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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bälle und Saitenwahl


Jens
09.10.2004, 16:01
Ich hatte ja bisher (toitoitoi) noch nie in meinem Leben Probleme mit
meinem Schlagarm, welche durch Tennisspielen verursacht waren.

Habe in den letzten Wochen aber den Penn Prestige ausprobiert in Kombination
mit Luxilon Big Banger Alu Power. Hatte jedesmal nach ca. 1 Spielstunde
Schmerzen im Handgelenk, die ich vorher noch nie hatte (selbst bei Tretorn
Micro-X mit Poly nicht).

Der Penn Prestige kam mir beim Spielen auch sehr hart vor im Vergleich
zu dem Dunlop Tournament. Also folgerte ich, daß sich dieser Ball mit
einer Monofilamentsaite nicht sonderlich gut verträgt.

Ich bespannte daraufhin meinen Schläger mit einer Multi (Pacific Futura
TX) bei höherem Bespanngewicht als die Luxilon und siehe da - selbst nach
2 Spielstunden keinerlei Probleme mehr mit dem Handgelenk. Die Besaitung
paßt wunderbar zu den Bällen. Im Vergleich zu vorher macht es richtig
Spaß.

Fazit: Bei der Wahl der Saite sollte man also auch stets die Eigenschaften
der Bälle berücksichtigen. Meistens kann man sich ja nicht unbedingt aussuchen,
mit welchen Bällen man spielen möchte. Eine ledigliche Änderung der Bespannungshärte
als Reaktion auf die anderen Bälle reicht meiner Meinung nach nicht aus.



Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Heinman
10.10.2004, 01:54
Vor einigen Jahren (4 oder 5 Jahre) brachte Penn den ATP als offiziellen
DTB Ball heraus und sorgte damit für regen Zulauf bei den Orthopäden.

In dem Jahr gab es immer wieder Diskussionen um den Ball, weil viele Spieler
unter Armschmerzen klagten.

Ich hatte zwar keine Armschmerzen (weil Schmerzen Zeichen von Charakterschwäche
sind ;)), aber ich fand das damals eine Unverschämtheit von Head/Penn
so einen Ball zu produzieren, für den man auch einiges an (damals) DM
hinlegen mußte.



Vielleicht waren das auch "Paint-Filz-Jobs" und es handelte sich um 1b-Tretorn
Kugeln.

Tschevap
10.10.2004, 08:25
Die Penn sind wirklich tödlich! Prestige=Armkiller! Dazu die superharte
AluPower und schlechter Schlaf ist garantiert!



Ich habe mal den Fehler gemacht, einige Prestige auf Vorrat zu kaufen,
da mir die Penn Pro wirklich gut gefielen...nur waren das - wie ich feststellen
musste - Softbälle im Vergleich zu den Prestige...



Nene...egal welche Saitenkombi! Finger weg von den Prestige und den Tretorns...arme
Kerle, die sowas als offizielle Medenbälle haben...

TheAppel
10.10.2004, 09:35
Umso verwunderlicher ist es, das in Bayern die älteren Semester (Herren
40 usw.) mit den Presitge spielen dürfen! Ich habe mit Penn auch keine
guten Erfahrungen gemacht und lasse seit Jahren die Finger von den Bällen.
Meine Spiel-, Trainingspartner sehen das genauso und daher bin ich eher
nicht gefährdet!

nicolait
10.10.2004, 10:20
Und so scheiden sich die Geister.

Ich finde den Prestige ist eigentlich einen sehr guter Ball. Hatte auch
nie Armprobleme oder Ähnliches. Was mir aber aufgefallen ist, das er nicht
selten recht kurzlebig war und bei 4 Bällen nach ca. 2 Wochen (ca. 8 Spielsunden)
eine stark unterschiedliche Abnutzung entstand. Einer hielt ewig, einer
verfilzte und wieder einer wurde zur Eisenkugel. Naja habe privat ja eh
den Wechsel zum ARP beschlossen.

Um auf Jens zurück zu kommen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Ball-Saite
Kombination sich sehr auswirkt im Bezug auf den Schlagmoment und den Ballkontakt.
Ich glaube eher, das der andere Ball deinen Spielstiel beeinflusst hat
(stärkere Topspinnbewegung wegen anderem Treffpunkt, etc.) und dein Handgelenk
deswegen (viel ungewohnte Bewegung) Schmerzte. Das die Schmerzen weg sind
erkläre ich mir damit, 1. dass die andere Saite mehr dämpft. Aber ehre
2. dass die Bewegung wieder wegfällt.

Christian

Floriano
10.10.2004, 10:40
Finde den Prestige auch nicht so schlecht,Penn springt einfach etwas extremer
finde ich,dennoch bleibt dunlop die Nummer eins....Aber Armschmerzen kommen
meiner Meinung nach von der Saite vom Racket etc......nicht von den Bällen,da
muss man schon sehr Armanfällig sein....

Und da der Ball ausgiebig getestet wurde denke ich nicht,wenn das stimmen
würde,das er überhaupt Medenspielball geworden wäre.Es spielen ja nicht
nur die Jugend damit sondern wie appel sagte auch ältere Semester...

Tschevap
10.10.2004, 10:51
Bei uns gab es durchaus Fälle - auch in der Jugend - bei denen sich beide
Spieler auf andere Bälle geeinigt haben - inoffiziell natürlich! Und so
wurde meist Dunlop gespielt!

tennismieze
10.10.2004, 14:16
Bei uns wird im Bereich Damen/Herren mit den Penn gespielt. Die Bälle
sind auch für mich älteres Semester in Ordnung, haben halt ein etwas anderes
Springverhalten und Härte als die sonst genutzten Wilson Double Core oder
Dunlop tournament. Schmerzen habe ich bis dato auch nur mit Tretorn Bleikugeln
gemacht, die sich ein Unwissender besorgt hatte.

FedEx
10.10.2004, 15:05
Bei mir verursachen meist die Polys die Schulterschmerzen...



Hatte aber mit Tretorn Micro X noch nie Probleme. In der Halle spiele
ich momentan den Slazenger Wimbledon Ultra Vis und finde den wirklich
absolut genial (Härte, Sprungverhalten, Dauerhaftigkeit usw.).

howy
10.10.2004, 15:59
ich kann mir gut vorstellen, dass die Kombination Saite/Ball bei einigen
Leute zu stärkeren Schmerzen führen, da hier wahrscheinlich die individuell
schmerzentscheidende Frequenz getroffen wird.

Deshalb haben einige Spieler Probleme mit einer Kombination, wobei andere
kein Schmerz verspüren.

Bei meinem letzten Turnier habe ich die ersten 4 Matches mit älteren Dunlop
Pro spielen müssen, um dann im 5. Spiel mit neuen Dunlop Fort. Dieser
Wechsel hat mein Arm gar nicht vertragen, so dass ich am Schluss den Schläger
nicht mehr halten konnte.

Gut am Vortag musste ich 3 Spiele (insgesamt 6 Stunden) absolvieren und
da war mein Arm "leicht" müde, aber der Wechsel war zu viel.

Jens
10.10.2004, 16:33
Bin mir nicht sicher, ob es mit der Vibrationsfrequenz oder einfach nur
mit dem Aufprallschock zu tun hat. Eines ist klar: Die Hand ist der "Teil
des Schlägers", der am meisten Vibrationen dämpft und den meisten Schock
abbekommt. Plausibel wäre die Schlußfolgerung, daß ein harter Ball und
eine steife Saite einen höheren Aufprallschock verursachen: Der Schlägerkopf
wird für einen ganz kurzen Moment stärker abgebremst, als wenn sich Saite
und/oder Ball stärker verformen würden. Die Beobachtung, daß ich mit der
elastischeren Saite keine Schmerzen mehr hatte, zeigt doch, daß ich den
Aufprallschock verringern konnte.

Das gleiche könnte natürlich auch auf die Masse des Balles zurückzuführen
sein. Aber da herrschen ja relativ strenge Vorgaben. Habe gerade zwei
etwa gleich stark abgespielte Bälle gewogen (Penn Prestige und Dunlop
Tournament), beide 57 Gramm.

Nightwing
10.10.2004, 17:09
jens, du bist echt verruckt. hört sich aber plausibel an.

@howy

finde aber den fort und den pro aber nicht schlecht.

HIGHTOWER
11.10.2004, 09:27
meine ex-freundin hatte regelmässig probleme mit ihrem handgelenk nachdem
sie mit druckbällen spielte. mit dem micro-x hatte sie keine probleme