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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krämpfe


MagicMat
18.06.2002, 08:40
Hi alle zusammen,



mal wieder ein hartes Wochenende hinter mich gebracht. Bei knapp 30 Grad
und 60 % Luftfeutigkeit, haben meine Waden nach 2,5 Stunden versagt und
ich bekam im dritten Satz bei einer 4:2 Führung und eigenem Aufschlag
Krämpfe. Trotz kurzer Auszeit/Dehnübung konnte ich nicht mehr venünftig
laufen/aufschlagen und musste 20 Minuten später mich mit 6:4 geschlagen
geben (diesmal haben wir zwei Doppel gewonnen und das Spiel ebenfalls
mit 5:4).

Zugegebener Maßen war es ein langes Match und das Wetter mörderisch, allerdings
hatte ich noch nie in meinem Leben Probleme mit Krämpfen. Da es auch von
der Kondition her noch richtig gut ging, kann ich mir nur vorstellen,
dass ich vor der Saison falsch trainiert habe und meine Waden der Schwachpunkt
sind. Nächstes jahr werde ich sicherlich mehr laufen gehen, aber es bleiben
noch einige Fragen offen, zu welchen der ein oder andere von euch ja bestimmt
eine Antwort hat.



Präventivmaßnahmen?

Was kan ich, außer mit körperlichem Training, tun, um Krämpfe zu vermeiden.
Damit meine ich z.B. wochenlang vorher täglich Magnesium nehmen, bestimmte
Nahrung etc.?



Im Match?

Der Krampf tritt auf, was ist zu tun? Vorsichtig dehnen sollte man auf
jeden Fall, hat auch geholfen. Sollte man noch mit Eisspray kühlen oder
verhärtet man dadurch den Muskel noch mehr?



Nach dem Match?

Glücklicherweise haben wir aufgrund der Witterung und des Elfmeterschiessens,
Spanien-Irland, eine Stunde Pause gemacht und ich war mit einer kalten
Dusche wieder für's Doppel hergestellt. Gibt's sonst irgendwas, was man
kurzfristig tun kann und schnelle Abhilfe verspricht?



Die Tage danach?

Sollte der Muskel immer noch schmerzen Pause machen oder ruhig mit lockerem
Training wieder beginnen?



Das war es erstmal. Freue mich schon auf Eure Antworten.

Jens Husung
18.06.2002, 11:02
wenn du einmal krämpfe hast, ist es eh zu spät! wichtig ist es, diese
vorzubeugen. Magnesiumtabletten zwei/drei Stunden vor dem Spiel und auch
wären dem Spiel für ausreichend Flüssigkeit sorgen. Bananen sind sicherlich
nicht falsch, wenn man es verträgt. (ich leider nicht)

MagicMat
18.06.2002, 12:35
Das mit dem "zu spät" sagen viele.



Bananen esse ich eh, aber wahrscheinlich habe ich auch zu wenig getrunken.
Mag es einfach nicht wenns im Bauch so rumpumpelt.:) Aber die 1,2 Liter
Wasser die ich getrunken habe waren sicherlich für die Witterung zu wenig.
Magnesium hatte ihc auch genommen, allerdings ist da die geläufige Meinung,
dass man das täglich schon woichenlang vorher zu sich nehmen sollte.

Jens Husung
18.06.2002, 12:43
mit der flüssigkeit ist es ähnlich. du solltest vorher trinken , wenn
du durst bekommst ich es auch schon zu spät. was du verbrauchst solltest
du "auffüllen" die Grundlage aber vor dem Match legen

howy
18.06.2002, 22:19
zu Krämpfen ist folgendes zu sagen:



1. wenn man spürt dass krämpfe im Anmarsch sind ist es tatsächlich 5 nach
12



2. wenn sie da sind, kannste das Match komplett vergessen



3. eine halben liter flüssigkeit vor dem match ist sicher von vorteil



4. bei jedem seitenwechsel ein glas trinken, von anfang an, denn wenn
der durst kommt sind wir kurz vor 1. Faustregel dèrfte bei 1 bis 1,5 liter
pro stunde liegen



5. eine magnesiumkur, sprich 1 monat lang magnesiumpràparate kann man
machen, sollte man auch nicht übertreiben und dabei schön fleissig trinken,
trinken.... wegen der Nieren



6. gleiches gilt natèrlich auch fürs training





ich hatte mal krämpfe im unterarm, die folge war, dass mir der daumen
immer wieder weggeknickt ist und damit kein schläger halten mehr möglich
war.



bei ähnlichem wetter wie samstag habe ich mal mit einem freund ein 3-satz-match
gespielt, welches 3,5 stunden gedauert hat. ich habe in der zeit 5 liter
flüssigkeit zu mir genommen und er nu 10% davon. zum schluss war er auch
mit krämpfen geplagt und später bei der kontrolle auf der waage haben
ihm satte 4 kg gefehlt.



gruss

howy

Hawkeye2
19.06.2002, 08:04
Hi,



zu Magnesium nur mal folgender Hinweis :



ein früherer Mannschaftskollege von mir, der Sport studiert und Handball
in der 2. Bundesliga spielt(e), hat mir mal erklärt,

das Magnesium bei einer Langzeiteinnahme müde macht.



Daher würde ich nicht dazu raten, Magnesium-Tabletten o.ä. über einen
längeren Zeitraum einzunehmen.



Besser wäre es, ein wenig die Ernährung umzustellen.



Besonders magnesiumhaltig sind Obst, Nüsse und Gemüse.





Gruß

howy
19.06.2002, 19:36
Das kann gut sein.

Aber eine längere Magnesiumkur frischt die Reserven wieder auf.

Man sollte nich über jahre jeden Tag Tabletten einwerfen.

Man sollte mal einen Arzt darauf ansprechen.

Gruss

Howy

Heinman
19.06.2002, 23:52
Im Tennismagazin gab es in der letzten Ausgabe Tips für die richtige Ernährung
vor und während dem Spiel.

Abgesehen, dass Du viel zu wenig getrunken hast, ist es wichtig bei längeren
Spielen, insbesondere bei diesen Temperaturen

Apfelsaftschorlen zu trinken.

Ansonsten solltest Du keinen Kaffee vorher trinken, da dieser die

Dehydrierung zusätzlich fördert.



Falls Interesse besteht, suche ich den Artikel raus und faxe ihn Dir



Nochmals gruss

Efha

MagicMat
20.06.2002, 09:58
@EfHa

Das wäre super. Falls du ihn findest, bitte an 0209-9882671. Das mit dem
Kaffe wusste ich auch, darum wird ja auch in guten Kaffeehäusern immer
ein Glas Wasser mitgeliefert.



Warum ich so wenig :trinken: habe, verstehe ich bis heute nicht.

Jens Husung
20.06.2002, 13:19
habe ich im internet gelesen



Ein Muskelkrampf ist ein kräftiges, langanhaltendes Zusammenziehen der
Muskulatur. Er kann sowohl während als auch nach körperlicher Belastung
vorkommen. Die Ursache von Muskelkrämpfen ist eine lokale Stoffwechselstörungen
des Muskels.



Für eine stärkere Muskelarbeit ist eine ausreichende Versorgung mit Wasser,
Mineralien und Energieträgern (Kohlenhydrate und Fette) notwendig. Die
arbeitende Muskulatur braucht diese Substanzen, um Energie zu produzieren
und gleichzeitig die lokale Konzentration von Salzen und Mineralien aufrechtzuerhalten.
Das Blut bringt das Wasser, die Mineralien und die Energieträger zu der
arbeitenden Muskulatur und transportiert gleichzeitig die Abfallprodukte
wieder weg. Bei Störungen der Blutversorgung wird der Muskelstoffwechsel
beeinträchtigt. Die Muskulatur kann sich dann nicht richtig an- und entspannen.
Als Schutzmechanismus vor einer Überbelastung ziehen sich die Muskelfasern
kräftig zusammen; bei dieser starken Kontraktion werden jedoch die kleinen
Blutgefäße innerhalb der Muskulatur zusammen gedrückt, so dass die Durchblutung
weiter beeinträchtigt wird. Es entsteht ein Teufelskreis von Verspannung
und allmählicher Abnahme der Durchblutung, der letzten Endes zu einem
Muskelkrampf führt.



Die häufigste Ursache der Muskelkrämpfe ist der Flüssigkeits- und Salzverlust
beim Training an warmen Tagen; dies resultiert in einen Wasser- und Elektrolytenmangel
in der Muskulatur und damit in eine Beeinträchtigung des lokalen Stoffwechsels.
Ein unzureichender Trainingszustand begünstigt das Auftreten dieses Problems.
Bei zu starken bzw. anhaltenden Belastungen entstehen mikroskopische Verletzungen,
die zu einem kräftigen Zusammenziehen der kleinen Muskelfaser führen.
Dadurch wird die lokale Durchblutung eingeschränkt, die muskuläre Energieproduktion
beeinträchtigt und der oben genannte Teufelskreis entsteht. Das Ergebnis
ist wieder ein Muskelkrampf.

Ein Muskelkrampf kann auch einige Stunden nach intensiver körperlicher
Belastung bzw. beim Schlafen auftreten. In diesem Falle weisen die Beschwerden
auf leichtes Übertraining bzw. auf einen Mangel an Mineralien (vor allem
Magnesium) hin. Anhaltende, wiederkehrende Muskelkrämpfe können auch Zeichen
einer lokalen Durchblutungsstörung (wie z. B. bei einem Gefäßverschluss)
sein.



Die beste Behandlung des Muskelkrampfes besteht aus der Prävention.

An sehr warmen Tagen sollte man auf ausreichende Flüssigkeitseinnahme
vor, während und nach dem Training achten; ferner können Athleten, die
zu Muskelkrämpfen neigen, nach Rücksprache mit dem Hausarzt regelmäßig
Magnesium zu sich nehmen. Man muss auch Überbelastungen vermeiden, die
Muskulatur durch ein regelmäßiges Dehnungsprogramm geschmeidig halten
und sich genügende Pausen zwischen den Trainingseinheiten gönnen.



Wenn trotz all diesen Präventionsmaßnahmen ein Muskelkrampf entsteht,
muss man die Belastung sofort abbrechen und die gegenseitigen Muskeln
(die sogenannten Antagonisten) anspannen. Dadurch entsteht ein Reflex,
der zu einer automatischen Entspannung der verkrampften Muskulatur führt.
Diese Maßnahme ist effektiver, als das passive Strecken der betroffenen
Muskeln.

:)

Heinman
23.06.2002, 06:57
Hi Magic !



Ich fax Dir den Artikel im Laufe der Woche.



Gruss

efha

howy
23.06.2002, 18:08
Hi!

Apfelschorle scheint mir auch sinnvoll, denn der Körper nimmt mitz dem
darin enthaltenen Zucker auch die Flüssigkeit, sprich Wasser, schneller
und leichter zu sich.

Beim Durchfall ist es auch angeraten eher Apfelschotrle als Wasser pur
zu trinken.

Der Körper verarbeitet es somit schneller.

Gruss

Howy