Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Taktik gegen große Gegner?
FelixDem
18.07.2003, 22:56
Na toll, habe wieder einmal das grosse Glueck, gleich in der ersten Runde
unserer Vereinsmeisterschaft gegen unsere Nummer 1 antreten zu muessen.
Da ich jedoch gut in Form bin, rechne ich mir insgeheim Chancen aus.
Nur welche Taktik soll verfolgen?
Prinzipiell bin ich ein aggressiver Spieler, Vorhand kann ich mit viel
Spin und gerade schlagen, beidhaendige Rueckhand ebenso, wobei die geraden
Schlaege oefters ins Netz gehen. Am Netz habe ich meine Probleme (liegt
wohl auch daran, dass ich nur 1,75 gross bin).
zu meinem Gegner:
er ist sehr athletisch, schnell auf den Beinen, knapp ueber 1,90m gross,
und hat sichere Grundschlaege (Rueckhand beidhaendig) mit viel Spin meist
an die Grundlinie, die Rueckhand kommt ab und zu etwas zu kurz.
ich denke, dass ich mit reinem Angriffstennis wenig Chancen, der mein
Gegner sehr schnell ist und ueber eine sehr grosse Reichweite verfuegt.
Da ich am Netz nicht gerade ueberragend bin, bin ich fast immer auf einen
Winnerschlag angewiesen, was die Fehlerquote meinerseits deutlich erhoeht.
andere Taktik waere, dass ich mich auf lange Grundlinienduelle einlasse
mit sicheren TopSpin-Schlaegen speziell auf seine Rueckhand, um der Gefahr
eines Angriffs seinerseite zu umgehen.
welche Taktik verfolgt Ihr bei solch einem Gegnertyp?
Fuer Tipps waere ich sehr dankbar
Cu,
Felix
spielt er die Vorhand auch mit viel Topspin? dann würde ich ihn mit langen,
tiefen rückhand-slice-bällen "fertig" machen, um ihn dann bei fortdauern
des spiels öfters auch mit slice angreifen, weil irgendwann wird er müde
sich städing bücken zu müssen , um an die bälle zu kommen
FelixDem
19.07.2003, 21:48
Problem ist nur, dass mein Slice nicht gerade der beste ist (wie bei vielen
mit beidhaendiger Rueckhand)
loethelm
21.07.2003, 09:44
Hört sich ganz so an, als ob du doch keine Chance hättest ;-)
Im Ernst. Slice brauchst du.
Wenn er ans Netz kommt, nicht voll drauf sondern weich auf die Füße. Bin
selbst 200cm groß und hasse das wie die Pest.
Paddinho
21.07.2003, 09:54
Ich denke du solltest ihn öftern mit kurzen Bällen ans Netz locken. Jetzt
darfst du aber keinen Passierball schlagen da dieser schon sehr gut platziert
sein müsste, sondern ihm einfach ohne viel Druck die Bälle kurz (damit
meine ich kurz!) hinter das Netz spielen. Solche Bälle hasse ich schon
mit meine 1,78m.
Auch ansonsten würde ich ihm Grundlinienduell einen kurzen ganz weich
geschlagenen Ball mit wenig Druck spielen.
FelixDem
21.07.2003, 10:39
danke fuer eure Tipps, morgen ist das Spiel
habe ihn gestern beobachtet (Mixed), am Netz ist er extrem stark, versenkt
nahezu jeden Volley, bei tiefen Baellen hat er jedoch auch seine Probleme.
Von der Grundlinie ist er sehr sicher, wobei er die beidhaendige Rueckhand
ebenfalls mit sehr viel Spin (starker Rueckhandgriff) schlaegt. In Bedraengnis
wird sein Rueckhandball oftmals sehr kurz, so dass ich vielleicht angreifen
koennte.
Desweiteren hat er Schwaechen. wenn man ihn schnell direkt auf dem Koerper
anspielt, z.B. beim Aufschlag oder bei einer krachenenden Vorhand (meine
Spezialitaet *g*)
TheAppel
21.07.2003, 12:34
@FelixDem
wünsche Dir viel Glück. Bin gespannt wie es aus geht, bei so vielen guten
Tipps!
Gruss
Thomas
FelixDem
22.07.2003, 23:49
ein Satz mit x, das war wohl nix: 4:6, 2:6
zu Beginn hatte ich mehr mit dem Griffband als mit dem Gegner zu kämpfen.
Obwohl ich es vor dem Spiel gewechselt hatte, rutschte ich zu Beginn oftmals
ab, was zu unkontrollierten Schlaegen fuehrte. Nachdem ich beim Stande
von 1:4 ein neues Griffband aufgezogen hatte (Malik sind einfach die besten),
konnte ich auf 4:4 aufholen, doch blieb mir im darauffolgenden Spiel das
Glueck verwaehrt: bei Vorteil für mich zog ich einen Passierball nur mm
an der Seitenlinie vorbei, darauffolgend setzte mein Gegenueber einen
Angriffsball direkt auf die Linie, was den Ball fuer mich unerreichbar
machte. Es kam wie es kommen musste: 4:5 und 4:6
Zum Spiel im 1 Satz: es waren zumeist lange Ballwechsel, gepraegt von
viel TopSpin, jeder war auf "druckvolles, aber sicheres Tennis" bedacht.
Die Netzangriffe des Gegners waren noch etwas ungenau, so dass ich ihn
oftmals schoen vor die Fuesse spielen konnte, was ihn zu Fehler zwang.
Der 2.Satz: hier ging nicht mehr viel, mein Gegenueber verschaerfte das
Tempo, ohne dass seine Sicherheit darunter litt, im Gegenteil, er machte
viel weniger Fehler als im ersten Satz. Zudem war er am Netz baerenstark,
wie er einige meiner Passierbaelle noch erreichte und perfekt platzierte
ist mir jetzt noch ein Raetsel. Ich versuchte ebenfalls, das Tempo erhoehen,
um seine Vorstoesse ans Netz zu unterbinden. Doch mit seiner Reichweite
und Schnelligkeit kam er nahezu an jeden Ball ran, meine Fehlerquote stieg.
Fazit: Es hat zwar nicht gereicht, aber mit meinem Spiel kann ich im Grunde
genommen zufrieden sein. Ich denke, ich haette heute jeden anderen in
meinem Verein geschlagen. Dass ich ausgerechnet zu Beginn der Meisterschaft
auf die Nummer 1 treffe, war Pech
Kurioses am Rande: nachdem mir Anfang des zweiten Satzes eine Saite riss
(hatte ich gerade mal zwei Doppel und 1 Satz Einzel gespielt, 1,30 mm
Pacific Polyester), tauschte ich meine Schlaeger und lehnte den mit gerissener
Saite an die Bank. Nach dem darauffolgenden Wechsel packte ich meinen
Schlaeger und schlug auf (rel. sicheres Spin-Aufschlag), der sein Ziel
(Rueckhand des Gegners) auch erreichte. Als Antwort auf seinen Return
versuchte ich einen druckvollen Topspin-Ball, der mir jedoch etwas zu
kurz geriet, so dass mein Gegner einen Stop ansetzte und ans Netz ief.
Ich erreichte den Ball, und spielte ihn wohl unerreicbar kurz cross cross,
leider blieb er jedoch an der Netzkante haengen.
Ich sah zu meinen Schlaeger und stellte mit Erstaunen fest, dass die Seite
gerissen war. Da ich nur zwei Schlaeger dabei hatte, fragte ich meinen
Platzwart, ob ich seinen Schlaeger ausleihen koennte, worauf er auch gleich
lossprinntete, um eines seiner Rackets zu holen. Ich ging derweil zur
Bank, um meinen Schlaeger abzulegen und bemerkte, dass der zweite Schlaeger,
der an der Bank lehnte, keine gerissene Saite aufwies: da hatte ich doch
wirklich waehrend des Seitenwechsels zum Schlaeger mit der gerissenen
Saite gegriffen und im darauffolgenden Ballwechsel den Punkt fast erfolgreich
abgeschlossen. Wieso ich dies bein Aufschlag und vor allem beim darauffolgenden
TopSpin nicht bemerkt hatte, bleibt mir ein Raetsel.
Vielleicht haette ich ja mit der gerissen Saite weiterspielen sollen :)
Cu,
Felix
PS: wenistens habe ich jetzt keine doppelte Belastung mehr: Uni-Pruefungen
und Vereinsmeisterschaft
@Felix Dem
Na dann viel Glück bei den Prüfungen...
Studierst Du Journalistik??? :p
FelixDem
23.07.2003, 09:48
nein, bin BWLer und eigentlich sehr schreibfaul
Hat sich aber richtig "mittendrin statt nur dabei"-mäßig angehört... :D
FelixDem
23.07.2003, 09:57
vielleicht lags ja an den paar Bier, die ich nach dem Tennis getrunken
hatte :D
TheAppel
23.07.2003, 10:03
das kann gut sein, da geht es mir dann auch immer so.
das nächste mal haust du ihn weg!
Thomas
vBulletin® v3.8.2, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.