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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alles "nur" Kopfsache


Jonas2010
04.06.2008, 02:19
Hallo erstmal =).....

also ich habe ein kleines Problem.....
( das hört sich vieleicht alles nen bischen komisch an....ist aber so) ;)

wenn ich gegen vermeindlich "schwächere Gegner" spiele, nehme ich oft deren Spiel an und verschlächtere somit mein Spiel leider auch...

Nun dieses führt leider auch dazu das ich mal gegen die o.g. Gegner verliere
also ich bin kein schlechter Verlierer oder so.... nur mich ärgert es halt immer wenn ich genau weiß das es nur am " Kopf" liegt und eigentlich nicht an meinen spielerrischen Fähigkeiten.......

und noch etwas manchmal habe ich auch "Angst zu gewinnen"..... also wenn ich jetzt Spiel-oder Satzball habe dann verhaue ich auch oft die einfachsten Bälle und das alles nur weil es gerade "um was geht"...........


Kann mir jemand helfen bzw. ein paar Tipps geben wie ich diese Macken abstellen kann????

Endy
04.06.2008, 08:06
Hi Jonas,
lies dich einfach mal ein wenig ein, gibt schon einige Threads dazu. Die entsprechenden Bücher auch lesen UND v.a. ein paar Stunden bei einem erfahrenem Trainer nehmen, der dir auch im Match mal zusehen sollte.

Damentrainer
04.06.2008, 08:11
Hallo erstmal =).....

...

wenn ich gegen vermeindlich "schwächere Gegner" spiele, nehme ich oft deren Spiel an und verschlächtere somit mein Spiel leider auch...

...



Hallo Jonas,
es ist sicherlich viel Kopfsache, aber wahrscheinlich auch in einem etwas anderem Sinne als du es vielleicht siehst.

Der Haken ist zum großen Teil an dem Wort "vermeindlich". Ist der Gegner wirklich schwächer - oder sind seine Stärken nur anders gelagert als du es gerne hättest oder akzeptieren möchtest?
Stärken liegen beim Tennis bekanntlich nicht nur in Schlagtechnik und Ballgeschwindigkeit.

Wenn das der Fall sein sollte, dann wird es dich sicher dazu verleiten :
a) ihn nicht so ernst zu nehmen wie es sein sollte
b) innerlich zu blockieren nach der Erkenntnis, dieses Spiel doch verlieren zu können
c) nicht offen mit allem was du hast zu kämpfen
d) dich vielleicht (auch gegenüber deinen Mannschaftskollegen) etwas zu schämen, dich gegen diesen "schwachen" Gegner schwer zu tun
e) letztendlich nicht dein bestes Tennis zu spielen.

Taki1980
04.06.2008, 08:35
Das mit dem besten Tennis gegen vermeintlich schwächere Gegner hatte ich hier bei meinem letzten Medenspiel auch erfahren.

Ich war insgesamt Körperlich nicht ganz auf der Höhe. Saft und Kraftlos hing ich auf dem Platz rum und traf selbst die Bälle nicht gut.

Technisch war der Gegner nicht so komplett wie ich (obwohl ich mich noch lange nicht als komplett bezeichnen würde :D ) und spielte oft kurze Slice Bälle hin die mich nach vorne holten. Er war gut zu Fuß und erlief noch wirklich viele Druckvolle Angriffsbälle von mir und brachte sie Hoch und lange zurück.

Technisch war er mir eigentlich unterlegen. Taktisch hatte er weniger Ahnung wo er den Platz abdeckt oder wo er zu stehen hatte.

Ich lies mich auf das geslice ein weil ich zunehmend mein Vertrauen in meine Schläge verlor und er sicher immer Slice spielte (VH und RH) und meine guten Bälle immer erlaufen hat.

Wenn du dann soviel Fehler machst wie ich an dem Tag dann verlierst du gegen so einen.

Er hat sehr wenige Fehler gemacht obwohl er vermeintlich schwächer war. Hinzu kam natürlich meine eigene Körperliche Schwäche an dem Tag.

Was ich damit sagen will ist:

1. Bleib bei deinen Stärken und versuche dem Gegner dein Spiel aufzudrängen(in dem Fall hat er mich immer nach vorne geholt was mich letztendlich erchöpft hat und mich mehr Fehler als Punkte hat machen lassen)
Gerade dem anderen das eigene Spiel aufdrängen ist eine Mentale Angelegenheit.

2. Auch Kopfsache ist es mal eine Durststrecke zu überwinden wenns mal nicht so läuft. Dranbleiben und sich wieder auf das besinnen was man am besten kann und die eigene Sicherheit wiederfinden.

Jonas2010
04.06.2008, 11:50
Vilen Dank für eure Antworten....

Mhh ich nehme jeden gegner ernst und wie gesagt kann ich eigentlich ganz gut verlieren aber wenn ich halt merke da wäre mehr drinn gewesen ärgere ich mich immer über mich selber.
wenn ich z.b. gegen einen Gegner spiele der stärtker ist als ich spiele ich selber auch besser...... weiß nicht wieso... und nun ja bei den "schwächeren Gegnern" nehem ich halt auch das Tempo raus und spiele kein besonders gutes Tennis.......

bin auch meist sehr nervös......


habt ihr vieleicht ein paar tricks wie ihr euch ablenkt beim spielen oder wie man am besten den kopf "austellen" kann ???

Jonas2010
04.06.2008, 11:56
oder vieleicht besser gesagt wie kann man an seiner mentalen Stärke arbeiten?

wie wird mal cooler auf dem Platz und beim spielen?

Taki1980
04.06.2008, 12:18
Ich glaub eine gute Portion Selbstvertrauen ist das wichtigste und locker bleiben. Ein wenig Erfahrung und das Erlebniss das du so Leute schon geschlagen hast. Das ist glaub ich das wichtigste.

Jonas2010
04.06.2008, 12:25
Ich habe "solche" Leute auch schon geschlagen..... mmhh ja vieleicht fehlt mir auch einfach noch ein bischen Erfahrung ( spiele seit 7 Jahren Tennis).

Aber ich würde halt gerne drann arbeiten =)

mexx
04.06.2008, 12:27
kann da nur von mir berichten! habe letztes Jahr beim Ranglistenturnier gegen Schupfer und auch technisch schlechtere Gegner verloren... und heuer hat mich mein: Ok, ich schau mir den Gegner mal an und werd dann schaun wie ich spiel, zwei Niederlagen beschert!

Dann hab ich mir mal die für mich wichtigsten Fragen gestellt:

was für ein Tennis möcht ich spielen?
was möchte/kann ich im Tennis erreichen?


Ich möchte ein technisch richtiges Tennis spielen: Bewegung, Griffhaltung etc!!!
Mir macht es Freude, auf jeden Ball voll drauf zu gehen! Winner, Winner .. Winner!!
Is einfach so!

Was kann ich noch erreichen? Bin jetzt 25 Jahre und habe sehr spät wieder angefangen... eigentlich bei null!

Werde nie in einer oberen Liga zocken! Das wird denen vorbehalten sein, die seit Kindesbeinen an spielen!... also kann ich nur versuchen bei den Hobbyturnieren und Ranglisten nach oben zu kommen! Da is es sehr oft so, dass Hausfrauenaufschläge an der Tagesordnung stehen und Slicerückhand und Schuppsen!

Ich kann jetzt auch Schuppsen, is aber net mein Spiel und auch nicht welches ich spielen möchte!.. .. also für mich gilt:

Egal gegen wen, immer voll drauf!!!! auch wenn ich an einem schlechten Tag so viele Fehler mache, dass ich verliere... oder “Mitschuppsen“ und auch verlieren, mit dem kleinen Unterschied.. nicht mein Spiel gemacht zu haben!

terrier
04.06.2008, 12:44
in nem gaudi oder trainings match kann man ja gern voll drauf wemsen und einiges ausprobieren

aber in nem punktspiel wo man für eine mannschaft spielt und man gewinnen will mus man halt ab und zu drecksau tennis spielen:D

und das ist zumindestens in den unteren ligen den ball einmal öfters zurückzuspielen als der gegner;)

was dann ja wieder ne Kopfsache ist !

Jonas2010
04.06.2008, 12:47
@ Mexx

ja so ist das bei mir eigentlich auch.... Bin kein Profie und werde auch nie in den besseren Liegen mitspielen =)

denke das deien Einstellung richtig ist.... mir macht das larifari spiel mit dem ganzen rumgeschuppse ehrlich geasgt auch keinen spaß ..... und das ist für mich eigentlich das wichtigste beim Tennis...

Jonas2010
04.06.2008, 12:54
Aber verlieren will ja eigentlich auch Niemand =)

Addi
04.06.2008, 12:59
Egal gegen wen, immer voll drauf!!!! auch wenn ich an einem schlechten Tag so viele Fehler mache, dass ich verliere... oder “Mitschuppsen“ und auch verlieren, mit dem kleinen Unterschied.. nicht mein Spiel gemacht zu haben!
das war bis vor kurzem auch meine einstellung - nur leider hat es zu selten geklappt. ich war da immer ein wenig zu aggressiv. ich habe mir gegen schubser vollgendes angwöhnt:
sauberes tennis spielen mit medium druck. statt druck lieber platziert, nach einem gut platzierten angriffsball -> netzangriff und versuchen den punkt zu machen. schubser haben selten passierbälle drauf. auch öfters mal serve and volley, sowas bringt den schubser aus dem konzept. und nun das ultimative mittel - selber schubsen. spiel einem schubser einfach mal einen rückhand slice direkt vor die füße oder vor die grundlinie. die wird der schubser nicht bringen :rofl:

addi

Jonas2010
04.06.2008, 13:03
Terrier: n nem gaudi oder trainings match kann man ja gern voll drauf wemsen und einiges ausprobieren

aber in nem punktspiel wo man für eine mannschaft spielt und man gewinnen will mus man halt ab und zu drecksau tennis spielen

und das ist zumindestens in den unteren ligen den ball einmal öfters zurückzuspielen als der gegner

was dann ja wieder ne Kopfsache ist !

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ja aber das ist eins meiner problemem.....
ich werde dann halt zu ungeduldig und will halt auch " schönes" Tennis spielen und mache halt dann meist zu viele Fehler....

Jonas2010
04.06.2008, 13:06
das war bis vor kurzem auch meine einstellung - nur leider hat es zu selten geklappt. ich war da immer ein wenig zu aggressiv. ich habe mir gegen schubser vollgendes angwöhnt:
sauberes tennis spielen mit medium druck. statt druck lieber platziert, nach einem gut platzierten angriffsball -> netzangriff und versuchen den punkt zu machen. schubser haben selten passierbälle drauf. auch öfters mal serve and volley, sowas bringt den schubser aus dem konzept. und nun das ultimative mittel - selber schubsen. spiel einem schubser einfach mal einen rückhand slice direkt vor die füße oder vor die grundlinie. die wird der schubser nicht bringen :rofl:

addi

ja das ist bestimmt eine gute Lösung das werde ich mal versuchen ich hoffe ich habe die Geduld dafür =)

mexx
04.06.2008, 13:10
@terrier

da hast du schon recht.... sicher sollte man auch, den Ball mal öfter zurück spielen als der Gegner!... das musst du aber auch mit Länge können und darfst dich nicht verunsichern lassen... !!!

in meinem ersten Post, ging es mir rein um die Grundeinstellung zum Tennis... als Hobbyspieler um die vielen Tenniskriesen abzustellen, die ich schon hatte!

Nachtrag: mit dieser Einstellung fühl ich mich extrem gut am Platz und wenn ich mich gut fühle, spiel ich auch gut!!! is aber sicher bei jedem anders!!

Mic74
04.06.2008, 14:53
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ja aber das ist eins meiner problemem.....
ich werde dann halt zu ungeduldig und will halt auch " schönes" Tennis spielen und mache halt dann meist zu viele Fehler....

Fehler sind aber auch kein schönes Tennis oder?
Ich finde es schön zu gewinnen (fair versteht sich).
Wer es in den unteren Ligen schafft den Ball 6 Mal übers Netz zu spielen geht meist als Sieger vom Platz. Ausserdem soll "nicht immer volle Kanne" auch nicht bedeuten, dass du nur lümmeln sollst. Dosiere deine Geschwindigkeit, finde dein Speed, dann klappt das auch. Immer dran denken, auch wenn ein vermeintlich schlechterer Gegner auf der anderen Seite steht, trotzdem brauchst Du Konzentration. Grosser Fehler den viele machen, sie fangen an Standtennis zu spielen weil der da drüben eh nichts kann. Ohne Beine kommen auch die Schläge nicht und man wird unsicher. Überlegt sich was an der Vorhand oder Rückhand falsch war, dabei sind nur die Beine zu spät gewesen.

Besser bist Du nur, wenn Du ihm Dein Spiel aufzwingen kannst. Schubst er dich tot, war er besser, denn er hat sein Spiel durchziehen können und Du hattest kein Mittel dagegen.

Jonas2010
04.06.2008, 15:04
Fehler sind aber auch kein schönes Tennis oder?
Ich finde es schön zu gewinnen (fair versteht sich).
Wer es in den unteren Ligen schafft den Ball 6 Mal übers Netz zu spielen geht meist als Sieger vom Platz. Ausserdem soll "nicht immer volle Kanne" auch nicht bedeuten, dass du nur lümmeln sollst. Dosiere deine Geschwindigkeit, finde dein Speed, dann klappt das auch. Immer dran denken, auch wenn ein vermeintlich schlechterer Gegner auf der anderen Seite steht, trotzdem brauchst Du Konzentration. Grosser Fehler den viele machen, sie fangen an Standtennis zu spielen weil der da drüben eh nichts kann. Ohne Beine kommen auch die Schläge nicht und man wird unsicher. Überlegt sich was an der Vorhand oder Rückhand falsch war, dabei sind nur die Beine zu spät gewesen.

Besser bist Du nur, wenn Du ihm Dein Spiel aufzwingen kannst. Schubst er dich tot, war er besser, denn er hat sein Spiel durchziehen können und Du hattest kein Mittel dagegen.



ich habe ja gesagt ich das ich vers. "schön" zu spielen und nicht das ich das immer schaffe =)



und ich finde wer am ende als Sieger vom Platz geht hat es auch verdientegal mit welcher ( fairen) Methode er das gemacht hat...:daumen:

Jonas2010
04.06.2008, 15:07
@ Tennisproll

Ich werde mir deine und die anderen Antworten natürlich auch zu herzen nehmen und an meinem Spiel arbeiten.

Vielen Dank für die vielen und guten Antworten an euch ALLEN =)

Endy
04.06.2008, 19:03
da hast du schon recht.... sicher sollte man auch, den Ball mal öfter zurück spielen als der Gegner!... das musst du aber auch mit Länge können und darfst dich nicht verunsichern lassen... !!!


Schau dir mal gerade den Monfils an, der bringt die Bälle nicht mal lang zurück aber eben sicher sicher sicher...
Und das bei den TOP 8 der French Open.
Und wenn man mit Spin sicher spielt, gut abwechselt und plaziert ist das auch m.M.n. auch schön. :)

mexx
04.06.2008, 21:11
der spielt bei den French Open um viel Geld und Ehre!

was kann ich auf einer Rangliste mit 25 Leuten erwarten oder beim kleinen Cup, den die Vereine austragen??... ein Bier event. dann sind wir auch schon fertig!!!!

Jonas2010
04.06.2008, 21:42
So siehts aus =)

Jonas2010
04.06.2008, 21:46
Schau dir mal gerade den Monfils an, der bringt die Bälle nicht mal lang zurück aber eben sicher sicher sicher...
Und das bei den TOP 8 der French Open.
Und wenn man mit Spin sicher spielt, gut abwechselt und plaziert ist das auch m.M.n. auch schön. :)

Das ist ganz klar gutes Tennis....sonst würde er da ja auch nicht spielen oder???

Ich finde das kann man ja auch nicht so vergleichen... ich spiele Bezirksliga =)
da findet man schin mal den einen oder anderen der nen bischen "schubbst oder bagger" =)

Taki1980
04.06.2008, 22:58
Irgendwie ist an fast allen Antworten die nach mir kamen was wahres dran.

Ich finde es geht in den Unteren Ligen einfach darum den Ball zurückzuspielen und sich nicht vom Gegner unter Druck setzten zu lassen. Dabei aber auch kontrolliert Druck machen und den Gegner zu Fehlern zwingen.

Also: Stabile Defensive bei kontrollierter Offensive. ;)

Jonas2010
04.06.2008, 23:05
Stabile Defensive bei kontrollierter Offensive.

Also ich glaube das bringt es wirklich auf den Punkt.
Nur man muss dabei cool bleiben, was mir persönlich oft zu schwer fällt....

mexx
04.06.2008, 23:19
Sprachlich gesehen, is es auf den Punkt gebracht.... aber auf dem Platz is es noch lange nicht!!! hätte ich zumindest schon 1000 mal versucht;)


das mit dem "cool bleiben" das is es!!!

Jonas2010
05.06.2008, 00:00
ja das ist glaube aber auch das schwierige an der ganzen sache =)

Nightwing
05.06.2008, 00:00
ich hab auch schon oft gegen leute verloren wo ich dachte das ich der bessere spieler sei , mit der besseren technik, wo auch die leute draussen sagten " du bist der bessere.

aber sollte man nicht eher hinterfragen ob man echt besser ist, oder der andere nur mehr aus seinen möglichkeiten macht und man selbst unzulänglichkeiten hat. wenn man soviel besser ist , dann verliert man nicht. fakt ist, es sieht bei dem anderen nur anders aus.

das schöne beim tennis ist, auch wenn ein schlechterer mal einen teilerfolg erzielt, oder mal ein match gewinnt, auf dauer des matches, oder als addition meherer matches liegt immer der bessere vorn.

Taki1980
05.06.2008, 00:22
aber sollte man nicht eher hinterfragen ob man echt besser ist, oder der andere nur mehr aus seinen möglichkeiten macht und man selbst unzulänglichkeiten hat. wenn man soviel besser ist , dann verliert man nicht. fakt ist, es sieht bei dem anderen nur anders aus.

Da ist auf jeden Fall was dran. Genau so einen Fall hatte ich am Wochenende. Selbst mit vollen 100% Leistung hätte ich Probleme gegen den vermeintlich schlchteren Spieler gehabt.

Die Gründe:

1. Er spielte zwar nur nen lahmen Slice auf VH und RH aber die sicher und ich konnte nix damit anfangen

2. Er kam immer zu kurz (Taktisch ungklug und andere hätten ihm da die Fracht besogt). Ich konnte damit aber auch nix weltbewegendes Anfangen und macht eFehler oder er den Punkt (meist durch Lobs).

Also war ich wirklich der bessere Spieler? Von der Spielweise vielleicht schon. Von der Technik? Auch. Aber konnte ich das auch umsetzten in erfolgreiches Tennis? Nein! Das konnte er aber ;)

Endy
06.06.2008, 14:47
Es ging mir nur darum, dass vermeindliches Geschubse im Halbfeld auf jedem Niveau den gewünschten Effekt bringen kann, wenn man es gut macht.

Jonas2010
06.06.2008, 16:47
Es ging mir nur darum, dass vermeindliches Geschubse im Halbfeld auf jedem Niveau den gewünschten Effekt bringen kann, wenn man es gut macht.

mmhh meinste wirklich auf JEDEM nieveau ???

Nightwing
06.06.2008, 21:05
mmhh meinste wirklich auf JEDEM nieveau ???

klar meint er das so. und recht hat er. du musst nur die relation sehen.

Damentrainer
06.06.2008, 21:31
klar meint er das so. und recht hat er. du musst nur die relation sehen.

Sehe ich auch so - man schaue sich nur den Monfils an.

Damentrainer
06.06.2008, 21:39
...
Also war ich wirklich der bessere Spieler? Von der Spielweise vielleicht schon. Von der Technik? Auch. Aber konnte ich das auch umsetzten in erfolgreiches Tennis? Nein! Das konnte er aber ;)

Falsch. Von der Technik nicht - eine Technik ist immer zielorientiert.
Es geht nicht darum, die "schöneren" Bewegungen zu haben.

Bei der Technik gibt es immer eine Haupt- und viele Nebenaktionen. Die Hauptaktion entscheidet, und wird durch die Nebenaktionen unterstützt.

Bis zu gewissen Ligen gibt es sicher Spieler mit blöd aussehenden Nebenaktionen, aber einer gewissen Stabilität in der Hauptaktion. Ebenso wie Spieler mit schön aussehenden Nebenaktionen und einer völlig instabilen Hauptaktion. Wer hat die bessere Technik???

Nur um vorzubeugen:
Nebenaktionen sind auch wichtig, und ohne eine stabile Hauptaktion die durch die "richtigen" Nebenaktionen unterstützt wird kann man höhere Ligen schwer spielen.

Taki1980
06.06.2008, 23:41
Ich sprech von ner unschönen Technik die auch in ihrer Hauptaktion oder Kernbewegung unkonstant ist und nicht Zielorientiert. Der Slice war zwar Stabil dafür zu kurz.

Bei dem Rest kann man nicht von Technik sprechen weil der eine normale VOrhand und Rh garnicht konnte.

Addi
18.06.2008, 08:30
seit kurzem lese ich "the inner game of tennis" ein richtig klasse buch. mein spiel hat sich durch dieses buch um klassen (zumindest gefühlt) verbessert. alles worüber ich mir vorher während des spielens aktiv gedanken gemacht habe blockiert mich nicht mehr (gedanken mache ich mir gar keine mehr, sondern spiele einfach) und mein schwung ist locker und hat dampf -> wesentlich weniger fehler, wesentlich konstantere schläge mit mehr druck. auch bin ich auf dem platz mittlerweile viel entspannter... die rate des fluchens unter der verwendung von ausdrücken geht mittlerweile gegen null :rofl: war ich vor zwei wochen oftmals verspannt und habe mich dadurch selbst blockiert, passiert mir dies mittlerweile nicht mehr.

addi

Loradon
26.06.2008, 18:48
Ein Freund und Schulkollege von mir spielt schon seit 5-6 Jahren Tennis, aber er ist jedes halbe Jahr nur 1x gegangen. Nach ca. 3 Jahren ist er dann gar nicht mehr gegangen.
Letztes Jahr haben wir zeitgleich mit dem Training begonnen.
Wir waren genau gleich gut, wenn wir gematcht haben gewann einmal der einmal der.
Die einzige Änderung diese Saison: Hab mir den K-Blade 98 zugelegt.
Mein Problem: Ich hab diese Saison noch kein einziges mal gegen ihn gewonnen (wir haben ca. 6x gematcht).

Heute wars sowieso am besten. Ich hab in der früh schon 1 1/2h gespielt mit wem anderen und hab gar ned so schlecht gespielt.
Am Nachmittag hab ich mit dem besagten Freund gegen meine Mutter und ihre Freunde ein Doppel gespielt. Ich hab da besser gespielt als er.
Danach haben wir noch ein Einzel gemacht. Der erste Satz lief für mich wie erwartet 6:4 für ihn. Gut neuer Anfang neues "Glück". Wir haben gespielt und dieser Satz lief für mich hammermäßig gut. Es stand 1:5 für mich. Doch was passiert dann. Er holt mich auf 5:5 auf. Meine Schläge wurden in den Sätzen seit 1:5 immer unkontrollierter und unsicherer. Ich mach dann schließlich noch ein Spiel auf 5:6 und er lässts zum Tiebreak kommen.
Ich verliere schließlich glaub ich 7:3 im Tiebreak.
Also er hat mich 6:4 7:6 geschlagen.
Wie kann sowas passieren!

Entweder es liegt am
-Schläger (obwohl ich erst jetzt richtig gut damit klar komm)
-ich bin einfach zu dick (ja, hab glaub ich 7kg zuviel). Bin jetzt ned übermäßig fett, aber vielleicht zu fett für ein gutes Tennisspiel (mein Gegner ist dünn, dafür aber nicht so kräftig und ich sag jetzt mal für sein Gewicht laufstark im gegensatz zu mir)
-oder es ist wieder mal reine Kopfsache (ich reg mich z.B. am Platz auch nicht auf oder freu mich über gewonnene Punkte, Sätze, Matches - gegen Freunde und Bekannte bzw. Verwandte; da ich noch keine Turniere spiel). Ich bin halt ein ruhiger Typ.


Ich weiß nicht ob mir wer Tipps geben kann (worüber ich mich natürlich sehr freue), aber vielleicht geht es wem änlich.

moya fan
26.06.2008, 18:59
Deine 7 Kilo haben dich ja nicht daran gehindert, mit 5-1 in Führung zu gehen. Ergo wird es das nicht sein. Vielleicht hast du unterbewußt ein wenig nachgelassen, weil du dir zu sicher warst und bist dann in eine nicht zu stoppende Mühle geraten. Kenne ich selber nur allzugut. Das mit den Emotionen ist charakterbedingt. Ich könnte es nicht in mich reinfressen. Auf dem Platz bin ich das genaue Gegenteil von meiner Art außerhalb des Platzes. Reflektiert einfach nochmal in Ruhe darüber nach, was passiert ist.

Loradon
26.06.2008, 19:03
Stimmt meine 7 Kilo haben mich nicht daran gehindert. Das ist es wohl nicht, aber ich versuch sowieso jetzt mal wirklich abzunehmen. Hab ich mir schon lang vorgenommen aber noch nie wirklich durchgezogen.
Kann schon sein das ich ein bisschen nachgelassen habe, aber nicht wirklich. Ich habe mich voll angestrengt und meine Schläge waren einfach unsicher. Ist was anderes, es kommt aber das gleiche raus.

bespannservice
26.06.2008, 19:21
man darf am platz einfach nicht zu viel über die schläge nachdenken, die man spielen will ... man hats sowieso verinnerlicht.
wenn man die vorhand oder einen anderen schlag in dem moment einfach schlecht spielt bringt das nachdenken auch nichts.
training, training, training ... dann funkts wieder

als ich u18 noch viel trainiert habe hat ein damaliger trainer folgendes zu mir gesagt: spiele das was du kannst und nicht wovon du träumst!

ich bin damit selten schlecht gefahren ;)

Loradon
26.06.2008, 21:36
Das Zitat vom Trainer ist gut. Ich glaub das hat mir sogar weitergeholfen, echt jetzt. Ich glaube ich denke bei meinen Schlägen nämlich an die Profis (LOL) und, ehm... ja da fehlts noch weit.

Mein Problem ist glaub ich das ich mich am Anfang eher hängen lass, der Gegner holt voll auf und die Punkte die ich am Anfang nicht gemacht hab krieg ich nochmal zurück.

Jonas2010
26.06.2008, 22:27
"spiele das was du kannst und nicht wovon du träumst!""

das finde ich eine echt gute Aussage..... das sollte ich mir auch mal zu Herzen nehmen =)

aber ich glaube das ich z.b. auch zu viel über die Schläge usw. nachdenke besonders bei wichtigen Punkten...manchmal glaube ich auch das ich "angst habe zu gewinnen" .....
nur wie kann man sowas "abstellen" ?

Loradon
26.06.2008, 22:34
Könnt bei mir auch sein, dass ich Angst vorm gewinnen hab.
Ich hasse es z.B. wenn mein Gegner am Platz herumschreit und Schläger smasht. Ich bin ja eher der ruhigere.
Tja Tennis ist halt kein leichter Sport. Vom Material angefangen bis hin zur Psyche.

Mic74
27.06.2008, 09:03
Könnt bei mir auch sein, dass ich Angst vorm gewinnen hab.
Ich hasse es z.B. wenn mein Gegner am Platz herumschreit und Schläger smasht. Ich bin ja eher der ruhigere.
Tja Tennis ist halt kein leichter Sport. Vom Material angefangen bis hin zur Psyche.


Ich liebe es wenn der Gegner rumschreit und sogar den Schläger wirft, dann hast Du schon fast dein Ziel erreicht. Es gibt nur sehr sehr sehr wenige McEnroes oder Conners in unserer Klasse ;)

Loradon
27.06.2008, 20:04
Sind das leicht Spieler die sich nicht aufregen? Hab grad in Wiki gschaut und bei oberflächlichem lesen nix gfundn.

rogerfan
27.06.2008, 20:21
Ich denke, dass man die Sicherheit gegen vermeintlich schlechtere Gegner nur im Training erzielen kann.
Ich geb jetzt seit einem halben Jahr Training und bin dadurch viel sicherer im Spiel geworden.
Außerdem bleib ich auch cool, wenn ich 1:5 zurück liege, dass hab ich vorher nie gemacht..Da hab ich mich aufgerget, wie schlecht ich doch spiele..
Aber das ist ja genau das Falsche, denn dadurch macht man seinen Gegner nur stärker!! und dann hat man wirklich verloren.
Überhaupt, wenn man den Schläger wirft oder flucht-spielt man danach besser?
Nein..! Und der Gegner wird stärker.
Ist schon erstaunlich, wieviel der Kopf beim Tennis ist eine Rolle spielt..

Mic74
30.06.2008, 09:02
Sind das leicht Spieler die sich nicht aufregen? Hab grad in Wiki gschaut und bei oberflächlichem lesen nix gfundn.

Wenn das auf Conners und McEnroe bezogen war? Das sind Spieler die sich aufregen müssen um besser zu werden.

eumel
08.07.2008, 19:59
Da ich durch eine unglückliche Gegebenheit dieses Jahr in der KK2 auf Position 5 bzw. 6 gespielt hab, kenn ich die Situation.

Ich für meinen Teil hab versucht dauerhaft Serve & Volley zu spielen und hab die ganze Saison fast keinen Aufschlag abgegeben. So hältst du das Spiel kurz und deine Konzentration hoch.

Beim Retournspiel entweder direkt auf den Aufschlag angreifen und vor (ich sag mal max. 3 Ballkontakte), oder den Gegner vorlocken und dort den Punkt selbst machen.

So dauert das Spiel max. 1h (war bei mir zumindest so) und du kannst die Konzentration hoch halten. :)

Julian
09.09.2008, 21:16
Oh Jungs, ihr sprecht mir so aus der Seele, ich muss das Thema mal aufgreifen.

Ich habe lange Zeit U18 gespielt, da wir dann alle zu alt wurden haben wir vor 3 Jahren oder so eine Herren II gegründet und sind dort (man fängt ja ganz unten an) auch relativ gut durchgekommen. Ganz unten hatten wir nur Krücken, wo wir auch mit links hätten spielen können. Also teilweise der Gegner, der sein Aufschlagspiel durch 4 Doppelfehler in folge verliert.. Und das mehrere Male.
Dadurch dass wir dieses Jahr nur noch eine 4er Mannschaft gemeldet haben, haben wir Bezirk B übersprungen und sind in A gelandet. Wir haben dort alles bis auf ein Spiel verloren.
Problem: JEDER von uns spielt im Match unglaublich schlecht. Keiner der Gegner, auch nicht der jetzige Aufsteiger, war so gut, dass wir aus dem Spiel gegangen sind und uns sagen hätten können: "mann, die waren einfach gut". Bis auf wenige Ausnahmen ist das Spieltempo dramatisch unter unserem üblichen.
Jeder aus unserer Mannschaft bringt im Training mehr Bälle zurück als die meisten in der Medenrunde. Da meist nicht alle gleichzeitig spielen, sehe ich hier und da auch die anderen - und könnte heulen. Unser Tennis ist nicht wieder zu erkennen. Die Gegner gewinnen nicht durch überzeugendes Tennisspiel, taktisches Vorgehen oder einfach Winner, sondern rein durch unsere Fehler.

Ich fühle mich in fast jedem Match einfach schlecht. Sobald es um etwas geht bin ich wie ausgewechselt, denke über alles 10 mal nach und versaue mir so mein Spiel. Je mehr man darauf bedacht ist, einen Schlag richtig auszuführen, desto sicherer verschlägt man ihn. Ich bin kein Konditionswunder, überstehe aber 3Satz-Fights über mehrere Stunden mit Kumpels ohne Probleme. Im Medenspiel dagegen bin ich total schnell außer Puste! Irgendwie werde ich total hektisch und bin extrem angespannt.

Gerade diese Saison hat mich so weit gebracht, dass ich kaum noch Lust auf Medenspiele habe. Wir als Mannschaft verstehen uns super und sind schon lange mehr die "Spaßtruppe", uns geht es nur um den Spaß und nicht darum, eine besonders hohe Klasse zu erreichen. Doch das macht kein Spaß mehr. Es ist so, dass mit im Bezirk A das Niveau oder das Spieltempo im Grunde zu niedrig ist. Das klingt überheblich, ist es wohl irgendwo auch, da wir ja gerade abgestiegen sind. Aber zu sehen, wie man gegen Leute verliert, die beim Einspielen schon so schwach sind, dass man sich (da trifft man den Ball dann ja meist noch) nach ein paar straffen Bällen sehnt, bringt auf Dauer nicht die Freude, die ich habe, wenn ich gegen einen guten Spieler richtig fighten und Tempo machen kann.

Hm... Das Buch, von dem Addi sprach, werd ich mir wohl mal ansehen. Mit Tennis aufhören werde ich allerdings nicht ;) Ich spiele seit über 10 Jahren und habe sehr viel Spaß an dem Sport an sich. Öfters kloppe ich mit Leuten auf unserer ersten Herrenmannschaft Bälle hin und her und merke, wie viel Freude Tennis machen kann. Lustige Tatsache nebenbei: Wenn wir unter uns mal ein Match machen und da dann "unser" Tennis spielen, haben wir nicht selten ein paar Zuschauer. Selbst von routinieren langjährigen Medenspielern wurde unser Tennis auf Gruppenliga geschätzt ("Jungs, wo spielt ihr eigentlich? Gruppenliga?"). Denen zu erzählen, dass wir gerade als zweitschlechteste Mannschaft vermutlich in den Kreis abgestiegen sind, ist mir schon bald peinlich.

Fazit: Wir können wirklich Tennis spielen, haben alle die Technik und Agilität auf dem Platz. Nur im Kopf, da sitzt ein riesiges Problem.

Beste Grüße,
Julian

Loradon
09.09.2008, 21:40
Interessante Story! Lob für den langen Post!
Denk nicht zu viel nach über den nächsten Ballwechsel, mach ev. eine kurze Pause.
Das kriegst du schon wieder in den Griff!

moya fan
09.09.2008, 21:49
Bezirk A und treffen keinen Ball? Langsames Spieltempo? Sorry, aber wo spielt ihr denn bitte?

Julian
09.09.2008, 22:13
@Loradon
Das ist halt das Problem. Pause bringt absolut nichts, nicht nachdenken sagt sich leichter, als es ist. :)

@moya fan

Tennisbezirk Wiesbaden.
Es sind wie gesagt 4er Mannschaften und es gibt demnach keinen Bezirk B, weil es zu wenige sind. Demnach ist das Spielniveau schon ein Stück unter den 6er Mannschaften. Ich habe aber NIE gesagt, dass die keinen Ball treffen!

Ansonsten.. ja.. ich spiele durchaus schon länger Tennis, bin körperlich fit und einen guten Schwung -> spiele gerner schnell. Würde ich die Bälle dann im Medenspiel auch so treffen wie üblich, könnten die Gegner das Tempo nicht mitgehen. Nur funktioniert das eben nicht oder nur extrem selten (dann aber mache ich zu 95% den Punkt!). Ich fühle mich im Spiel wie der letzte Anfänger. In den letzten Saisonen musste ich kein Tennis spielen um zu gewinnen, diese Saison hätte ich dann eben doch die Bälle halbwegs treffen müssen und seitdem habe ich das Kopfproblem.

Hab so ein bisschen das Gefühl, in der Kreisklasse ein komplett anderes Tennis gespielt zu haben, also quasi strikte Trennung zwischen Training und Spiel. Das hat da natürlich funktioniert. Jetzt wäre es aber an der Zeit, das wieder zusammenzufügen. Es sind jedes Mal zwei verschiedene Welten.. leider.

mexx
09.09.2008, 22:36
Hi Julian!

das kenne ich nur zu gut! das ganze letzte Jahr und Anfang dieses Jahres, habe ich so gut, wie alle Ranglistenmatches oder Spiele bei den Vereinsmeisterschaften verloren!

Immer nervös, schon im Auto Gedanken gemacht und und und.... beim Einspielen schon so ein Zitterhändchen, als ob ich gleich lospullern würde:D!
Jetzt kann ich drüber lachen, jedoch fand ich das damals, gar nicht so komisch!

Die eine Frage die ich mir immer gestellt habe war, warum habe ich bei Ranglistenmatches nach einem Game schon fast Kreislaufprobleme und wenn es um nix geht, 5 Stunden einfach so runter spiele!?

Die Angst oder (sich beweisen wollen, gut spielen wollen, oder schau dir den an, den musst du packen) is ein mächtiger Gegner, der einem die Kraft aus dem Kopf saugt!

und wenn es mal so weit ist, geht gar nix mehr!

wie das Gefühl bei mir verschwunden ist:

Ranglistenmatch 1:

Gegner kannte ich und hat bis dato, noch nie einen Satz gegen mich gewonnen!

Erster Satz 6/4 für mich... lebte aber von den Fehlern meines Gegners!
Ich hab mich aber irgenwie innerlich gefreut für den gewonnen Satz aber erleichtert war ich kaum! Kondi-Probleme ohne Ende!!!!!

Zweiter Satz: 2/6 für den Gegner... Zitterhand, extrem nervös, einfach schrecklich!

Dritter Satz: ich lag 1/4 zurück und hatte schon gedanklich die Hand des Gegners geschüttelt da wurde mir klar, dass ich nicht schon wieder verlieren wollte. So!.. den Masterplan den ab diesem Zeitpunkt verfolgte war,... spiele die Bälle die du kannst und denke nur Punkt für Punkt!

am Ende habe ich den dritten Satz mit 6/4 gewonnen!

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Ranglistenmatch 2:

dieser Gegner hat mir bei den letzten Vereinsmeisterschaften auf einen langen Satz, ein 1/9 vor den Kopf geknallt!... und was bei diesem Match passieren würde, konnte ich überhaupt nicht abschätzen!,

Einspielen ging schon viel besser, nicht sooooo nervös gewesen,... nur leider hat mein Kopf schon ständig auf das schlechte Gefühl gewartet und beim ersten Aufschlag, hat mein Herz bis in den Hals geschlagen!

Das einzige was ich wusste war, ich hatte beim Aufschlag was umgestellt und das trainiert ohne Ende und mein Zweiter kam konstant mit etwas Kick!

Also der erste Aufschlag im Match war ein Service Winner!!! und schlagartig war ich total entspannt. Die Angst vor Konditionsproblemen hatte ich eigentlich das ganze Match über, doch vermeiden kann man Gedanken nicht... auf den Ball konzentrieren, auch wenn er nicht gespielt wird... das hilft!!!

6/1 6/1 gewonnen!!! Yes:)
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Vereinsmeisterschaften:

Losglück,... Fehlanzeige!!!

den Vereinsmeister aus dem letzten Jahr erwischt und da war echt nix zu holen! hatte nicht geschlafen, um 4 Uhr schon aufstehen müssen und der Tunnelblick am Platz war perfekt!

2/9 verloren!

also ab in den B Bewerb!

Ich wollte eigentlich nur Aufschlag trainieren, da sagt mir der Platzmeister:D, Max, du spielst gleich gegen den Verlierer aus diesem Match!

Toll! es war der gleiche Gegner, wie aus dem ersten Ranglistenmatch!!

Also manche Menschen verfolgen einen echt!!!!;)

Leider konnten wir nicht bei Flutlicht spielen, da auf den obigen Plätzen noch gespielt wurde! War mir egal, auf einen langen Satz... das geht schon!,... dachte ich mir!

Nach gefühlten 20 min stand es 1/5 40/0 für den Gegner und für mich! konnte keine Bälle sehen, viel mit dem Rahmen getroffen und im Kopf schon abgeschlossen!.. Da holt uns der Platzmeister:D auf Platz 1, da das Match vorbei war!

Flutlicht! was will man mehr!....gelaufen, gekämpft.. gut aufgeschlagen und 9/6 gewonnen! war so richtig stolz auf meine mentale Leistung!!! da hat es echt "Klick" gemacht!

Halbfinale:

war ein echter Kampf! mit biegen und brechen den ersten nach 5/2 Führung, noch 6/4 gewonnen! keine Kondi-Probleme, mental einfach voll da!!

Im zweiten Satz bekam ich so einen richtigen Schwächeanfall in der rechten Hand.. so das es schnell 2/5 für den Gegner stand!

Einen dritten würde ich nicht schaffen, also Rückhand nur mehr Slice und Vorhand nur sicher gespielt! beim 5/5 hatte mein Gegner die Hose so richtig gestrichen voll! ab dort gings richtig schnell.... 7/5 gewonnen!!!!

Finale:

Ich war fit, gut drauf.... keine Angst! spielte mein Tennis und 6/1 6/4 gewonnen!!!


Zwischen diesen Matches habe ich auch noch mein zweites Jahres Ziel erreicht! einen Satz gegen meinen Tenniskollegen gewonnen!!
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Mir is klar, das diese Vereinsmeisterschaft keine US Open sind und die Gegner keine Brecher! und viele darüber einfach nur lachen würden, aber ich bin stolz auf meine Leistung und freu mich riesig über meinen ersten Tennispokal!

Nightwing
09.09.2008, 23:28
schöner bericht. sehr anschaulich.
glückwunsch meinerseits.

Julian
10.09.2008, 00:08
Immer nervös, schon im Auto Gedanken gemacht und und und.... beim Einspielen schon so ein Zitterhändchen, als ob ich gleich lospullern würde:D!
Jetzt kann ich drüber lachen, jedoch fand ich das damals, gar nicht so komisch!

Die eine Frage die ich mir immer gestellt habe war, warum habe ich bei Ranglistenmatches nach einem Game schon fast Kreislaufprobleme und wenn es um nix geht, 5 Stunden einfach so runter spiele!?



Oh man, das kommt mir sooo bekannt vor.
Meistens geht es mir ganz genauso.

Hört sich aber gut an, wie du das in den Griff bekommen hast. Das mit dem Punkt-für-Punkt-Denken haben mir schon einige gesagt, aber irgendwie konnte ich das bis jetzt nicht so wirklich umsetzen. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich mit dem Problem noch nich so wirklich ausführlich beschäftigt habe. Ich sag mir dann meistens "Spiel so als würde es um nichts gehen" oder "Du bist hier nur zum Spaß haben", doch das hat nicht so wirklich geholfen, irgendwo entwickelt man dann doch Ehrgeiz und das ist (leider und fälschlicherweise!) der Anfang vom Ende.

Die Saison ist jetzt sowieso vorbei, ich werde mich mal ein wenig mit mir selber beschäftigen und dann nächste Saison schauen, wie sich das umsetzen lässt. Vielleicht bietet sich ja auch vorher schon eine Möglichkeit dazu.

Danke dir mexx für die Geschichte!

Gute Nacht,
Julian

mexx
10.09.2008, 00:11
Vielen Dank Nightwing!

Tennis is der geilste Sport, vor allem wenn man ihn ohne Angst in Wettkampfsituationen spielen kann!

wenn man mal den Kampf gegen sich selber gewonnen hat und sich nicht mit bescheuerten Ängsten im Kopf zu müllt... macht das richtig Spaß!!


@ Julian

Bitte gerne!

moya fan
10.09.2008, 00:21
Ist eigentlich genau mein Thema, aber ich fürchte, wenn ich jetzt beginne, wieder was dazu zu schreiben, dann würde das der längste Post, den ich je im Forum verfaßt habe. Daher laß ich das mal. Nur soviel: Im Training bin ich auch deutlich besser als im Match. Da kann ich mit vielen mithalten. Aber sobald irgendein Match losgeht und sei es noch so unbedeutend, legt sich offenbar irgendein Schalter in meinem Hirn um, der mich daran hindert, daß zu spielen was ich kann. Da bin ich dann weder locker, noch befreit, sondern vielmehr nervös, blockiert mitunter ängstlich. Das da dann im Endefekt nichts bei rumkommen kann, ist klar. Ich hab das bisher einfach nicht in den Griff bekommen. Gegen Stärkere gehts noch, da hab ich nichts zu verlieren und riskier und geh auf die Bälle drauf und versuch zu variieren. Aber gegen vermeintlich unterlegene Gegner ist es ganz schlimm.

mexx
10.09.2008, 00:44
was genau hilft kann ich auch nicht sagen! den magischen Satz dafür, den gibt es nicht!

bei mir waren es 3 Matches und ein Satz, in denen alle Situationen dabei waren.... und den Hebel in die andere Richtung legten!

klar werde ich gegen bessere Gegner verlieren oder auch mal gewinnen,... das is auch nicht das Thema!

aber ich möchte in Zukunft alle Matches angstfrei spielen, bei denen ich mir selber sage... das kannst du gewinnen!!!

das waren alle diese Matches und wenn man das mal unter Kontrolle hat,.. gehts so richtig Berg auf! Spielerisch und mental!!

auch wenn es sich total doof anhört, aber alleine der Gedanke daran, sich selber mit Angst zu füllen und so sein bestes Tennis zu blockieren, is doch lächerlich!

Mic74
10.09.2008, 09:25
Ist eigentlich genau mein Thema, aber ich fürchte, wenn ich jetzt beginne, wieder was dazu zu schreiben, dann würde das der längste Post, den ich je im Forum verfaßt habe. Daher laß ich das mal. Nur soviel: Im Training bin ich auch deutlich besser als im Match. Da kann ich mit vielen mithalten. Aber sobald irgendein Match losgeht und sei es noch so unbedeutend, legt sich offenbar irgendein Schalter in meinem Hirn um, der mich daran hindert, daß zu spielen was ich kann. Da bin ich dann weder locker, noch befreit, sondern vielmehr nervös, blockiert mitunter ängstlich. Das da dann im Endefekt nichts bei rumkommen kann, ist klar. Ich hab das bisher einfach nicht in den Griff bekommen. Gegen Stärkere gehts noch, da hab ich nichts zu verlieren und riskier und geh auf die Bälle drauf und versuch zu variieren. Aber gegen vermeintlich unterlegene Gegner ist es ganz schlimm.

Denke das geht den meisten Leuten so, dass sie im Training besser spielen.
Ist aber auch ganz logisch, denn da spielt man ja ohne Druck.
Immer versuchen Spielsituationen zu trainieren, viele 11er spielen, das hilft finde ich. Das meiste wird im Kopf entschieden, dann kommen die Beine und dann kommt erst dein eigentlicher Schlag.
Viele trainieren im Training nicht das, was sie auch im Spiel spielen und sind dann im Spiel überfordert. Meist wird viel schneller trainiert, als im Spiel gespielt wird und dann kommt man mit dem langsamen Tempo nicht wirklich zurecht, wie auch wenn man es nie trainiert.
Bezügl. vermeintlich schwächeren Gegnern. Es ist ein großer Schritt, wenn man es schafft gegen diese Gegner den Druck konstant hoch zu halten und wenig Fehler zu machen. Das wird oft unterschätzt. Oft sind die vermeintlich schwächeren gar nicht schwächer, sie spielen zwar langsam aber sicher.

terrier
10.09.2008, 09:38
Oft sind die vermeintlich schwächeren gar nicht schwächer, sie spielen zwar langsam aber sicher.

seh ich genauso :daumen:

bei mir ists zb genau andersrum

spiel im Training oft nen rechten Scheiß,kann mich wenn es um was geht einfach besser konzentrieren und spiel vorallem kein unötiges Zeug;)

krishnan-fan
25.09.2008, 13:34
Ich schließ mich hier mal an...

Vorab: Bin 42, schlag mich seit ca. 6 Jahren mit diesen komischen gelben Kugeln rum und warte noch drauf, daß die (gerade in dieser Saison nicht zu leugnenden) Fortschritte mal zählbare Resultate zeitigen. Medenspiele hab ich noch nie gespielt, dieses Jahr wurde die zweite Mannschaft, auf die ich mir ein paar Hoffnungen gemacht hatte, wg. Personalmangel zurückgezogen.. :mad:
Seit letztem Winter hab ich meinen Griff so Richtung Westen gedreht, daß ich für die (einh.) RH nicht mehr umgreife und VH/RH mit der gleichen Schlägerseite spiele. Klappt grundsätzlich ganz gut.

Chancenverwertung (or the lack thereof) ist hier das Problem. Und ich glaub, ich mach Fehler aus Angst vor Fehlern (v.a. die immer wieder schlapp ins Netz trudelnden feigen zweiten Aufschläge...). Lange Ballwechsel krieg ich jetzt erst so langsam hin, aber irgendwann schubs ich den Ball doch einfach schusslig oder feige ins Netz oder ins Aus...

Zwei akt. Beispiele aus laufenden VM: Gestern 0:1, 40:0 bei eigenem Aufschlag, durchaus souverän, und den Rest des Satzes hab ich dann noch einen einzigen Punkt bei eigenem Aufschlag gemacht, 0:6. Erstes AS zweiter Satz wieder drei Spielbälle, wieder 0:6. Na gut, der andere spielt seit 20 Jahren...
Heute wieder, Gegner ist gute 60 und hat künstl. Hüftgelenke... 2:6, 4:6. Hab im ganzen Spiel ein einziges AS durchgebracht (von 0:3 bis 3:3). Danach wieder alle vergurkt. 5 Breaks, die waren eigentlich anständig herausgespielt (Gegner macht sehr wenig Fehler), aber die eigenen Spiele wie so oft katastrophal. Diesmal stand's am Anfang nach Break 1:0 und ich hatte mindestens 3 Spielbälle, hab auch einige Breakbälle abgewehrt, aber dann war das Spiel doch weg, und die Laune auch. Das Idiotische ist, daß ich im Spiel schon diesen Text formuliert hab, weil ich wusste, was kommt. :machinegu

Bei einem anderen Spiel vor zwei Wochen war eigentlich klar, daß es zweimal 0:6 ausgeht, und trotzdem hab ich mich nichts getraut, und es kam, wie es kommen musste... Das war heute zumindest mal etwas besser mit dem Trauen. Da hab ich sogar mal zwei oder drei der schönen Linientreffer mit dem zweiten Aufschlag geschafft, die im Training erstaunlich oft gelingen... :daumen:

Naja, was soll man schon machen, wenn die eigenen Initialen der Abkürzung für Doppelfehler entsprechen. :p

Ansonsten krieg ich's auch nicht hin, konsequent auf den Ball zu sehen oder wirklich die Schlägerhaltung beizubehalten, die verrutscht zu oft. Und der Ballwurf ist immer ein reines Lotteriespiel. Die gesamte Aufschlagbewegung ist in einer dauerhaften Experimentierphase, ich krieg ums Verrecken nichts wirklich Reproduzierbares hin, obwohl ich gelegentlich zwei Stunden lang trainiere (und das auch ohne Schmerzen verkrafte).

So, genug gejammert. Thanks for listening...

Daniel