PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nervosität


Tschevap
12.05.2003, 10:17
Hallo zusammen...



gestern ist mir etwas sehr seltsam passiert bei unserer Verbandsrunde....

ich spiele jetzt seit sicher 16 Jahren Medenspiele (bin 26) und spiele
derzeit an 1 in der Kreisklasse 2 im schönene Mittelfranken...

Jedenfalls führe ich deutlich 6:1, der Gegener hat NULL Chance....treffe
einfach alles.....und dann beim 0:0 im zweiten wurde ich plötzlich so
nervös, dass ich meinen Schläger kaum halten konnte.....dazu gab es einfach
gar keinen Anlass....

meine Mannschaftskollegen kamen zu mir, da man von weitem sehen konnte,
wie sehr meine Hand zitterte....

lag dann gleich 0:1 hinten....hab mir dann unseren 5er zu mir auf die
Bank geholt und wir haben uns in der Pause über seine Freundin und Fussball
unterhalten .....

und schon wars wieder weg...hab dann 6:1 gewonnen im zweiten....



Hat jemand ähnliches erlebt??

und damit meine ich nicht dritter Satz 11:11 im Tiebreak Nervosität!!!



Dennoch: wie bekommt ihr eure Nervosität in den Griff??? auch im dritten
Satz Tiebreak?

oder sind hier nur kaltblütige Bällekiller unterwegs? :-)



T.

Hawkeye2
12.05.2003, 10:50
Hallo tschevap,



irgendwo gab es im Forum schon mal einen ähnlichen Thread.



Und Nervosität ist sicherlich keinem hier unbekannt.



Wenn sie mal auftritt kann man dagegen nicht so viel machen.

Du musst sie halt einfach etwas positiver sehen.

Sie zeigt ja, daß Dir das Match/das Spiel/der Punkt wichtig ist.



Also ist sie ein Zeichen dafür, Dich jetzt noch mal richtig reinzuhängen.



Ansonsten gibt es für niemanden ein Pauschalrezept.



Wichtig ist die richtige Einstellung zum Match und das Gefühl, vor dem
Match alles getan zu haben, was geht.



1) Gute langfristige Vorbereitung (also viel trainiert, an

Schwächen gearbeitet, Strategie zurecht gelegt)



2) Gute Matchvorbereitung (Warm gemacht, eingeschlagen)



3) Richtige Erwartungshaltung



-- nicht : das muß ich gewinnen, den schlage ich locker, wir brauchen
den Punkt etc...



-- lieber : ich möchte die Bälle locker schlagen, keinen Punkt verloren
geben, meine Spielstrategie verfolgen, etc...



Nehme Dir nichts globales vor, worauf Du keinen alleinigen Einfluß hast.



In Deinem konkreten Fall könnte ich mir vorstellen, daß Du gemerkt hast,
wie gut Du bisher gespielt hast.



Vielleicht sogar über Deinem normalen Niveau.



Und dann kam Dir kurz, vielleicht sogar unbewusst, der Gedanke was passieren
könnte, wenn Du auf einmal nicht mehr alles triffst und "normal" spielst
(Niederlage ?!).



Damit hast Du Dich vielleicht unter Druck gesetzt, jetzt weiterhin besser
als normal spielen zu müssen.



Der Anfang eines neuen Satzes ist fast immer ein idealer Zeitpunkt für
mentale Wendepunkte.



Ist natürlich nur eine Spekulation.



Gruß

Tschevap
12.05.2003, 11:12
Huii....

da ist ja ein Tennis-Freud am Werk!!!!

Genau so war es....habe zwar nicht wirklich über meinem Niveau gespielt,
aber irgendwie liefs einfach spitze...

und plötzlich hab ich Panik geschoben.....

deine Tipps zur EInstellung sind super....denke wohl zu oft an den "Muss-Gewinn"...gerade
als Nummer 1 und ältester unter lauter 18jährigen.....

danke....

Jens
12.05.2003, 13:00
Das was Hawkeye2 schreibt, ist vollkommen richtig.

Die Nervosität hat meiner Meinung nach eine ganz einfache Ursache: Man
denkt z.B. darüber nach, was passieren würde, wenn man das Match als Sieger
beendet. Das wäre ja wahnsinnig wichtig! Und man stellt sich vor, wie
sie einem alle schon gratulieren. Und so weiter. Und schon fängt man an
zu verkrampfen. Oft ist der Auslöser dafür auch schon eine kleine gute
Phase des Gegners, besonders wenn man vorher dominiert hat.

Das was tschevap beschrieben hat, mit Mannschaftskollegen über was ganz
anderes zu sprechen (NICHT über das Match!), um sich abzulenken, ist die
geniale Lösung. Alleine da wieder rauszukommen ist schon sehr schwer.
Oft hilft einem dabei wiederum der Gegner, wenn er ein paar Fehler macht
und einen so wieder ins Match "zurückholt". Oder natürlich man selbst
macht den ein oder anderen gut herausgespielten Punkt, was natürlich schwierig
ist wenn's überhaupt nicht läuft.

Jens Husung
12.05.2003, 13:16
kenn ich doch alles:( am Wochenende 6:4 5:2 und 40:30 und was macht
Sportsfreund Husung? Serviert mal lässig drei Doppelfehler in Folge. Das
nächste Aufschlagspiel mal glatt zu null abgegeben und als ich wieder
klar denken konnte stand es 5:4 und 30:40. Gott sei dank haben mich zwei
Aufschläge aufs Band und ein leichter Fehler vom Gegner gerettet.:mad:
ich hätte fast meinen Schläger zerlegt und das im Alter von 29

björn
12.05.2003, 13:30
ja...das ganze läuft meiner Ansicht nach wirklich auf die altbekannte
"Angst vor dem Sieg" raus...

Was soll ich sagen...gestern führt unsere Nr. 2 im dritten Satz 5:3 und
40:0 bei eigenem Aufschlag. Der Gegner hat kaum nen Stich mehr gemacht.
Er vermüllt das Spiel trotz Super-Chancen. Nach dem 5:4 macht er keinen
einzigen Punkt mehr, weil die Hand das Zittern anfängt - es gelingt nix
mehr. Dadurch sind wir mit 3:3 aus den Einzeln und haben es dann noch
geschafft, dank einer tollen Doppelstrategie den Spieltag mit 4:5 zu beenden....
:mad: :mad: :mad:



Vielleicht wäre in diesem Moment auch ein "Lappalien-Coaching" hilfreich
gewesen. Auf diese Idee bin ich da allerdings überhaupt nicht gekommen...

TheAppel
12.05.2003, 13:56
ja, ja, gott sei dank geht es auch anderen so. gestern 6:1 den ersten
gewonnen und im ersten spiel des 2. satzes 9! breakbälle. alle versemmelt.
5 minuten später war ich 0:3 hinten. hab mich wieder gefangen und 6:3
gewonnen. aber ein neuer satz eröffnet neue chance, das hat man da mal
wieder gesehen!

Tschevap
12.05.2003, 16:03
...im übrigen konnten wir gute Beziehungsproblemlösungsansätze in der
Pause erörtern....



vielleicht kommen wir anhand der "Red bloß nicht über Tennis"-Pausentaktik
dem Grund für Jim Couriers legendärer Buchleseaktion so etwas näher....??!!

björn
12.05.2003, 16:33
...das Problem könnte in "meinem Fall" allerdings sein: es war unser 18-jähriger
(selbsternannter) Überflieger, der sowieso 1000 andere Sachen während
des Spiels im Kopf hat. Der sich auf das ganze Drumherum mehr konzentriert
als auf sein Spiel... Und sag dem dann mal: "So, genug über Frauen geredet...jetzt
konzentrier Dich wieder auf jeden Punkt...Du brauchst jetzt vollste Konzentration"

Oder meint ihr, genau DAS wäre psychologisch für solch einen Patienten
richtig?

mikeydeluxe
13.05.2003, 01:50
zum thema:

unsere erste (2.bezl)sonntag 4:5 verloren...

4er vergibt 1 matchball

3er (=Mannschaftsführer & Trainer) vergibt 3 matchbälle

3er doppel führt 6:0, 3:1 und verliert 6:0,3:6,2:6



unglaublich oder?



und wir die zweite (1.kl) verlieren auch 4:5

4+5+6 und 3er doppel aus 5er (ich) und 7er gewinnen

rest verliert



scheiss wochenende:mad: :suprise:

Häuptling Webbl
13.05.2003, 17:40
Habt ihr sowas schon erlebt?



1. Doppel verliert am Wochenende den ersten 6:0 um danach Satz 2 und 3
mit jeweils 6:0 zu gewinnen !!!



Sachen gibt's...

Yuck Fou!
01.06.2003, 21:54
Na, frag mal: Nachdem ich 6:3 6:1 und ein Mannschaftskollege 7:5 6:0 gespielt
haben, haben wir das Doppel gegen genau dieselben Gegner 6:2 6:3 verloren:mad:
(war zwar wurscht, weils eh 7:2 ausgegangen ist, aber trotzdem...)

howy
01.06.2003, 23:44
tja, ich habe mal in der Jugend ein Doppel verloren mit 6-7 6-0 5-7 und
das nach 5-0-Führung im 1. und 3. Satz. :lol:

MagicMat
02.06.2003, 08:25
Gute Einzelspieler machen noch lange kein gutes Doppel aus. Völlig normal.
Vor allem weil es im Doppel ja auf ganz andere Werte als im Einzel ankommt.
Besonders bei jungen Spielern zu beobachten die häufg Aufgrund besserer
körperlicher Verfassung ihr Einzel gewinnen, dann aber im Doppel mangels
Erfahrung keine Chance haben.

Yuck Fou!
02.06.2003, 12:42
Stimmt schon, trotzdem is mir sowas noch nie passiert. Außerdem waren
die Einzelergebnisse so deutlich, dass da normal nix anbrennen darf...:(

MagicMat
02.06.2003, 12:53
@Yuck Fou!

Wieso darf da nix anbrennen? Ich habe mein erstes Einzel diese Saison
6:2 6:2 verloren. Da ich schon vorher wusste, dass ich mit einem 18-jährigen
Spieler der 5 mal die Woche trainiert und am Wochenende Turniere spielt,
erst gar nicht auf lange Grundlinieduelle, wo ich spätestens in drei Sätzen
den kürzeren ziehe, einlassen darf, habe ich ein bisschen rumgeschossen
und das wars. Im Doppel haben wir dann wieder gegeneinander gespielt (Partner
ungefähr gleichstark) und wir haben locker gewonnen.

Im Doppel sind halt primär Aufschlag, Return, Volley und Taktik entscheident.
Grundlinieschläge spielen kaum eine Rolle, genausowenig wie Kondition
und Schnelligkeit.



P.S. Coole Sig.:)

moya fan
12.04.2006, 00:59
Hi,

muß mich irgendwie wachhalten,bis ich nachher abgeholt werde.In solchen Situationen les ich mir gerne nochmal ältere Threads durch.Da bin ich auf diesen hier gestoßen,da ich mir just diese Tage das Buch Tennis im Kopf vorbestellt habe,da ich auch immer wieder mit unerklärlichen Nervositätsanfällen zu kämpfen habe,bzw.schon oft hohe Führungen verspielt habe.Nur ein Beispiel.Spiel gegen unseren dreier,gegen den ich schon öfter verloren hab,obwohl wir eigentlich auf Augenhöhe spielen.Also,ich liege fünf zu eins vorne,hab Satzbälle und alles läuft wunderbar.Gegner kommt ran,zwei zu fünf,drei zu fünf.In solchen Momenten fang ich dann wieder an zu grübeln.Anstatt mich zu erinnern,wie ich die deutliche Führung herausgespielt habe,denke ich mir,jetzt bloß den Satz irgendwie nach Hause bringen.Und was passiert dann?Ich verliere den Satz noch mit fünf zu sieben.Im zweiten Satz ist dann das Gleiche passiert.Keine Ahnung,wie ich das in den Griff bekommen soll.Vielleicht hilft mir ja wirklich das Buch und eine lockerere Einstellung zum Geschehen auf dem Platz.

terrier
12.04.2006, 01:34
ich hab mir heuer vorgenommen immer das käppi von nuthole am start zu haben.;)

wens eng wird hole ichs raus.:D

die positiven vibrations sollten mich auf jedenfall weiter bringen
:brothers:
:yeah:
:machinegu

moya fan
12.04.2006, 01:41
Hi,

oder so.Auch ne gute Idee.:moshing:.Ist dann ähnlich wie bei Srichapan mit dem roten T-Shirt.