zutiefst :entsetzt::entsetzt:, als ich sie (selbstverständlich
objektiv und korrekt) auf langsam bis sehr langsam einstufte. Es ist eben
alles eine Frage des Standpunktes : keine:schnecke: hält sich selbst für
langsam.
Im schlechtesten Falle für durchschnittlich, oder zumindest für eine Renn-:schnecke:
(Österreicher können sich nachweislich viel besser einschätzen, z.B. beim
Schneckensammeln: zumeist mit niederschmetterndem Resultat und dem Kommentar:
"huuuusch, huuuuusch, und weg worns":D:D)
Hi!
getunte Rackets zu testen ist sinnlos, denn der Leser kann ja davon nicht
unbedingt auf die normalen Schläger schliessen.
Test dienen eher nur der Orientierung, jeder Spieler sollte seine neue
Keule testen und nicht blind auf TM Empfehlung kaufen.
Gruss,
Howy :cool:
Original geschrieben von howy
Hi!
getunte Rackets zu testen ist sinnlos, denn der Leser kann ja davon nicht
unbedingt auf die normalen Schläger schliessen.
Gruss,
Howy :cool:
Betreffend Standard-Rackets für den Normalo gebe ich Dir vollkommen recht,
nicht aber für Profi-Rackets, die zu 90 % eh getunt werden, ja für den
Einzelnen individuell getunt werden müssen, wie z.B. jetzt beim TOPSPIN
628 geschehen.
Dort benötige ich ein tunbares und somit relativ leichtes Racket, da ein
350g-Racket nicht mehr getunt werden kann, da es ansonsten zu schwer wird.
Man könnte ja noch unterscheiden zwischen tunbaren und nichttunbaren Rackets
:D:D bzw. den Tuningservice hervorheben, insofern dieser angeboten wird.
nun ja,es ist ja schon fast eine Schande dem großen Saitenorganisator
badnix zu widersprechen, aber dass es unmöglich ist ein 340-350gr Racket
zu tunen, kann ich nicht so stehen lassen.Für Normalsterbliche stimmt
dies schon, aber sieh mal auf den Schläger von Pete Sampras der wiegt
schon 350gr und manchmal kann man noch richtig fette silberne Bleistreifen
erkennen(an 3 und 9 Uhr).Das gleiche bei Tommys Dunlop 200g und bei dem
Head Prestige von Philippoussis, aber diese Typen sind natürlich nicht
ganz unkräftig.
Hi badnix,
deine Argumentation kann man nachvollziehen, nur was bringt mir der Bericht
über ein getuntes Racket was nicht meinem Tuningbedarf entspricht??
Lieber Standard-Rackets testen und sie danach noch tunen als umgekehrt.
Gruss,
Howy :cool:
Saitenquäler77
27.03.2003, 13:01
Hallo auch!
Und wieder ein Beitrag zum "Kann-ich-den-tM-Test`s-glauben-Thema. Im aktuellen
Heft, werden die ja Test`s zusammengefaßt. Und siehe da, ausgerechnet
bei einem der Sieger (Yonex MP Tour-1) für im Bereich Spitzen- und Tunierspieler
fliegen hier die Noten durcheinander. Im Oktoberheft wird wie folgt benotet:
Kontrolle 1, Power 2-, Komfort 3. In der Zusammenfassung jetzt ließt sich
das so: Kontrolle 3, Power 1, Komfort 2+...
schön` Gruß
SQ77
Die Rackets der Profis werden nicht getunt, sondern speziell angefertigt.
Zum Beispiel spielt Herr Haas angeblich den Dunlop 200G, aber dieser wurde
nur speziell für ihn angefertigt und lackiert, nicht mit Gewichten aufgepäppt.
Der hat seine eigenen, für ihn produzierten Rackets. Bei Agassi etc.
sieht es ähnlich aus.
Wieso hat Raphael unendlichen Respekt vor badnix? Der ist doch sehr lieb,
liegt aber dennoch, wie ich finde, falsch: Jedes Racket kann getunt werden!
Zudem ist die Frage: TOPSPIN 628, ein Profi-Racket? Wer spielt das?
Ich finde: howy hat vollkommen recht! Vergleichbar sind nur originale
Rackets. Was man daraus macht, ist dann nicht mehr vergleichbar.
@teddyfl
wenn ein Racket von Hause aus schon 350 g hat, läßt sich dieses für den
"Normalo" unter den Tennisspielern nur noch minimal (gewichtsmäßig etc.)
tunen, weil es ansonsten zu schwer würde.
Als Profi- oder Turnier-Racket bezeichne ich alles, was 630 cm² und weniger
hat, bei Profil 22 und kleiner, da der "normale" Medenspieler reichlich
Mühe haben dürfte, diesen Rackets Power zu entlocken.
Also nicht abhängig davon, WER die Keule spielt. Ist ja, wie Du auch schon
anführst reine PR. Gleich ist letztendlich gerade mal noch die Lackierung
für den Wiedererkennungseffekt der ver....
Kundschaft, die glaubt, ein 280g-Profi-Racket zu spielen :D:D
Hi,
tunen kann ja auch bedeuten: Verleichtern, verschmälern, umpfeilen (Griff).
Zu den Definitionsversuchen von Turnier-Rackets: Ich glaube, das ist ein
unwirtlicher Versuch. Die Tour Rackets von Babolat sind größer (645 cm²),
Agassi spielt eine Riesenpfanne (690) etc.
Aus allen Rackets erhält man Power. Es hängt eben auch von der Saite und
der Härte ab, schließlich sind wir ja im Saitenforum.
Übrigens: Grundlegend hast Du natürlich Recht. Auch die ganz neuen Tour-Rackets
von Babolat haben einen 630er-Kopf .
goosyluz28
28.03.2003, 23:22
@ teddyfl
Dass Profis mit eigens fuer sie angefertigten Schlägern spielen, kann
ich irgendwie kaum glauben. Gibt's da handfeste Beweise? ;) Wie soll denn
das gehen? Kriegt der Tommy Haas dann nochmal eine Extraschicht Graphit
eingeschmolzen in sein Spezialrezept fuer sein Racket? Dass Bleistreifen
am Schläger angebracht werden (=tunen?) und die dann spaeter nochmal ueberpinselt
werden, kann ich mir schon eher vorstellen.
Hat denn hier noch niemand einen Schläger, den ein bekannter Spieler nach
dem Matchgewinn ins Publikum gerusst hat, gefangen und analysiert??:naiv:
MagicMat
29.03.2003, 09:33
Also was man doch sicherlich für ein "Profi-Racket" festhalten kann, ist
das Gewicht von mehr als 330 Gramm.
Von extra Anfertigungen habei hc bis jetzt auch noch nichts gehört, möchte
ich aber nicht ausschließen. Fakt ist aber das Rackets vom Hersteller
nach den Vorstellungen des Vertragsspielers getunt werden und dann mit
einem aktuellen Design überläkiert werden.
Wir hatten hier meines Wissens nach schon mal eine Diskussion darüber.
Da sprach auch einer das Agassi Racket an, welches wohl immer noch das
Modell von vor 8 jahren sei, halt nur immer in der lackierung angepasst.
Oder vielleicht doch extra Anfertigungen:
http://www.jamesblaketennis.com/jb%20pages/image%20pages/image%202002%20vogue%20mag.htm
Ein Dunlop 300g mit 18X20 Besaitungsbild, wobei der doch eigentlich ein
16X19 hat? Fett Blei am Rahmen...
goosyluz28
29.03.2003, 14:12
@ Rafael
Du alter Chef. Stimmt ja wirklich, das mit dem Saitenbild des 300G!
Ich glaube trotzdem nicht, dass das eine Spezialanfertigung ist, sondern
eher ein anderes Racket überpinselt...Ich würde sagen, das ist der Head
i.prestige MP im Dunlop-Look.
yeah, oda der alte Dunlop 200g Muscle Weave
Mich hat da mal ein Vertreter zugelabert: Das Sensibelchen Tommy spielt
nicht den originalen 200G, wie er im Laden hängt.
Vielleicht habe ich mich unglücklich ausgedrückt: Mit Spezialanfertigung
meinte ich, dass es scheinbar bei der Produktion enorme Schwankungen gibt
(Gewicht, Balance). Natürlich keine Extralage Graphite (obwohl das Tommy
vielleicht ganz gut tun würde).
Die Rackets sollen wohl grundlegend gleich sein, nur eben 20 Gramm schwerer,
etc. Keine Ahnung, ob ein Chinese da an der Schraube dreht und die ersten
500 für Tommy produziert. An den Materialkosten kann es nicht liegen,
denn die sind im Vergleich zu Tommys Einkommen zu vernachlässigen.
Habe andererseits gehört: Tommy spielt den Schläger gar nicht. Alles nur
lackiert.
Wahrscheinlich ist das alles nur eine Glaubensfrage! Die Wahrheit erfahren
wir Sterblichen nie! Oh Gott!
Das beste Beispiel wie die Werbung mit den Profis pfuscht ist doch damals
Wilson. Das der Edberg seit was weiß ich wieviel Jahren immer den Pro
Staff Original 6.0 gespielt hat weiß doch jeder. Plötzlich kam dann der
Pro Staff 6.1 Classic (mit der schwarz/gelb/roten Lackierung), den wahrscheinlich
die meisten von uns mal gespielt haben raus, und siehe da, plötzlich war
der das Stefan Edberg Racket... Im Fernseh sah es auch so aus, aber ich
hab damals beim World Team Cup neben dem Trainingsplatz gestanden, auf
dem der Edberg am trainieren war, und da war es ziemlich deutlich zu sehen,
dass einfach der Pro Staff 6.0 Original wie der Pro Staff 6.1 Classic
lackiert wurde. Aus der Nähe betrachtet ist das ziemlich auffällig, schon
allein wegen der extrem unterschiedlichen Rahmen, aber im Fernseh wird
das kaum jemandem aufgefallen sein. Das ist doch Beweis genug, das die
Pros nicht die Schläger spielen, die sie laut Werbung spielen sollten.
Und heute wird das doch garantiert noch genauso gemacht.
Stefan Edberg hat meiner Erinnerung nach den 6.1 nur kurz gespielt und
am Schluss wieder den 6.0 Original gespielt.
Gruss,
Howy
Natürlich verarschen uns die Hersteller!
Aber eigentlich ist das doch auch egal, wenn wir „Normalen“ mit dem „normalen“
Schläger klarkommen.
Unmoralisch ist es aber schon! Es geht besonders bei Markenwechseln der
Spieler wohl nur um Kohle: Alte Rackets umlackieren und schon sind die
Millionen im Sack.
Hat jemand einen Vertrag für mich?
Nee, der Edberg hatte ganz sicher den 6.0 Original mit der 6.1 Classic
Lackierung. Ich hab einen Meter neben ihm gestanden, war echt nicht zu
übersehen. Aber der ist ja nicht das einzige Beispiel. Zum Beispiel der
allseits beliebte Babolat Pure Drive war ja ursprünglich mal ein ESTUSA-Schläger,
den Babolat bis vor ein paar Jahren exklusiv für den Moya weiterproduziert
hat. Mag sein dass die den inzwischen technisch verändert haben, aber
ursprünglich war es halt ESTUSA, und alle dachten Babolat würde eigene
Schläger herstellen. (was sie ja inzwischen machen...)
Hi James (007),
Du hast vielleicht recht mit Deiner Einschätzung zum Edberg-Racket. Aber
howy meint doch eigentlich dasselbe wie Du ???...???...!!! Bis auf eine
vielleicht kurze Phase spielte Herr Edberg den 6.0 ….
ESTUSA: Wer liest intensiv den Wirtschaftsteil der FAZ? Es kann durchaus
sein, das Babolat die ESTUSA-Patente übernommen hat. Kann echt sein!
Inzwischen entwickelt und produziert Babolat aber selber Rackets. Forget
und andere haben da ein ganz neues Tour-Racket in aerodynamischer Form
entwickelt.
.
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