Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einhändige oder beidhändige Rückhand?
MagicMat
17.06.2003, 14:16
Mich würde mal interessieren, wer hier eine einhändige und wer eine beidhändige
Rückhand spielt. Bei mir in der Mannschaft (8 Spieler), gibt es keinen
Beidhänder, ein absolute Ausnahme.
Der Trend geht ja eindeutig zur beidhändigen Rückhand. Vorausgesetzt die
Beinarbeit stimmt, auch sicherlich die stärkere Variante.
ich denke, das ist auch stark altersabhängig
in der Altersgruppe 40/50 gibt es nahezu keine beidhändige Rückhand, während
diese in unserer Jugend bereits überwiegt.
Eine gute einhändige Rückhand hat aus meiner Sicht durchaus auch ihre
Vorteile, speziell auf Sand: z.B. die größere Reichweite, variabler durch
Slice, Flugballspiel, extremerer Topspin .....
@Badnix
Stimme Dir voll zu. Ich denke mal dass
a) diese Altersgruppe das Spielen einhändig gelernt hat und
b) im "Alter" die Kraft für das beidhändige Spiel fehlt, wobei ich unter
Kraft auch die Verteidigungs- und Angriffsbeinarbeit zähle.
Soulman
MagicMat
17.06.2003, 14:52
@Badnix
Klar hat die einhändige Rückhand auch Vorteile, ich bin aber der Meinung
die Vorteile der Beidhändigen überwiegt! Wie gesagt, vorausgesetzt man
hat die entsprechende Beinarbeit, ist mit der Beidhändigen ein härteres
und kontrollierteres Spiel möglich. Dazu kommen noch die besseren Winkel...
Nicht umsonst übwiegt, wie du schon richtig sagst, in der Jugend die beidhändiege
Rückhand. Unter Jugend verstehe ich aber auch die, die schon 23 Jahre
alt sind. Das ist besonders im Leistungsbereich (Bezirks- / Verbandstraining)
zu beobachten.
ShockTreatment
17.06.2003, 15:19
bin 13 jahre alt und spiele beidhändig
@badnix: den flugball spielt man dann natürlich einhändig, und auch wenn
du beidhändig spielst, kann man einen slice spielen, das ist dann keine
große umstellung
.... tja, im Rückschluß würde das aber bedeuten, daß die "Beidhänder"
mit spätesten 40 den Tennissport aufgeben müssen, weil sie nicht mehr
richtig zum Ball stehen (können) :D:D
.... andererseits ist nach wie vor ein Genuss, Leuten wie Federer, Costa,
oder auch Justin Henin-A. mit der "einarmigen" zuzuschauen, das Spiel
ist variabler und schöner anzuschauen, als das sture Gebolze der "Beidhänder"
(meine Meinung)
.... die beidhändige ist eben zumeist in der Tatsache begründet, daß Kinder
nicht ausreichend für die einhändige Rückhand haben und anschließend dabei
bleiben ....
.... und immer wieder "Einarmige" an die Weltspitze gelangen, auch wenn
Pete demnächst endgültig abdankt, so ist für Spiel-Ästhetik in Form von
Guga, Federer, Henin & Co doch ganz gut gesorgt
es gibt auch beidhändige die mit 15 oder so auf einhändig umgestellt haben...
war das nicht Pete?
PorkySan
17.06.2003, 19:03
Wir wäre es mal mit einem Vote zur Beidhändigen Vorhand?
Das sehe ich bei mir im Verein jetzt immer öfters.
PorkySan
Martin Schmitt
17.06.2003, 21:19
Wollte mich jetzt doch auch mal für die Beidhänderfraktion einsetzen.
Ist einfach für mein aggressives Powertennis besser geeignet und soll
bitte keiner sagen,dass wäre nicht ästhetisch.
Trotzdem muss ich meinen Vorpostern zustimmen, dass speziell im Jugendbereich
oder auch in der aktuellen Weltspitze die beidhändige Rückhand überwiegt.
Der Hauptgrund liegt vermutlich im neuen sehr athletischen Spielstil,
mal Ausnahmen wie Verkerk u.a. weggelassen.
Martin
Es wird immer mehr Topspin gespielt und besonders ein hoher Topspin mit
viel Spin ist mit einer einhändigen Rückhand sehr schwer zurückzuspielen.
Ich bin jetzt 15 und habe (leider) ne einhändige Rückhand. Würde gern
auf Beidhändige umstellen. Wie schnell lernt man das und lohnt sich das
noch?
MagicMat
18.06.2003, 07:52
@PorkySan
Ich spiele mittlerweile auch ein paar Jährchen Tennis und habe erstmal
zweimal eine beidhändige Vorhand gesehen. Ein exotische Spielstil und
anteilsmäßig im Promillbereich angesiedelt.
@Philipp
Immer mehr Topspin? Ich glaube auch bei den Spaniern hat man es in den
letzten Jahren gemerkt, die spielen immer offensiver auf Sand und daher
auch geradere (schnellere) Bälle.
Auch im guten Jugendbereich ist das zu beobachten. Da wird kein übermäßiger
Topspin mehr gespielt, was sicherlich daran liegt das viele halt beidhändig
spielen, da nun mal so in der Regel ein druckvolleres Spiel möglich ist.
@badnix
Die Einhändigen sind in der Weltspitze (Top100) aber trotzdem klar in
der Unterzahl, ich denke das kommt nicht von ungefähr.
spiele beidhändige Rückhand, ich habe mal eine einhändige versucht(nur
einen Monat), aber folgende Schwächen nicht ausgleichen können:
beim Return war es oft schwierig den Ball gerade zurückzublocken(hier
fehlte damals glaube ich die Kraft im Unterarm...), hohe Bälle waren viel
schwieriger(bin zusätzlich noch ein kleinerer Spieler mit 1,73), der Passierball
aus dem laufen heraus war schwieriger...und noch ein paar andere Gründe,
außerdem war für mich eine beidhändige Rückhand irgentwie natürlicher.
@howy:
ja das war Pete, ich weiß nicht mehr genau, ob er 15 war, er hat aber
wirklich sehr spät(für nen Profi) umgestellt
MagicMat
18.06.2003, 10:37
Pete war auch früher, genau wie Verkerk, ein reiner Grundlinienspieler.:)
Ich habe vor ca. 2 Jahren von beid- auf einhändige Rückhand umgestellt.
Grund hierfür waren Handgelenkbeschwerden links - zudem hatte ich ne Quote
von 1:4 bei der Beidhändigen. Ich habe komischerweise viel mehr Kontrolle
mit der einhändigen. Dafür natürlich auch etwas weniger Power, aber es
gehen eben auch weniger Bälle an den Zaun... :D
Ich bin noch sehr unsicher auf der Rückhand, spiele sie eigentlich einhändig,
nehme aber doch ab und zu die linke Hand hinzu, wenn mir der Ball vor
die Füsse kommt zum Beispiel.
Da ich recht klein bin (1,65m), überlege ich, ob eine beidhändige Rückhand
nicht besser wäre!? Nur ist die Umstellung nicht einfach, zumindest für
mich.
Aber der Trend geht wohl wirklich zur beidhändigen Rückhand. Ich hab gestern
noch DSF Dokumentation über Wimbledon gesehen, und da spielten noch fast
alle einhändig, Agassi war die Ausnahme!
MagicMat
18.06.2003, 12:00
@vs94
Gerade bei deiner Größe, ist es die Frage, ob du mit einer beidhändigen
Rückhand deine Reichweite nicht zu sehr eischränkst. Wenn du allerdings
sowieso schon die zweite hand hinzunimmst, liegts dir ja vielleicht im
Blut und du solltest über eine Umstellung nachdenken.
Eine Umstellung ist sicherlich für niemanden einfach. Wichtig wäre IMO
das so etwas unter geschukter Ausicht stattfindet.
Die 2. Hand nehm ich eigentlich nur dazu, wenn ich in Bedrängnis bin,
weil ich denke, das mir mit einer Hand die Kraft fehlt.
Meine Stärke ist wohl meine Schnelligkeit, so könnte ich doch wahrscheinlich
die fehlende Reichweite kompensieren, wenn ich beidhändig spiele.
Nur sich während der Saison umzustellen, ist auch schlecht, ich denke,
in der Übergangszeit, ist man dann sehr unsicher.
Spiele Herren30. Bei uns "Alten" spielen auch alle einhandige Rückhand,
bei unserem 1er ist dies eine absolute High Speed Rückhand. Ich als ehemaliger
Tischtennisspieler, mische gern zwischen Topspin und Slice, da bietet
sich die einhändige Rückhand an. Mir wurde auch niemals angeboten, beidhändig
auszuprobieren (leider).
efha
Saitenquäler77
21.06.2003, 21:17
Hi!
Als ich mit dem Tennisspielen anfing (mit 10) spielte ich eine beidhändige
Rückhand. Irgendwann (alle Plätze waren belegt) fing ich an der Wand an
die Rückhand einhändig zu schlagen. 1 - 2 Stunden tat ich dies, und kam
so zu einer glatt geschlagenen Backhand. Für mich war dies (damals) ein
Quantensprung meiner Möglichkeiten. Probiere ich heute (aus Jux) die beidhändige
Rückhand...zum glück waren alle Plätze belegt.
Gruss
SQ77
Hallo Zusammen
Also ich spiele eine beidhändige Rückhand, allerdings wünsche ich mir
manchmal (z.B. wenn ich Federer gucke) ich hätte eine Einhändige, wseil
diese einfach eleganter aussieht (finde ich).
Im Jugendbereich ist es wirklich so, dass die Quote 90 zu 10 oder noch
klarer für die Beidhändige ist. Dies kommt daher, dass wenn man anfängt
zu wenig Kraft für die Einhändige hat und eine Umstellung mit 13/14 wie
Sampras ist ein großes Risiko. Denn erstens ist die Zeit der Umstellung
(mit Sicherheit mindestens 1-2 Jahre) ziemlich hart denn man verliert
in dieser Zeit wahrscheinliuch gegen Leute, die man normaler schlägt und
zweitens weiß keiner ob die Einhändige jemals so gut oder besser wie die
Beidhändige wird.
Ich kenne ein paar, die die Umstellung versucht haben und dann wieder
zur Beidhändige zurückgekehrt sin und so praktisch ein Jahr verschenkt
haben. Deswegen denke ich auch wer eine gute Beihändige hat, sollte nicht
umstellen.
Grundsätzlich denke ich nicht, dass man sagen kann eine Technik ist besser,
die andere ist schlechter, denn das ist meiner Meinung nach sehr individuell,
zum einen Spielertyp passt die eine besser zum anderen die andere. Z.B.
Agassi mit einhändiger und Sampras mit Beidhändiger, unvorstellbar.Allerdings
glaube ich, dass eine wirklich gute einhändige Rückhand viel schwerer
zu erlernen ist wie eine Beidhändige und nur für Leute geeignet ist, die
eine wirklich gute Technik besitzen.
Und ich glaube wegen der harten Umstellung, und weil sie schwieriger ist,
wird die Einhändige Rückhand immer seltener auf der Tour und im Jugendbereich.
Gruß Witi
jc franck
24.06.2003, 13:36
Bin 21 und spiele eine beidhändige Rückhand. Habe sie vor einigen Jahren
für kurze Zeit einhändig gespielt, wurde aber nichts. Bin wieder schnell
auf beidhändige umgestiegen.
Ciao
Paddinho
02.07.2003, 08:58
ich denke es ist einfacher von einer einhändigen auf die beidhändige Rückhand
umzusteigen als umgekehrt.
@Philipp: Ich würd es mal ausprobieren
Saitenquäler77
03.07.2003, 12:49
@Paddinho!
Also nach schlechten Spielen hab` ich immer wieder das Gefühl es noch
mal mit der beidhändigen Rückhand versuchen zu müssen. Wobei dies wohl
ein blöder Irrglaube ist!! Na jedenfalls gelang mir der Wechsel bisher
nicht, und wird mir wohl auch niemehr gelingen. Von wegen einfach!!! Bewegungsablauf,
"Auge-Hand-Koordination" alles völlig anders.
Gruss
SQ77
Umstellung dauert ca. 1 jahr.
gruss
harry
Paddinho
03.07.2003, 13:22
Ist halt von Spieler zu Spieler anders.
Ich hab es auch über den Winter probiert von beid- auf einhändige Umzusteigen.
Hat auch nach ein paar Wochen ganz gut geklappt aber leider nur bei Trainingsspielen.
Bei einem richtigen Match hab ich dann jeden Ball versemmeln, so dass
ich gezwungenermaßen wieder auf beidhändig umsteigen musste, was seit
dem Zeitpunkt besser funktioniert als vorher.
TheAppel
04.07.2003, 09:38
so wie ich wird wohl keiner spielen!
ich spiele vor- und rückhand beidhändig, was ja noch nicht wirklich aussergewöhnlich
ist.
ABER:
ich schlage mit rechts auf (meistens jedenfalls) und spiele dann von hinten
beidhändig aber wie ein linkshänder. einen slice zum beispiel spiele ich
dann wieder mit rechts ebenso volley (natürlich einhändig).
GRUND:
ich habe mit 6 jahren begonnen tennis zu spielen und war sehr klein (jetzt
immer noch klein aber ein bisschen grösser). hatte einen schweren holzschläger
und konnte den kaum heben. so hat das angefangen und es hat sich ganz
gut entwickelt. immerhin hat es in der jugend zu den top 20 in deutschland
gereicht.
bin jetzt 26 und werde wohl noch einige zeit so spielen, habe auch keinerlei
beschwerden. bin gut zu fuss und daher verschwende ich im moment noch
keinen gedanken an eine umstellung.
sollte ich aber mal herren 40 o.ä. spielen kann es schon sein das ich
umstellen werde, kann es ja einhändig auch ein bisschen.
ich habe mit dieser spielweise eigentlich keine probleme eher vorteile,
da ich auch mit links spielen kann. ein aufschlag mit links (like doppelspezialist
jensen) sorgt hin und wieder immer für eine überraschung und einfache
punktgewinne!
es war zwar nicht einfach zu erklären aber nun könnt ihr euch ein bild
über meine art zu spielen machen!
bis denn
Thomas
Yuck Fou!
06.07.2003, 00:08
Och, sowas hab hab ich zwar noch nicht gesehen, aber bei uns im Club ist
einer, der gar keine Rückhand spielt, sondern den Schläger immer von Hand
zu Hand wechselt. Der war immerhin mit 55 noch bayrischer Herren-40-Meister:suprise:
...
eL^mosCito
19.08.2003, 22:15
ich spiele beidhändige rückhand ... als ich mit Tennis begonnen habe habe
ich einhändige Rückhand gespielt ... dies war dann meine stärkste waffe
... sie war für die darmaligen Verhältnisse seeeehr sicher ... aber dann
wechselte ich den Verein und musste bei den Älteren mitspielen ... da
spielte jeder Beidhändig und sie waren wesentlich härter und aggresiver
als ich ... deshalb gewoehnte ich mich ca. mit 13-14 auf Beidhändige um
... Heute (15) spiele ich sie sehr erfolgreich ... ich kann zwar immernoch
einhängige aber Beidhändige ist einfach sicherer wenn es zu Rallys kommt
!!!
Gruss MaX
Nightwing
19.08.2003, 22:51
spiele einhändig. ca 80% slice. s.edberg hat auch in der jugend von beid
auf einhändig umgestellt , da es seinem agressiven spiel besser zu gute
kam
Paddy C.
24.08.2003, 21:55
Ich spiele auch einhändige Rückhand! HAbe im Alter von 10 Jahren vom der
beidhändigen umgestellt!
Also, ich finde dass die Beidhändige vielleicht an der Grundlinie etwas
sicherer ist, dass man mehr Power damit machen kann halte ich aber für
ein Gerücht... Für einen Spielertyp wie mich der ca. 85% aller Puntke
mit nem Volley macht (oder verliert...) wäre die Beidhändige absolut Gift,
denn wenn man von hinten immer Beidhändig schlägt ist es denke ich nicht
so einfach den Volley einhändig zu spielen... Obwohl es ja auch Spieler
wie Todd Martin gibt die trotzdem nen guten Einhändigen Volley haben,
aber insgesamt würd ich sagen dass die einhändige Rückhand für nen Angriffsspieler
besser geeignet ist, egal ob man dadurch an der Grundlinie Sicherheit
und Tempo gewinnt oder verliert...
HIGHTOWER
25.08.2003, 10:50
dem stimme ich nicht zu. habe gar keine (oder nicht aus diesem grund)
probleme mit einem einhändigen volley. spiele sonst beidhändig. einhändig
nur in notsituationen oder zu slicen.
Nee, ich habe ja nicht behauptet dass man dann große Probleme beim Volley
hat, aber ich denke Du wirst niemals einen ähnlich starken Volley haben
wie jemand der Deine Spielstärke hat und alles einhändig spielt. Ich glaube
das passt einfach von der Motorik nicht...
tja Sampras hat früher auch mal beidhändig die Rückhand gespielt
TheAppel
26.08.2003, 07:21
ich spiele vorhand und rückhand beidhändig. volley aber einhändig und
das schon immer. das ist meiner meinung nach gewohnheits- und trainingssache
und hat nichts mit der motorik zu tun. wenn ich meine volleys wie santoro
spiele und dann versuche umzustellen hat das vielleicht nachteile und
ich kann den volley nie so gut einhändig spielen, alles andere kann ich
aber nicht bestätigen!
Thomas
atomicfan
26.08.2003, 08:57
ich spiele selbst eine einhändige rückhand und kann mich meinen vorrendnern
nur anschließen.
die einhändige ist einfach ästhetischer, im jugendbereich werden aber
alle kids auf die beidhändige getrimmt so wie ich auch einmal weil einfach
die kraft fehlt um einhändig zu spielen.
mittlerweile kann ich mir nicht mehr vorstellen eine beidhändige zu spielen
zumalen ich auch mehr vorhand spiele und die rückhand kaum zu winner schlägen
benutze.
liegt vielleicht auch an meiner größe (1,95m) dass ich einhändig bzw.
serve & volley bevorzuge
Ich habe früher die beidhändige Rückhand gespielt, dieser Schlag war aber
nie meine Waffe. Ich hatte meistens dann Probleme, wenn der Ball mit wenig
Tempo ankam und ich selber beschleunigen musste, ich bekam nicht genug
Topspin in den Ball und somit keine Sicherheit. Klar war mir jedoch, dass
die beidhändige Rückhand weniger Schwächen hat, also blieb ich dabei,
bis es mir irgendwann zu bunt wurde und ich auf die einhändige Rückhand
umstieg. Die Umstellung ist mir dabei erstaunlich gut gelungen, inzwichen
kann ich mit der Rückhand wesentlich mehr Topspin und Druck erzeugen.
Die Schwächen der einhändigen Rückhand sind sicherlich nicht verschwunden.
Für mich liegt die größte Schwäche in der Defensive, man hat eine lange
Ausholbewegung und wenn man den Ball etwas später trifft, ist der sehr
schwer zu kontrollieren. In der Halle kann man dieses Problem durchaus
umgehen, denn ein guter Slice ist oft effektiver als ein harter Schlag,
aber wer auf Sand slicen muss, kommt meistens ins Bedrängnis. Der größte
Alptraum auf Sand ist entweder ein hoher langer Topspin oder ein guter
Kickaufschlag, weshalb man trainieren sollte den Ball im Aufstieg zu nehmen.
Einen geraden Aufschlag kann man gut zurückblocken.
Ich finde, man muss einen Schlag im Blut haben, die Tatsache, dass die
beidhändige Rückhand weniger Schwächen hat, heißt noch lange nicht, dass
DEINE EIGENE einhändige schlechter als DEINE EIGENE beidhändige Rückhand
ist.
Gruß
Apple: Ich finde das extrem witzig, hihi. da muss man als gegner ja auf
alles eingestellt sein, hihi.
ich spiele beidhändige RH. die einhändige würde mir aber sehr liegen.
aus armschonungsgründen bin iber aber bei der beidh. geblieben.
TheAppel
07.10.2003, 18:16
@elena
tja ich versuche meinen gegner immer wieder zu überraschen. ne schmarrn,
ich spiele schon immer so und bin ganz gut damit gefahren! werde auch
nicht umstellen, wenn ich es aus gesundheitlichen gründen nicht machen
muss!
O.Schmetterhand
07.10.2003, 18:51
Also ich spiele schon immer die Rückhand beidhändig, Volley sowie Slice
mit einer Hand.
Als größten Vorteil der beidhändigen Rückhand gegenüber einhändigen Rückhand
sehe ich die größere Kontrolle an, wenn man die Bälle früh im Aufsteigen
nimmt.
Der Nachteil ist natürlich, dass man gut zu Fuß sein muss, und eine schlechte
Beinarbeit nur bedingt durch die Arme ausgleichen kann.
zwar ganz was anderes
ein älterer(62 j), aber sehr durchträinierter herr (schweizer naturbursch)
verlezte sich die rechte hand - wurde chronisch.
seit einem halben jahr spielt er nun mit der linken hand, und das auch
noch gut. wahnsinn - für mich vollständig undenkbar.
(dürfte ähnliche veranlagung haben wie appel :D )
gruß
zico
TheAppel
07.10.2003, 18:57
da kenne ich auch einen. ein tscheche namen jiri pollak verletzte sich
die rechte hand, stellte um (als 17 oder 18 jähriger) spielte mit links
und was vor ca. 6 bis 7 jahren die nummer 111 der atp weltrangliste. das
find ich auch hammerstark. der hat mich auch mal richtig zerlegt, spielt
jetzt als ca. 35 jähriger in einem verein bei mir in der gegend!
ShockTreatment
07.10.2003, 19:42
spiele beidhändig
IMO beidhändig mehr Power
einhändig besserer spin
und das mit den volley ist quatsch, da volley ein komplett andere bewegung
ist, is ja praktisch keine ausholbewegung und schlagbewegung vorhanden
sondern nur ein "drücken"
Ich hatte bzw. habe in meinem linken Handgelenk (bin rechtshänder) irgendeine
Sehne entzündet. Daher habe ich beim Training ein paar mal einfach die
Rückhand einhändig gespielt und es klappte doch recht gut. Bin jetzt am
trainieren und denke, dass ich bei einer Hand bleibe.
Bomberman
27.01.2007, 15:59
hi zusammen, wollte diesen thread mal wieder rauskramen, da ich momentan vor der frage stehe, ob ich von beidhändiger auf einhändige rückhand wechseln soll.
bin nun 20 jahre alt, als ich mit tennistraining begonnen habe (mit 11 oder so) habe ich eigentlich die beidhändige rückhand gelernt, jedoch meine ganze jugend eigentlich ziemlich viel slice gespielt, weshalb sich die beidhändige rückhand nie wirklich gut entwickeln konnte.
mit 16 oder 17 hab ich dann einfach mal ne weile einhändige rückhand gespielt, wirklich gut war die nicht, aber auch nicht so viel schlechter, bin weiterhin viel beim slice geblieben.
die letzten 3 jahre hab ich wieder etwas aktiver trainiert und hab wieder beidhändig gespielt, nun auch immer mehr und kaum noch slice.
jetzt hab ich zum spass mal im training einhändig gespielt, und das ist (dafür dass ich die sonst nich spiel) gar nich so übel. meine beidhändige rückhand ist zwar besser geworden, aber noch nicht wirklich gut.
ein vergleich: der ganze bewegungsablauf bei der einhändigen rückhand kommt mir natürlicher vor, ist lockerer und nicht so "gezwungen". ausserdem bekomm ich mehr spin hin (mein hauptproblem bei der beidhändigen) und kann aktiver sein, d.h. ich kann auch mal aggressiv spielen. die beidhändige rückhand benutz ich eigentlich nur zum zurückspielen. allerdings habe ich im moment eine enorme streuung bei der einhändigen, mal ganz gut, dann wieder voll verkorkst und wo ganz anders hin als er soll (habe aber auch die erste stunde seit langem einhändig gespielt).
ein weiteres problem bei der einhändigen sind die returns: das blocken mit der beidhändigen ist wesentlich einfacher, ebenso bei hohen bällen kam ich mir ziemlich instabil einhändig vor.
nun meine frage, lohnt es sich bis bis zum sommer daran zu arbeiten und umzustellen? ich kann nicht abschätzen wie sicher ich werde, ich muss ja in der lage sein den ball 3mal hintereinander gleich spielen zu können, im moment unmöglich.
oder sollte ich beidhändig bleiben, gerade wo ich egtl 3 jahre lang nun nur beidhändig gespielt habe?
moya fan
28.01.2007, 11:40
Hi,
nun, diese Entscheidung können wir dir nicht abnehmen. Fassen wir mal zusammen. Du tendierst zur Einhändigen, die von dir aufgezählten Argumente pro Einhändiger überwiegen gegenüber den Nachteilen laut Selbsteinschätzung. Das was zur Zeit bei der Einhändigen noch fehlt, läßt sich mit gewissem Trainingsaufwand wohl einigermaßen kompensieren. Dauert vermutlich einige Monate, aber die hast du ja noch Zeit. An deiner Stelle würd ich das mit der Einhändigen einfach mal versuchen und riskieren. Zu verlieren hast du ja nichts. Viel Erfolg.
Paddy C.
28.01.2007, 11:54
Hi,
habe auch von beidhändiger auf einhändige Rückhand gewechselt. Habe zwischen dem 9. und 12 Lebensjahr beidhändig gespielt und dann auf einhändig umgestellt, da ich bei der einhändigen Rückhand mehr Kontrolle habe und beseeren (=mehr) Spin entwickeln kann.
Wenn Du die Rückhand umstellen willst darfst Du kein Problem damit haben, dir ein paar Spiele u. U. eine Brille einzufahren.
Dafür ist eine einhändige Rückhand m. E. der wesentlich ästhetischere Schlag. Alleine deshalb schon kommt für mich eine beidhändige nicht in Frage.
Und dass die besten der Welt meistens Einhänder waren/sind dürfte das Potential dieses Schlags wohl auch belegen.
Goldeagleno1
28.01.2007, 13:35
kann mal einer in kurzen fakten die grundsätzliches vor -und Nachteile der beid -und einhändigen Rückhand auflisten. Aus seiner sicht !!
Roddick-Fan
28.01.2007, 13:39
ich stehe vor der gleichen Entscheidung wie Bombermann, deshalb würde mich eine kurze Zusammenfassung der Vor- und Nachteile der einhändigen, als auch der beihändigen aus eigener Sicht auch interessieren.
Bomberman
28.01.2007, 13:56
ist wahrscheinlich subjektiv, ich sag mal wies bei mir is, oder mir vorkommt:
einhändig:
+ mehr und einfacher spin erzeugen
+ wechsel zwischen slice und topspin nicht so deutlich zu erkennen
+ mehr reichweite
+ natürlichere bewegung (empfindet wahrscheinlich jeder anders)
+ einfacher druck zu machen (empfindet wohl auch jeder anders)
- gute beinarbeit, körperhaltung nötig
- hohe bälle muss man meist weiter runterkommen lassen
- topspin oder gerader return ist schwierig
beidhändig:
+ mehr stabilität
+ einfacher aus der bedrängnis, auch bei schlechter stellung noch gut zu spielen (finde ich...)
+ verdeckter schlagen (auch bei spätem treffpunkt kann noch kurz cross gezogen werden mit dem linken arm)
- einfacher wenn man mit power angespielt wird -> besser blocken
die beiden ergänzen sich, was bei einhändig + ist, ist dann bei rückhand auch -...
einiges hab ich aus diesem artikel und kann ich selbst bestätigen:
http://www.sportal.de/tennis/matchpraxis/protipp/vorhand.html
(nicht von dem "vorhand.html" irritieren lassen :D)
ich spiel nun seit gut 2 jahren einhändige rückhand (nun fast 15), zuvor nur beidhändige RH.
Bei mir dauerte die umstellung immernoch an, da erstmal eine viel intensievere Beinarbeit gefordert ist, sowie eine höhere Kraftleistung, was bei mir anfangs doch immer ein problem war.
Das erste "Turnierjahr" war doch sehr frustrierend.
Also wenn ihr umstellt, macht euch auf min. 1 Jahr frustration gefasst^^
Ich war auch einige male kurz davor wieder beidhändige zu spielen. (Hatte zum Glück nen Trainier der da was dagegen hatte^^)
Roddick-Fan
28.01.2007, 14:12
also mein Hauptproblem bei der einhändigen ist, das ich bei einem starken Aufschlag des Gegners so gut wie garnicht retournieren kann, jedenfalls nicht kontrolliert. Dazu fehlt mir denke ich die Kraft im Handgelenk, deshalb werde ich wohl die beidhändige Rückhand weiterhin spielen.
Benedikt
28.01.2007, 16:34
ich spiel einhändig, fand ich als ich anfing, eleganter. Wenn ich heute nochmal anfangen würde, würde ich beidhändig anfangen, da man viel schneller auf Leistung kommt.
Champcoach
28.01.2007, 18:24
Man kann, denke ich, nicht generell sagen, ob ein- oder beidhändig besser ist. Das ist eine sehr individuelle Geschichte, was einem besser liegt, und vielleicht sogar, was einem vom Bewegungsablauf her besser gefällt.
Der Vorteil der einhändigen ist sicher die größere Reichweite in Notsituationen, da musst du als Beidhänder den "Notslice" dazulernen, während der Einhänder eben nur seinen gewohnten "Einheitsschlag" spielt.
Allgemein wird der Slice von Einhändern effektiver gespielt.
Ähnliches ist über den Rückhandvolley zu sagen.
Auch kann der Gegner erst später erkennen, ob ein Slice oder Topspin gespielt wird.
Der grundsätzliche Vorteil der beidhändigen Rückhand ist die Position der Schlaghand auf dem Schlägergriff. Der Einhänder hat die Handfläche hinten/oben, der Beidhänder hat durch die linke (als Rechtshänder) Schlaghand seine (zusätzliche) Handfläche hinten/unten. Er schlägt praktisch eine Vorhand mit links (= der linken vorderen Hand). Durch diese Position auf dem Griff kann er mehr Spin und Druck entwickeln. Speziell bei Zeitmangel und dadurch kürzerer Ausholbewegung kann der Schläger schneller beschleunigt werden. Auch bei geblockten Schlägen ist die beidhändige wegen der Kraftübertragung von Vorteil (stabiler/kompakter).
Ein weiterer Vorteil der beidhändigen Rückhand ist die Schlagstellung: Die offene Schlagstellung (schneller) ist hier leichter zu bewerkstelligen (die Schlagschulter, bei Beidhändern: links wg. der linken "Vorhand", bei Einhändern: rechts, geht bei Beidhändern vorne raus Richtung Ziel - und rotiert nicht seitlich nach rechts weg wie bei Einhändern bei offener Schlagstellung).
In der Weltklasse spielen mehr Beidhänder als Einhänder (auch wenn bei den AO 3 Einhänder unter den letzten 4 waren und auch wenn die beiden letzten Weltranglistenersten Federer/Sampras Einhänder sind/waren).
Ich denke, es gibt einfach unterschiedliche Spielertypen, die eben die für sie richtige Technik heraussuchen müssen. Falsch wäre es sicherlich, daraus eine Ideologie zu machen, wie das vor gar nicht so vielen Jahren noch der Fall war. Da wurde anfangs in der Trainerausbildung die beidhändige Rückhand abgelehnt. Sie war halt noch neu. Seit Björn Borg ist das vorbei, und spätestens seit Agassi (Courier, Conners, Wilander...) hört man davon gar nichts mehr.
Ich spiele einhändig (kann die beidhändige nicht wirklich), meine Rückhand war und ist aber auch immer meine Schwäche gewesen (nur Sicherheitsspiel möglich, echte Gewinnschläge eher nicht:( ).
.. ich spiele auch einhändige Rückhand und fand das vom Schwunggefühl schon immer besser. Die "beidhändige" kam bei mir nie in Frage, da fehlte mir von Anfang an das Timing und der Touch. Ist aber imo ...
Ich spiele zwar beidhändig, aber sehe doch große Vorteile bei der einhändigen RH. Viele sagen immer, dass der große Nachteil bei der einh. RH, der Block von schnellen Bällen ist, aber ich bin der Meinung, dass das sogar ein großer Vorteil sein kann. Wenn man den Ball nur rausblockt, trifft man ihn immer sehr früh und es ist, zumindest für mich, leichter den Ball im aufsteigen zu nehmen. Beides verschafft mir einen klaren Vorteil (z.b. beim Return).
Gerade bei den kleinen sehe ich immer wieder, dass sie vorallem mit dem Treffpunkt Probleme haben. Ich finde auch hier: wieder nur kurz mit der Einhändigen blocken und schon stimmt der Treffpunkt.
Die Bälle die mit sehr viel Winkel gespielt werden, kann ich mit der kurzen Reichweite der beidhänfigen RH eh nicht mehr bekommen. Also auch hier sehe ich einen Vorteil beider Einhändigen.
Ein Aber gibt es trotzdem. Man braucht gute Beine, sonst wird das alles nix.
ingonicole
29.01.2007, 16:31
Ja ich kenne das Problem auch. Ich spiele Beidhändig seit ca. 8 Jahren, hab damals aber vor 13 Jahren einhändig angefangen.
Eigentlich könnte ich mich dafür echt in den *** treten das ich auf Beidhändig umgestellt habe, aber wie schon erwähnt sie ist eigentlich leichter zu spielen, gerade wenn das spiel etwas schneller wird.
Habe im Sommer mal gegen einen wirklich super Spieler mit einhändiger Rückhand gespielt - das war schon ein genuß allein vom zusehen....und eine beschleunigung hatte der...wahnsinn.
Ich denke wenn man die einhändige Rückhand und vorallem die Beinarbeit ( denn die scheint mir hier der größte unterschied zu sein) beherrscht ist es ein traumhafter Schlag.
Allerdings wie erwähnt kommt man mit einer beidhändigen Rückhand schneller zum Ziel - meiner Meinung nach, dafür muß man dann halt auf eine gewisse Flexibilität verzichten.
Heute tu ich mich leider schwer mit der Rückhand nochmal von vorne an zu fangen, da ich mit der beidhändigen zurecht komme und auch gut druck machen kann. Aber wie gesagt reizen tut mich die einhändige noch immer.
MagicMat
30.01.2007, 09:59
Schade, dass ich damals kein Umfrage raus gemacht habe. Kann auch sein dass es die im alten Forum nicht gab. Vielleicht kann ja einer der Mods mal etwas entsprechendes hinzufügen (also wer beidhändig und wer einhändig).
http://www.saitenforum.de/board/showthread.php?t=9998:D
MagicMat
30.01.2007, 10:17
Da sieht man mal das ich alt werde.:-D Früher war's noch so überschaubar, da brauchte man keine Umfrage sondern konnte ich in ganzen Sätzen unterhalten.:D ;)
spiele auch beidhändig ärgere mich darüber aber ein bisschen(auch wenn meine Rückhand nicht schlecht ist)
Finde mit der einhändigen ist es viel einfacher Longline mal runterzuziehen.
Generell ist die einhändige Rückhand meiner Meinung nach flexibler.
Nightwing
25.05.2007, 20:53
dann spiel sie doch.
D-Generated
26.05.2007, 17:30
Ich erinnere mich, dass Kafelnikov mal gesagt hat, wenn er heute nochmal Tennis lernen würde, würde er auf die einhändige Rückhand umstellen. An eine Argumentation erinnere ich mich aber nicht...
Ich spiele auch 1-händige Rückhand, auch wenn nicht so berauschend. Beidhändig würde für mich nie in Frage kommen, lieber beisse ich mir die Zähne aus, bis ich die 1-händige Rückhand anständig behersche.
Gerade Schläge könnte ich mir mit der beidhändigen RH gut vorstellen, beim TopSpin sehe ich da schon ne leichte Verenkung meinerseits ;-)
Ansonsten sag ich nur: Federer - die Rückhand ist ein Traum, naja, wie all seine Schläge und Variationen. Nadal darf sich diesmal bei den French Open warm anziehen.
Gruß,
Sascha
Goldeagleno1
28.05.2007, 19:43
Ich spiele auch 1-händige Rückhand, auch wenn nicht so berauschend. Beidhändig würde für mich nie in Frage kommen, lieber beisse ich mir die Zähne aus, bis ich die 1-händige Rückhand anständig behersche.
Gerade Schläge könnte ich mir mit der beidhändigen RH gut vorstellen, beim TopSpin sehe ich da schon ne leichte Verenkung meinerseits ;-)
Ansonsten sag ich nur: Federer - die Rückhand ist ein Traum, naja, wie all seine Schläge und Variationen. Nadal darf sich diesmal bei den French Open warm anziehen.
Gruß,
Sascha
trotzdem seht man hier gut, das solch ein Spin wie Nadals, einfach nicht mit einer Hand möglich ist.
Ist mir noch nie so aufgefallen, muss ich mir mal anschauen. Für mich sieht die Federer-Rückhand einfach spinniger und gefährlicher aus.
Aber Nadal habe ich auch schon ewig nicht mehr gesehen.
numakukn
29.05.2007, 11:10
*Klugscheiss Anfang* ;)
Imho hat die beidhändige Rückhand folgenden Ursprung:
Lernt ein Kind in jungen Jahren (6..12) Tennis, ist es meist körperlich nicht in der Lage, eine stabile Rückhand zu schlagen. Trifft es den Ball nicht genau im Sweetspot, erzeugt der Schlag ein Moment auf die Hand und den Arm. Der Schläger kippt dabei und der Schlag ist unkontrolliert.
So meine ich auch vor einigen Jahren in einer Empfehlung des DTB "Die Bedeutung der beidhändigen Rückhand" gelesen zu haben. Kann aber auch sein, dass ich das in dem Buch "Leistungstraining mit Kindern" gelesen habe.
Spieler mit einhändiger Rückhand in der Weltspitze zeigen aber, dass die einhändige durchaus ihre Vorteile hat.
Die eigentliche und recht schwierige Frage ist:
Für welchen Spieler bietet es sich an, die in jungen Jahren erlernte beidhändige Rückhand durch die einhändige zu ersetzen?
Folgende Faktoren sind m.E. wichtig:
- Alter des Spielers
Zeitpunkt der Umstellung sollte nicht vor der Pubertät sein, da der Körper meist noch kindlich ist und die Kraft fehlt. Zu spätes Umstellen ist ebenfalls schwierig, da sich der Spieler zu sehr an seine beidhändige Rückhand gewöhnt hat (es sei denn, er hasst sie und trifft eh nicht richtig)
- körperliche Stabilität
Schmächtige Spieler sind mit der beidhändigen Rückhand besser bedient.
- Motivation
Für einen Feierabendspieler mit wenig Trainingseinheiten wird die Umstellung zur Zerreißprobe und kann sich u.U. lange hinziehen, so dass der Spielspaß auf der Strecke bleibt.
- ganz wichtig: psychische Stabilität!
Das ist ein Knackpunkt, über den ich bisher nirgends etwas gelesen habe: Nicht nur in der Pubertät neigt mancher zu Selbstzweifeln und Unsicherheit. Das äußert sich u.a. darin, dass die Trainingsleistung oft nicht im wichtigen Matches umgesetzt werden kann: Frust ist vorprogrammiert. Hier kann eine Umstellung fatal sein.
Ein guter Trainer und/oder Eltern sollten in der Lage sein, das Kind diesbezüglich beurteilen zu können. Später sollte sich jeder selbst gut genug kennen, um seine Psyche beurteilen zu können.
Zusammengefasst ist eine Umstellung von der beidhändigen zur einhändigen Rückhand nicht für jeden die erste Wahl.
Desto mehr ein Kind zum Leistungstennis tendiert desto gründlicher sollte überprüft werden, ob es ein Kandidat für die einhändige ist.
So bin ich mir sicher, dass man in Zukunft (Wenn die "alten Säcke", die immer schon einhändig (meist Rückhandslice) gespielt haben, aus der Tennisszene verschwunden sind) folgendes feststellen wird:
Der Anteil der einhändigen Spieler im Leistungstennis wird höher sein als der Anteil der einhändigen im Breiten- und Mannschaftstennis.
*Klugscheiss Ende* ;)
Numakukn
also ein trainer in unserem verein (war mal 103 der welt und hat gegen rod laver etc. gespielt) meint, dass man grundsätzlich als großer spieler beidhändig und als kleiner spieler einhändig spielen sollte. Deswegen spielen auch eigentlich alle über 180cm in unserem verien beidhändig.
moya fan
29.05.2007, 14:16
Hi,
also sorry, aber hat der Trainer das genau so gesagt? Das ist doch kappes, was sollte das für einen Sinn machen? Kiefer, Agassi, Hewitt, Grosjean, Clement etc. sind auch nicht die Längsten und spielen eine ganz feine beidhändige Rückhand. Ne, die Aussage ergibt für mich leider überhaupt keine reelle Grundlage. Ich denke, daß es tausend Gegenbeispiele gibt. Hat der Trainer seine These eventuell auch näher dargelegt und begründet, oder mit Beispielen untermauert?
sagen wir mal so, er meinte glaub ich, dass es leichter ist eine beidhändige rückhand zu erlernen, und wenn man groß ist, hat man auch die nötige reichweite. wenn man relativ klein ist, macht es mehr sinn eine einhändige zu spielen, da die reichweite für beidhändige zu gering ist.
Sorry, aber das ist doch Schwachsinn... :suprise:
Und DESWEGEN spielen alle 1,80 plus in eurem Verein eine beidhändige RH? :D
jedenfalls die jugendlichen ,kann aber auch zufall sein. soweit ich weiß war aber keiner vorher woanders. und ich sag mal so, solange sie gut spielen, ist mir das egal. dieses jahr ist die erste herren aufgestiegen. von den 9 spielen glaub ich 3 1händige.
Champcoach
29.05.2007, 14:56
@numakukn
Die "Zukunft im Leitungstennis" hat doch schon längst begonnen. Ursprünglich wurde die Rückhand einhändig gespielt (von wenigen, damals "exotischen" Ausnahmen abgesehen, die sowohl die Rückhand, als auch teilweise auch die Vorhand beidhändig spielten). Aber auch im Tennis ist die technische Entwicklung weiter gegangen, gerade auch auf der Rückhandseite.
In den vergangenen 3 Jahrzehnten wurde mit steigender Tendenz (wurde anfangs von etablierten Trainern abgelehnt, die selbst einhändig spielten, teilweise heute noch) in der Weltspitze immer mehr auch beidhändig gespielt. Heute ist es so, dass sich trotz der anfänglichen Widerstände die beidhändige Rückhand - gerade im Spitzensport - durchgesetzt hat. Zähl doch einfach mal die Spieler in der Weltspitze ab, was sie spielen. Du wirst auf eindeutige Zahlen kommen.
Auch Federers Stärke basiert nicht auf seiner einhändigen Rückhand. Im Gegenteil, wenn es Nadal, anders als in Hamburg - wieder gelingt, Federer auf der Rückhand mit hohem Topspinbällen anzuspielen und Federer sie nicht dauernd umlaufen (!) kann oder Nadal wieder mit relativ hoher Fehlerquote spielt, wird es für Federer wieder sehr schwierig, obwohl er der viel komplettere Spieler ist, der im Moment in einer eigenen Liga spielt. Er müsste "eigentlich" immer klar gewinnen. Warum tut er es nicht?
Was den Hobbysport anbelangt ist es nicht anders. Ich ("Einhänder") spiele, wenn ich gegen "Einhänder" spiele, so gut wie allen Gegnern vor allem mal auf die Rückhand;) . Das hat seinen Grund. Bei "Beidhändern" kann ich da nicht so sicher sein.
Ich meine, man kann das so generell nicht sagen; wenn einem das eine oder das andere absolut nicht liegt, dann sollte man das auch lassen.
Obwohl ich glaube, dass auch die beidhändigenRückhand-Spieler in arge Bedrängnis kommen, wenn NAdal mit Vorhand-Topspin auf die Rückhand spielt....
Champcoach
29.05.2007, 15:38
In Bedrängnis schon, in jedem Fall, außer du bist ständig in der Lage, den Ball früh im Steigen zu nehmen. Das wird dir aber nicht ständig gelingen, vor allem eventuell deine Fehlerquote entsprechend erhöhen. Die Frage ist, wie du in dieser Situation besser reagieren kannst. Und wenn du den Ball erst mal weit oben nehmen musst, dann siehst du mit der beidhändigen besser aus. Auch ganz generell in Notlagen und damit auch in der Passierballsituation, in der du wenig zeit hast. Du hast eben immer 2 Hände am scgläger und kannst ihn damit in kürzerer zeit beschleunigen (Notlagensituation!). Ausnahme: Bälle an der Grenze der Reichweite auf der Rückhandseite. Die kann aber auch ein "Einhänder" meist nur noch slicen; und diesen Schlag sollte auch der "Beidhänder" einhändig beherrschen.
Der grundsätzliche Vorteil der beidhändigen Rückhand ist der, dass du ja eigentlich eine Vorhand mit der linken Hand (als Rechtshänder) spielst, dabei kommt die Lage der Hand auf dem Griff ins Spiel. Und ich kenne nur wenige Leute, die ihre Vorhand umlaufen...
Die Diskussion hatten wir allerdings schon mal. Ich denke, ideologisches Denken bringt da nichts. Jeder soll das spielen, speziell wenn er kein Profi ist, was ihm einfach mehr Spaß macht. Profis müssen ihr Geld damit verdienen, da stellt sich diese Frage nochmals anders.
wo wir beim thema sind. ich finds lustig, dass santoro NUR rückhand spielt, ob links oder rechts. der benutzt die vorhand nur, wenn er mit der rückhand nicht mehr an den ball kommt
er spielt beide grundschläge beidhändig. mehr nicht.
numakukn
29.05.2007, 16:27
@numakukn
Die "Zukunft im Leitungstennis" hat doch schon längst begonnen. Ursprünglich wurde die Rückhand einhändig gespielt (von wenigen, damals "exotischen" Ausnahmen abgesehen, die sowohl die Rückhand, als auch teilweise auch die Vorhand beidhändig spielten). Aber auch im Tennis ist die technische Entwicklung weiter gegangen, gerade auch auf der Rückhandseite.
In den vergangenen 3 Jahrzehnten wurde mit steigender Tendenz (wurde anfangs von etablierten Trainern abgelehnt, die selbst einhändig spielten, teilweise heute noch) in der Weltspitze immer mehr auch beidhändig gespielt. Heute ist es so, dass sich trotz der anfänglichen Widerstände die beidhändige Rückhand - gerade im Spitzensport - durchgesetzt hat. Zähl doch einfach mal die Spieler in der Weltspitze ab, was sie spielen. Du wirst auf eindeutige Zahlen kommen.
Auch Federers Stärke basiert nicht auf seiner einhändigen Rückhand. Im Gegenteil, wenn es Nadal, anders als in Hamburg - wieder gelingt, Federer auf der Rückhand mit hohem Topspinbällen anzuspielen und Federer sie nicht dauernd umlaufen (!) kann oder Nadal wieder mit relativ hoher Fehlerquote spielt, wird es für Federer wieder sehr schwierig, obwohl er der viel komplettere Spieler ist, der im Moment in einer eigenen Liga spielt. Er müsste "eigentlich" immer klar gewinnen. Warum tut er es nicht?
Was den Hobbysport anbelangt ist es nicht anders. Ich ("Einhänder") spiele, wenn ich gegen "Einhänder" spiele, so gut wie allen Gegnern vor allem mal auf die Rückhand;) . Das hat seinen Grund. Bei "Beidhändern" kann ich da nicht so sicher sein.
Ich meine, man kann das so generell nicht sagen; wenn einem das eine oder das andere absolut nicht liegt, dann sollte man das auch lassen.
Wir reden ein wenig aneinander vorbei. Klar: Früher wurde grundsätzlich die Rückhand einhändig geschlagen.
Heute ist das grundsätzlich anders: Meine Argumentation war, dass gerade bei Kindern die beidhändige Rückhand gelehrt wird und auch ihren Vorteil hat.
Meine Aussage war _nicht_: "Die einhändige ist besser als die beidhändige."
sondern:
"Die einhändige hat gegenüber der beidhändigen auch Vorteile."
Ich habe auch nicht behauptet, dass in der Weltspitze mehr Einhänder als Beidhänder zu finden sind sondern:
"Der Anteil der Einhänder in der Weltspitze wird höher sein als der Anteil der Einhänder im Breiten- und Mannschaftssport!"
Und das liegt daran, dass Leistungsspieler sich eher fragen als Breitensportler, ob für sie die einhändige Rückhand besser ist.
Ich stelle fest, dass im Jugendbereich gelegentlich von der beidhändigen auf die einhändige umgestellt wird. Fast immer handelt es sich dabei um leistungsbereite Spieler.
Wenn Deine Aussage stimmt, wird in der Weltspitze in Zukunft kein Einhänder mehr zu finden sein.
Schaun wir mal. ;)
Numakukn
Champcoach
29.05.2007, 17:02
Wenn Deine Aussage stimmt, wird in der Weltspitze in Zukunft kein Einhänder mehr zu finden sein.
Schaun wir mal. ;)
Numakukn
Hab ich nicht behauptet. Im Gegenteil: Jeder soll das spielen, was ihm mehr Spaß macht. ...Im Profibereich ist das nochmal etwas anderes, die müssen ihr Geld damit verdienen.
Was soll das heißen?
Das heißt, dass es bei einem Profi nicht mehr - wie eventuell bei einem Freizeitspieler - darum gehen kann, ob etwas "Spaß macht", sondern er muss nüchtern kalkulieren, was ihm besser liegt (und das ist im Zweifelsfall etwas anderes als "Spaß"), um zum Erfolg zu kommen.
Die beidhändige Rückhand hat für mich als Gesamtpaket Vorteile, aber sie hat nicht nur Vorteile, sondern eben auch Nachteile.
Die Frage stellt sich aber meist eh nicht mehr, wenn du ca. 17 bist und schon 12 Jahre gegebenenfalls fast täglich trainierst. Eine Umstellung macht für einen Profi da nur in Ausnahmefällen noch Sinn. Es ist eine Entscheidung, die früher fällt, da bin ich mit dir vollkommen einer Meinung.
Und dann ist die Rückhand nur ein Element unter vielen, die über die Spielstärke entscheidet; man spielt doch nicht nur mit der Rückhand gegeneinander. Ebenso kommt es wohl auf den Spielertyp drauf an. Es ist z.B. müßig zu spekulieren, ob Federer noch besser oder eher schlechter wäre, wenn er seine Rh beidhändig schlagen würde; dasselbe trifft auch auf Nadal zu.
Wie gesagt, die Statistik, die sich in den letzten 30 Jahren entwickelt hat, spricht von der Tendenz her eine deutliche Sprache; aber sie zeigt auch, dass es sehr wohl möglich ist, auch mit einer einhändigen Rückhand ganz vorne mitzuspielen.
moya fan
29.05.2007, 17:11
Hi,
wißt ihr eigentlich, daß Federer auch erst im Juniorenalter von Beidhändig auf Einhändig umgestellt hat, da er wie seine Idole Sampras, Becker und Edberg spielen wollte?
Nightwing
29.05.2007, 17:53
was ihm dann ja auch gelungen ist, da auch sampras und edberg beidhändig begonnen haben.
Beidhändige Rückhand hat sich meiner Meinung im Profi-Sport durchgesetzt, bis auf wenige Ausnahmen. Nadal spielt sehr attraktives Tennis, keine Frage, kommt ja auch gerade im TV. Aber Federer trifft da mehr meinen Geschmack, sieht einfach eleganter aus.
Nadal hat gegen Federer nur eine Chance auf Sand, und warum? - langsamer Belag, und Nadal hat eine ungemeine Beständigkeit in seinen Schlägen. Federer ist für mich der agilere und komplettere Spieler, der kann einfach unglaublich variabel spielen, und somit auch Überraschungspunkte setzen. Mir gefällt auch die Beinarbeit nochmals besser als bei Nadal. Möchte mich da aber insgeheim nicht zu Weit aus dem Fenster lehnen, immerhin spielt auch Sympathie und Geschmack eine Rolle - meiner Meinung nach ist und bleibt Federer einfach der wahre König im Tennis-Zirkus ;-)
Vorhin hatte ich Roddick gesehen - dafür dass er Nr.3 ist, sollte er es allmählich lernen, auch auf Sand mal Akzente zu setzen. Der spielt einfach grottenschlecht, fast schon Stand-Tennis, da fehlts an Beinarbeit und Agilität.
Gruß,
Sascha
moya fan
29.05.2007, 19:39
Hi,
das stimmt so aber nicht, daß Nadal bloß auf Sand eine Chance gegen Federer hat. Er hat ihn auch auf Hardcourt bereits bezwungen und war im Wimbledon Finale nicht völlig chancenlos. Nichts desto trotz ist natürlich Federer der komplettere Spieler, aber Rafa hat eine unglaubliche Balance und Beinarbeit. Roddick war und wird nie ein Sandplatzspieler werden.
Aber zurück zum Thema. Viele Weltklassespieler wie Federer, Haas, Gonzalez oder Ljubicic spielen eine einhändige Rückhand, ich würde hier keine allgemeine Tendenz erkennen wollen.
Okay, es war vielleicht etwas ungeschickt ausgedrückt - auf Sand hat Nadal die besten Erfolge gegen ihn zu verzeichnen, hingegen er auf schnelleren Belegen doch mal eher untergeht.
Ich habe gerade eben Nadal zugesehen: Umläuft ständig seine Rückhand. Dafür hat er ne tolle Präzision, vor allem die Vorhand mit starkem Topspin ins Eck, ein Traum!
Gruß,
Sascha
krapps_tape
29.05.2007, 22:42
Der grundsätzliche Vorteil der beidhändigen Rückhand ist die Position der Schlaghand auf dem Schlägergriff. Der Einhänder hat die Handfläche hinten/oben, der Beidhänder hat durch die linke (als Rechtshänder) Schlaghand seine (zusätzliche) Handfläche hinten/unten. Er schlägt praktisch eine Vorhand mit links (= der linken vorderen Hand). Durch diese Position auf dem Griff kann er mehr Spin und Druck entwickeln.
(Beitrag von Champcoach, den ich gerne ergänze. Ich finde momentan nicht die Funktion, wie man Teile eines Beitrages zitiert -deswegen eine Kopie.)
Die Position der linken Schlaghand bei der beidhändigen Rückhand hat für mich noch einen weiteren entscheidenden Vorteil. Ich kann nicht nur mehr Topspin erzeugen als einhändig sondern der Radius des gesamten Schlages von unten nach oben ist größer. Dies bewirkt das die Bälle mit wesentlich mehr Schwung als mit Kraft geschlagen werden können und trotzdem eine sehr gute Länge entwicklen. Der bewegungsablauf ähnelt einem Golfschlag. Ich habe mit der beidhändigen Rückhand erst gelernt was es heißt mit Schwung und nicht mit Kraft zu schlagen. Geht man bei der beidhändigen Rückhand gut in die Knie sind auch gute bis extreme Winkel möglich.
Champcoach
29.05.2007, 23:46
Grundsätzliche Vorteile werden ja schon im Post oben von "krapps_tape" genannt. Ich möchte sie nicht noch einmal wiederholen. Man könnte noch Muskuläres ergänzen.
Von den ersten 30 ATP spielen im Moment schätzungsweise zwei Drittel eine beidhändige Rückhand (19 - 20 Spieler). Die Zahl ist auf den Rest der Weltrangliste ungefähr übertragbar, liegt eher noch höher als niedriger. Darüber hinaus habe ich von einer "Tendenz" gesprochen; die fällt, wenn man den Faktor Zeit (es gibt diese Rh ja noch nicht "so" lange) hinzunimmt und die Widerstände, welche die beidhändige Rückhand bis vor Kurzem und teilweise auch heute noch - vor allem bei den oft etwas konservativen "Alten" (wie mir;) ) - zu überwinden hatte, noch eindeutiger aus.
Ich denke schon, dass die Statistik da schon eine Richtung anzeigt. Einzelne Spieler wie Nadal oder Federer sind da weniger aussagekräftig. Gerade Federer nicht, der spielt normalerweise, wenn er nicht "schwächelt", in einer eigenen Liga. Aber sicher nicht wegen seiner Rückhand, die ist allerdings auch bemerkenswert.
Es gibt im Übrigen immer Spieler mit einer starken - und welche mit einer schwachen beidhändigen Rückhand; dasselbe trifft auch auf einhändige Rückhände zu.
Mir geht es um die grundsätzlichen Vorteile bzw. Nachteile beider Techniken. Und da sehe ich eben die beidhändige Rh als insgesamt vorteilhafter an (Begründung viele Posts weiter oben). Aber trotzdem meine ich, dass dies individuell sowohl zu den eigenen Möglichkeiten passen muss als auch zum Spielstil.
Das Problem ist (trotz ein paar Ausnahmen, die gibt es immer; speziell bei "Ausnahmetalenten" ist manches anders): Wenn man's wissen will, sollte man relativ früh auf das individuell Richtige umstellen. Und da braucht man einen Trainer, der weiß, wovon er redet.
mertersli
30.05.2007, 21:41
also vorteile beidhändig hin und her: ich hab ne beidhändige und würd gern ne einhändige haben...
will ne 2e vorhand, ne einhändige is ein schlag wie ne vorhand, ein einzig guter schwung, ne beidhändige müssen viel mehr faktoren passen, 2 arme, besser zum ball stehen... und das is bei nen harten fight mit fortdauer immer schwieriger
ausserdem bin ich mit ner einhändige viiiieeel variabler!
also ausser beim return würd ich ne beidhändige nicht vermissen, mal schaun - diesen sommer lerne ich fix um (:
ingonicole
31.05.2007, 10:34
Also ich spiele auch beidhändig und wollte auch immer gern einhändig spielen, gerade wenn ich sehe wie mein Trainer die Bälle damit beschleunigen kann ist es ein Hammer.
Aber wenn ich die vor -und nachteile abwäge bleibe ich lieber bei der beidhändigen Rückhand, denn der für mich wohl größte Vorteil ist das man hiermit schnell eine gewisse Sicherheit in seinen Bällen hat und das auch noch ganz gut wenn das Spiel mal schneller wird.
Klar ist man mit einer einhändigen flexibler, aber auch nur wenn man sie wirklich gut spielt.
Champcoach
31.05.2007, 11:12
Zusammenfassung aus meiner Sicht (und nicht als Provokation für "Einhänder" gedacht):
- Nur beidhändig kannst du eine "Vorhand" spielen (als Rechtshänder mit links, denn nur dann hast du deine linke Hand wie ein Linkshänder mit links hinter/ unter dem Griff. Das bedeutet aus dem gleichen Grund bessere Topspinmöglichkeiten.- Aus demselben Grund (Kraftübertragung wegen der Handflächenstellung auf dem Griff) bekommst du mehr Power von der Hand auf den Ball übertragen. Generell kannst du beidhändig aggressiver spielen (auch bei sehr hohen Treffpunkten, in nicht idealen Schlagstellungen und bei Zeitproblemen).
- Die Oberkörperrotation, welche für die Power maßgeblich verantwortlich ist, ist bei "Einhändern" ausgeprägter möglich (frontale Schlagstellung).
- "Beidhänder" können aus einer offeneren Position schlagen. Das bedeutet schnelleres Wiedereinnehmen einer optimalen Position für die Platzabdeckung.
- Du "musst" (aber solltest natürlich) nicht so gut zum Ball stehen; im Gegenteil, es ist ja gerade ein Vorteil der beidhändigen Rückhand, dass du in Notsituationen, in denen du eben nicht ideal (Abstand zur Seite und/oder nach vorne) zum Ball stehst, den Ball durch die zwei Hände noch eher "retten" kannst. Du kannst den Schläger auch schneller manövrieren (2 Hände, Kraftentwicklung, dadurch kürzere Beschleunigunswege!), um noch ein einigermaßen gute Schlägerposition zu erreichen. Das gilt gerade für sehr lange Matches.
- Das ist gleichzeitig auch der Grund, warum du eine beidhändige Rückhand "verdeckter" schlagen kannst.
- "Beidhänder" machen statistisch gesehen weniger unerzwungene Fehler (nach R. Schönborn).
- Ein Nachteil: weniger Reichweite nach außen (vielleicht meinst du das).
- Ein zweiter Nachteil: Auch die Reichweite nach unten, also bei tiefen Bällen , ist eingeschränkter. Deswegen müssen "Beidhänder" auch tiefer in die Knie gehen. Das tut nicht jeder so gerne (konditionelle Faktoren).
- Deswegen muss ein "Beidhänder" aber nicht weniger variabel sein:
Damit dies möglich ist und um richtig gut zu sein, musst allerdings du selbst variabler sein, denn du solltest aus dem zuletzt genannten Grund (Reichweite) einen einhändigen Slice dazulernen, genauso einen einhändigen Volley.- Das Ganze ist beidhändig also auch nicht einfacher, wenn du richtig gut spielen willst, sondern im Gegenteil eher schwieriger, weil du dann mehr Schlagvarianten beherrschen solltest. Du hast dann allerdings für den jeweiligen Schlag die optimaleren Voraussetzungen.
- Voraussetzung ist allerdings auch, dass man diese beidhändige Rückhand auch beherrscht.
Das gilt allerdings auch für die einhändige Rh. Ein defensiver Slice bzw. das, was darunter verstanden wird, oder eine völlig unzulängliche Sicherheit bei schnellen Bällen (Drive/Topspin), reicht weiter oben halt hinten und vorne nicht.
- Das ist ja auch der Grund, warum man den meisten "Einhändern" als 08/15 Taktik auf die Rückhand spielt, und das möglichst hoch und mit Topspin, falls man das kann; denn da können die weitaus meisten (nicht alle) einem nicht wirklich weh tun, sondern bestenfalls den Ball im Spiel halten.
- auch "Einhänder" können auf der Rückhand ein hohes Niveau spielen. Dazu müssen sie aber meines Erachtens für das gleiche Niveau talentierter sein als "Beidhänder". Wenn die "Beidhänder" aber wiederum auch so talentiert sind ...
- ist es müßig, sich zu überlegen, ob Federer noch besser wäre, wenn..., oder ob Nadal schlechter wäre, wenn..., denn wir wissen es nicht.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass jeder das machen sollte, was er für sich - individuell -am günstigsten hält, denn man kann das alles eventuell ja gar nicht so umsetzen, wie man es vielleicht möchte, weil u.a. die koordinativen Möglichkeiten (allgemein der gesamte konditionelle Anteil) sehr unterschiedlich sind - oder? Es dürfte den meisten - aus Zeitgründen - jedoch schwer fallen, sich später (nach der Knaben-/Juniorenzeit) noch umzustellen, falls man dies möchte, außer man hat die Zeit, sehr oft zu spielen.
Ich spiele eine einhändige Rückhand, weil ich die damals einfach so gelernt habe. Heute würde ich mich für eine beidhändige entscheiden, außer ich würde das nicht so recht als Komplettpaket in die Reihe kriegen.
numakukn
31.05.2007, 13:23
...
- Das ist ja auch der Grund, warum man den meisten "Einhändern" als 08/15 Taktik auf die Rückhand spielt, und das möglichst hoch und mit Topspin, falls man das kann; denn da können die weitaus meisten (nicht alle) einem nicht wirklich weh tun, sondern bestenfalls den Ball im Spiel halten.
...
Das solltst du mal Hewitt sagen..... der müht sich zZ (French Open) mit Gaudio ab und scheint das nicht zu wissen ;)
Steht 4:6/3:6/4:2 (Sicht Hewitt) und ist megaspannend.
Gruß
Numakukn
MagicUwe
31.05.2007, 15:41
Champcoach, deine Zusammenfassung unterschreibe ich sofort.
Ich habe beidhändig angefangen und würde das auch immer wieder machen.
Zwischenzeitlich habe ich auch mal gedacht, dass man mit der einhändigen mehr Power machen kann. Das ist aber dann eher ein Zeichen dafür, dass technisch mit der beidhändigen etwas nicht stimmt. So war das zumindest bei mir. Seitdem ich mir die beidhändige Rückhand auch als Vorhand mit der anderen Hand vorstelle, spricht für mich nichts mehr für einhändig.
Ich bleibe bei beidhändig. Ein Leben lang!
Champcoach
31.05.2007, 16:02
@numakukn
Wie ging das Spiel eigentlich aus? Konnte es leider nicht anschauen und komm gerade wieder nach Hause ;) .
@MagicUwe
Deine Zustimmung freut mich:) , denn ich habe mir in der "Zusammenfassung aus meiner Sicht" ziemliche Mühe gemacht.
Wie gesagt, das Ganze ideologisch zu sehen, wäre, denke ich, völlig falsch. Man muss das wohl von individuellen Faktoren abhängig machen, und das heißt aber eben nicht von Federer oder Nadal, Hewitt oder Gaudio.
@Cc
Starke Erklärung… echt supieeee.
Ich spiele die einhändige Rh, weil sie mir von Begin an einfach lag. Der motorische Ablauf ging mir sehr schnell ins Blut über. Zu Begin meiner späten Tenniskarriere (war weit über 36) lag sie mir sogar besser als meine Vh. Der halbe Platz hat geschmunzelt, wenn ich eine Vh umlaufen habe. Musste aber mit bestimmten schon genannten Nachteilen kämpfen und leben. Bei den erwähnten Notschlägen kommt es bei mir vor, dass plötzlich die zweite Hand bei der Rh am Schläger ist. Heute weiß ich, dass ich z.B. in einen hohen Topspinball reingehen muss um ihn richtig zu beschleunigen und nicht zurück zu schubsen bzw. im Spiel zu halten. In der Spielklasse in der ich mich aufhalte, bringt die einhändige Rh, wenn sie “beherrscht“ wird, doch ein paar augenscheinliche Vorteile. Und hier spielt die Reichweite aus meiner Sicht eine große Rolle. Zeit um an den Ball zu kommen ist ein allgemeines, nicht zu unterschätzendes Problem in unserer Spielklasse und hier habe ich einen halben Schritt “Vorsprung“. ;)
Wenn wir Kids das Tennisspielen beibringen, wird ihnen beide Varianten gezeigt, für eine entscheiden sie sich dann sehr schnell von alleine. Bei älteren Einsteigern (14-18 Jahre), die vielleicht noch aus einer Sportart wie Fußball kommen, sehe ich oft die Einhändige. Die Beidhändige gibt durch die Führungshand bzw. die durch “falsche“ Vorhand mehr Sicherheit und führt schneller zu Erfolgserlebnis. Bei jungen Einsteigen würde ich die Bh auf fast 100 % einschätzen.
Im Regiokader wird die falsche Vorhand sogar trainiert.
Victorious
31.05.2007, 17:06
Anscheinend gibt es sowohl hier im Forum als auch bei vielen Profi-Spielern das gleiche Phänomen zu beobachten. Die Rückhand ist im Spiel wesentlich solider als die Vorhand. Ganz egal, ob Ein- oder Zweihänder.
Die Grund hierzu liegt auf der Hand. Die Rückhand ist für unseren Körper der deutlich natürlichere Schlag, da die "Schlagschulter" immer Richtung Netz zeigt. Bei der Vorhand ist dies nicht der Fall und daher halte ich persönlich sie für koordinativ wesentlich schwieriger.
Ich selbst habe die zweihändige Rückand bei einem Return-Gott aus der Slovakei gelernt. Klassische Ost-Schule halt - wer den Profizirkus ein bisschen verfolgt, weiß wovon ich spreche (Berdych, Safin, Vik, Dlouhy - alles Rückhand-Asse).
Gerade beim Return und auch beim Winkelspiel hat dadurch die Beidhändige für mich Vorteile, die ich niemals missen möchte.
Daher, genau wie Uwe: Beidhändig for Life!
moya fan
31.05.2007, 17:11
Hi,
@Victorious
Okay, das ist die Erklärung. Jetzt ist das Rätsel um deine geile beidhändige Rückhand gelüftet. Jetzt weiß ich also endlich, warum deine Rückhand so gut, gefährlich und technisch sauber ist.
numakukn
01.06.2007, 08:44
@numakukn
Wie ging das Spiel eigentlich aus? Konnte es leider nicht anschauen und komm gerade wieder nach Hause ;) .
In einer sensationellen Aufholjagd hat Hewitt die Sätze 3, 4 und 5 nach Hause gespielt und das Ding für sich entschieden.
Im 4. ist Gaudio (der übrigens das Tennisspielen schon mal drangeben wollte) nochmal ins Spiel gekommen und hat ihn nur knapp mit 4:6 abgegeben. Der 5. war dann reine Formsache (2:6).
Bemerkenswert ist, wie Hewitt ständig "in action" ist. Sogar wenn es nichts zu tun gibt (Seitenwechsel....) zubbelt er ständig an sich herum (Shirt richten, Kappe zurechtrücken, am Schläger fummel, im Boden scharren, Handtuch suchen/greifen/benutzen/wegwerfen,....
War ein tolles Match.
Gruß
Numakukn
MagicMat
01.06.2007, 13:59
Anscheinend gibt es sowohl hier im Forum als auch bei vielen Profi-Spielern das gleiche Phänomen zu beobachten. Die Rückhand ist im Spiel wesentlich solider als die Vorhand. Ganz egal, ob Ein- oder Zweihänder.
Hmm, der Satz gibt mir zu denken. Was meinste mit solider, effektiver oder einfach nur sicherer?
Hier im Forum konnte ich es nicht beobachten, denn dafür habe ich bis auf zwei Ausnahmen noch nie jemanden Einzel spielen sehen. Bei den Profis, ich glaube dafür schaue ich zu wenig fern. Grundsätzlich sind aber meist die "Vorhandkönige" Gonzales, Massu, Andreev und auch Nadal eher im Gespräch als überdurchschnittlich starke Rückhandspieler oder?
Und zu guter Letzt die eigene Erfahrung. Was die Sicherheit der Grundschläge angeht, kann ich nur noch selten einen Unterschied ausmachen. Allerdings bleibt es meist die Vorhand, die wirklich gefürchtet werden muss und auch meine Angriffe gsind in der Regel über die Rückhand erfolgreicher.
Also ich habe beidhändig angefangen, auf einhändig vor ca. 8 Jahren umgestiegen und geändert hat sich eigentlich nix großartiges. Inzwischen kommt die Rückhand einigermaßen stabil, aber meine Spiele gewinne ich nach wie vor mit der Vorhand. Dass das selbst in der Bezirksliga auf 3 immernoch funktioniert, gibt mir zwar zu denken, aber stört mich nicht weiter. ;)
Aber über kurz oder lang werde ich wohl mein Spiel umstellen, nachdem mir der Coach im Trainingslager sagte, dass meine RH deutlich besser als die VH ist bzw. sein könnte :D
malandro
01.06.2007, 15:33
also ich kann kann mir nicht vor vorstellen meine RH mit 2 Hände schlagen, würde mich eingeschreckt fühlen (viel weniger Reichweite, kein slice) und denke bin schneller und kann mehr kraft erzeugen wenn nur eine Hand benutze (kann viel besser durchziehen)
ich wurde meine VH durch eine 2te RH sofort tauschen :D
Victorious
01.06.2007, 16:58
@ Magic
Schau dir zum Beispiel Davydenko, Kohlschreiber, Berdych (um mal ein paar Namen zu nennen) an.
Immer wieder ist es bei denen zu beobachten, dass wenn sie einen schlechten Tag haben, eher die Vorhand strauchelt, also mehr unerzwungene Fehler produziert.
Im aktuellen TM stand auch ein interessantes Interview mit München-Sieger Kohlschreiber. Dort sagte er: "Für die Rückhand kannst du mich Nachts wecken, die kommt immer."
Mit solider meine ich daher einfach sicherer, gerade in schwierigen Situationen.
Was meine eigene Erfahrung angeht, ist dies genau so.
Klar, mit der Vorhand ist es mit Sicherheit für jeden Spieler einfacher, gerade langsame Bälle zu beschleunigen - und an einem guten Tag passt sowieso alles irgendwie zusammen.
Die Rückhand ist jedoch bei mir der wesentlich bessere Returnschlag, da man gerade mit 2 Händen sehr stabil ist und das Tempo vom Gegner gut mitnhemen kann.
Deshalb gilt imo: Vorhand zum Drücken, Rückhand bei schnellen Bällen zum sicheren, schnellen und platzierten zurückspielen - ohne viel Kraft aufzuwenden (was gerade longline ja meistens tödlich ist).
Also ich denke ebanfalls, dass doe Rückhand der sichere Schlag ist. Rückhand Longline ist nicht nur mein Paradeschlag, sondern er kommt auch Nachts um 3 Uhr. Das ist der Vorteil einer Beidhändigen Rückhand. Sie ist platziert und kontrolliert vor alle. Man benötigt wenig Kraft und entlastet den rechten Arm dabei, den man dann für die Vorhand wieder benötigt, da die Kraft ja aus dem linken Arm kommt. (also bei Rechtshändern).
Die beidhändige Vorhand ist auch durch die Sicherheit, der bessere Returnschlag. Aber das wurde oben schon gesagt. Sie hat nur Vorteile gegen über der einhändigen. Nur ein Nachteil ist, dass man sie nicht immer spielen kann, nämlich dann, wenn ein Ball zu sehr in die Ecke kommt oder zu kurz ist. Da muss man leider, wenn man die einhändige nur so schwach spielt wie ich mit einem Rückhandslice antworten, der aber garnicht mal schlecht sein muss, da der Gegner mit einem Slice sehr große Probleme haben kann.
@A-Rod
Man benötigt wenig Kraft und entlastet den rechten Arm dabei, den man dann für die Vorhand wieder benötigt
Für die Ausführung der Vor- und Rückhand sind unterschiedliche Muskelgruppen zuständig.
Wenn ich eine Stunde Schwungübungen mit der Vorhand hinter mir habe, beklagt sich mein Bizeps mit einem herrlichen Muskelkater. Wenn ich das mit der Rh mache, meldet sich der Trizeps zu Worte. Das trifft auch auf die Muskeln in der Schulter zu >>> gegenläufige Bewegungen. Wer ins Fitnessstudio geht, kennt es unter Supersätze trainieren.
Ich will damit sagen, das bei einer Einhändigen keine frühere “Erschlaffung“ stattfindet, nur weil bei der Rh nicht die linke Hand mit am Schläger ist.
numakukn
05.06.2007, 09:00
Die beidhändige Vorhand ....
Sie hat nur Vorteile gegen über der einhändigen.
Nur ein Nachteil ist, dass ......
lol und *zwinker* ;)
Numakukn
MagicMat
05.06.2007, 10:43
@Vic
Hier wäre einfach mal eine Statistik der Top50 der Welt interessant. Winnder und Unforced Errors auf Vorhand und Rückhand, differenziert ob Ein- oder Beidhändig.
@A-Rod
Vielleicht plausibilsierst du dein Posting noch mal ein wenig... :)
@ Numakukn
Jau das ist sinnvoller als mein Post^^ Ist klar...
@ Magic Mat
Das verstehe ich nicht xD Ich sehe die beidhändige nunmal wirklich im Vorteil außer bei schwer zu erreichenden Bällen... Sorry
go deep!
06.06.2007, 18:49
Wo ist das Problem, MagicMat sieht doch auch Vorteile bei der beidhändigen Rückhand...siehe Seite 1 dieses Threads :)
Achso... Ich habe mich verarscht gefühlt^^... Na dann lese ich seinen Beitrag nochmal. Den hatte ich nur vor ein paar Tagen sicher überflogen, da es schon mehr Seiten gab.
*nachles*
Nun nachdem ich nochmal genauer gelesen habe versuche ich es erneut.
Ich spiele eine beidhändige Rückhand. Meiner Meinung nach hat sie bis auf die Reichweite, die fehlt nur Vorteile... Beim Return hat man mehr Zeit zu regieren, da die Ausholbewegung viel kürzer ist und man zur not auch mit dem Handgelenk noch das nötige Tempo in den Ball bekommt.
Durch eben diese Handgelenk bewegung ist ein Winkelspiel viel einfacher, da man mit dem linken Arm ganz einfach die Richtung noch kurz vor dem Schlag ändern kann.
Wenn jemand sagt, dass man beim Volley oder Slice nachteile hat ist das nicht korrekt. Denn einen Flugball spielt man einhändig und auch Beidhänder sind in der lage eine einhändige Rüchand zu schlagen, auch wenn sie nicht g ut ist. Aus diesem Grund kann ich genau so einen Slice spielen wie jmd mit einer einhändigen Rückhand.
Dann gibt es das Problem der Reichweite. Das ist ein Nachteil, wenn man beide Arme benötigt. Aber es ist nur Gewöhnungssache für Beidhänder einen einhändigen Notschlag zu tätigen. Allerdings kann man das durch gute Beinarbeit ausgleichen und dann ist man klar im Vorteil, denn man hat mit der beidhändigen Rückhand mehr Kontrolle, vor allem durch das Handgelenk, mit dem man die Richtung diktiert und, da man zwei Arme benutzt hat man auch mehr Kraft. Also kann man letztendlich härter und präziser Schlagen, wenn man Beidhändig spielt.
Also Magic Mat ich habe es nochmals ausgeführt und ich sehe mich da im Recht, aber lasse mich auch gern umstimmen. Immer her mit Gegenargumenten ;)
MagicMat
11.06.2007, 12:58
In Bezug auf deinem Post ging es mir nicht um ein- oder beidhändige Rückhand, sondern um die Aussage das eine Rückhand sicherer sei als eine Vorhand. Das sich dein Posting etwas wirr las, haben ja schon andere festgestellt und kommentiert.
Und dein letztes Post schlägt wieder in die gleiche Kerbe. Vielleicht lässt du dir mal beim schreiben ein klein wenig mehr Zeit und liest dir deinen Text noch mal anschließend durch.:)
Ja werde ich tun ;)
Das die Vorhand unsicherer sei als eine beidhändige Rückhand ist nur meine Meinung, da man mit beiden Armen meiner Meinung nach mehr Kontrolle hat und somit weniger Rückhand als Vorhandfehler macht...
Champcoach
12.06.2007, 23:14
@A-Rod
Dann würden wir Spieler, vor allem auch die Profis, aber die Vorhand umlaufen. Dem ist aber bei weitaus den meisten Hobbyspielern und 100% der Profis nicht so. Nadal usw. ("gefühlt" machen dies Einhänder, z.B. Federer, noch ausgeprägter als Bi-Händer) stehen aber oft neben der Seitenlinie auf ihrer Rückhandseite, um nicht die Rückhand spielen zu müssen. Die umlaufen ihre Rückhand so oft es nur geht.
Gefunden auf Sportal.de
Einhändige und beidhändige Rückhand im Vergleich
Gefühl gegen Gewalt
Klassiker gegen Moderne. Was ist besser? Die elegante einhändige Rückhand von Justine Henin-Hardenne oder die kraftvolle beidhändige Rückhand von Marat Safin? Wir haben beide miteinander verglichen.
Es ist die alte Glaubensfrage unter den Tennisspielern: Welche Rückhand ist die bessere? Die einhändige oder die beidhändige? Die beidhändige Rückhand ist angesagt, wird von den meisten Profis gespielt. Die einhändige Rückhand ist immer seltener zu sehen. Über 80 Prozent der jungen Spieler geben der beidhändigen Rückhand heute den Vorzug.
Beide Schlagvarianten haben Vor- und Nachteile. Wir haben uns einen Vertreter der jeweiligen Rückhand ausgesucht, um Ihnen Technik und Ausführung zu demonstrieren - und Stärken sowie Schwächen aufzuzeigen. Die French Open-Siegerin Justine Henin-Hardenne spielt die Backhand einhändig und gilt als beste Rückhandspielerin der Damentour. Ihr Pendant Marat Safin, US Open-Campion 2000, gehört ebenfalls zu den stärksten Beidhändern im Circuit. Wir wollen die Varianten miteinander vergleichen und Ihnen erklären, worauf Sie achten müssen, um den jeweiligen Schlag korrekt auszuführen.
Die Technik
Die beiden Schlagarten unterscheiden sich nicht nur in der Schlägerhaltung, sondern auch in der Schwungbewegung. Der Beidhänder Marat Safin holt beim Rückschwung nicht besonders weit aus und dreht sich nicht sehr stark. Der Schwung wirkt nicht so elegant wie der von einhändigen Spielern. Das ist im Vergleich zu Justine Henin-Hardenne wunderbar zu erkennen. Ihr Schwung ist locker und ruhig. Sie dreht den Oberkörper mit einer runden Bewegung auf und zieht den linken Arm weit nach hinten, damit sie beim Schlag solange wie möglich seitlich zum Ball steht.
Der Treffmoment muss beim Einhänder etwas präziser sein. Beidhänder können mit ihrer linken Hand den Schlag korrigieren, wenn sie zu früh oder zu spät an den Ball kommen. Beim Ausschwung schnellt die Belgierin nach dem Treffmoment wie eine aufgedrehte Stahlfeder zurück, zieht den Schlagarm hinter den Kopf und zeigt mit dem Oberkörper zum Netz. Ein perfekter Schlag!
Bei Safin sieht das ganz anders aus: Er zieht das Racket mit beiden Händen von unten nach oben und geht mit der linken Schulter und der Hüfte voll in den Schlag hinein. Er macht nur eine kurze, schnelle Bewegung. Wichtig: Bei der beidhändigen Rückhand sorgt der Krafteinsatz der linken Hand für das Tempo des Balles.
Die Power
Viele Leute glauben, dass man mit der beidhändigen Rückhand mehr Power macht als mit der einhändigen. Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden Schlägen. Vorausgesetzt, der Ball wird sauber getroffen, ist die Geschwindigkeit bei beiden gleich! Ich glaube eher, dass der Einhänder, wenn er den Ball perfekt trifft, mehr Tempo machen kann.
Die Vorteile
Die beidhändige Rückhand ist technisch nicht sehr anspruchsvoll. Sie ist vor allem für junge Spieler leichter zu erlernen. Man kann die Bälle des Gegners früh nehmen und sogar in Schulterhöhe spielen. Dieser Schlag ist für Grundlinienspieler geeignet. Entscheidend ist, dass man extrem versteckte Schläge damit ausführen kann. Andre Agassi ist ein gutes Beispiel dafür. Durch den Einsatz der linken Hand kann er den Ball neben oder sogar hinter dem Körper noch kurz cross spielen - und der Gegner hat kaum eine Chance, zu erahnen, wohin er fliegt.
Die einhändige Rückhand ist der Paradeschlag für Angriffsspieler. Boris Becker, John McEnroe und Stefan Edberg haben mit diesem Schlag ihre erfolgreichen Netzattacken vorbereitet. Da man mit einer Hand viel schneller vom Topspin zum Slice umgreifen kann, ist diese Variante optimal für offensive Spieler geeignet. Ein weiterer Vorteil ist die größere Reichweite. Mit einer Hand am Schläger kann man sich weiter strecken als mit zwei Händen. Wenn Sie von Ihrem Gegner aus dem Feld getrieben werden, haben Sie immer noch eine Chance, sich lang zu machen und den Ball mit einem Slice im Spiel zu halten. Man braucht nicht viel Power, um eine kraftvolle einhändige Rückhand zu spielen. Wenn Schwung, Timing und Rhythmus stimmen, kommt die Geschwindigkeit von ganz allein.
Die Nachteile
Der Beidhänder hat wenig Möglichkeiten für Variationen, er spielt immer gleich. Man erkennt sofort, wenn er einen Slice spielen will. Der Slice ist für ihn ein Notschlag, für den Fall, dass er mit seinem Beidhänder-Griff nicht mehr an den Ball kommt. In Extremfällen muss er den Ball sogar mit der linken Hand als Vorhandschlag übers Netz schubsen. Auch wenn er weit hinter der Grundlinie steht ist der Beidhänder im Nachteil. Er kann den Ball oft nur noch hoch und ohne Druck übers Netz spielen.
Die einhändige Rückhand hat eine große Schwäche: den geblockten Return. Man muss zu weit ausholen, und hat kaum eine Chance, so schnell zu reagieren, wie mit der beidhändigen Rückhand, bei der das Racket enger am Körper ist. Übrigens: Boris Becker war einer der wenigen Spieler, der den Blocker spielen konnte. Ein weiteres Problem ist der Twist-Aufschlag: Während der Beidhänder den hoch und mit Drall abspringenden Ball mit viel Tempo spielen kann, muss der Einhänder länger warten und kann ihn mit weniger Power retournieren.
Das Ergebnis
Es gibt keinen Sieger oder Verlierer. Beide Rückhände haben Vor- und Nachteile. Wer gern Rallyes spielt und seine Punkte von der Grundlinie macht, sollte die beidhändige Rückhand spielen. Für Spieler, die gern auch mal ans Netz vorrücken empfehle ich die klassische einhändige Rückhand. Damit ist man variabler und kann Angriffe besser vorbereiten
Mike Reynolds/Achim Schneider
Wer sich das Ganze mit Bildern reinziehen möchte, hier der Link.
http://www.sportal.de/tennis/matchpraxis/protipp/vorhand.html
Benedikt
13.06.2007, 08:41
super Sache Thomas :daumen: aber wie gesagt es gibt keine pauschale Regelung, wenn man das Fazit nachvollzieht dann dürfte Henin keine Einhändige Rückhand spielen, die geht ja nicht gerade häufig nach vorne. Also wem es gefällt der sollte die für ihn richtige Rüchhand wählen. Ich bevorzuge die Einhändige fand die immer stylischer, aber wie gesagt Geschmacksache. Anfängern und Kinder und Jugendlichen bringe ich immer die Beidhändige bei, da die Sache mit dem Handgelenkseinsatz da ist und das mit der Beidhändigen schneller Erfolge zu erziehlen sind. Danach kann sich der Schüler selber um entscheiden, manchmal steht man davor und man sieht, die Beidhändige passt nicht ganz, war z.Beispiel auch bei Robin so(wer den von Nussloch kennt) man sah, das die Beidhändige zu ihm nicht passte, aber die Anfangszeit hat er wunderbar damit überbrückt.
Ich vertrete auch die Meinung, jeder so wie er am besten kann.
Ich bin der Diskussion, was nun besser oder schlechter ist, langsam etwas “leid“.
Fast jeder vertritt natürlich die Meinung, dass jenes besser ist was er spielt. Ich finde auch die Überzeugung bis zu einem bestimmten Grad OK, weil jeder Spieler erfahrungsgemäß seine positiven Erfahrungen mit seiner Variante gemacht hat.
Es gibt aber nichts, was nur Vorteile hat :idee:. Das trifft nicht nur aufs Tennis zu.
Und in diesem Bericht sah ich mich bestätigt.
MagicMat
13.06.2007, 09:59
Dazu möchte ich ergänzen, dass imo der Rückhand-Slice, anders als vielleicht noch vor 10 jahren, in der Regel auch bei Einhändern ein Defensivschlag ist. Wenn die Zeit ausreicht spielt jeder lieber eine durchgeschwunge und effektivere Rückhand.
Das stimmt ! Die Steffi Graf-ich-kann-und-will-auf-der-Rückhand-nur-Slice-spielen-Zeit ist endgültig vorbei.
Hawkeye2
13.06.2007, 11:24
Hi,
nur Slice ist natürlich Quatsch, aber wenn man ohne Slice spielen will, dann kann man ja auch Frauentennis gucken.
Die guten Einhänder spielen durchaus öfter einen Slice, auch ohne Bedrängnis, irgendein "Federer" macht das dann und wann auch...
Auch im "Hobbybereich" ist der Slice recht effektiv, denn auf Hüfthöhe schnelle Bälle prügeln können da viele, aber sich gut zu einem langsamen Slice stellen, der den gewohnten Schlagrhythmus unterbricht schaffen die eben nicht immer.
Und gerade zu Beginn der Saison ist der Slice ein ganz wichtiger Schlag (wie ein Trainer von mir zu sagen pflegte).
Auch um Beidhänder zu ärgern kann man den Slice ruhig öfter spielen.
Direkte Punkte oder "forced" Errors bekommt man zwar nicht, aber desöfteren schlechtere Rückschläge oder "Unforced" Errors...
Gruß
malandro
13.06.2007, 12:03
Die guten Einhänder spielen durchaus öfter einen Slice, auch ohne Bedrängnis, irgendein "Federer" macht das dann und wann auch...
Auch im "Hobbybereich" ist der Slice recht effektiv, denn auf Hüfthöhe schnelle Bälle prügeln können da viele, aber sich gut zu einem langsamen Slice stellen, der den gewohnten Schlagrhythmus unterbricht schaffen die eben nicht immer.
ich habe wie ich finde eine sehr gute Rückhand (da kann der Federer noch was lernen :D bissi träumen wird ja noch erlaubt sein :flippy: uhmm aber jetzt zurück zur Realität :mad: )und spiele immer wieder gerne ein slice zwischen durch und dass macht so mache Gegner wirklich zu Schafen :p
ich habe schon mal probiert zweihändig zu spielen und verstehe es nicht das es jemand der gut spielt der einhändige RH vorzieht (wider nur mal eine ganz persönliche Meinung, zum glück ist es jeden Frei selber zu entscheiden wie er es lieber spielt)
MagicMat
13.06.2007, 12:10
@Hawk
Klar, ein Federer streut den gelegentlich mal ein, aber dessen Slice ist auch wahrlich perfekt. Ansonsten bleibt es auf der Pro-Tour in der Regel ein Notschlag.
Für den Hobbybereich musste ich in meinem Umfeld das gleiche feststellen. Bis auf einen Mannschaftskollegen, der den Slice nahezu im Schlaf spielt und das auch ein Meter an die Grundlinie ran, findet man irgendwie immer seltener echte Verwengund dafür. Weiß nicht ob da mittlerweile gezielt drauf trainiert wird oder wie es kommt, auf jeden Fall gerate ich mit einem Slice meist noch mehr in Bedrängnis und unter Druck. Natürlich wird auch mal einer verzogen, aber das ist eher seltener der Fall.
Letztendlich hängt es aber mal wieder von den persönlichen Fähigkeiten und der Güte der Schläge ab. Ich persönlich habe früher sehr viel Slice gespielt, in den letzten Jahren aus oben genannten Gründen aber zunehmend darauf verzichtet. Dementsprechend fällt es mir heute schwer mit wenig Training im Turnier einen guten Slice auf eine gute Rückhand-Topspin zu spielen.
numakukn
13.06.2007, 18:35
Hi,
...
Auch um Beidhänder zu ärgern kann man den Slice ruhig öfter spielen.
...
Gruß
Jaa! Ganz meine Meinung! :daumen:
Besonders, wenn der Gegner etwas steif in den Beinen ist! ;)
Gruß
Numakukn
Goldeagleno1
14.06.2007, 11:08
Jaa! Ganz meine Meinung! :daumen:
Besonders, wenn der Gegner etwas steif in den Beinen ist! ;)
Gruß
Numakukn
da gegen bessere gegner klappt das nicht immer, vorallem auf sand. Wenn der Slice nicht perfekt ist, krieg ich den inside-out schlag um die ohren gehauen.
ImpCaligula
14.06.2007, 11:29
Bedingt durch jahrelanges Squash und Badminton, habe ich mir nat. die
einhändige Rückhand angewöhnt.
Ich muss allerdings sagen, dass für Tennis meine kpl. Bewegungsabläufe
etwas "versaut" sind. So "erschlagen" wir Squasher ja gerne den Ball oder
holen auch sehr gerne ausladen aus. :D
Mein Trainer versucht gerade meine "versauten" Bewegungen aus mir heraus
zu bekommen, was gar nicht so einfach ist. Aber ok, es wird immer besser.
Was mir sehr viel Schwierigkeiten jedoch bereitet, ist die beidhändige
Rückhand. Mein Trainer meinte, dass wir da gleich die beidhändige machen.
Da muss ich nicht umlernen - also machen wir gleich die Beidhändige und
kann mir so eine Bewegung angewöhnen, die ich mir nicht "faslch" vom
Squash angewöhnt habe.
Aber mir liegt das irgendwie gar nicht. Spiele ich beidhändig, so versemmel ich
von 10 Bällen ganze 9. Von den 9 treffe ich 4 gar nicht und die restlichen 5
landen irgendwo.
Ich glaub ich mach da doch lieber wieder die einhändige - ob ich jetzt noch
eine gescheite beidhändige lernen werde? Zweifel?!?
flinkes Bein
14.06.2007, 11:52
squsher und badmittonspieler habe eigentlich ein sehr gutes ballgefühl. und in der regel ist der einhändigg rückhand slice ziemlich gut bei denen ausgeprägt. squasher müssen oft lernen und das ist für sie verdammt schwer, bei der einhändigen topspin rückhand den schläger wirklich nach oben durchzuschwingen und auszuschwingen. das dürfen sie beim squash natürlich nicht, da sonst die große gefahr besteht dem gegner den schläger an den kopf zu feuern.
gleich mit er beidhändigen anzufangen finde ich ein wenig zu krass. aber natürlich kenne ich dich nicht und deinen trainer auch nicht und will mich da nicht einmischen. bei der einhändigen sollte man aber nicht so schnell aufgeben...
ImpCaligula
14.06.2007, 11:58
squsher und badmittonspieler habe eigentlich ein sehr gutes ballgefühl. und in der regel ist der einhändigg rückhand slice ziemlich gut bei denen ausgeprägt. squasher müssen oft lernen und das ist für sie verdammt schwer, bei der einhändigen topspin rückhand den schläger wirklich nach oben durchzuschwingen und auszuschwingen. das dürfen sie beim squash natürlich nicht, da sonst die große gefahr besteht dem gegner den schläger an den kopf zu feuern.
Yupp - die "Schwingtechnik" ist völlig anders und ich musste wirklich mich
kpl. umstellen. Wie ich schon oft geschrieben habe, ist das einzig gute an
der Sache, dass das Ballgefühl recht gut stimmt.
Es klappen viele Sachen schon recht gut. Ein Training ist natürlich unbedingt
notwendig, dass jemand einem zeigt, wie die Bewegungen richtig ablaufen.
Ohne geht nicht.
gleich mit er beidhändigen anzufangen finde ich ein wenig zu krass. aber natürlich kenne ich dich nicht und deinen trainer auch nicht und will mich da nicht einmischen. bei der einhändigen sollte man aber nicht so schnell aufgeben...
Hatte bis jetzt 2 Trainer und irgendwie hatte ich den "Eindruck", dass es
nach dem Credo geht "zZt spielen alle die beidhändige Rückhand, also machst
Du das am besten jetzt auch...".
Werde das noch eine Weile üben und wenn das nicht unter Anleitung klappt,
werde ich meine einhändige Rückhand unter Anleitung versuchen. Muss ja
keine Turniere mehr gehen etc.
Also ich spiele sie auch einhändig, weil ich vorher squash gespielt habe. Ich bin auch erst 23 Jahre alt :), aber der Trend ist schon zur beidhändigen, vor allem bei den Frauen. Vor allem die älteren Leute die noch einhändig spielen, dass kann man ja nicht so ernst nehmen, weil sie die noch mit dem Kontinentalgriff spielen.
Ich habe am Anfang beides probiert und ich konnte mit der Beidhändingen kein Ballgefühl und keine Power aufbauen. Für mich ist die einhändige absolut die richtige Wahl. Jedoch wenn ich sehr in Bedrängis komme ist es schon ein bisschen ein Nachteil, weil ich dann fast nur noch Slice spiele, weil einfach die Zeit zum richtigen positionieren fehlt. Und wie schon erwähnt, hohe Topspin oder Kick-Bälle sind sehr schwer zu kontrollieren.
Ich spiele auch häufig gerne nen kurzen Slice um den Gegner ans Netz zu locken, darin sehe ich auch einen Vorteil, weil bei der einhändigen der Gegner nicht damit rechnen kann (weil er später sieht ob überhaupt ein Slice gespielt wird).
Nightwing
24.07.2007, 15:45
wieso sieht man spaeter ob ein slice gespielt wird?
in meiner jugend habe ich eine beidhändige rückhand gespielt. als ich jetzt wieder angefangen habe, 15 jahre später, habe ich auf einhändige (topspin) umgestellt. irgendwie bekomme ich, obwohl ich weiß wie der bewegungsablauf auszusehen hat, die beidhändige nicht mehr anständig hin, treffpunkt, abstand zum ball, hüftrotation, etc. ich slice so gut wie nie. das ist aber auch ein fehler, denn unglücklicherweise versuche ich auch einen topspin bei bällen anzusetzen, die man besser slicen sollte :rolleyes:
addi
wieso sieht man spaeter ob ein slice gespielt wird?
Na wenn jemand normal beidhändig spielt, erkennst du sehr früh, wenn er auf einmal den SChläger nur in einer Hand hat und schon weisst du, dass ein Slice kommt.
Nightwing
24.07.2007, 18:05
viele beidhaendige koennen auch beidhaendig slicen.
ausserdem sehe ich an der schlaegerhaltun doch auch bei einhaendern den slice.
was ein beidhändiger Slice :suprise: ??? Das möcht gerne mal sehen, kann mir nicht vorstellen, dass das gut rauskommt. Als nächstes sagst du mir bestimmt, dass es Leute gibt die Beidhändig nen Flugball spielen :rofl: .
Nightwing
24.07.2007, 18:45
richtig,sogar gute.
Roddick-Fan
24.07.2007, 19:00
Fabrice Santoro:daumen:, weiß jetzt nur nicht genau ob der einen komplett beidhändigen Flugball spielt. Ich glaube der hält den Schläger beidhändig lässt aber kurz vor dem Treffpunkt den Schläger mit einen Hand los (ich hoffe das war einigermaßen verständlich ausgedrückt:D).
was ein beidhändiger Slice :suprise: ??? Das möcht gerne mal sehen, kann mir nicht vorstellen, dass das gut rauskommt. Als nächstes sagst du mir bestimmt, dass es Leute gibt die Beidhändig nen Flugball spielen :rofl: .
Ich kann den Slice auf der beidhändigen Rückhand auch nur beidhändig:)
Vor dem fürchten sich viele :rofl:
Goldeagleno1
24.07.2007, 20:41
Ich kann den Slice auf der beidhändigen Rückhand auch nur beidhändig:)
Vor dem fürchten sich viele :rofl:
ich Pflege ja den Satz " zwei Hände sind besser als eine ":D
Hmmm, hab mal eben so den Thread durchgelesen und dabei etwas seltsames endeckt. Seit wann kann man mit einer beidhändigen mehr Spin erzeugen als mit einer einhändigen Rückhand. Das habe ich ja noch nie gehört.
Den besseren Top Spin spielt man mit einer einhändigen Rückhand. Dieser Vorteil wird nicht selten von Pros oder jedem x-beliebigen Trainer angeführt wenn man sie auf den Unterschied zwischen beidhändiger und einhändiger anspricht.
Mit der beidhändigen lässt sich sicherlich konstanter und druckvoller spielen, vor allem in Notsituationen, aber mehr spin und Reichweite hat man ganz klar mit der einhädigen Rückhand.
Wenn ich sehe das als beispiel dafür Nadal und seine Rückhad aufgeführt werden, dann ist dass sicherlich nicht allgemein gültig, der Junge würde noch mit einer IKEA Bratpfanne am linken Fuß gebunden mehr Spin erzeugen als jeder hier :D.
flinkes Bein
03.10.2007, 11:38
du unterstellt den anderen eine einseitige sichtweise und bedienst dich doch selber dieser argumentation..
wer sagt denn das man beidhändig druckvoller und konstanter spielen kann?
wie kann man denn sagen das man einhändig mehr spin erzeugen kann?
tennis ist nun einmal eine individuelle sportart die sehr viel mit technik zu tun hat. würdest du jemanden der eine tolle beidhändige rückhand spielt die sehr viel topspin erzeugt umstellen auf eine einhändig die noch mehr spin erzeugt?
das wäre dann doch das ergebnis deiner feststellung
viel spass dabei......;)
ich würde diesem rat nicht folgen
du unterstellt den anderen eine einseitige sichtweise und bedienst dich doch selber dieser argumentation..
wer sagt denn das man beidhändig druckvoller und konstanter spielen kann?
wie kann man denn sagen das man einhändig mehr spin erzeugen kann?
tennis ist nun einmal eine individuelle sportart die sehr viel mit technik zu tun hat. würdest du jemanden der eine tolle beidhändige rückhand spielt die sehr viel topspin erzeugt umstellen auf eine einhändig die noch mehr spin erzeugt?
das wäre dann doch das ergebnis deiner feststellung
viel spass dabei......;)
ich würde diesem rat nicht folgen
Zunächst einmal unsterstelle ich hier niemanden etwas. Wenn jemand man sagt dass man mit der beidhädnigen mehr spin spielen kann weil Nadal es tut, dann widerspricht es genau deiner theorie einer Individualsportart. UNd genau das kritisiere ich.
Außerdem gibt es auch bei sog. Individualsportarten Allgemeingültigkeiten, die durch einige Individualleistungen außer Kraft treten. Eine Allgmeingültigkeit ist einfach der simple Umstand das sich mit einer einhgändige Rückhand (einfacher) mehr spin erzeugen lässt als mit einer beidhändigen. Die erhöhte KOnstanz sowie power bei der beidhändigen beruht eben auf dem doppelten griff bzw. dem eigentlich Vorhandschlag und dem damit verbunden sichererem Spielgefühl....Die Beihändige ist für viele (UPS schon schon wieder eine Allgemeingültigkeit) eben auch leichter zu erlernen bzw. komme die meisten schneller zur höheren Leistungslevels.
flinkes Bein
03.10.2007, 12:16
das kinder die beidhändige r. leichter erlernen aufgrund der fehlenden kraft ist klar. bei erwachsenen sieht das schon wieder ganz anders aus. es gibt solche und solche...
warum man aber mit er einhändigen mehr spin erzeugen kann leuchtet mir nicht ein. auch warum man mit er beidhändigen konstanter spielen soll ist mir ein rätsel. das als allgemengültig hinzustellen find ich schon....:rofl:
du behauptest es und ich behaupte das es nicht so ist. und nun?
beweisen kann man es doch gar nicht.
nadal als paradebeispiel zu nehmen find ich und da gebe ich dir recht auch nicht gut.
groundstroke
22.03.2008, 16:01
Nach diesem langen Thread bin ich nun zu der Überzeugung gelangt, daß ich an meiner Rückhand (einhändig) noch ein bißchen Feinkorrektur leisten muß.
Ist es nun besser, letztlich den Stil von Gasquet, von Gonzalez oder doch einfach nur wie Federer anzustreben?
Es ist am besten, deinen eigenen Stil zu finden
Paddinho
28.03.2008, 16:20
warum man aber mit er einhändigen mehr spin erzeugen kann leuchtet mir nicht ein.
Naja, ich denk mal das hängt damit zusammen, dass man bei der einhändigen Rückhand viel besser nach oben durchschwingen kann um Spin in den Schlag zu bekommen
Bei der beidhändigen Rückhand hat man hier halt das Problem beide Hände am Schläger zu haben. Das soll jetzt nicht heißen das man keinen Topspin damit erzeugen kann, jedoch halte ich es bei einer einh. Rückhand für einfacher.
Roddick Fan
28.03.2008, 17:11
Also ich würd sagen dass es leichter ist mit der beidhändigen Rückhand hochabspringende Kickaufschläge zu returnieren.
Ich spiele ein einhändige Rückhand. Die Vorteile sind die Reichweite und die Flexibilität denke ich. Allerdings hat man bei der beidhändigen mehr Stabilität und kann die gehassten;) Kickaufschläge besser returnieren, wobei ein gekonter Slice auch eine nicht zu unterschätzende Wirkung haben kann:D Also Federers Rückhand sieht schon sehr gut und elegant aus, jedoch gefällt mir die beidhändige Rückhand von Marat (und Nalbandian) auch ziemlich gut:daumen:
Ich denke der Spin kommt lediglich aus dem Unterarm, egal ob beidhändige oder einhändige Rückhand...
Champcoach
28.03.2008, 20:05
[QUOTE=flinkes Bein;208364] ... warum man aber mit er einhändigen mehr spin erzeugen kann leuchtet mir nicht ein. QUOTE]
Das ist ja auch nicht so.
Man kann bei der einhändigen Rückhand den Schlägerkopf nicht so schnell machen, da man die Handfläche nicht unter dem Schlägergriff hat, sondern hinten/oben. Es ist ja gerade ein Vorteil der beidhändigen Rh, dass man da mit seiner linken Hand (als Rechtshänder) sozusagen Vorhand spielt und die Handfläche unten/hinten hat. Damit ist eine bessere Kraftübertragung gewährleitet (deswegen benutzen sie ja auch Kinder so gerne).
Es ist aber so, dass manche, vor allem auch ältere Umsteiger (von ein- auf beidhändig) den ganzen Bewegungsablauf nicht mehr wirklich gut koordinieren können.
Natürlich hat die beidhändige Rh aber nicht nur Vorteile, sonst wäre ja die einhändige Rh wohl in der Weltspitze gänzlich verschwunden.
Babolat-Player
04.04.2008, 21:53
Ich sehe in unserem Verein kaum Spieler...ob jung oder alt, die mit der einhändigen Rückhand spielen.
Ich persöhnlich spiele die einhändige RH, dar sie mir einfach besser als die beidhändige liegt.
Aber jeder sollte die Variante wählen die im am besten liegt.
mfg alex
tennisfanat
04.04.2008, 21:55
Ich spiele die Beidhändige Rückhand.....
jeder sollte einfach das probieren was einem besser liegt und daran dann festhalten und trainieren und nicht immer rumexperimentieren :)
Taki1980
05.04.2008, 00:37
Ich spiele auch die Beidhändige Rückhand. Liegt mir eifnach besser und als Vorteil ist ganz klar das ich den Ball aus jeder Höhe relativ gut zurückspielen kann. Ausserdem kann man bei RH Duellen oft Schwache Einhändige RH Spieler gut unter Druck setzten wenn man Konsequent auf die RH spielt. Viele haben da ihren Schwachpunkt.
Aber die Einhändige hat auch Vorteile. Einer in unserem Verein spielt einen so schönen Einhändigen RH Return wenn ihm mit gut Zug den Ball servierst. :daumen: Auch gefallen mir z.b. von Federer die Winkel die er mit der Topspin RH spielt. Das sehe ich bei der Beindhändigen eher selten mit so schönen Winkelbälle die das Feld öffnen (ausser Nadal natürlich).
Hat halt beides Vor und Nachteile. Ich fühl mich mit der Beidhändigen wohler. Über aber auch den Einhändigen RH Slice um auchmal mehr Reichweite zu haben und auf de RH Seite auchmal den Schläger mit einer Hand loszulassen um noch Notbälle zu spielen oder den Gegner mal aus dem Rhytmus bringen mit einem Sliceball.
moya fan
05.04.2008, 00:42
Die geilsten Winkel mit der beidhändigen Rückhand spielt für mich David Nalbandian. Für mich selber geht nur beidhändig. Für die Einhändige fehlen mir die Kraft, die Technik, die Feinmotorik sowie die Handgelenksstabilität. Fühl mich aber eh mit der beidhändigen wohler und sicherer. Kann da auch bei hohem Tempo noch gut gegenhalten und kann die Bälle auch in Schulterhöhe gut nehmen. Eventuell hab ich dann einbußen bei der Reichweite, aber das kann man ja kompensieren.
Ich spiel Einhändig bin aber nicht grad der Rückhandprofi.
Nightwing
05.04.2008, 10:20
Die geilsten Winkel mit der beidhändigen Rückhand spielt für mich David Nalbandian. Für mich selber geht nur beidhändig. Für die Einhändige fehlen mir die Kraft, die Technik, die Feinmotorik sowie die Handgelenksstabilität. Fühl mich aber eh mit der beidhändigen wohler und sicherer. Kann da auch bei hohem Tempo noch gut gegenhalten und kann die Bälle auch in Schulterhöhe gut nehmen. Eventuell hab ich dann einbußen bei der Reichweite, aber das kann man ja kompensieren.
wenn wir schon bei geilen winkeln sind, dann erinner dich mal bitte an marcelo rios.
ich spiele einhändig, spiele aber auch zu 80% slice. wenn ich mal durchziehe . dann ist es auch eher ein drive als ein topspin.
rein optisch, ist natürlich kein relevanter grund, finde ich die einhändige schöner.
Taki1980
05.04.2008, 11:45
Schöner sieht irgendwie die Einhändige aus von der Bewegung. Am schönsten sieht aber die eingesprungene Beidhändige Rückhand aus. :D
Jo eingesprungene Beidhändige Rückhand sieht schon geil aus. Hab ich zwar noch nie probiert, aber so einen krieg ich bestimmt nicht rüber. Ich spiel sowieso mit einer Hand.
Pappelapupp, beidhändige Rückhand ist für Softies, erst bei der eingesprungenen einhändigen Rückhand zeigt sich wer ein ganzer Kerl ist :p
Nightwing
05.04.2008, 15:53
mcenroe konnte die einhändige eingesprungen.
Novak Djokovic
02.05.2008, 23:12
Pappelapupp, beidhändige Rückhand ist für Softies, erst bei der eingesprungenen einhändigen Rückhand zeigt sich wer ein ganzer Kerl ist :p
He habe heute eine eingesprungene einhändige VH gespielt...nein mal im Ernst ich bin einfach bei einer einfachen VH im Halbfeld abgesprungen und hab sie im Flug in die Ecke gehauen! Nich schlecht das Teil, muss mir mal überlegen, ob ich das in Zukunft öfters machen werde!
Hallo zusammen,
ich habe eine Technikfrage zu der einhändigen Rückhand:
Wie weit muss in etwa der Arm vom Körper weg sein während des Treffpunktes? Muss er weit weg sein oder kann er auch ziemlich nah (aber seitlich) am Körper sein?
je näher desto weniger power. Woebi ganz ausgestrekct auch nicht optimal ist. Man merkt egtl schnell, ob man zu nah am ball ist oder nicht °_°
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