PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bespannen von Polyestersaiten


charly_pete
12.12.2003, 18:02
Hi,

habe eine Bespannungsmaschine mit Hebelarm. Beim Bespannen von Polyestersaiten
habe ich den Eindruck, dass der eingestellte Kilo-Wert nicht errreicht
wird, weil die Saite zu starr ist. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Was kann ich tun, um das Bespannungsgewicht zu erreichen?

Gruß Charly

badnix
12.12.2003, 18:33
schätze mal, dein eindruck täuscht

ali
12.12.2003, 19:06
Hi!



Der Eindruck ensteht dadurch, weil Polystersaiten weniger dehnbar, dementsprechend
weniger elastisch, sind als beispielsweise Nylonsaiten.



Gruss - ali

charly_pete
12.12.2003, 19:28
Heißt das also, das ist nur eine Täuschung -in Wirklichkeit wird der eingestellte
Wert auch erreicht.

Gruß Charly

ali
12.12.2003, 19:42
Genau - der eingestellte Wert wird erreicht!



Gruss - ali

Nightwing
12.12.2003, 19:54
wie du schon sagst , die saiten sind starr. ergo hast du weniger dehnung.
poly wirkt sogar bei gleicher kilozahl härter als multi.

Jens
12.12.2003, 21:15
Die Spannung der Saite ist unabhängig vom Saitentyp - vorausgesetzt der
Hebelarm ist in der waagerechten Position.

charly_pete
13.12.2003, 09:40
Apropos waagerechte Position des Hebelarms. Was bewirken kleine Abweichungen?
Habe mir extra eine kleine Wasserwaage am Hebelarm angebracht und zwei
Feststellungen gemacht: 1.) Was ich ohne Wasserwaage als waagerecht angesehen
habe, stimmt nicht. Wenn man nur eine Markierung hat , bewegt man sich
immer nur in einem Annäherungsbereich. 2.) auch mit Wasserwaage wird man
es mit der Zeit leid, alles auf den Millimeter einzustellen. Kann man
das tolerieren?

Jens
13.12.2003, 12:18
Irgendjemand hatte das hier schon mal ausgerechnet. Kleine Abweichungen
machen praktisch nichts aus. So genau kann man das gar nicht machen.

YBCO
15.12.2003, 07:53
Es handelt sich hier um das Drehmoment, welches das Produkt aus F (in
deinem Fall der Gewichtskraft des Gegengewichtes) und Länge ( Abstand
Gewicht zur Achse) ist. Wenn du dir ein Dreieck vorstellst dann ist die
Ankathete deine Maßgebliche Länge und Dein Hebelarm ist die Hypotenuse.
Wenn der Hebelarm waagerecht steht, ist die Hypotenuse = der Ankathete
und somit deine Kraft exakt. Jetzt kannst Du dir selbst ausrechnen das
eine Abweichung von wenigen Grad keine signifikante Abweichung deiner
Spannkraft bedeutet, diese dann aber bei größeren Winkeln rasant abnimmt.



Gruß Uwe

badnix
15.12.2003, 08:12
:daumen: :idee: :anbeten:



... ich hätte es nicht besser ausdrücken können

TheAppel
15.12.2003, 09:31
@ YBCO

RESPEKT!!! Wirklich gute Erklärung!

tennis-teufel
15.12.2003, 13:52
@ YBCO

Ich zolle dir auch großen Respekt. Hast du beruflich damit zu tun oder
hast du in der Schule immer gut aufgepasst?;)

YBCO
15.12.2003, 15:50
Physik und Mathe waren zwar schon immer mein Lieblingsfächer, aber nicht
gerade Mechanik. Beruflich geht es auch in Richtung Physik (PVD), aber
auch nicht Mechanik. Das generelle Interesse an Physik hilft natürlich
beim Verständnis, aber nicht immer bei der Ausführung ( Verdammtes fädeln
der Quersaiten ):mad: